Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1892
- Issue
- 1 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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W (ptnuiftjfkdi im« Ur. ». »»««er hi ««gdrtvrg. HrKüntzLUrrr Mjletchnmr fir dir jßnMfche *'8«^?»7he«^««»7?tz!' — «ltteh. «»man aäTtn Zeh tot Itpni Waffma«»«Pfifu««rn MOchm iMm H. vergor. ffrortfryu^. — Do» |>d***S*nhnal cmf tfetf». — Bai»- etrwtorbr* ^^***^^^*I’ slNIGNI. 1. ffci-/ M-F »Mm tUMi •ui'shifcUml und ODUCLißflAft» 3922tW »« »»«Han ii lMtm Mf (Catof»«UT *U»ad «■» mm «eck t» wttntMfa int in ta« &Mtt bringt, der eine eine rosige, der «itzt, schwarze BrW^ — Jeder glaubt natürlich seine echte, seine zeige di,- Dinge wahr und unverfälscht, wirtlich ssich. und-mein FvtWid K., wir brachtenuns natürlich jeder unser Gqßn-stai» mit auf die Welt, jusi vevündev» -erntete iff&fet. Wa< Wunder, daß sie di« Dinge jrbön a^er« gezemt haben, daß wir unser« Insthanunge» über eine und dieselbe Sache nicht itz <m» laug dringen kountru und immer verschiedener Ansicht Auren. Wem von uns beide« seine Brille die Dinge «fit »«ehr gezeigt hat, darüber zu urtheilen steht weder mir bas Recht za. Diese Entscheidung Überlasse ich Leser; «Lgc scher, nachdem er die Gespräche nd «einem Freunde mitaugchvrt haben wiu>. .«rcheiien; scher natürlich nach der Beschaffenheit — ^ge«» fltnefc. — •> .Nun immer in den (crien Rachmittagsstunden, erschien «ein Freund hei mir. um «ich g« einem gemeinnge adgnIoleL Freund, machtn wir eine« steinen Au«fiua?' ich frridlg zu «heute ist iÄlchmtttag«- ch „nur nicht 6in!* ml’ Heu Schlvtzberg, wo heute die . zu hgre» i»E schlug ich vor NN« defch Gstatzse und Gebraus«?, wir wolle» ,f» Stündche« heute verleben!' gehmwir guqgstt in die Felder, in welchen der »bk Sei)* cutaMrft!* «Dugu habe» wir fl noch Zeit.- Wir woven lieber r Drt rinssnchen; der igusern Geist auregt.' .-Meinetwegen, wctzt« «Mt Du?' , " wahr', begann er .in den letzten paar Wochen mich Driuer Zsschumschast, — also gleiche« Recht, klaffe-Du «ir ufdi Watzl de« Spaz«rgange»I' halte zwar maZl ÜDb Bedenken dagegen, aber für da» Gesetz der Ihbtchberechtignn^ «nd so gingen — ans dtp Frudhof zm es so eitzi» Tag, der sich so zu« Lnft- ' heute iste nur blättern bedeckt waren, u-'d ihren siillen Menschen all« in Sonn« aet-lucht, alle friedlich und träumerisch, daß mari so in di« «oigkeu hiitrrnzuteben glaubte. .Goldiger und verklärter habe ich noch nie die Sonne am Himmel gesehen' bemerkte ich . . Mein Freund zuckte die Achsel. .Banz wie eine sentimiutqle Gouvernante' fügte er hii^u .schmachtend «nd zerflossen.' Ich beguüglc mich leifr zu lächeln, und ging in meinen Gefühlen verloren, stille neben ihm her, bi« wir endlich den Friedhof erreichten ... Wir «in verzaubertes Länrchen lag vor un« der jüdische Friedhof mit seinen unzähligen Denkmälern, all« von der stille« Adetltzsvnne übergoldet, die sich wie ein« liebevolle Mntter aus sie niedrrsenkte und alle umrauscht und umflüstert von den ernsten Tranrrweiden. daß man ein lauschige« Wiegenlied zu hören glaubte. .Ei so lies doch einmal dies« Injchr ft hier!' stört« «ich mein Freund an« «einen Träumen auf. . . Wir standen vor einem verwitterten Grabmale, da« von einen, wiid-a Gestrüpp überwuchert war. Ich la« die Inschrift.^, -- .Kriv Wort ist hier übenrieben', führte mein Kireund au« .ja. er hat wacker Gerunge« und gekämpft, mein guter, ehrlicher Bater, er hat »m Lebewttampfe sich auch bst Mg letzten Augenblick al« Ehrenmann bchanpwt; doch zu Vn1«m Znucke? Damit e« diesen Schmarotzern nicht an Gtzstm »nd Ltäswn fehle. — Schdne Endziele!' Er hieb dabei unwuthig mit seine« Swb« au' die Disteln lo«, baß ihnen di« Hüpfe hinunterflogen. .Und sind e« nicht schön« Endziele' wendete ich «in .für da« Wahre und Gute zu Stapfen, J« ringen, und bans mit sich und Gott an«gtsvhnt durch die Pforte der Ewigkeit einznzstheu?' g .Ah', spottete er »Du willst mir wohl etwa« vo« Deinem Jettest« voasaselm — &«»«' lieber weiter.' Wieder standen wir vor eurem ander« G«bmal«. .Ja, hier ist es' sagte er .wo «rin «inst so br»m»«ne» Freund gekettet ist, in dessen Wesen ein merkwürdiger Ztwespalt lebte ... .Wie so «in Zwieftzst;?' .Lin Zwiespatt zwffchru Zunge und Herz, dir sich «rüg bekämpsten und, rwtü^nvW> einaüer unabhängig bkstdw. Nicht» kan« ich'ünie M^stc.al« feine Zunge denken, niöstS Edlere« al« fei» Htch. Seine Zunge lsMitzte Ich«» >«' Gist«Gd Iteäft. fS» 6»^ uw» edel wb l«tts»lüp J Gute dabei war, daß Mt» Hä»dr immer im DitztM sst