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Jüdisches Familienblatt · 1892-01-01 · 20 (1892) · p. Seite 80

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1892
Issue
20 (1892)
Date
1892-01-01
Page
Seite 80 (sequence 4)
Language
German
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trrcit, uh im nämlich Schmidt mein Partner und College j »."erden wolle. Cr schlug ein und wir erwarben zu gleichen I “3heilen Eigenthumsrecht an dem Blatt.- _ . .. i Ci« Kakuilicowappe« Unter unserer Jugend giebt eS bekanntlich eine große f,nbl Lebemänner, deren höchstes Lebensziel darin zu brjichcn scheint, das 4>ermögen der Eltern durchzudringen und eine chriurchtgcbietende Würde und Abgeschlossenheit zu asfecl «ire». Mit l:m Bortbcile. welchen der väterliche Reichthum I seichen Leuten gewahrt, konnten dieselben sehr viel Gutes unter den Menichen schassen, aber nur mit seltenen Aus- > ahmen hön man ihren Rainen außerhalb ihrer nächsten Umgebung. Unicrc;\cit, in welcher Mangel und Entbehrung eine .nwähreutc Steigerung erfahren und enorme Summen ohne Rücksicht aus menschliches Elend unnütz vergeudet werden, blos dein Vergnügen und Wohlleben zu srvhncn, zeigt uns io recht augenfällig die Wahrheit des Ausspruches I Lord Byron s. daß diejenigen, welche ihren Werth von! den Borsahrcu herlciten, den Martoffelit gleichen, deren j nerthoollsier Theil sich unter der Erde lvsindet.! Ties erinnert mich an folgendes Ereigniß: In unsrer > Stadl (Eincinnali» wohnt ein Mann von nngelieuerm Reich-; ibum. Seine Frau bestellte einen neuen Wagen und machte l besonders daraus aufmerksam, daß vor allen Dingen das: Familienwappen über der Thür angebracht werde. Ter 1 Mann war hiermit zufrieden, nahm einen Bleistift und I zeichnete etwas, was einem Packen glich, aus welchem eine I Scher re und über welchem r>» aufgerichteter, die Flügel ivreizendrr Hahn »ich liefand. .4»ras ist denn das'?" fragte; r.r wundert die Frau Gemahlin. „Das ist unser Familicnwapprn' antwortete der Geldmann. Mein Großvater erwarb sein Vermöge» durch Housiren und mein Vater be-? trieb ein Eonscetconsgeschäst. Tiefer Packen und diese j C checre rcpräsentiren also die Bejchüstigungen meines Grcßi Vaters und Vaters: der Hahn über denselben das bin ich, | der weiter nichts grlhan bat, als mit den Flügeln klappern; und krähen." 1 Ter Wagen hat heitte noch ein leeres Wappenschild. Anton Rubiufteins neuestes Oratorium .MofeS" i hat im* mehrjähriger Arbeit feinen Abschluß erreicht. Die j Ge'chichtc des Exodus, wie sie hier von cinm talentvollen i Glaubensgenossen in Musik gesetzt ist, hat eine seltene Aus- : ja hrlichkeit erfahren unv l»esteht aus K Theilen oder Tableaux,! deren Vorführung zwei Abende in Anspruch nimmt. Daß j der Komponist sich völlig in die Details der Geschichte der: Befreiung Israels aus der ägyptischen Knechtschaft vertieft > hat, zeigen schon die Flamen der Tableaux. Ter erste Tlieil j enthält: 1. Moses Geburt und Auffindung im Binsenkästi chcn: Pharaos Bedrückung der Israeliten; 3. Moses Auienthalt in der Wüste; 4. Tie Erscheinung Gottes im Tornbufche und der Auszug Israels aus Egypten. Der zweite The'il besteht ebenfalls aus 4 Tableaux: l. Der Durchgang durchs rothc Meer; 2. Die Offenbarung auf | Sinai; 3. Tie Wanderung Israels in der Wüste; 4. Moses | Tod und die Eroberung des heil. Landes. Einige dieser j Stoffe scheinen für eine musikalische Bearbeitung ziemlich ' jcknrer zu sein, dennoch soll die Komposition des Ganzen j N uiidervrUc Effecte hcrvorgcbracht haben. .Bis jetzt — bemerkt i d:s .Jew. Ehrvniclc" — hat sich die Kritik über .Moses" noch nicht ausgesprochen; doch sthen wir derselben mit ge IV'üiinu'm Interesse entgegen. Noch freudiger werden wir den Tag begrüßen, der uns die Gelegenheit bieten wird, cacy hier in Eiiglaud die Herrlichkeiten de» Passah-Oratoriums bewundeiu zu können." vk.aniwonl ÄcSatilur Dr. R ^ruck von Bendix u. -eitgemäh« Arsge. (vgl. Ar. IS der „3«r. Wochenschrift" unter „Königsberg".). Sonst nrirtten Eltern auf die Sinder — Ein leuchtend Vorbild allezeit — Tit Eltern vor. da« Sind dahinter, Lo waren beide stet« bereit. -ent' soll da» Kind die Eltern leiten, Die Schute wirken auf da« Haus; Da« Sind voran — ist da« bescheiden V Die Eltern nach-wo soll da« 'naus?! Wo nicht im Hanfe ist der Wille, Wo Eltern nicht die Pflicht verstehn, Wo nicht gewirkt wird in der stille, Soll da der Staat mit swang vorgeb'n? Sa« soll man wittllch dazu sagen, Wer noch dir alte Zeit gekannt; — Werden im Leben einem Sagen Die Pferde hinten «ingefpannt?! — Die Eltern sorgen für die Sinder In andrer Welse doch so sehr: Trum ist'« ein falscher Wahn, «in blinder, Da» Religion nicht» gelte mehr. £ wollt Euch selber nicht betrügen, Ihr Eltern, ivenn Ihr liebt da« Kind. Die Kinder, die an Euch sich schmieaen, — Macht sie nicht völlig taub und blind. Drum frag' ich seht und immer wieder: .Wenn nicht im jüdisch fromme» Hau« Di« Eltern sind de« Kinde« Hüter, — Wo soll am Ende da« htnau«?!" — Rotenburg a ft. I. Eorneliu», Lehrer. Auch et« Trost. „Run ist der Pater schon eine ganzeWoche tot" — klagte seufzend ein Sohn, der die Trauergesey« beobachtend, während der ersten «»che nach der Beerdigung den Besuch der jüd Cultusbeamten erhlel« .Trösten Sie sich, — sprach, der Lantor zu ihm — .er wird noch länger tot sein." .Mein Vater — im «an Eden Parodie«) wird er ncherlich ruh'n" — begann hierauf der Lohn ein« Erzählung au« dem Leben de« verstorbenen . . . .Äewitz" - unterbrach ihn darauf der Scham, me« — .gewist wird er im (»»an Eden ruhen, den» wenn er daselbi: nicht ruht (ruhig ist), schmeisten sie ihn von dort rau«!" «Iftjl Hst*. L Deutsches Logogrip- Bon 6in 8. Zwei Silben hat da« Räthselworl, Ta« Gott und Menschen nicht gefällt, Au« dem. sobald der Kopf bleibt fori. Der Silben drei man gleich erhält, Die wir a!» Isaak « Enlel kennen, ttl« Moje« Schwiegervater nennen, lind die mit adgeriff'nem ftuste Ein Theil sind ,«d«r wahren Buhe 11. hebräisches Sprosseurälysel. Bon 6. in 8. Al« 1 der Hauptmann geht voran Wird hitzig, wenn sich 2 zwei schliesu an; Mit 3 ein Bibelnam' erscheint, um Heil er wird mit 4 vereint, n diese« auch nom k> gelehnt, Sind sie zu pflanzen streng verpönt. ster tu vsr» |tr* I. G» (“I5>, Erstgeborener Iehnda'« Q. dessen Anfang«» und Endbuchstaben geben >—fehlt da, bleibt TH—B«r*. uhn (früherD. L.Solff), Magdeburg. Verlag: stob. Briefe, Leipzig,

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