Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1892
- Issue
- 15-16 (1891)
- Article
- Beilage zu Nᵒ 15-16.
- Date
- 1892-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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Uttb ta goldne» Körben krackte» Dräns di« Sklaven leckre Gaben. ^.Bever."" sprach der Emir, „„nimmer ich köstlichere Feigen, >m3aft al» dies« hier genoffen."" «11 «bdal tLH erbleicht. Und er «ntzi der L-iche denken. Deren Blut de» Baum «rvötzrle. „„Vetter,"" sprach der Emir «ieder, „„Schenk mir doch den Suaderbaum. „„Set so schöne Früchte zeitigt; „„Meine Sklave» werde« ihn zur „„Stunde »ach Lordava führe». „„Pflanzen «in in meinen Sari«». schenk mir doch den Vau«, der ^.«lso schöne Frücht« ^uger."" «li Abdul sagte stockend: „Nicht verlauge, hoher Herrscher, .Lenen Wunderbaum. Er dringet „Unglück in da» Hau» und Seuche." „.^Setter,"" rief der Emir stichelnd: ,„,Wohl giebst Du de« Banm nicht gern«. ,„L5rr: lang« unbelohnet „^Blleb Dein Dichten und Dein Wandel. „„Fleckenloö vor «oll und Menschen. „„Und bei Allah, heute noch will ,^3ch Dich nach Gebühr belohnen — ^Doch den Bau» «uh ich besitze»"" Und er drängte seinen Gasts reu nd I» de» Garte». Bei de» erste» Spatenstiche» stürzt« «li Bleich und schlotternd in di« Knie«. Jbm de» Himmel»," rief ein Sklave. „Sine Leich' ist hier gebeitet." Und sie gruben emsig, bi» sie Blo»gelegt den blnr'gen Leichnam. «inen Blick anf «li »bdnl Bors der Emir, winkt« dann Seinen -Sichern, daß sie treu dem Schwur« ihre» Herren lohnen «ach Gebühr de« Mörder» Mordthot. «n demselb'ae» Feigenbaum« Ward er auwekoLpst ..Ich strafe," Sprach der Emir, „dich du van«, „Loh du von de» edle» Blute „Deiner Früchte Saft ernährtest. „Und von dieser Stund« an „Dorre Galgen i" — Und er dorrte. Sittliche TafetgeörLuche. Utfctr diese- Thema hielt Herr I. Abrahamin London am 13. März einen Bortrag im jüdischen Arbeiter- Berrin. Derselbe enthielt die vollständige Beschreibung einer jüdische« Mahlzeit in talmudischer Zeit, gelegentlich aber auch Erklärungen vieler jüdische« Tafelgebränche jüngeren Datinn», darunter auch solch«, die nur ein locale- Interesse haben. Nach einer alten unter vielen Bälkern verbrcllelen Aushauung war der Tisch eia Altar und jede Mahlzeit ein Omerdienst. Diese Id« wurde auch von den Juden, sowohl Eff^r als Phansäern. adoptirt und verlieh den jüdisch«! Tasrlgebräuchen, besondernach der Zerstörung des Tempel-, eme Helligkeit, welche sie auch in später« Zellen nicht verlöre«. Außer durch diese religiöse Würze des Mahles zeichnete die Tafel der Juden vor der anderer orientaltscher Völker sich durch die peinlichste Reinlichkeit in der Tischbe» bedang, durch verfeinerten Geschmack und Zärtlichkeit in Behandlung der Gäste aus. Air Zell de- Talmud war die Ausnahme armer Gäste bei Tische eine religiös« Pflicht. Wie aber jüdische Historiker gezeigt haben, wurde in der Zeit noch den Sreuzzügrn die Speisung der Gäste eine Nothwendigkeit. Reisend« Kaufleotr und Gelehnenjünger 'ariden sich oft in die Notbwendigkell versetzt, ihre« Wohnort zu verlassen, um auf Broterwerb auszugehen, ober ge. eignete Lehrer zu finden. Bon da an war die Bewirthung rieh» Waudenr eme Oblirgenhell der Gemeinden, welche > auch fortbestand, biandere Zeitverhältmff« die Ausnahme armer Gäste weniger gebieterisch, ganz gewiß aber weniger > angenehm erscheinen ließen. Redner Mach dann au-sührnch j über die talmudischen und nachtalmudischen Regel« der Taseletiquette, von welchen viele m auffallender Welle mit den Gebräuchen der heutigen gebildete« Gesellschaftsklassen übereiustim allen. Ferner sprach er über die alten Liebling»- geeichte, die gewöhnliche Zeit »um Speisen, und schloß seinen wtereffantea, durch viele Anekdoten gewürzten Bortraa «ll einigen Bemerkungen über gelehrte und unterhalteude Tisch, aesvräche, sowie über musikalisch« vorttäge bei jüdisch« Fcftmahlzeiten alter Zeit, die auch in unser« Tagen «och nicht ganz auder Mode gekommen sind und bmagte e* am Schluffe, daß im Occideat die jüdischen Mahlzeidm so viel von ihrer einstigen Jovialität verloren hätten. 40*j! Nitthfri-A«fß»kr«. | m» C. in &. I. Anlisch,S K»«K»F«. Gefüllt mit Korn und Früchten Sind sie de» Land mann» Kege»; Doch manchmal must der Hon« Herr st Schern, Ihn«'» di« Frau de» Petzach wegen. II. Anlische, An l h»e n hebt sich da» Herz Bei Sed«rabend»-Feftgt Mt ihm senkt sich der Wenn »« Jrrnfalem wir HI. Anlischt» AchKLißsei. Wer di« Lösung weih ut finde», K Gott, dem «eltenherr», mit ihr sich «olk verbind«», Erhören unsre Wünsche gern, Da» Ganz« anädig »u ««wahre», »l, «k« getha» i» schlimmer Zeit. E» liebevoll -»» zu beschere», Daß schwind« Brüoerhah und Streit. IV. Keträtsch«» ^Kg»§riP- In » Ephrrbnch «erst nur de» Blick, Dort findet Jhk« al« Edelstein; Wer »»» zu« Micke» ho« Geschick, Der richte e» zu» Keder «in! V. Ae-rLtsches ^k»s»rri»-. De» Prototyv von Judenfeind»», Zerstreut in Stadt- und Dorfgemeinde». Füg' an zwei Strichlei» und ne» Kopf Und Iah e» au» de« Pebachtopf. VI. K^lätsche» ^K-K-riP-. Ei» kodier halt e» eingefchloffe», Bon beiden Seite» HS» er'» fest; >« Pepach wir» e» nicht genossen. Auch wenn er'» au» der Hast eettSstt. der Kitttzstt i» »sr. Mr. I Oderst. (Obst, er):. ll. «astmer (Kahm, er) Or-nntwortl. «edavrur: Dr. « «ahmer, «mdmnr, Drnck:«endig»Hnh», ffr. D.L- «otff,, «i|M«i| Verlast: **M>Fries«,«eltzglg-