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Israelitische Wochenschrift · 1892-11-18 · 47 (18.11.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
47 (18.11.1892)
Date
1892-11-18
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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_. . > .־-' .־K ... ■ fir'iMif iMHSAraittar SMärikcbit? Mp■ _ t -Sfl»״ - «i^ttaag des «ai&flrmt doch tatuf■ mNinblchafistzksetzgebang (tia. -- Wir Haue■ Wn aarhinzu- : 6»~4aa(w der devtiche •natrfetttUtakt sich akbt von der?******* uat aal Jnbtafnrcht seine tzbhcknalgteil »am alhtnn Aichs zu brechm ma!st: so lange er nicht de» Maifindet, Mund anftlNha», nm offen die Saih« des Antisettittsmns »n der 'mn zu machen -* so lang» Hilst Ihm alles Jainn ar» Nichts. Bei eazialdemokratk findet er doch «ahriich keina?ertrewug seiner Wen; sü^lh» siebt es eben nur ein Heil im Anschlag an die attische Bewegaag!" Dem ^jüdischen Händler" kann man zwar nichts BvftS ochsagen -— wäre dies der Fall, so Hütte sicherlich dadem atleman Ahlwardt so wohlrerwandtr Blatt mit behaglicher freite dar Sündenregister entrollt — aber er ist fleißig und und hat geschäftliche (Erfolge, während .die deutschen Jffe leer stehen" — folglich »Osten die christlichen schästSleute Antisemiten werden, dw ,StaatSbürgerzeitungamsen, darin inseriren und dazweifelhafte Gesindel, dastikchew^volkSversammlungen mit virtuoser Talent» ttb Gewisftnlosigkeit Iudenhas» treibt, aushalkn helfen.... Geliebte Mitteutonen? Bull und ganz gile eS die Fahne DeutschthNK' hochzu halten gegen die mammoatsttschrialistischen-Fremdlinge, u:׳d unserem Volke zuHe wahren, »es von je besessen, den reinen JdeallSmuS. der den schnöden kam man verachtet (Ahlwardt). die Sittlichkeit hochhält foeckel), dessen Wirken di« Wahrheit-ist (Stoecker) und er den »Schein" verachtet (Lkberwanu von Sonnenberg). )iesem Gedanken gebe ich Au«bruel!-tn dem Rufe, in den ich unentwgl mit deutscher Lungenkrast einzustimmen bitte: ,Sauft nur bei Lhristen und besonderbei denen, di« unserer »ackern BorÜmpftn», ter .StaatSbürgerzeituugdi« Zeile 10 Pfennige? — anronciren!" Au» der ßstraviuz Mra»»«»»« eg. (Ori-Tdr.) ES wäre ein ' ׳ lächerliches wie überflüssiges Mginneis, gegen alle antisex Berläumdüngen, die über den Talmud und unsere »lehre», über Juden und Judenthum verbreitet werden, Felde zu zieh«». Waimmer unsere modernen Amalekiten «nS vortmngcu, eist schon Hunderte Male widerlegt n. Mft den Waffen de- Geistes und der Wissenschaft »den bewährte Kräfte den SMtpf bisher unermüdlich geführt, sonst. Der Feind rnht nicht, er wirb nur,, gewitzigt durch Entgegnungen. vorsichtiger und vermeidet in Iren Anklagen die chm unbekannte rabbinischr Littrratur grobe Fehler Jrrchümer. Noch unsinniger ist «S, wen« nicht gar gewenn Juden antisemitischen Versammlungen, die in ltn läglich abgehaltea werden, beiwohnen, und es versuche» i z» Worte zu kommen, um die Arschuldigutigen zu rrcti- In diese« Versammlungen werden gegnerische Redner nvngSloS niedergeschrieen. in der Provinz. Hier hat sich das antisemitische j nicht so wett verblümt. oaß alle BevSlkei ungSschichten augesteckt sind. Es giebt in jeder Stadt eine Anzahl Ehnstrn, Äk^bk^RaffenIsaß verdaminen und die Zeitungen «rillt Flugblätter verbreitete» Lägen nicht M» Da« nisten auch die Leiter der Bewegung in Berlin fle schick«, deshalb fest einiger ))ett ihre Sendboten d.tch mid Laub, um überall z»1m «,ergischeren Kamps« gegen däftu Juden aufzuforver«. /^Dieft Seudboten de» Jubenhc>sseS in Keinen Städten .leicht za widerlegen und deshalb ist «S ImrchauS erlich, daß die jüdischen iöehrer und KulttiS beamte mit tuäthigeu BerthekdiguugSigatrriaii ausgerüstet werden, um JrH die richtige Auskunft und Widerleg gag geben z» kännen. ^Zunächst muß in jeder Gemedtde^ »oym »atisemittsche ^"׳^׳ komm«, «Ute u»t«ichr׳l«fte Zahl lier von dem cheranSgegebenau ,Griachsätze der Md. Sitten- ' " stehen. Dies« maste« in den Ser» e» gratis «rtheilr «erd,«^. ־ .üfcate»- Widerlegungen der Angriffe auf «userr Eittatlehrr enthalten. Selbstder geringste jüdische Beaaur kan so ausgerüstet gegen dies«'!strffeprediger c.ustreten, dem׳ er knn sicher sein, daß keiner vow ihnen auch nur ein. Wort vom Talmud Oder ein -wort hebräisch verstehe. Ein Eremplar der Pirke Lboth. über» hattpt ein Siddur, mit in die Versammlung genommen, thut entschieden ־gute Dienste und jagt dem ״Pftuvo-Talmudweiftn" einen heillosen Schrecke» «in. Ein Borkommniß aus den litztrn Tagen soll daS Gesagk illustrirrn und knn zur Nachahmung empfohlen werden. Jn Fürstenwalde a. d. Spree, einem Städtchen 15000 Einwohner, worin 20 jüdische Familien wohnen, ha fünf antisemitische Kaufleute, die auf Weihnachwn die kurrenz der paar jüdisches Geschäftsleute fürchten, «ine Bffti liche Volksversammlung einberuftn, worin der Schrift' 4 Schwennhagen aus Berlin über «Die heutigen Sitte» _ lehren.der jüdischen (!) Rabbinereinen Bortrag halte»,T4 sollte. Die ',Sittenlehrenbildeten Ken Texk das Thema aber' war: ,Kauft nichtzu unserem christlich-deutschen Weihnachten bei — Juden!-; . 4^ Man kann nun nicht gut. um obige Forderung zu sftllen. die Jude.1 einfach als Betrüger, Schwindler, Meineidige und MajestätSoerbrecher bezeichnen, denn derartige,Ahlwardtianat haben mcistens ein unangenehme- Rachjpiel in PlStzensee im I Gefolge. . Deswegen muß da« Schmrrzrn-kmd, der Talmud, herhalten. Hierin ist. nach den Ausführungen der Hetzer, alle» Obige enthalten. Der Talmud lehre Raub. Ritualmord, Be-' trug, Unzucht, Meineid und Majestät-Verbrechen und noch anbett fchvlie Dinge. Der Schutschan Aruch K so und |0v,2 oder Gchacher*>Mischpot § ... sagt: und nun folgt eine '-׳%£ der bekannten FLlscbtengeu, Entstellungen von Eisenmenger 'M Rohling, JustuS «5s. w. Und was der Redner in einzrlneu -׳?( Paragrgphen erbrtert, ist ausführlich in einem F> ugblatt, davorher gratis verthellt wurde, behandelt. DaS Publikum ist starr vor Erstaunen und Schrecken über solch' nicht-würdige. Sittrnlehren, die heute nach von allen Rabbinern, Religion-- lehrern in den Schulen und Synagogen gelehrt werden. Da» tvamn so di« Ausführungen de» Schrift!ieller« Schwea- Hagen vor einem Publikum vou ea. 7—8U0 Köpfen, woeuuter sich nur ein einzraer Jude, der Prediger Lion Wolfs au«. Berlin, der di« hiesige ReligionSschule leitet, befand.!kaum hatte der Redner geendet, fo schrie der genannte s Herr: .Der Judeaprediger bittet um'S Wort!- Er staub auch schon auf dem Podium^ mit dem Ruft: »Jude rau»! i», Haut ,hn!- wurde er begrüßt. ,Man sagt, der Deutsche hätte Muth, nun wohl, wenn Sk keine Feiglinge sind^ so! hören Sie doch auch die Bertheidigung auf dft oben ver» " uommeneu AnÜagank" so begann er und still wurde e< wie .1 in der Kirche. — ״Maa Hai hier — so sprach er-- — über de» Talmas zu Sftricht gefeffea an» hat ihn verartheUt, zerrissen aas samatt bau r r Schalchaa - arach vernichtet. — Habe» Sie schon «inatal gehSrt,'^^» dah eia preuhtfcher Berichts Hof rioea MSrder oder Räuber aev-.׳-' nriheili hat, oha« thn gehört za habt»? Be!olh nicht, denn «nsevt Besetz« find in recht haatane» Beist« gehalten. Na», der Herr hat •}i'■ hier ütar Me Vittenlehr, oer Jaden geiprachen. Littealedrea die ah^. seit SS Jahren in Schale» and Lyitagoge» verbrett« »ad daetn» ist et. '■ tnelae Schaldtakeit «ich za veerhetdigea and J»r« Pflicht, «ich za - HSrr». Freilich der Talawd ist bin Gesetzbuch, der Scholcha» artüh . kein Eat-chisntn«, aber wa» Väeife »er Herr Schmennbaze» vom Tal» »ad? Br hat ta seine« ganz«» Lebe» nach kein solches Serk »«sehe». Damit er aber «eaigstens einmal tat Schnlche» «rach za Bencht« da» kommt, Hab« ich ihm eine» Lhell mitgedracht tu» Adockn«, bla - aalt»!» Nun, lesen Sk eine L«k, nur «in Wort! Nicht tmthr, das versteh«» Sk nickst, «der Sk habe» ble Kühahek hier «Per eiaU'' wert z, arthetle», za deffea Stad!am ein Wanschealeben »ach aaereutzt l Berehite «eriamntlnng! Was der Herr itznaa zamt vargksck»!adelt, tam kain NnhsW ans tan ^imat, oder.ta»l aench -- ich tat« Jhaf die jSSle ««»»^hm Iah« & Mich« JU>e Tl-a» VMma«, de, kn»

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