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Israelitische Wochenschrift · 1892-11-18 · 47 (18.11.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
47 (18.11.1892)
Date
1892-11-18
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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fetft 40$tfpk(igett «envaltung».Apparat» ürfcr trostlosest«, 900t. ftritct bemühete sich auch nur im Siri »asten um fie, r Denn Ruth hatte vollauf iutt ilbfchtkßnng von Eontraktein mk thu«. <gr bmfte für bk Leut« — jmQt -u dieser Zeit weder Land »och Vieh noch Pflüge hatten — Hunderte von Rettsättrln. und allerhand unnütze» Fuhrwerk. Wäre der ' Man» noch lünger. auf feinem Posten verblieben, so hätte ' er nnfrhlbar die Fond« de» Verein» für duxchau« »,«brauch, dar« DtUg» verfchleubert. Die Gesellschaft leidet «ach heute ■? «n den Folgen, der von ihm abgeschlossener Kontrakte. - Für d׳e Lolonisten wurde nicl.t im llst-ringsten gesorgt. Lufteckende Krankheiten begannen unter ihnen aukzubrrchen. י Die Leute waren schon ein Jahr hier und wußten auch noch nicht, wann sie Land, Häuser und Vieh ,!rhalttn würden. La txas der Oberst Goldsmid au- London ein. (F.. f.) J Was -at der jüdische Lehrer au heßräifche« Wisse» mit i»» AattA» trägt»? Wn SMfcrraportrag von I. '»einflcitt, »*minarlf$r«r. ־■•־*• ' n. * י✓* ’ Allein, wie berechtigt die Forderung auch ist, daß die Ausbildung der ReligioNSlehrer den erdichten Ansprüchen an dkfelben gebührend Rechnung, trage, so sch« r dürste e« sein, lÄfelbe so zu erfüllen, daß all« Richtungen im Judenthum ' zmrkden gestellt feien. Und selbst von den Parteiungen ah« gesthen, gäbe e» noch Schwierigkeiten genux, die erst über» wunden werde« «Wen, bevor man an die Aenderung der ,.destehendeqLrhrpläne in unseren Seminarien herantrettu kügntt. > . . Diese Schwierigkeiten bestehen: 1. in der kurren Seminar- und 2. in der mangelhasteü Borberestung der Seminaristen. Z den ersten Umstand aubetrifft, so ist dersülbe in Anbettacht ds ausgedrhnten Wiffeu-gebieteS, da» durchgearbeitet'werden ./'soll, ein sehr schwerwiegender.' Bedentt nwü nämlich wie . . ״ viel Zeit und Mühe da» Erlernen de» Lateinischen auf unseren f*;' Gymnasien iu Anspruch nimmt, so wird man ekaum dvgreisen, wie es möglich sein sollte, in einem Zeitraum von U drei Jahren bei einer sehr geringen wöchentlichen Stunden- ■ aa^C bk kenntlliß der sehr stbwirngen Jdiouie de» Hebräischen, ^' Nerchedräischeu und Rabbinisa-en solchen jungen Leute« zu r vermitteln, bk äußerst geringe Vorkrantaiss« besitzen. Und doch wird die Fertigbriogung diese« pädagogischen Kunststücke» weder von den Rabbinersemlmwen. noch von den philologischen Instituten, sondern einzig und allein von den jüdischen Lehretfeminarien verlangt! Denn, was die Radbinerstminarien anketrifft, so wird bei der Aufnahme in bieselben von dem ^Aspiranten verlangt, daß er. abgesehen von einer gewiffen ,Vertrautheit «tt Bibeltexi und hrvräischer Srammatih i« Stand« sei, einei^ihm vorzulegenken talmudischen Text nebst dev bani gehörigen -Raschcommentor und womöglich den Toffaphot zu übersetzen. .Rechnet man hierzu noch« die ungleich längere Zeit de» betreffenden Lehrrursu», so ist e» klar, vaß die Schwierigkeiten in der Bewältigung der erwähnten Aufgabe nicht halb so groß ftvdai» diejenigen, welche davLcheerseminär zu überwinden hat. y«d die vhilotogifcheu 6emiaare^»erlangen von den eintNknden Studirenden nutzt nur eure gründliche Vorbildung, -sondern' auch die Evneentrirvog ihrer Thätigbnt und ihre» Studium» auf da« von ihnen gewählte Spr «Erbiet, "während Lehramtseandidat bk veischktdenartigsten Wiffensgebiett Au -leicher Zeit zu stndiirn kor. hgbett wir zugleich die zurit« Schwierigkeit, chG-Unzuläoglichkett der Borbildong der Seminar, vsührt. Aus die Frage jedoch: Warum werden! junge Leute in» Semit dk A«»r fs'.*׳ ןל da« Seminar vorberritt«, alle anderen hierzu gehörigen Mich« «ehr cultivireu als die heiwäsichG. antwork uh: Teil duwh , > dk bereit» erwLhxtr Nknadmc dcr Kenntnis de» Hebräischen in den Gemriude«, und -Par kesituder« in de» kleineren/ an« welchen die Seminaristen sich zumeist rrerutiren. die jungen Leute recht häufig keine Gelegenheit finden, die hedräisthe Sprache zu erlernen. - Wenn nür also voa einem Maaße von hebräischen kennt, niffen iptcdkR. dk der Lehrer in« Amt mitzubringen hqt, so kann der Maßstab ersten» kein für alle Seminarien gemeia» samer und zweitem» kein zu großer sein. a Daß der Moßstab kein eiwjeitlicher sein kann, geht au» folgender Erwägung klar hervor. Bekanntlich aiebt e» jüdische Lehrerseminare, in welchen der Unterricht Im Talmud obliga. torisch ist, in der Mehrzahl derstlben jedoch ist er nicht einmal fakultativ. Verlangte «an nun dk Einreihung de« Talmud. »mtrrrichieS in den Lehrplan sä,amtlicher Zemina«, so würde dk Realistrung dieser Forderung, wie berechtigt dieselbe an sich auch sein' mag, in den meisten Seminarien auf säst an• übmvmdliche Schwierigkeitta stoßen. Denn ersten» sind die > Zöglinge, wie schon bemerkt, bei der Aufnahme in» Seminar zu schlecht vorbereitet. und znieltenkönnte bei der große« Zahl von obligatorischen Fächern und deu gesteigerten Ansordrruagen von Serttn der Üntn^icht-verwaltnng dem Talmud siudinm doch nur eine seht geringe Stundenzahl gewidmet werden. Jediw ^Sachkundige wird aber zugeben, daß auf diese« Tediett ohne bedentenven L«fv1and von Zeit und Mühe sich nicht» Nennenswrrthe» leisten läßt. verlangtt man andererseits, daß der ׳Talmudunterricht au» dem Lehrplan sämmtlicher Seminare auSgeschkde« werde, dann würde man aus unüberwindlichen Widerstand in demjenigen Kreisen stoßen, welchen da» Talmudstudium al« un> entbehrlich für die Erhaltung!de» Judenthum» «scheint. L» lst demnach einleuchtend, daß von eine« einheitlichen Maßstabe nicht gesprochen werlxn kann. Ab« auch in de» Seminarien, in welch«, die!Verhältnisse fo günstig liege», daß man dott sogar «tt den Präparauden den Unterricht in der.Gemaro beginnen kan», wird der Maßstad, den man a» dk theologischeu Senntniffe der lSeminarabtturieaten aoz»lege» hat, Kid groß« sein dürfen. vDnin, Alle« in Allem genomme», können während der ganzen Serninarzeit höchsten» einige leichte Traktatt in ziemlich elementar« Weife durchgenommen werden. E« fthlt also viel daran, daß solche Lehr« zualeich auch gründliche Talmvdkenner werden. Diese» vorausgrschickt, wird wohl jeder llupaxkeiffche zugeben müffen, daß wir hi« nicht von einem Maximal», sondern von eine« Minimalmaße von hebräischen Kelmtniffen der LehramtScandidatea spreche» dürfe». Ich gehe somit zur Brsprechring der einzelnen Fächer über und hoff», auf keinen Widerspruch von Ihrer Sette zu stoßen, wen» ich da» voa mir zu Iwhandelnde Thema durch da» ,Hineiuziehe« zwei« and«« Füchrr in den Krri« mein« Brttachtuagen erweitere. Dies« jZächer sind: Religiontlehrr und jüdische Geschichte. T«nn von einem höheren Ge« fichrspunkte au» betrachtet, laffen sich Religivnslrhro und uamentllch tüdischr Literaturgeschichte im Seminaruakrrichte von den hebräische« -und rabvinifcheo Fäch«« nicht out trennen. Erhalte« jene doch erst von diesen ihren eigeuttichea befruchtenden Inhalt. — Ah beginn« mit dem llnterrichte in d« Bibel. (Fvrtsctzu», folge) Berichte «rrv «k^srrefpimdettze«. D*»tfchla»V. WaßtzsSeukß» LS.Nove«l>«. Der Prof, TlMkogeie an der Lkrlioer Vaiversität, Dr. ' tt seine HMmnk Schrift älter den .Bla l* Umfang and mit .tm Lr>

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