Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 3 (14.1.1893)
- Date
- 1893-01-14
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 80% known words query
- IRI
…/6492344-5935087-5962185--1405-5375515- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
i ks K. M«-drt«rs, 14. Ia««ar 18W. XXIV. Istzrriue allgemeine Dettrmg des Iudeathums. « nfM■* it »tat nrnaiMt kn kn -Janill*•■• 11« latt aM *.kn״a<tt»*af«*hlatlau. -nt» fl> ■b knl MWtnr M •Uta piilaiin «.»MaH ■וון dnlMuk *tn«ri|tt|ri. 1- Wl kit.ct.1 S>(nkn^: Mi** l« Ulnf, r ׳ י ■Mk km kiulakt 1 (I UUrf. ytif!H;w1׳.r..T.1<wsttg litratugtgfbtn von Rabbiner Ir. Ml. Ma-mer in Magdebr.rg. Fü, Watzrtzett »echt »nv Frieden. >af»»ae» für ki» ״)..a.ltttfch. Voch.Mschrlft, 14 für w*3״• k11*» Cltt.t.luikl«•», k4t rtm^raärm (ktritjtUt okn km* “- M Wfa. fha .aamkn kmch M. »■ CmwUtom* ■in — fall, w Wkt Saffrwk mach« — klt.cl »dqafmkm ai •tt «**<*»«hm «**^raamtN^Wa»»« M wbknk»l»»» »»km, IM«H .OpkSanba Krtikl t .Da» ^abtmbum nnb sein Rech«.' Bon Dr /׳ Walter Problman». Besprochen vonDr.JmmanelDeutsch, '■■j-.'r fittia« in Schran a./O. — .Da» Frieden,wort." Bon Dr. t^»_. Vinger-stodlenz. II. — Reuest« SchUdbürzerei der Berliner *sptgemeind« Vertretung. »a «»» Larresh»a«»«»»e« 1 Deutschland: Magdeburg. Beriin Berlin. Berlin. Berit». Berlin. Bon der Ruhr. Köln. '.־ Aari»ruhe. Dre»den. München. Au» Heffen. ^Oesterreich-Ungar«: Au« Tirol, s, tzrankreich: Pari». יי HAMkkchla «»» «Kitti Uochaichtanr Magdeburg. Berlin. Berlin. k^l8rrlln.B«»lau. La»»». Adln. Pari».Pari». Peter»lmra. Amerika. W^VäihdrMt ahne »allstsndige Qnehrnangade nnnrsagt. •MW ■1r Machen- Jaaaar. 1893. T*wm. 0653. Aalender. streit«, . . . 13 35 Ganuaden» . . 14 36 (**,*) וארא Gannta, . . . 15 37 N»«mo>detofst-Att1»-. »aut«, . . . 16 28 Dienst«, . . . 17 39 «ittwach. . . 18 1 Hoach Chodesch tfoh’wat» Danaerst«, . . 19 9 Freitag . . . •20 3 ,£** A«d««tö«m »»d feto Mecht." Bon Dr. Walter Pohlmaon.'') Mchprochen von Dr. J»«anuel Deutsch, Rabbiner in Lchrau O./S. Ob auch der schmachvolle Antisemitismus, der zum Entjetzt« der Kultur und Zivilisation jetzt in Deutschland seine Hhmnlosesten und wüstesten Orgien gefeiert, für die JSrae- Uten sein Gutes haben mag? So sonderbar auch diese Frage klingt, wir wollen ihr heute ihre Berechtigung nicht Nitig machen.. Der Jude, der ein mehitausendjährigeS rium lebenskräftig und lebensfrisch überstanden hat. ist j« der geboren« Optimist au» Neigung inmitten und trotz HbfWandrlgänge seiner wechselnden Geschicke. Der AntijenfttiSmus, welcher den deutschen Landeskindern israelitischen »ntnifles Loft uud Licht, Hauch und Athem mißgönnt Hst vielleicht noch gar nicht seinen Höhepunkt erreicht oder »r überschritten. Und doch huldigt der Jude aich im Hin- Wide auf den Antisemitismus, aus diese Gist athmende pflanze de» Klaffen-, Raffen- und GleubenShaffeS, .«>» voller Ueberzeugung dem Dichterworte: Du bist ei» Theil van jener Aras«, Di« stet» da» Bbs« »uill und stet» da» Ante schosst.' Unsere ander-glaubendrn Brüder, welch« über dem ein« fettig chauvinistisch forcirteu deutschen Rationalbrwußtftin die Pflicht der historischen Wahrheit und Gerechtigkeit, da« khl der Menschenachtung und Menschenliebe nicht ver- »iffen haben, raffen sich da und dort aus, nehmen Stellung den Juden und den geschworenen Judenfeinden, und ||ten mit den Bekenntnissen ihre» geschichtlich:» und sitt- - *) Da» Judenthn» und sei» Rech«. Ban Dr. Walter Pohlman«. a» *01. »hmaast»« »u Knuaia. Rcuiaird 18M. «. Aas- ו ־ *«rt*. t» e. 0,60 «k. lichen Gewissens nicht zurück; sie rehabilitiren 'das Judenthum und — den deutschen Namen, der trotz aller an» tisemitischen Verlogenheit den Ehrenschild seiner Treue und Wahrheitsliebe blank und rein erheben darf. Zur erlesenen Schaar der berufenen Streiter in diesem wogen« den Kampf gehört Herr Dr. Pohlmann, webhrr in seiner jüngsten Schrift: .Das Judenthunr und sein Recht' mit un« läugbarem Geschicke und eindrucksvollem Erfolg: auch wirklich ritterlich eine Lanze für das Judenchum und sein Recht bricht. Objeftiv« Ruhe, anschauliche Klarheit, Hoheit der Gesinnung. einwandfreie Wahrheit verleihen seinen mit dem Brusttöne der Ueberzeugung und dem Mannesmuthe der Unerschrockenheit vorgebrachten Ausführungen einen die hocherregte, polemische und avologetische Tageslitteratur überdauernden Werth. ES wird dem edlen Berfasser au An- I frindungen aus der MH« und Ferne nicht fehlen. Mag er sich getröst-n in dem Bewußtsein : »Viel Feind' — viel Ehr'!' Mag e» chm zur höchsten Genugthuuag gereichen, daß einer der deutschesten Deutschen, der gottbegnadete Dichter de» ,Evangeliumder Humanität', an diesem deutschen Mchwuchs st'ne rechte Freude haben würde! Es ist der Mühe werth, einzelnen Spuren des Verfasser» in seiner beachten»- wetthen Schrift zu folgen. Pohlmann sucht historisch und psychologisch die widerwärtige antisemitische!Aewegung zu erklären. Er weist aus den Gegensatz der äußeren, weit gediehenrn, materiellen, mechanischen und technischen Entwickrluug unserer Tage und der verhältnißmäßig zurückgebliebene», inneren, geistigen Eharakrerbildung und Gesittung zurück. Die Neuzeit hat «iuseüig Geist und Verstand auf Koste» d«S GemücheS und GewissenauSgebildet. J»de Einseitig-