Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 4 (20.1.1893)
- Date
- 1893-01-20
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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80.;«nur 180». XSI¥. |1kt|. Jtint allgemeine Zeitung des Andenthums Ww*> (1M1M t» •*m nam1m> kn «W,»ch»Nsch«1rt», kn J«alll)*• kTalt •M >.kf«,4<4t*ra7a>klatt•■*. pmi» ft» «fc »af Whi*w k«t oOwpaMimn» ».»»■k—kl«»ara dx*iMmrk »tnoWstl. Ml lliiciit gnftakm! 1 MiSch W Warf, »Och knn Hw»l<fk«: (B IM. M ,»«ch,»sttz»M» mit HfaartUraMaM» (fkMMfltl1r«Urli1tt'') fokn bai krr Post! M»*h Sb Vf». atm»iäkrftch. n, 8» «ft ^«ranagegeben von. Rabbiner ßr.M.Mahmer in Magdeburg. Kür Wahrheit «echt und Frieden. ftrkt»1«2״a»llllsch,wach«aschrlfl» U>1» fB1ka»״Z«kIf«-» «illeiaiarklalf kla otarmefaaUtm pttitjtlU oift km» Hawn aa wr». <m »»»»kn k»»4 m» Naawna. (ifiMlIgM «kn — fall• mam sei »ft a«f 8»Wtl Haffm■) macht — klctct ■iajufrak« am , BtJ •o»kftia» *•» ^»»»O»ltt W«b»ah» *a«a>*wra. Hai woknkalOOvia Hakalt. Indatt M4fl1b« Artikel r Die sittlich« Pflicht, die errungene» Recht« fest. «D halten. Eine Lchristbeirachiung von B R. - Lied! Deinen I Sechsten wie Dich selbst. — Nach einer christlichen Auffcffimg. — [,,#.! Entwurf zu einer Erklärung über Talmud, Schulchan Nruch und die jüdische Stttenlebre. HU« ««» (*mf)m1k(11|«tt: Deutschland: Berliner Brief. Berlin. Bredlau. An» Schlesien. Frankfurt a. M. Au» Oberelsatz. Orperrrich-Uagarn: Wien. — Au« Ungarn. “ »land; London. — Amerika: Lhicaao. tischt« mmd NemeO« Nachrtchte» r Magdeburg. Berlin. Berlin. H«a»dam. Laoten. Posen, jjirke. Frankfurt a. M. Emden Leipzig. .Hwadnrg. Düffeldorf. Strahburg t. E. Au« Vürtteiubeig. Ulm. -Buchau. Kopenhagen. Algier. Tanger. Cinrinnati. Machen- Juiv. 1893. Set’*•(. 6653. Aakmder. Frett«, . . . 20 3 E«««ahead. . 21 4 (M) בא Smnttag . . . 22 6 »autag . . . 23 6 Dtraftag. . . 24 7 «ttt»«ch. . . 25 8 Dauaerftag. . 26 9 Freitag . . . 27 10 Kr.lt er’« SebturUla*. Vie MNche Pflicht, bie erungenen hechte festzn-atten Eta« üchrtstdetriichtan« Wir fihen aller Lrten, daß das Erhalten des Erebenen kaum minder schwierig ist, als da» Erwerben. Aas möchte von vornherein so leicht Keiner glauben. Wer Wenig sein eigen nennt, glaubt, da» Schwierigste sei der :»erb großer Schätze, habe, man erst den großen Besitz, |iei es ein Leichte» ihn festz»halten. Aber die Erfahrung spricht dagegen; vollend« gelingt ^hr selten, in einer Familie durch mehrere Geschlechter Reichthum fortzuerbcn; das ist meist nur möglich mit i«t Gesetzgebung, indem der Staat die Unveräußerlichkeit Llchtzes erklärt. Wo der Staat diesen Schutz versagt, reßht di« eigene Kraft gewöhnlich nicht aus, um, wa» -Uh»en erworben, auch nur über die Enkel hinaus in e^aattlfe zu bewahren. Auch auf andern Gebieten waltet dieses Gesetz. Es hat rd durch ein Werk der Dichtung oder der Kunst oder l Wissenschaft großen Ruhm erworben; wie schwierig ist es 1 behaupten; wir sprechen von dem Fortleben bei der das ist ein seltener Glückssall, aber unendlich fs Hterleben ihren eigenen Ruhm; wenn sie sterben, so er« .Mn sich wohl chrer, daß sie vor Jahrzehnden berühmt k find; da» ist ei« armseliger, gleichsam aufgeaärmter :duon sinken siein ewige Vergessenheit. Hßbst von de« Schätzen des Wisse«» gilt, d<ß daa minderwerthig ist, daß die Kraft, das Erlernte zu bewahre« »ngl Buch die Geschichte lehrt, daß die Völker große Erfolge die sie einmal errungen hatten, in erneuten, oft weit schwieriger« Kämpfen behaupten mußten. Bor anderthalb Jahrhunderten ist das Königreich Preußen durch die Eroberung unserer heimathlichen Provinz rin Großstaat geworden; der Erfolg war ein rasche» Werk; aber erst zwei Jahrzehnte später wurde nach schweren Kämpfen das endgültige Siegel aufgedrückt auf dieses weltgeschichtliche Ereigniß. Auch wir Jetztlebenden, die wir die Einigung Deutsch» land» erlebt und errungen haben, haben die Empfindung, daß dieses glorreiche und beglückende Werk sich in neuem härterem Streite werde erproben müsicn. Und andererseits. Alles was wir an Schätzen, an Wissen, an Ehren erlangen, hastet fester, wenn der Erwerb ein schwieriger gewesen ist. Was uns in den Schoß füllt, lassen wir sorglos wieder zur Erde fallen; was uns unter Kämpft« und Prüfungen zu Theil geworden ist, daS wird uns dadurch um so theurer; wir halten es inniger fest und rüste« uns energischer, es zu vertheidigen. ׳ Wenn wir dies erwägen, verstehen wir eine wundersame Kette von Erscheinungen besser, über die unS die ersten Schristabschnitte des 2. B. M. berichten, Gott läßt durch Mose den Israeliten melden: Ich führe Euch heraus au» dem Drucke Egyptens und errette Euch uub erlöse Euch und nehme Euch mir zu eigen; aber dieser Vorgang der Erlösung vollzieht sich mit erstaunlicher Langsamkeit. Gott findet Plage auf Plage über Pharao und Egypten; jede Plage beugt de« Pharao, so lange sie ihm gleichsam auf de» Rucke» sitzt; kaum ist sie vorüber,!so ist Pharao hals» arin-*$e J»ra»üte» «ich» ziehen lasse«.