Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1892
- Issue
- 13 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 52 (sequence 4)
- Language
- German
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d jjtiid) sieht, so wolle» wir die beiden einmal «it einander .vergleiche«." Der Graf von Oxford hüllte sich in tiefe« Schweigen und seine Tochter wurde die Gemahlin de« Missionar« und Reisenden, de« Abenteuerer« und Juden, dessen Sohn berufen zu sein scheint, in der europäischen Politik eine wichtig« Roll« zu spielen. lleker die Vetrtebsamkeit der J»de» t» Marnkko schreibt Herr Tr. Jannasch in der Zeitschrift .Export' auf Gniud persönlicher Anschauung folgende«: „Tie Juden sind vorzugsweise in den Städten, in den Ghetto'« (m»llah) konzentrirt. Sie finden sich aber auch in den Neincn Ortschaften, auf dem Land« und selbst in den Oasen der nordwestasrikanischen ^leppenländer. Sie vertreten in Marokko avck di« Interest,n de« internationalen Handel« und ihre Berbindungen erstrecken sich ebenso wohl nach London, Pari«. Hamburg, Marseille, Genua wie nach TImiuklu und zweifellos «erden durch ihre Handeläverbi»» düngen in Marokko vielfältig ruropäiscke Ideen nnd Anschauunxen eingeschmuggelt. Uebrigen« georn auch di« arme» marokkanisch,» Juden sogar die tüchtigste» Handwerker ab. Sie sind cber.so gut Schmiede wie auch tüchtig« Tischler »nd ihre Holzarbrilen sind jedenfalls denen ihrer ««deren Konkurrenten überlegen. Ebenso sind sie in der Lrderindustrie vertreten. tfa läßt sich nicht läugneu, daß die im marokka- > nischen Gewerbe auftretrnde Neigung zur kunstgewerbüchen > Technik vorzugtiveise durch da« jüdische Element vertreten ist. E« mög'N in Summa in Marokko nnd den südlichen Nevenländern 120,000 Juden eristiren." . t Der Inden frefser. Drum out hatte seine litterarische Laufbahn damit begönne«, das, er in dem Herrn Pereira gehörenden Journal „Li* libert«“ Kuustkritikrn schrieb. Nach dem Erscheine« seiner Schmähschrisi „L* France fairetraf ihn Albert Second auf einem Esten der Journalisten und sagte zu ihm: «Ich beglückwünsche Sie. zuerst aßen Sie da« Brod eine« Juden und da« hat Ihnen so gut gemundet^ daß Sie jetzt alle Juden aufsressen wollen." zu« XI. rttttnngaleü« ta Dritte» Bo« Ehren» istsiied« »««selben Alphons« Levh. Venn wild der Schueesturm vor trm Fenster ransch«, Zndeft am warmen tianliche» La»ine Di« stiuderschaar den alten Märchen lauscht Der Groftmama mit banggespannler Miene, Schneewittchen« Glanz, Dornröschen« Hnldgepalt An ihrer Fantasie vorüberwollt — Dan» lernt sie, völlig, ohne cS ju ahnen, Die Vundersagen längst verschoLner Ahnen, .sirhüllt in sardenretch« Märchenpracht. Der Sieg de» Frühling« ob der Vlnleraach», Der lüftend Reift vom E>i,lo»»«r ans die Erd», Daß blühend 9-aut sie, reifend Mutter »erd«! Jahrtausende Ist diese« Märchen all: A« Fuft de« H> malavi ward S ersonnen: '««wandert ist'« in wechselnder «estalt, Wo Menschen sich im hell-» Achte sonnen! Erzähle» «tcht' ich'4 hier ln de» Verein, Der waiker strebend schon seit manchen Jahren Mit Ets»r tritt für Bruderliebe «in Und st« durch Licht «nd Wärme weiß zu wahren! So tou« den» in diesem Brnderlreis« Mein Lied von Lichte»- und von Le»ze»««cht< Besingen soll e« jetzt in schlichter Weise: Dornröschen« wundersame Märchenprucht! Donrttche» raht: e« ruht ihr ganze« Reich, Versenkt in ticsrn Schlummer tobergleich, Jndeft dle Hecke, dt« ihr Land umhegt. Siet« höher ihre Dornenzweige schlägt, Bi» anch dazu der letzte rwgangj schwindet, stet» Lichtstrahl mehr erheüend Etqga»g findet! So rnbt dt« Flur gehüllt 1» Schueegewmtd, Wen» mit dem Herbst dir Macht der Sonn« schwand; So rnht dt« Erde, wenn in dunkler Rächt Ein Solkenschleier »eckt der Stern« Pracht; So ruht di« Menschheit, wenn der Hoh regier»,- Der «eist der Lieb« sei»« st rast verliert Wird an» der Brust di« Duldsamkeit verbannt. Der hob« Werth de» Brvderstnn« verkannt! — Herrscht Borurtheil, dam» zeitigt die Rat», Dicht Rose» «ehr, nein» kahle Dornen nnr! gm» Glück solch' Drübial lau^ »sch, »«steht. E« komm» die Zeit, da wieder Lenzwlnd weht. Der Schnee zerschmilz», Mc Eisesdrck« bricht, Durch grün« -ecken bahnt sich Weg dtt Licht Und an» der Borurtheil« Daran»« Dt« Liebt «acht . Dornröschen. Menschheit» ftri! Da» ist de« Geist, d«r wie et» Sonnenheld «ewallet Hai vom Anbeginn der Mel», In Immer »euer wechselnder Gestalt Gekämpft «kt sieggrkesutee Allgewalt. Daß nns'r» für da« Lickst bestimmt« Erde Rur immer kurze gelt verduukel» werde! So oft di« Menschheit riogeichlummert lrankt, nrcheil» umrmtkt, DIwmeenug, ig sch«» »nd suug. Ans seine« Haintsch glänzt da« Ideal; Li« Wahrheit blitzt ans seine» Sthwerto« Stahl; Der Do» der Lieb« klingt au» seinem Hör» — Lar ihm versinke« Hecke», Stein »nd Der»! Siebt »it der Menschheit er geeint zusammen, Erglühe» »ru der Bruderliebe Flammen: Er »acht sie von de« Bonn de« Haffe« frei, Dah sie »er Gott»««eb, Abglanz sei! Ihr kenn» de« «ärcheu« Schind Aue Schtnmmeenoch: Zmn Liebesglück Dornröschen ansrrwacht. So wett ist leider noch di« Menschheit nicht. Roch kämpfet mit der Finsternib da« Licht, Roch steht der «dl« Meusch, ein Enmpsgnwfi' De» Lichte« vor der »ornnheU« Schlot Willkommen drum, wer muthig mit »a« ringt. Damit der Sieg de« Lichte« «inst gelingt! Euch frohen Gruft, di« schon vom Lenz durchbebt Roch allgemeiner Bruderliebe strrdti O bieibet stet» in diese« Swebe» eia», Wie einst die wacker» Gründer de« Berat»«, Der tmuier Förderer nnd Gönner satt. Well fest er zu der Lieb« Banst« stand. Die» Bündnift blühe fort km Zettenlans — Zu« Stift»»,«fest et, herzliche» Glückauf« Vom Dorna»hog de« Goruri Im Gridpsucht ein^hüll« und Di Rubi dtesrr Geist — «l» stvuig Aas seinem Hainiich glänzt da« I. pwtfst» r^awrltßstt: **& $**£** * Hinter'« Romen steht. Der ist »« Syaagoge Bekennt ist nt» Prophet, Anch alä Mtschuahlrhrer, Wenn er rückwärts geht. L». -»ersPGrttgs» Z»ME»V«. Bo« 0 ItB. Deutsch kann »Hm t« doppelt sehe» An alle» Mensche», grostr», kleinen; Will hetzräisch man'» verstehe». So muft bi« Mutter erst erscheine». dr, KLttzsrt i» vif. *ir. L Di« «U», drr jlld. Dichter Ephraim »«st (grst. Ikstlst. V (£7) «nge; m Pvi-, di« M* (tat st, 3? ESolke; m Titn» noch der «lmub/Z 12? Sohn Peleg«; ««V-f *12? Hebräer; Abart« (Berg.) , 'lsiiSl persische stsutßin Aha«^ »rHLLy»rtU»«d^-nr: Tr-M-Ratz»«, / j.