Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1892
- Issue
- 10 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 4)
- Language
- German
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T Lu» den hier envShoten Thatsachev, von wachen ich noch Eliele» zu erzähle« hätte müßte freilich der unbefangene Lcfrr Jro Schluß ziehen, mein junger Freund Selig wäre ein «nbändiger, übermüthiger Junge gewesen, aber ich kann betheuern, daß zu alle, diese, Streichen sein wahres nur Wesen einen grelle« Widerspruch bildete, denn er war Kotzdem brav, gutmüthig, ein treuer Gesell«, der für einen Freund sem Herzblut heroben konnte. Auch darf man keineswegs annehmer, daß fische Extravaganzen oft von ihm angewendet w-ren. nur zu seltenen Zeiten schoß cS ihm, wie er sich selber au-drückte, durch den Hopf und da fiel er auf die kühnsten Einfälle und ruhete nieot «her, bis er seinen Einfall zur That werden ließ. War daS nun geschehen, dann war er wieder der brave sittsame Junge. Uebrigens waren auch die von ihm ausgeführten S reiche immer so urkomisch, daß nun viel darüber lachte, ohne daß er ein ernstes Bedenken aufkommen ließ. (Schluß folgt.) Aavtd mrd Iouatya«. Ballade von Dr. Pick-MarienbutU. 8 »Sa» ist den» meine Schuld, Sa» ist den» mein Bergeh'n, Daß Saul anstall der Huld Len Haß mir hat ersetz'«? »Daß ich de« Baliath schlug I» »er Philifer-Schlacht, De» Sieg davon ich trug Lurch meine» Gölte» Macht; »Daß vollen Lobe» «laug Mir ward ln reicher Füll', Li» lauter Znbelsang Wir, der in Demut» still; .Daß Saul, der Schwermuth Raub, De» Ruhm, der nicht erstrebt, Mir neidet, mir, dem Eianb, Mir, der kein Unhell «ebt — »Ist diese» meine Schuld, : diese» mein Berge»'», ß Saul anstatt der Huld Den Haß wir hat ersehen? JD Freund, Dir thu' ich kund De» Herzen» heiße Pein. Bei unserm Seelenbund, f> Freund, erbarm' Dich mein!' — Da als» David sprich«. Lr blidet dittend bang' 3s’» treue Angesicht Dem Jonathan gar lang. Und Jonathan: „Mir gilt Dein Lebe» «einem gleich."" Br spricht, da» Auge mild. Die Stimme «arm und «eich. »Sieh' ich verberge mich. Und morgen Reumond ist; Dein Baier sicherlich Bei Tische «ich vermißt. »Dn sprich mit sanftem Laut: ».Der Brüder ladend Port, - So «ahrhajt treu und traut, Ries ihn zum Heimathtart."" »Siebt Saul zurück darauf: Ivur steht'» um mich fürwahr. Doch so ihn fasset Wuth. Ich weiß, mir drüut Befahr." ».O Freuud, vertraue mlrl Ich thu', war Du begehn. Ich selber künde Dir, Wa» gegen Dich er nlhrt."" Li» seterllche» Mahl Dem Reumond»fest zu Eht' viirbr'» lu dem «Suigtsarll. Des David« Si» b>eidt leer. »BehindeN mahl zur Stund', Daß er sich hier »ich» zeigt' Doch «ahl kein andrer »rund!" Der Sfc lg tentf» umb schweigt. «ul! Dem zweite» Reumond»lag — . Giedt'» wiederum pi Ehr' . Li» königlich Seiag. De» Davtd Sitz bleibt leer. »Rlchi gestern, h ule »ich» Law er. Warum? Sag aal" Mit finsterem Besicht Fragt Saut den Jonathan Der Sohn m't sanftem Laut: ..Der Brüoer laden» Wort, Sa wahrhaft treu und traut Rles lim zu« HelmathtoN." »Du sinabeihvner Fant, Nicht Dich, de» »Suigtfo^i, Du willst zu Deiner Schaub' Den Davtd auf de» Thron.. »De» Tode» ist er. Aus, Den David bringe mir!" . Doch Jonathan daraus: ..Sa» thol denn David Dir?"" Soll «uih wirft Saul den Speer Rach Janarhaa Rein WoN, Sein Wo« entgegn« der, Ihn treibt'» vom Tische f«N. Ja feinem tiefen Schmerz Rach Speis' er nicht verlangt. Dieweil sei« Freunde»Herz So sehr um David bangt. Lr eilt ln Angst und Hast Und seine Sangen alüh'n. „»Dir Freund, ist kein« Rast Begönnet. Du mußt ftleh'u" Li« treine» Wehm«tb»trln', Sie scheide» — welche Oual l Sie knffen sich und geh'» LS war da» letzte Mal. I« W«ri«. «r» C. in B. I. Amtsche» Worträt-fer. Bar Manche», der'» gmaaen, Brach»'» unerwaNet Btück; Doch Ha«an ha»'« betrogt». Ihm bracht' e» nnr — den Strick. 11. Z>e»tsche» Mmemät-sel. Linen Königtthron e» schwückt Sein mit »r" e» nn» erscheint; Sobald, man hierfür erblickt, Lin volkdstaw» ist al«dann gemein». IUL F,Grätsche» olLgogrspy. Bar manche hat die heil'ge Schrift, .. - . -iH. Obschon «um hier si« ntemal» tri Lrst - Lrft wenn der Kops davon getrennt, Da« Lstherbnch da» Sort un« nennt. VI. Kkträifcht» Lsmvnym. fvmi nr» »THnHÖ 3nT imBSi mrpa d'äs natxa bro •vnoon no*vt3i A«ßSf«rg drr KSttzfri i» »«. Pr. I. »ffy ®i»er, mta. - «ff Hand. L-ffel; VtzHandst-che; Tff Krug; »ff Becken; e? Thron (Batte«). Iff (groß, Summe), (vgl. Prediger SalomoniS SI: ,8« bat Bel» liebt, wird de» Gelde« nicht satt"). XL XtlM. B»»lvi>,lIl.R«d«r«nr:Dr.«.«»h««,M>^ebWP. Dmick:Ben»tz»H»hu, (früher D.L«olff». «agdtburg. «erlag:»obenArt «se/Mp^G.