Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 48 (25.11.1892)
- Date
- 1892-11-25
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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1 M»0»^ie0, SS. Pm»»»h»r 189S. Um.|1K|. I eine aügrmrine Zeitung des Indenttzums. tM^nüA trldttim f* tku Oummtt tu {!•»« •» H.b»,4«tt«raTarhUtta". prrk fit oüt Mil flittrt M «an poMmcra , dMl Muk ptomljAhtf. «vH».-,»» s»9>»»»,, MtMl 14 liiaif. «Hk tem ümlimH: IS DUif. rak .faaltUemklatt“ H f t I < 11") fojut M tu räms: *•k:Bzl£r Iferanogegeben von Rabbin er vr M. Rahmer in Magdeburg *Wr «otzrtzelt «echt 11«D Frieden. 9mf99mt9 fftr bk ..I« ea» t Itt fch r Voch»«schrift^ weit tteM»«31ifeifd>» (IttrrotSTblatt^ dt» nieratfpaltrn« {)»titjrif* pbtr bnr« 84mchi tS Vf*. st»d r,tV»der durch dl« Anna««»»» Es»a«ria«»t» «der — fa0» ma» tetdst auf Sabal Laspeuch «ach» — dir»«» etajiiftatai a»r 9t# •vfiHü«« lat ,ImiUt. Wach»«- ftrtfT* I« PH»1b«r| Set Viedertzaiu»-»» Sadat». ,mtz.lt W*iH**t Artikel r «in Brief v. Egidy'o an £*n Seime teur der »3«r. ®odjenfdjrift*. — (fine Ehrenpftichr de« Fürst Er,bischoj» Dr.! r Header Rohn — Die jwMfebc Uolonlfaiion in »rgcntlnien Lin 1 >n»stog nach den jüdischen (folonien zu Enlre-Rioi> von eine« vrak- > liichen Landwirthe ll. — Wa« har der jüdische Lehier an hebräischem > Wissen mir in« Am» zu bringen? III. j B*tUHt MM» «#rrrf|Ö«M»*N|*M( Deurschlaird: Magdeburg. Magdeburg Berlin. Franksuri a. M. stier mied. SrMgarl. München. , Oesterreich-Ungarn. Budapest. Lemberg. «1emsier. Frankreich: Pan« Pari». — Mmetita: stiem-York Aernoischte MM» Meueft« NachrichleM! Magdedr.rg Magdeburg. Benin. Berlin. Berlin Berlin Hannover Essen Pari». Pari«. PaN« Pari». London Brand AoN». WochenbmiH 189!?. Kille«. 6653. r.־ '■™י' י 1י־ Aalender. Freit«, ... 35 e f •unabtn» . . Üt> ז .(4,87) ,רצא Lanntag. . . 27 8 «»»tag . . . ‘-8 9 Dleustag. . . 29 10 Mittwoch. . . 30 11 Donnerstag. . Lee. 1 12 Freitag . . . 2 18 Kt« Arief n. Kgidy's «« de« Vtfeacttttr der ״Asr. Wochenschrift". Berlin, 17. November 18V2. *I■'" Herrn Rabbiner Dr. M. Ra hm er!. Magdeburg. Sehr geehrter Herr! Ich darf, dem Poststempel nach, wohl annehme», daß ich die Zusendung Ihrer Nr. 48 Ihrer Freundlichkeit verdanke. Sie werdrn verstehen, mit welchem Jnteresse ich den Brief de« Herrn Rabbiner Dr. Singer las und wie aufrichtig dankbar ich demselben bin für die freundliche Art, i» der er meiner erwähnt. — *d ist mir eine wohlthuende Empfindung, vielleicht auch eine nicht unverdiente Genugthuung, anerkannt zu sehen, daß ich mich bestrebe, gerecht zu sein — für mich eigentlich der WesenS-Bestaudtheil der (christlichen) Liebe. — Daß ich mich in diesem Streben zum?tertheidiger Derjeuigen mache, die jezeitig die ungerecht Behandelten, ungerecht Besthuldigten sind, daß ich dabei namentlich nach der Schuld des Angreifer« und vedrängeis forsche, liegt wotzl im Wesen des Gerechtigkeitssinnes, vielleicht auch in der echt ritterlichen Ader, die ich in mir schlagen fühle und di« »ich immer auf die Seite des Schwächeren zieht. — Dazu tritt allerdings eise tiefe Piett.t für das Bestehend« — je älter, desto geheiligter. Und so ist mir denn di« Bibel «in Etmos, was ich keinenfalls beseitigt, allenfalls i« Ausdruck etwas gereinigt, aber jedenfalls im Geiste ver» standen sehen will. (Mein Au»l«u k» der .Ernsten Gedon- In* giebt mein« Auffassung von der Bibel wieder.)! Bin ich Hrn. Rabbiner Singer also wahrhaft dankbar, daß er mein Fühlen so richtig verstanden, so Mächte ich doch (vielleicht scheinbar unberufen) auch ein ernste« Wort zur! Beurtheilung der v. Gizycki'schen Schrift sprechen. — Der | Zweck, der innerste Zweck, ist weder da« Judenthu« zu! ärgern, noch die Bibel zu bekämpfen; die kraftvolle Feind» seligkeit de« Oberst v. G. ist einzig gegen die irthodoxe, gegen die Buchstaben-Richtung in der Kirche geruistet. Der hat er Urfehde geschworen. Es ist mehr die Art, wie unseren Kindern in den evangelischen Schulen die Bibel gegeben und erklärt wird, dir ihn so «mpört — und dies mit Recht. Niemand klagt darüber mehr, als unsere Blllksschullrhrer. di« in dieser Beziehung unter einem entsetzlichen Drucke stehen. Duldete man eine geklärte, abgeklärt« Borstellung der alttestamentlichen Erklärungen, anstatt von den Kindern wie von den Erwachsenen zu verlangen, zu glauben, die Eselin Bileam'« habe .buchstäblich' gesprochen — so würde eine solche innere Empörung, wie sie heut« i« Millionen — leider und nichtleider — lebt, nicht derarttg zum Ausdruck gelangen. — ES muß anders werde»! Als rin solcher Rufer im Stteit erscheint Oberst v. Gizycki. Ich habe es am ersten Tage den Leuten gesagt, die mich nach mriner Meinung über die Schrift fragten: .ES ist die schwere Batterie (v. G. ist alter Artillerist), die da unter dem Banner ,Einige« Lhristrnthum" agffährt und eia paar Melinit-Bomben i« die Sperrforts wirst, die die Menschen immer noch auf dem ׳Wege zur gottgewollten Entwickelung aufhalten.' — Ich bin weder mit dem Mckinit» noch mit dem speziell auf's Koru genommene» Ziel ganz einverpawden — ich wäre aber unehrlich, wollte ich nicht «ei« Genugchuung darüber aussprechen, daß die Batterie auffuhr a Cr a