Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1892
- Issue
- 46 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 182 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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xat% Dr. ttomptxt zuletzt vervhrt. M^^tzwach trotz.~ÜB 7^ickganges «einer äußerlichen Stellung«. Berhültuiffe über »eine geistige Entwickelung seit mrioer Abreise von Berlin sich in ein-r Weise ans» welche die kleine, aber auSerleien« damals bestandene Wiener Tempel-Gemeinde des Kurortes veranlaßt Harle, mir die Predigt-Thätigkrit an den Herbst- Feiertagen zu übertragen. Mir war mit dieser Auszeichnung im idealen und matciirlleu Sinne recht gedient. — Ich bin auch so glücklich einig« geschriebene Zeiten des ruhmeSwürotgen - annes zu besitzen, der mir ein Ex mplar seines auSgrneickpteten Werkes .Das hohe Lied" verehrt hatte. Ich habe rjetzt nicht vor mir, ich zitire unten*) dlos nach der mündliche» Mittheilung des Entschlafenen, dem Lieb« und Treue übers Grab hinaus zu bcwahien ich als wehmüthige Pflicht l-> trachte. Segen seinem Angedenken! Dr. Na schär. Kt»ige -Zichlv kicke j»m letzte» „Aikdche» aus der Meisemappe". Die Bildchen aus der Reiscmappe mein-Ä verehrten Lehrers Igiben gewiß viele Leser diese» Blatte» intrressirt; mich gaaz I sonder» die Schlußsätze des letzte», worin Herr Treu mit >oßer Wärme meiner Hrimath Neuwied, de» unvergeßlichen .»nach und der sürstlichri, Familie gedenkt. Ja, dir Toleranz des Fürsten zu Wied ist eine historische Tatsache; doch weniger bekannt dürste e» sein, daß die Fürstin Ijiuttn zu Wied, Schwester der Königin von Schweden, .üdische Frauen mit ihrer Freuodskhaft beehrt«. Häufig;. t man mir in meiner Jugend erzählt, daß sie die srl. Fra» Frcmmet Löb in Segcndorf nicht nur öfters besuchte, um mn dieser jüdischen Frau — sie war ein TH IUTK im besten Sinne des Wortes - sich zu unterhalten, nein, ad und zu sei sie auch am Pefsachfeste erschienen, um bie Mazzoth zu probiren Ebenso stand die Fürstin mit der s>l Frau Rosa Gvtzel, welche jahrelang Vorsteherin deaierländischen FraurnvrreinS war, (Kaiser Wilhelm zeichnete sie 188 l sogar mir dem Orden für Nichteombattantea aus) freundschaftlichem Verkehr. Ost genug sah man die beider«, um die Neuwieder Wohlthätigkeitsanstalte« hochverdienten Frauen rathend und thatend beisammen. Unveraeßlich gevlieben sind mir die Beileidsschreiben, welche die fürstl. Mutter .-bst ihrer kvnigl. Tochter an den Borsteher Reinach und v>r trauernde Familie richteten, als Frau Rosa Gätzel. die Freundin der Fürstin, aus der Reise nach Esten begriffen, in tzöin plötzlich vom Tode ereilt wurde. Soweit mir bekannt, sind die jüdischen Lehrer Neuwieds zu den Hoffestlichkeiten geladen; ja, ein Londoner Geirrter, Tr. Äligmann, au« Oberbier gebürtig, folgte oftmals - c sprcirllea Einladung des Fürsten und hielt auf dessen ..„legung im Schlöffe zu Neuwied littecarisch-historische Vorträge, welche sich großen Beifalls erfreute». Am Hose der Fürstin Mutter, in Segeuhaus, weilte viele i »re Frhr. von Roggenbach, ein rntimer Freund des ^'"ßherzogS von Baden uud weiland Kaiser Friedrich», und saji will es mir scheinen, als ob die tolerante« Ideen d«S :djchen Hofes hier und dorr ei» steudiges Echo gesunden! wähm fr, uockz daß man in den Werken Carmen Lylvr'S : -1 selten didl. Stoffe in poetischem Gewand« begeguet. rnblicklich weilt die hohe Dichterin wieder in Segenhaus bci ihrer Mutter von ihrem hartnäckigen Leiden Genesung 's Zu diesem Buch»wird dieStellederBerapredigt(lk».Manhätb. 6), > imlcher «♦ irnhümlich lautet: .Du sollst Deine» ALchfteu liebe» »-. Deinen Feind hoff»»', welarr Aachs«» iu> alte»Bu»d«(L«»it 19,18) tenit motifin, bah tfiotal 98, 93 sälschlich Mc »»eite Hk dir -t i« Person t» Berbm» '712VI »»lese» morde» ist. — .Liest »M» fCnkl l»D» s»sst Drimu Fetud liebe»'), so st»d sersähut M * su» M »nie Destameut.' A«fkSs»»S des MittßfeÄ 1» »sriHer Dur»», 9Utut, g»n<, T—x (Utfl, jDft») ■ niHwrtl.Rttaftrer:Sr.M«|aitr,AogMbBif. Druck»« Beuditz L Huhu lfrüher: V.LW»lff>, «agdenug. Verlag Nod. Fries« Wunsche vervaur „_ seine Entstehung; möge es bald sich erfüllen! >» «arme» vtzl»ah Nun h«st D» Del« Ruh» wieder. Bist »«» bei Mütterchen daheim — 9hm stug' «uch wieder WaldeSIIrder. Leicht füg« sich Dir ja Nett» zu Net«! Fee» bist Du jetzt vo« Welt^trtrb«. Nu» ruhe Dich gehdrig a»S >w MutterherHt» — Muttettirbe Wirt« wimderbor ln Legeuhau». Wo D» uur «eilest, da ist Lege», I» jede« Dorf an Wted'sche» Vach; »nsjubelnd steht man Dir entgegen, Beglücke« schaut Dir jeder »ach. 8Cb, mich ftgrelfrt SebnIuchtSstrbor, X*r.r ich anr< traute Wiedbachthal, 8» Segendors uud Niederbieber Uud auch au Monretzo» zuMal. Hier hör«' ich einst dt» vlätter rausche». Hier tau»«' ich jede» Weg und Vau«. Hier sah ich of i» stilem Lau «che» Uud «räum«» süße» Jugendtraum. . . Hier sangest Du de schäuste» Lieder , Und uauut'ft sie finnig: »Met»« Nutz!* Hier fing« nun und dichte wieder. Uud wieder ganz gesund wirft Du. «ssr», Ruhr Jacob «ausmani Ki» mufltaklsckckS M«»derLi»d. Der Sohn des Lhasan in Rousch'aui (< mrnd Grodno) erregt durch sein phänomenale« musitalis Talent di« Aufmerffamkeit des Publikums. Erst 6*/^ ’ alt, besiegt er beim Klavier spiele« nicht unerhebliche St rigkeiten. Er besitzt die selten« Gabe, die absolut« eine» jeden Tone« ohne Stimmgabel oder sonstiges mittel bestimmen und die?.ccorv« der schwierigsten nisiruuge« uud Melodien sogleich und ohne sich zu denken angebea zu können. Verschiedene Musiks«eunde Hai sich zusammrngethan. um die reichen Anlagen dieses Wund kindes entsprechend weiter auSbilden zu laffm. Aus de« Spr«ckschatz des -Nkm«d. Poetisch übenrag»» vou Max Weiuberg. stau»'« deu» de« «dr»b«rn wohl «ruiederu. De» «9r»b de» Ofiingste» zu^erwieder»? Kria wackrer Maua nimmt Dienste a» vo» dem, de» er »ich« achten kann. Rüthsel. 0itf gute. IWeifprachiges «o» o. in ft. Bei Deutsche» steht« ans jedem rische, 0b Fleisch st« este» oder Fische; Doch wig?S uu«, «eeria wie'« englisch lese«, Wo» «tiefer eins gewesen, 81« glücklich er bctaUi, Wozu er ward geseutet.