Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 50 (9.12.1892)
- Date
- 1892-12-09
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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eine allgemeineZrttnng desJirdenthums. lM*«aflfcb «tftMal f• Z* jra4#n7*«Trt*\ in 4 STn 11 x Lin M t t»vafa ־־ ft• >&<»*«< ipUHtM dnll lt P״*• a.» Rmmt b*r . ■atlifi■• M Mkapaftakn Twf«rk atmrijilk((. M» kittet•! Aasrnkaa,! ■t Im Uaalaab« 1 1• Ümu ^»«»,Wtch'INmk (tka* ״<ltt«tata1klctt") Mn kr Iftranogegabon von Rabbiner Br. 38. Lahmer in Magdeburg. Für WttzrtzrU »echt nn» Krteden. st1»l»,.I,r-rIllisch«w»ch«,Ichrlsl' wM ffabat 3״iblf*• Clllttatailfatt' bk »kigrfimän■ pftttyrllv kn^ktll Saarn CrnXSmaa okm — fall» maa MH aas Sak oalpruch »acht — bl•••! •knatiabia am! mi^ -a - am- M»W Vt^Wnwni MW^^^WWMWM^^MWWGW» Sei VieBeehedmge« Ratott. Woche»- r־־"™ 1 boeoboe. liUnr. Kateuder. 1892. 6663. Arrttag . . . 9 20 דשב, (»,so.) Gonuabent. . 10 21 Poumaß. . 11 22 Mautoa . . . 12 23 Dienstag. . . Mttttaach. . . 18 24 11 26 Chtnnka 1. lag Donnerstag. . 15 26 . « ״ »relta« . . . 16 27 . 3 ״ iriMlHl Hrtifdl Die HM Ktlifjion. Bon B. B. — «rieft au« «kUbifa. n. —Wat tot der lüdlsche Lehrer an hebräische» Wissen »st int »mt zu bringen? ein Lonftrenzvortrag von I Kein, stein, Lemtnarlehrer. (Kchkuh.) Wll l«mf|HII>tt»tt1lr Deutschlandt Magdeburg. Berlin. Hrnnover. Darmftadt. Frantsun a. M. Wurzburg. Wiirttembeia. Oefterreich.Ungarn. Wien. Budapest. Mnttifchte NA» uätttOa Nnchrtchken t Magdeburg. Berlin. «Snigt. London. Reuxastle. « « Mailand, itonstanttnnpel der, i Pr. garn. «e»eBaN«chrich11t Wien. Lemberg. Briiffel. Haag. »achbrnek ohne nallftiindtze Queilenangade untersagt. ,,Me »e«e"?leNgio«?^) Dir letzten Monate haben «ine große Menge von Schrif» ten gebracht, welche alle darin Übeinstimmen, daß sie da» Christenthum in seinem gegenwärtigen offiziellen Bekrnntniß «l» veraltet und unzeitgemäß betrachten und ein« neue Religion verkünden. Uns Juden sind diese Schriften schon au» einem rein Ünßerlichen. praktischen Grunde sympathisch; alle dies« Schrif» Int athmen einen Geist der Duldung und der Menschenliebe, daß sie als flammende Kundgebungen gegen den RaffKihaß, daß sie indirekt als Gchutzschristen für die Juden wirken .«üsten. Wer aus dem Boden Egidy'S, Gizycki'«, oder de« verfasier» der .neuen Religion* steht, ist ein Menschenfreund ünd darum kein Judenfeind. . Aber die Sympathie hat noch tiefere Gründe. Wenn wir un» so rechl Hineinlesen in diese Schriften, wenn wir »n» in den Charakter und. in die Gesinnung der Autoren Wertiese», so entdecken wir, daß nur noch einige Namen und einigr kleine leicht zu hebende Mißverständnisie sie vom aufkürten Judenthum trennen. Ränan und Schwalb, die die Bibel von Grund <m» kennen, die nicht wie Oberst v. Gizycki ihre Kenntniß > alten Testament« au» halbverklungrnen Schulerinnerungen fznühselig zusammeusetzen, Hobe« die Religion von J»rael'» ^Propheten al» die Religion der Zukunft bezeichnet,!tu wir nun dirst Schriften der modernen Religion«- forüter auf ihren Grund und Kern prüfen, so finden wir. ^.Lft ne« »eltgtan.' Petr. Harz. Altana. — ,Einiget Ehristen- »»'. «. Ugiby. Hast L.»ftl. sie sind nur der mehr oder weniger klare Wiederhall der Reden, welche die Propheten de« alten Israel gehalftn haben Mägen ‘ diese Männer Erfolg haben oder nicht, es wird stet» al« ein Ruhm nnd eine Ehre unserer Zeit und unseres Baterlandr« gelten, daß so viele ausgezeichnete Männer für Wahrheit und Nächstenliebe ihre Stimmen erhoben haben, daß sie jür ihre Forderungen so warme und innige Tänr gesunden haben. Und denken wir auch nicht zu gering von der Wirkung solcher Schriften. Wer meinen sollte, daß etwa nach der Lektüre einer Schrift von Egidy der Papst abdanken nnd sich in^ Privatleben zurückziehen werde, der wird freilich eine Enttäuschung erfahren: alle diese Reformfreuude haben gar nicht da« revolutionäre Feuer, um einen Umsturz herdeizuführen, sie sind zu gut, zu duldsam, zu friedliebend, vielleicht auch zu fürsorgliche Familienväter; aber der Einfluß auf die herrschenden Kirchen und Bekenntnisse darf nicht unter» schätzt werden; mäglich, daß einige Fanattker nur noch trotziger und geiste« feindlicher werden; aber die große Menge der Geistlichen und Laien wird zum Nachdenken angeregt und, ohne vom alten Kirchenglauben zu lasten, wird sie ihn doch milder interprettren. Jntereffant sind auch diese Schriften al» Zeugnisse, daß nicht alle, die unter dem Schirni der Kirche weilen, sogleich streng kirchlich gesinnt sind. Am bedeutsamsten waren hierfür die Schriften Moltkr'». Der deutsche Offizier ist Sffentlich der schweigsamste aller Sterblichen. L« gilt fast al« selbstverständlich, oaß ein otttver Offizier, auch in nichjL milUärische» Dingen, nicht in die Oeffrntlichkeü hiuau»trWl Darnach ist e» schwer, über di« Stimmungen und MMDW