Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 1 (1.1.1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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'Hta»t1länderei««r bereit» 0M in Anspruch <jeftommen . so daß der Werth der Srundtzücke i« der Tolomr und r Umgebung eine bedeutende Etrigeruna erfchren hat. größte Schwierigkeit verursachte« die ersten Schritte. so lange es an ausreichenden Ackergeräten, besonder-» aber an Zugochsen, fehlte, die Loloni« zu equtyiren. Die Ansiedelung ist jedoch jetzt vollständig )rganisin, so daß die Anordnungen der Verwaltung stricte zur Au», führung kommen können. In kurzer Zeit wird auch eine Synagoge gebaut werden und hat ein warmer Freund der Tolonte, Herr Pierre au» Oxbow, versprochen, lsinreichen. de» Bauholz für dieselbe zu schenken. Di« Herren D S. Friedmann, Schatzmeister, und Mose» Vineberg» Vorsteher de» hiesigen Wohltßätiyk<itS.Vereins. haben Ende August die Loionie besucht und die-günstigsten Nachrichten mitgebracht; nur bedauerten sie, daß e» damal« an ausreichenden Ackergeräthen und Zugochsen noch fehlte. Ein von der Canada-Pacisic-Bahn ernannter Lp-cial- Lommissar brachte ebenfalls aus den verschiedenere (Kolonien in N -W.-Eanada dir besten Nachrichten und äußerte sich besonder« befriedigt über die Eolonie ״Hirsch". Er sagt, daß die jüdischen Farmer der Mehrzahl der ra indischen Farmer in Ontario völlig ebenbürtig seien. Vermischte und neueste Nachrichten. Vertt«. Herr Justiz rath M,lower, einer von denSepräseatauten der b «sigen Gemeind« welche sich gegen den Peil >inn»beschluß iMAiärt Häven, HU sein Ehrenamt in der Gemeind« niedergelegt. M. war bi« jetzt Bo-sitzender de» rollest um und zeichnete sitz stet« durch i.: «in reise» ruhig,» und klare« Unheil au». «Zerrt», 'die Satyr Friedrich-Log« (*» Geh. Sache» Dr. Sette» aast ist jetzt von de» drei prenßlschen Großlogen feierlich in Acht und Bnna grrhan nvd al» ein« Mnlellog« ertläN worden. Sein Miiglied der drei G oßlogrn und ihrer Lochterlogen darf di« nene Log« besuchen. «Zerit». Sektor Ahlwardt soll, wie dem Stöckeische» ,Volt" verstehen wird, i» Februar nächsten Jahre» dir Leitung »er aniisewtlische, .Sem!» Deuischen Zeit uns" in Leipzig übernihmea. Dieselb« wird jetzt tekanuilich von Dr. Erwin Bauer rediglrt. VreSl«»» 28. Deeemder. Durch einen Theil der Pnffe wird trat ein Flugblatt verbreitet, welch«» «in tiastoc Stlzelr, Fgber ln Uhtrma bet »reiz versab« hat, und in welchem um will« G»ben zur Aetteidung der Judeumtssto» tu Persien g-beten wird,?ln dem Flug» Satt wlrd darülirr Klage gefithN, daß die Juden iu Persien täglich Veschtmvsuusen von den Jälamilrn ertrage« müffen, daß in Latta« der Päbel eine Synagoge zerstön hat u. s. «. Dergleichen Dinge!ollen ah« «ich» nur ln Persien, sondern auch auderwSrt» voriommen. Ja jo: dt« Zeit, in welkder der Etäekersche Aniisemilismu» In der Blülhe stand, fallen die Sruslettiner Judenverfolgungen. Di« Autzschieltungea ter ,,Antisrmiira an« Anlaß de« Lauteuer Ka.beamorde» stad noch in Aller fMMifttnty. Bel «a» sieht «» alt» nicht besser au», all» ln Persien. fstor Fader zieht au» den Erfahrungen, die er ln Asien gemachl hat,! Nutzanwendung, daß von eia desouder» günstige» Feld für die idenmlssio, sei. Wozu ab« bi» uach Asien schweifen, wenn di« Objecte «S» »tue uützliiä« Mlsflontthärigkelt so nah« liege,?!Sckre «4 nicht tytzrr, «uftatt tu Persien «tu« Jndeamtsfio« zu unierHallen, in Deutsch» I»«tz «in« Antisemiieamissia» etnzueichten? S«»!*». Da» .Liener Kretädlatt"!heilt aus Gruub von Er- ^chtadiguugen an maßgebender Stell« «tt, di« Staat»««waltschaft de«, MtevrrLaubgeriiht» »ab« «ich! allein geg n den Bildhauer vesendr up Mtdeiu auch »och gegen ein« zweite Person wegen Brrtachie», den Mtubeumord degauge» zu habe», di« Untersuchung ein )eletlct. (Der ^»gru Arseudruv «rlaffeue Haftbefehl, in Folg« dessen ft-neverhaftung ' »vtznabrüd «rsolgte. stand «tt dem K->ad«n«ord nicht I« Zusammen- ,.Heng. Ez bleibt abzuwartrn, ob seitdem Momente ausgemacht find, w-ilche neuerdinz» den Mordverdacht «eae״ ih» begillnde,^ Ni«»»»r«l *. KZ. (Orator.) Auch hier fand anii. Shanutta« »a« «ine gemeinsame Schulfeier statt. Li« bestand t« Anzünoea der '-Llchder. Deklawatioaen au» den.Ltchtstiahlea". «esanz de« Liede« Vv» Klein ,Gatt, »et» Lieh«, »ein Schutz und S»rl" uad einem sehr «nsorechendea Bon rag« de« Lehrer« Eck man» über dt« nieaeatuna de» -Hche». E« fthitr kein Kind; auch die Betheiliguug der Erwachs«»«» »« ein« rege. Groß und Klein freute» sich üder da« gelungen« Fest, ,»eiche« mit Berloosnng von Büchern, Spiel- und Eßmaorn, deschloffr» V. «»» Batzen, 28. Deeemder. (Orator.) A.» vortt.i^en der Handel«»»»» «nerhncher »»« Kippenhei« da» D»> . ' ki« hinauäwandene, rityn ihm einige an »er Landsträße angev die üblichen Li-be»«m»rbt,«rUen: ,yep Hep! Jude«. * * ' w ז »Märtet, Ihr 9• «angev Mt notreye» ^i-b«»«wstrbtgkrt»«n: , , nadj. — Anerdacher droh«« den Bürschchen 3' ü! Lautzbubenk" Snrch dies« vor«« fühlt ß4 einer derselbe» beleidigt, zieht eine Schnßwaffe und sagt de» Mann«! ein« Ladung Schrot in» Teticht. Der Getroffene fällt nieder, übersch'äht sich. ist sedoq glüklicher» «eit« nicht lebenllgesähcltch verletzt. Der Angreifer ist «in Bub« von zehn (!) Jahren. Ul«. Sie ״Ulmer Schnellpost', eia wüste» Antisemlien-Orga», da» namentltch auch sür Ahlwardt ein« audzieblge Reklame vrra-,stallet hatte, erfreut sich, der ,Frkf. Zig." zufolge, der besondere« Gunst der hies. militärische» BehScden. so enthielt die A»h»r»nuag sür di« Ulme,׳ Garnison eine Borschrift, wonach jedeu Tag die neueste Summer der ,Ulmrr Schnellpoft" auf jede Arche gebracht ,orrden und dort 2t Stunden, al-o bi» zum Erscheinen der nächsten Summer, erhalten w.-rden mußte. Dies« Bestimmung der Aachordnung ist neuerdlngt weiß über» kleb«. Dagegen hat sich die .Ulmer Zeitung" »eraalaßt gesehen, an »a» kailerl. Gouvernement eine ״offene Anfrage" zu richten, ob e« wahr sei, daß. wir Gerüchte melden, au» den Ueberschüffe» der KaaUnen 300 Exemplare der ,Ulmer Schnellpoftfür die Uiannschastea der Garnison abonutrt werden. — Eine Ausklärung dieser Angelegenheit wäre in der Thar sehr wünschenswerth. Theseritz. Bor der hiesigen Strafkammer wurde a« 17. d. Mt». [ ' . ' ' " vertäu« veroanve». tvt., oer »nnsemu «st, hat, «l« vle .Xe-:n!77e, tg." berichtet, diese That al» solcher gegen den Dr. Solfsohu uad dessen stau begangen uad wurde diescrhalb zu vierzehn Tageu Gefängniß und in die Kosten verunheilt. Grse», 21. December. Hier starb heute im fast vollendeten Sb. Ledenajahre der Begründer der Bet-chulvereiniguag, Herr Simon Krön «Hai, der 8» Jahre al» Borsieher der ,alle« Setschule" treu und opferwillig ge virkt hatte, sein Andenken sei g-segnet! Lnmter!Posen) Ucker skandalöse antisemitische Su-schreituu,ea wird an« Somier ber chtet. Don tnsultlrten im Sanrzimmer de» Bahn» hos«resta->rant» verschiedene Snel-^Lste in stark aageheiteriem Zustand« einzelne Reisende, weiche sie für Jirnelt rn hielten, sdlugen sie ohne Grund aus die Köpfe und in die Gesi vter and schleuderten -hnen die gemeinsten antisemitischen Redea»ar»ea entgegen. Di« Radaubrüder »raklirten sogar einen polnischen Gu>»besitzer, d-r sich am Schalter ei» Bittet läsen wollt« unter autisemltisqen Schtmpfredea «it Sto .-schlSge», ebenso gingen sie argen eine Damvor. Dl« Exzeveaten gehörten den sogenann.en ,gebUdelen" Ständen an. De Angelegenheit ist bereit» den Gerichten zur Berjolgung übergeben worbe». KZir«. Eine Judenfliurenhetz« wird jetzt ar ch iu Oesterreich oer» sucht. Die Berliner .StaaGkürgerztg." behauptet, don seien all« wrffenhaudwerkskundigen Reservisten plötzlich zu einer Aaffeareparatur eiaberufen, da in den Saliner Wertstätirn allein 6000 reparaturbedürftige Gewehre liegen sollen.!Natürlich siehl die,Staatöbüigerzlg." auch hör wieder jüdis che Machenschasien.) Paris. Di« nnu de deax moadea vom iS. Deeemder emhält den 4. Artikel über di« ״Jude« uns den Antise«Iti«mu»'׳ von dem Proseffor der Raiionalökonomie Anatolc Leroy-Beuuiirn. Dieser Artikel behanoelt ״den Geist und da» Genie der J-.ro«n". Pari». In seiner Red« b.-i der Gedächtnißscier für de» oer. storbenen Haupimaaa llremieux»Foa sagte der Oderrabbiuer Ztdoc Kahn, die Marler dr« Hauptmann» Hube v.i der Tode »aachricht ihre» Sohne» grlproch«»: .«ein arme« Sind, er war Sold.t, ich habe e» dem Saterland« gegedoi, ich Hab« noch «in» für sei-ie Dleuste." 8«n»»n. D:c Lordmajor von Louoon seien« den Antritt 'eine» Amte« durch ein im Smdihause sür die Schuljugend zubereitere» Mahl. Datselb«, für 8000 Knaden und Mädch-n, sa.,d an «taem Freitage statt. Den i«raelit»sch«a Kindern welche w gen de» Sabbatheiaganzei verhindert waren, wurde am daraussolgende» vilttwoch ein Fest ge» geben. Der Lordmajor richtete bei dieser Gelegenheit a« die Schal» ,uzend «ine k rrz« Ansprache: .Meine jungen Freunde', sagte er, ,ich billige den Gruud Jur«» Fvnbleibra», weil sie nicht» gegen dt« Gebräuche der Religion machen wollte». So lange d>« Groß:» und dir Kleinen nicht» gegen tyr Gewlffen thu«, kan» man auf sie zähle». Di« Bemühuagra Eurer Lehrer und tyhrerlanen —davon Hab« ich mich über» zeugt «eise« Tüchtige» aus." khetrertzmeg, r». Dezember. Die Judeaversolguuge« in Ruß» sfist.ll von brr Regierung beirieden, sonder« dekannt« Gaa». «eich« «ine« Gsi» »lösen Lharakler besitzt und vor nnlgen Sochea in Folg« oe» Zwischen» falle» mit de« Dampfer O ga au der Lnlina-Münvuag viel von sich reden «acht«, ho« tu kurzer Zeit fast sämmitich« Juden, di« bei »hr »»gestellt war«», entlassen. E« ist nicht lang« her, da standen n»itz 8614 Inden in Diensten der «agarinsch-n Gesellschaft, jetzt sind «s dio« sechs und auch dies« sollen 1« nächster Zelt entfern« werde«. Dn» gleiche rlioto« verfahren beobachte» auch andere Gesellschaften, •far Im aciingftcn dara-is Rücksicht zu nehmen, daß in zahlc.tchen ALL«» FamUIenväier brollo» gemachl werden. (türjrr R». liege» z»A Prospekt« bet, aus •U wir »aser« ijqer Moibcdl tDtifcR•; 1. Li»e billig« Offert» da» berühmten talmudische» Lexstoa« Hln1» OMnUto״ m» Sab». Dr. >. Kotznt. 2, Aufforderung zur Bethetligung an der ,Anhmeähallrn-Lottrrie" von Karl Hettztze- »tückauf zuw nrw« Jahr! ׳1'