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Israelitische Wochenschrift · 1892-12-23 · 52 (23.12.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
52 (23.12.1892)
Date
1892-12-23
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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יו eine allgemeine Zeitung des Kndenthnms. I j» »M» »«»«»r Wr 1« 11 " «. M• ^HH-yrsfai _Vhlati•**. pnte ftr <M» kniMtn Malln poM-w ־־ ־־ ־ >r» fitfUBk *tnttUlDtl. ־־ ־־• ־־ ־ ־» t« matt. klnitii K»s,«k,W>t!MpMi ן M| In Sa*laM«1 )5 :lta«t. vt, ,•t«kmn*rt«l" mk (•!«• ״iltXtatatkl.tt") lif« MM t ■tawh Sk WM. Dl1T*ldkrtkk. 9! JSaptHir.'fefM •I \t1■ fttranf-jegtbtn von Rabbiner ir. Al. Aahmer in Alayd^burg. Kür «atzrtzeit «echt und Frieden. yafitete ftr Me ״Isest lßtt sch t Vecheascheift^ nt» fir M* ttztscht Citttr«turfcl«tt' Mt Mtcftfp*lSr«t pttttztilt otsr derts San« -S Mfch, gab ritMtn Much Me Imw•■ gfytMnontn oder — fall» pw ftfM «tif Vaba» Lnfgeuch «ach» — bitte» tMzpftNbt» Er «S *er ^xOUEttt. W«tzs». fltvtft“ t« *•*»*«*. Sei Ditbteh»i»»-t« Rabatt. Msisttn» tzeeewder. 1892. 7«nm 5653. Kalender. Krritaq . . . 23 4 Sonnabend. . 24 5 (*M) דגש Sonntag. . - 25 6 Montag . . . 26 7 Dienstag. . . 27 8 Mittwoch. . . 28 9 Donnerstag. . 29 10 Fasttag. Freitag . . . 30 11!» » tz «»»r UülttllHIidfWttliyilli« SrttmM ■«Hielt Wn Friidensworr an Inden und Christen. — gwrl Geschichten an« jflaajkr Zelt. ttriPt MWk («mfHHtoi(«! Deutschland: Magdeburg. Magdeburg. Magdeburg igerlin Berlin. Breslau. Fürstenwaldr. Esse», Karlsruhe. N,» Ober-Elsaß. SlwtzeVot«. — vriopost-m. Bttl««>1 — Leitender Artikel: WrihnachtsbSumc und Lhanukalichter. Vestrrrrrich-Ungarn: Wien. trag. W««Mischt« NW» »««et« Rechricht«» r Magdeburg Magdeburg. Magdeburg. Berlin. Berlin. Berlin. Lu» dem Kreis« Lru«»alde. >u» vüttiemoerg Vien. Prag. Mailand. Kopenhagen. Triest. Moskau. Malte. Hais». Buenos Syre». Absnnetu nls-Wnlabnng. Diese Nummer ist die letzte des laufenden Jahrganges: wir bringen unseren geschätzten Abonnenten die lschlinaige Erneuerung ihres Avonnements aus das erste (yuartal des XXIV. Jahrgasiges hierdurch in gef. Erinnerung, da ohne Er- Neuerung des Abonnements weder das Postamt noch unsere Gxpetikio« die nächste Nr. liefert. <H* Kriedeuswort an Khristen und Jude». Die neueste Nummer der halbmonatlich erscheinenden Zeitschrift: ,Der neue Kurs", deren Richtung sich in Ihrem Namen aubsprich., bringt unter der Ueberschrift: ,Gegen den Strom, ein FriedenSwort an Christen und Juden" einen Artikel (offenbar ans der Feder eines konservativen Politikers! von der Richtung des Hrn. v. Helldorff), der uns so hohbrdeutsam für den neuen Kurs, den di« Judenfrage jetzt mich der Mesalliance der Konservativen mit dem AhlwardtiSmuS einschlage« muß, erscheint, daß wir chu vollinhaltlich an die iLpitze unserer letzten JahrrSnummer stellen und mit einigen Schlußbemerkungen versehen. Der wohlgemeinte, beherzig« nSwerth« Artikel, den wir dem Nach» denken jedes unserer S!ef«r empfehlen, lautet wie folgt: ,Zu dem mancherlei JrHhümrru, denen »an sich in neuerer Zeit» mehr aus Bequemlichkeit und aus Abaeigung gegen gründliche Unter» suchung, hingegeben hat«,!zehört di« Annahme, der Antisemitismus iH in starkem Rückgänge begriffen. In diesem Irrt hum befangen, spottet« man mehr über »ie »»!geschlagene — inzwischen perseet gewordene — Lende rung des lonservativrn Programm» in antisemitischer Richtung, als man »arülier »achdacht». Das trglbnitz der Lrnswolder MchHPagsersetzmahk und »,r verlaus d«S konservativen PaHeitage» ׳ Mprigt, daß »er Sloberuser der Bersammlung Deutscher Stuben- «en in Be'lin vom 18. November nicht so Unrecht hatte, als er sich dahin aussstrach: der Verein Deutscher Studenten vertrete heut« geradezu nach eine mild« Richtung de« Antisemitismus Es liegt nabe, zwischen der Entwickelung der antisemitischen und der der sozialdemokratischen Bewegung eine Parallel« zu ziehen. Lno» logien sind unzweifelhaft vorhanden. Ohne naher hieraus einzugeheu, mag nur die Frag« ausgevorsen werden, ob nicht die Haltung des sogenannten gemäßigten Theiles der Sozialdemokratie, die alle extremen Allüren in Reden und Traten oermeidet, von der berechnenden Absicht diktirt ist, es möchten die Urheber zukünftiger Wirren aut eine« andern, scheinbar abgesonderten Lager erstehen. Es kann zweifelhaft erscheinen, ob di« Anarchisten in unserem öffentlichen Leben der gesthrticher« Faktor geworden sind. sei:d«m di« offizielle Sozialdemokratie gemäßig- Irr austritt; es unterliegt aber nicht de« geringsten Zweifel, daß, wenn es dem Radau-Antisemitismus gestattet bleibt, mit seinen StPagworten von der ,Berjudung der deutschen Ration' die Leidenschaften der Muffen ferner aufzuregeu, dir rohe Ausartung der Bewegung um so bedrohlicher wird, je weiter der latent« Antisemitismus verbreitet ist» und je mehr die Annahme, da» Judenthum ftt mit den extremen Parteien unlöslich verschlungen, auch tu klareren Köpfen sich sestge» setzt ha». Wie dir sozialdemokratische, so hat auch di« antisemitische Bewegung ihre Ausdehnung zu« großen Theile dem Umstand« zn danken, daß man versSi'.mt hat, be! Zeiten einen Unterschied zwischen berechtigten und unberechtigten Bestrebungen zu machen. Es ist hohe Zeit, dies uochzuholen, nachdem unverkennbar geworden, daß der Ver» breilungsbezi I der antisemittscheu Gesinnung weit über di« ivrenzen der konservativen Parthei hinausrrtcht, und daß diese Gesinnung weder »egdisputirt noch durch bloße Mißachtung überwunden werden kann, um so mehr, als die Eiegensätzlichkeit, in der große Kreis« der christ» ltchen und jüdischen Bevölkerung zu einander verharren, ans die Duner zu «nei.lriigliche» Schädigungen für Staat und Gesellschaft führen muß. E<> wird dem Judeethn» zum Borwurf gemacht, es identisizire sich mit rer in einzelnen, keineswegs ausschließlich jidischer Kreiea herrschenden Auschaunug, daß der Geldhandel Bedeutung habe vor jeder anderen Dhttigkett, und da» Streben nach schnellem, mühelosen Gewinnden ersten Preis verdien«. Gerade in einer Zeit starker vtischitbung, der Brsttzverhültniffe «Lffrn es die in Han« und redlich» Mrdeir um.

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