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Jüdisches Familienblatt · 1892-01-01 · 2 (1892) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1892
Issue
2 (1892)
Date
1892-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Kt da« «ine grobe, weise Einrichtung? . . ." gios^, weise w .£a. der Tod. der schön«, erlvjeude Tod.'' begann mein Freund dem Tod einen Hmnnn» auzu stimmen; .leider aber mußte ich ihn gleich beim Anfänge unterbrechen. .Schau'doch hin", (ich 'oante den Xus nicht unterdrücken). .noe« Lebe» ans der Stättt de« .welch'ein blühende« Leber ans der Stättt de« Tode«!' Mitten auf einem Grabhügel, der mehr einem wohl« ^en Blumenbrett ähnlich sah. spielte ganz harmlo« ein Kind, im Älter von beiläufig sechs Jahren, da« »Di« gefällt Dir dies« liebliche Jdgll» Herr Optimist?" fragte mich mein Freund spöttische« Tones. .Jo der That lieblich!' erwiedertt ick« »Lieblich!" fuhr er auf „Du willst wohl sagen traurig, todtraurig 1" »Ich mein« nur. daß ich in. diesem Linde «in« liebliche Fortsetzung sehe von dem in jenem Grobe verschwundenen Leben!" .Nun freilich", HÜtzutt er. »Ihr Optimisten findet Gefallen an dieser häßliche» Krmvdir mit dem ewigen Szenenwechsel von Tod und Leben!' .Tod «xiftirt für mich nicht" erwiedertt ich »nur ewige« Leben. Do« Leben ist für ckiich ein große«, ewig»« Werk, da« in der Leit" in Fortsetzungen «scheint!" .Irdenfall« ein höchst mißlungene« Biers", warf er hin. .Rnr nach der Afterkririk de« Pessimismus' verjrtztt ich. .Du-scheinst also, wie ich sehe', begann er immer düsterer, .Du scheinst an feste« Werke großes Gesellen zu finden, and so würde e« nicht schaden, Dich in drmselben ans einig« Sttllea, die Du wahrscheinlich in Deinrr Borahlt von der rüthlichc, «bendsonnr. mit den tiefblauen i eingenommenhrit übersehen hast, aufmerksam zu mache» Auge« and de« «loschen voll goldiger Locken, mehr da« , Aennst Du die Stelle, wo die armrn Mensche», wie die Äossrhtn ome« Englxin« hgttt, welche« aus etn.Grab sich I wüchrnden Thierr gegen einander gehetzt weiden, damit sie ""•ffll:'. .. t . .. > sich gegenseitig zerfleischen, und mit iy«« Bl'utt für irgend ®,M ' oU™1 ’W**- wo« liebe« Sind?" fragt« «h.! einen erorberungssüchtigen Tyrannen einen sttten Boden h^r nm memer Nana erwadertt da« «md. , dangen,, «raust Du die Sttlle, ,oo jene»: Dimon mit den «mir mm stlberhellen Gtimmchen und deutttt mrt dem verdrehte» Rügen und dem sanfte» Engelegrfiqt, der sich ans eine Gtstükt, di>> mit beide» Händen da« Gesicht ud. an einem Grotmal lrhntt. «eil .Glaube' nennen will, die Mensche» grausam entzweit and Kinder blutig von dem Herzen der Eltern loSneißt? Kennst Guttn weine« un>> di« Bösen jauch- :« Fuße .Mas ist da« aber für ein kleiner Engel!" rauntt ich : D« die Sttlle, wo di« ''EmAreunde zo. . ■ zeu? Wo der eine Reiche tausend Arme mit roh,! .«»gell" fing de« Kind da« letztt «ott auf, und hüpfte j ^trüt. wo «in unersättlicher Banipqr da, Mark und kwabei empor, «« wenn e« Flügel hätte — .Pava sagt auch Mama sei ein Engel geworden, und durch diese« Blumen» ysürtche» in de« Himmck grskoäen - Papa saqt'« auch s»l" .^klnd »tt lange isr'S Kind,, daß Mama ein Engel geluordenist?" »Acht . . zehn . . jchsts . . Tage, ich weiß er nicht!» aber gar so lange ff« schon, und mir ist so banae h. meiner guttn Mama, Imß ich bei Rächt weinen muß; r Papa smst immer und wischt sich dabei die Auge». ^olle werden wir zu Mautti in den Himmel gehen, sie aber kan« zu un« nutzt tonten. — »Rana, Reval" ries da« Ktad plStzlich nach der Gestalch die am Grabmale lchntt. — .Dano gehen wir scho» «ltttlttck zu M»«a)' Die Gestalt «wttdrrt: >wotz ein laute« Schluchzen. .Manm. Mamal" res \tak Kind jetzt « da« G »Richt wahr. Du chfmst nm« dttje« Pstrtchen hier! ,Da« wir auch run aünstjge Lösung in diesem können und dich Ihr f ut aber unersättlicher Bampvr von zahllosen armen Arberttrn aussaugt? Kennst Du di« inttvrsiautt Sttlle von Macht vor Recht, von Gewalt, Willkür, Habsacht, Mutzier und wie sie sonst alle jene intevessanttn Sttllen heißen? Und diese« Werk, wie Da o« zu uenneo beliebst, schleppt sich in Fortsetzungen durch bk Ewigkeit. —' Wäre es nicht viel lieber, frage ich; daß lenes schlechte, mtßlurwe« Werk aus c,nmal seinen Abschluß ftnven soll, denn »ahryaftig, eine günstig« Lösung ist doch dnrchau« nicht abzusehen!" .Ader Du wirst e« doch zugeben" eaogeguett ich. nachdem er mft erregter Stimme und von innere« Feuer erglüdtt» Augen Me (cftita Worte zu da!» aesprmtz a hatte, .da» eben wir Mrnschku z» der Autorschaft ' »n« bekenne» müssen!" was folgt draus?" dies.« Werke« nimmst uns .iff«. Ihr Afterkritiker die <I«he jlic Augen Jti eftrn? •* «' .«rrki »mu^iurtheil, t

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