Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1892
- Issue
- 38 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 152 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Bücken, wie mau eS noch nie gesehen. Aber sie Alle such« trn vergeben», der glückliche Fund war bereitgethan. Bei dem Baron von Rothschild ließ sich ein BauermLdchen artmelden, die sich als glückliche Finderin vorstellle und den in Papier sorgfältig eingewickelten Ring freudestrahlend ihm übergab. Der Herr Baron ließ durch einen Eomtordiener dem Mädchen sogleich den ausgesetzten Preis auS^ahlen und händigte der redlichen Finderin außerdem noch ern weiterenamhaftes tSeldgeschenk auS, mit de» Worten: „Auf daß eS Dir wohlgehr, Mädchen! — Sei glücklich damit!" Dt! stand denn das Mädchen da, sprachlos und staunte» denn soviel Geld hatte es noch nie gesehen; al-dann packte ihm der gefällige Comtordieoer das Geld zusammen; aber als e- .Herrn Rothschild dafür danken wollte, war dieser schon längst fort. Den Weg nach dem nahen Rödelheim, wo die Eltern «in zwar ansehnliche-, jedoch fast ganz verschuldete- Gütlein hatten, flog das Kind dahin iin süßesten GlückeStaumel. ,Da," sagte die bereits Athemlost, d.s Geld auf den Tisch legend, „da bring ich Euch nun und mir Erlösung von vieler Roth und schweren Sorgen." Und jetzt erzählte sie den erstaunten Eltern, die nickt wußten, wie ihnen geschah» erst kurz und dann ausführlicher, wie ihr der Himmel aus so wunderlmre Weise den reichsten Segen zugewendet habe» Doch die Freud« dieser so plötzlich erleichterten Leute ward erst vollkommen, als ein noch junger Mann hereintrat. „Schön, daß Du kommst, Karl," rief deshalb da- Mädchen, „ich habe Dich schon im stillen herbeigewünscht, und heute viel an Dich und unsere Zukunft gedacht; denn jetzt steht unserer Hochzeit kein Hinderniß mehr im Wege." Sie erzählte al-dann nochmals den glücklichen Fall und machte schon Pläne für die Zukunft und wie sie allmählich ein schrldenfteies Gut haben und glücklich beisammen leben werden. „Aber," bemerkte die Mutter, „der Segen ist zwar groß, allein bester wäre es denn doch, wenn man der Schuldenlast sogleich enthoben werden könnte." Und der Pater, ein bedächtiger Mann, meinte da- Gleiche. „Ja!" sagte er. „Wer weift, es geht vielleicht! Zudem, Kind, ist ja das Glück mit Dir. Mache Dich morgen nur nockmals auf nach Frankfurt und stelle dem Manne, der Dich so reichlich bedacht, unsere Lage vor, Dein Gang ist sicher gesegnet!" Und waS geschieht? „Einem Paar Liebrsleuten, wie Euch," sagt der Baron, „kann man so leicht nicht etwas abschlagen. 7000 Gulden haar — nehmt sie hi»; es ist ein schöner Anfang, worau» nach und nach viel werden kann. Aber merkt Euch, bei der Hochzett, die nun wohl nicht mehr lange hinauSgeschoben werden wird, will ich dann auch sein. BergeßfS nicht!" Jetzt wurden nicht nur die Schulden getilgt, sondern auch, wa» im Haushalte noth that, angeschafft und dazu noch eiaige Morgen Landes hmzugekaust, und — dennoch blieb ein« ordenttiche Summe zu anderen Zweckeu übrig. Es war von nun an ein ganz anderes Leben im Hause, man war ftöhlich und der Segen war ebenfalls sichtbar. Dann endlich, gegen den Herbst hin, an einem schöne» Septembertage ward die Hochzeit gestiert. ES hatten sich dabei außer vielen Bewohnern von Rödelheim, auch noch mehrere Franksilrter eingefunden, die an dem Glücke d«i Brautpaares thettuelmrn wollten. Ja, jetzt sollte soeben der Tanz eröstoet »erden, da — trat Herr von Rothschild herein. Sr leerte t«n Becher, den ihm die schöne Braut darbrachte und that dann mit ihr den Ehrentanz. Beim Abschied aber reichte er der Glücklichen noch einen kostbaren Ring, indem er sprach: „Dieser Ring erinnere Dich Dein Leben lang an jenen tes guten Kaiser« Franz; denn dieser Fund gründete Dein Glück!"- antswnL Nctattiut Dr. Rahmer, SSagbctaig. £rnd Mi de * M{ Eei'S Heide, Jude oder Christ — immerhin dürfe» wir' mit Geliert auSrufen: „ C, mttat nur aller «rasch» Ehre, ' Die Neig»»». Lad're erfreu'», Die Zärtlichkeit und Liebe »Sr«, Selch SilSck wSr es, «I» M«»sch zu sei», Wenn sie einander froh »«fingen. Und nie durch Lücke hlnterging«; Durch 9t»' »ab Rachgier «lt entstellt; Wenn niemals ander« Lhrs,» flöge», >ls welche Lieb' und Daat vergib»: Wie glücklich wäre daun die Sei»! Usalm 121. Ei» Wallfahrtsgesang. Die Lug» zu den Bern» will ich heb»; Vau drob» wird der Beistand mir gegeben. Die Hüls« wird mir von dem Lwig» »erd», Der Schöpfer ist des Himutels und der Erden. Er lögt den tzuß nicht suaucheln auf dem Pfade; Nicht schläft, der Dich behütet so voll P»ad«I □ Israel» Hkber kennt nicht Schlaf noch Schlummer; Der Herr behütet Dich vor jedem Lummer. Der Schatten ist Sr Deiner recht» Haud. Beschirmt de» Lag» Dich vor der Sonn« Brand Und läßt den Mond Dir in der Nacht nicht schadm. Bor all» UeMn schütz' Er Dich in «Nubral Sein Salten möge Deiner Seel« frommen; Er hüte stet» Dein Sehen »ad Dein Komm»! Dein Ausgang und Dein Eingang sei geweiht Ban nun an bis in alle Ewigkeit! — Frriieig t. S. Llphons« Levy» jl»» dem Sprachschatz de» Tatarad. Poetisch übertrag» vo» Maz Weinberg. Oft liegt nur 'ne kurze Spann« Zwischen Meer und Braten Pfanne. * . ' Den >r»t eracht' alS lieb» Saft, - . Auch wenn Du ihn nicht »bthig Haft. Glück macht reich Und klug zugleich. . * «S In'» Hau«, wo man da» Weib recht ehrt, In solche» $au» der Segen fährt. ' i Der Hungrig« — «och so'rasch auf den Sohl» — Et» Satter wird ihn bald überhole». » Schon manche Broßthat hat vollbracht beharrlich-fester Sinn, Ni« »ach und »ach und tropseawei» fich »blich füllt dos $*»*%■ •) Flüsfigkeitsmaab der alt» Hebräer. RSthsel.««fgabe. Pratsche- Logo-ryph. Bon 0. in R. In Rheinland wird'« mit „a" genannt Und ist als Kreisstadt dort bekannt. Auch hier mit ,a“ man ihm begegnet Und danteud sei»» Ram» segnet, Und laut ihn preist, der durch sei» Wort Noch jüngst der Unschuld ward zum Hort. AastSsaag de» Aäthseti» voriger BhnüMf.: Pietsch. Hauer. (Vleifchhauir. De., Rechtsmumlt.) kft»t» (früher D.L.»olsv.«agd«uq. «mlagr Ro^Ariej