Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1892
- Issue
- 1 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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ft brr; jetzt rin Pfiff, noch rinn, der Zug «Lßigt seine 'Sie und fährt langsam in einen Bahnhof ein, ' a~ „Station Hannover' HS« man die Schaffner ruf«. Die Thüren der Nächstliegenden Loopes wurden geöffnet und geschlossen, Stimmen winden laut. D»4 Coupe unserer Reifenden jedoch biieb geschloffen, denn brr alt« Herr hatte dein» Einstetgeu dem Schaffner ein Tnaheld mit dem Wunsche gegeben, im Lauf« t«r Rächt nicht gestört zu «erd«. Und so blieb da» Coupe geschlossen, und al» der Zug -sich wieder in Bewegung setz:e, war e» stille im Loupe, denn beide Insassen waren eingeschlafen. . •■■■ Jo, Sittah war es, die wieder in die Welt zu ftemden Menschen reiste. Sn dem Tage, da sie wußte, daß Rabbi» nountich ihr untreu gewordcn, «ine andere Ijcimgeführt hatte, ward ihr Entschluß fest. Alle ihre, seithcrigen Bekannten wollte sie verlassen und sich einem edlin aber schweren Berus«, d:m der Krankenpflege, widmen. Dr. Norden uftd seine Frau boten alle» auf, sic von diesem Gedanken abzubringen — vergeben». Nach jener Ohnmacht, die sie beim Lesen der Berlobungskarte de« Geliebten umfing, schien 'sich ihr ganze,! Wesen verändert zu Hab«; tieft Trauer lag aus ihrem Gesichte und Schwermuch sah au» ihrem Blick. Al» nun der Onkel Esther» für d« nächst« Monat sein« Besuch ankündigte, da hielt sie nicht» mehr zurück und mit Freud« nahm sie die ihr in F. offerirte Stelle a». Sie war auf ixm Wege nach F., der Abschied war ihr schwerer oorden al» sie dachte und in solcher Stimmung ist da« tv froh, eine mitfühlende Menschenbrust zu finden, wo sie sich milasten kann, und auf dies« Weis« hatte der Fremde ersahr«, was sie von jetzt an für jeden vrrschließm wollte. In .Hannover hatte fte der Schlaf üvermannt und jetzt funkelte ihr der Traumgvtt angenehme Bilder vor, d«n ein Lächeln umspielte ihr hübsche« Gesicht. Sie schlief noch immer, all! ihr Begleiter schon längst wieder wach war. Sie sah nicht, wie die Gegend, welche der Zug durchraste, schöner wurde, wie di« Berge au» der Ebene yerauswuchjen und wie sich der Fluß zwischen d« «bhäugen hinschlängelte. Güttingen, Münden — sie hörte nicht». E» war schon lange Heller Tag. die Sonne schi« warm schon in Heller Morgen, stunde. T a fuhr der Zug in d« Bahnhof zu Cassel ein. „Ztoanzig Minuten Aufenthalt!' rief« die Schaffner. Die Thüren öffneten sich und durch d« Lärm wurde Sittah wach. .Wo sind wir?' fragte sie, sich Schlaftrunkend cm Herrn Ritter wend«d. „In 'Lasset' antwortete dieser; .wollen Sie eine Taffe Caffee trinken, sü will uh einen Kellner —* „Ach »ein, ich danke Ihn«' entgegnet« Sittah, „ich möchte wohl au»steigen, meine Füße sind ganz stets geworden." „Tan., gestatten Sie, daß,ch Sie begleite?" „Gerne' „Der alte Herr stieg zuerst au» und reichte Sittah seine Hand zur Stütze beim Au»steigea. Unter Plaudern trank« sie Gaffte, und al» der alte Herr Sittah «in belegte» Brot anbo', erwiderte diese: „JchdauteJhneli, ichdarf da» nicht genieße», ich binJüdin." „Ach, bitte um Entschuldigung, da» wußte ich nicht." - (Forts, folgt.) Hett»e-De»k«»l auf E,rf». Porträtllehnlichkelt und getreue Wahrheit fiat' die ersten Pedin» aiinzrn gewesen, unter denen die Satftrin Eltsalnlh dem dänischen Bildhauer Bass« rii» in »om dir »uasührnn«, de» Denkmal« im Part .Achisssten" ans Eorft, übertragen lieh, MU einem Weiten, wolle,en Germnd« bekleidet. einen Plaid über dt» Knie« gobreitet. fitz« Heine gesrnkd» Haupte« mit beinahe ^schl offenen Angen. da. Da »er Bildhauer nbht van der Wahrheit atgehen mvtlt« und Hein« da» ein« gelahrrce Lnaenltd geschloffenhielt, rnntztr er ihm beide Auaen aeschl^.en lassen. In »er Rechten, di« ans dem Rni« anfitegt, hüll Heine den Stift, in der Linken eia Album, ans dessen marm»reuen Klltwrn da» Äe» .8a« «iS die einsame Zfttfln«? Ck trübt mir ja t«N Blick," i» Heine» Schrift schmor» elnoemeißelt iß. Die Etat« tzd« mehr als Lmn«grl»r - JlkLMMtW«» marbe iMearaMarmvr «in« chWNhssWilch dUMRr»,-tz«llllch>» Schntttn«, «»»«men, - Ssnch Her»h«rdt'« - Mae Partttr «•ntfMkoB der „vaUh Rem»" iheilt mit,- brr Grtnrtasche« Sarah Bernhardt'» arkrsunden Wurde.. 1 drmseldtn iß ß, nicht ln Havw; »lrM assUkht arte«*, jurt«* laleinihßen VkrKijn Patt». Ihr «mKMf W da» Jahr 18H; ihre Mttter, eine Bettiner 31 b t n •jimr«? ihrer Geburt ein», sarn« Modistin und «ohnte m der tmnsw.dec ,Lool« ä» n in der Rühr de» Hanse«, in welche« M>«lbt wohnte, al» er von »der« s lottr Sordah ermordet wurde Sarah'» Schwrßrr, Johanna, ist i* Jahre jünger «1» fit. Da» Hau», in welchen» b« herübmte ltzünstleri», da» Licht »er WeU erbstcktr, Ist ein alte«, vettalleue» GüstÜttz». Ihr« , Erziehung, welche sie in einem »lost« ha- Lersatsse« erhtttt, verdank fi« dem Herrn Mrret, eine« Firmntter, desteu «arttetn einige Aehn» Xchketl mir der de» englisch«, SisentahnkSnig« Georg Hudson hotte. CHmukka - lichter. Großvater zünbet sein Lichtchen an Mi« zitternder Hand, ein greiser Mann. Der rüß'g« Pater kommt sodann Und zündet «uh sein Rorzchen an. Hieraus der blühenden S»hn« Zahl Entstammen auch brr Lichter Strahl. Und «l» ba» letzt« Enkeiein Hera.UttN »u dm Llchtrrscheiu, Und al» sein eigne» Kerzchen brennt, Ist Großvater« Lichtchen saß „ »tnf. Der ssnade Ulchel» »an, Grtt» m d spricht: .Großvttrrchen. Um«, flehst Du nicht. Mttn eigene« Rrrhchen bremtt an» blink:, Doch Derne« fich schon neigt und finkt!' — Der «Uc streichelt M »neben (fetot Und fleht dann aus sein ftettend Licht, -Wie e« bald'stacken, wieder sinkt. Wie e« im letzten Rampse ringt. Und immer düstrer blickt der Greis, Er denkt an seine Locken weiß. An letzte Roth, «n Tod und'Grab, Und Alt Thrllne rollt herab De« Greife« Sang' und lischt da» Licht. Der Alte aber merkt t» nicht. Er dentt noch «n ein stille« Hau«, — Da ruft da» Sind: „Dein Licht ist au«.' Ludwig Front. -«tftß«» Mr»»erÄLtzsU- Bon 0. in K. Au Gott mußt Du Dich »enden Iia Unglück, l» der Roth Rur Sr kann Hüls« fantei, Dich rette» vor de« To». Wa» Sr »hm« ist, voekürbe» «in «»N, da« G»ich jsch Und ohne mW sich fäid, 06 rechts,, ob llnlll ««' Sr wer» den Hasmonsern, Er ist e« den Hebrllern, Er wird e« sein »n jeder ZeU. von Smigttt, bi« Swigkrit. «a» schreib«. 11. -»eisptzMlßi-e» As«s»y«. Ben 0. in &. «• erschein», «enn Ein» «nnn DerA deutl venu men den >oa nach Di, Ltzfttng ist mahl schea erkennt 7 Deutlich genug ist st« genannt. a da» Wett daun meint, sch tt» handhabe fthr rntzi* den lon nach nuten tttckt. — ■■-w krS'. 3 '' W e/ ' J /- U# i« mm» J-