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Israelitische Wochenschrift · 1892-11-11 · 46 (11.11.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
46 (11.11.1892)
Date
1892-11-11
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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der o»te, da» dies« Krage, oo» r»r 8rofe(1r Wichtig! die soziale (llJU dich glaute ec, daß die deutsch-! Po riet nicht ll»t thve (afyi!^, bnt AutisemitiSum» ihr Programm aatzunehmen, nne die bireft (!) aati׳ sttischeu. Parteien. Sie müsse, um de« Juteuthum ent- "־־ zu tRTfm, »it allem Nachdruck den christlichen Staat scher Einzelne aber sollte «ehr Vaterlands- und Siebe entwickeln — »weniger Ansturm. meip:Treue'. — Inschluß an den Bortrag schlag der Borsitzeade de» Abg. v. Jtzenplitz. im Namen des Tesammworsvlgeude Resolution zur Annahme vor: .BH1 bcTKtrfen dt« aatisemttischen »«»schreitangea. werde» «der mit all«» Mittel» bk maftrialifttschr» Eiaflüff« a«f atwrtft Weiterer vaitdschichte» bekümpft», «ögra dies« Liaflüff« Jade» ״der Nichtjade» »utgeheo, Lob wallr« «4 ,m» Vewußiset» . Satiex bringen, daß der christlich« Staat vor « Sem auch einer 10M|Mt dedars, und daß dftLrhrer und!Letter unsere» »ar ShriHe» sei» dürft»' Nach längerer lebhafter Debatte wurde tie Resolution »ommeu, der erste Satz derselben aber mit er» stickender Majorität abgelchnt. — Bedarf der Bericht eine» weitläufigen Eoamentar»? War «» doch längst daß Schlesien und besonder» »eine Hauptstadt offen! Antisemit«»«»» huldigten, und daß Bosheit und Rohheit sda» Signalement bildete», mit deneii die aufgeblasenen Junker " Volk zu imponirea suchten und e» auch ,)u (Obern dertn. Doch der Neid der arg vtrschulveten und herunter- «ommeuen ,Großen' bildet jo )*» EntschuidigungSgruad er elenden Pläne. Denn nur Pläue können e» sein, na» -vuseie Keinde brüten; nicht gerade weil wtr glauben, daß besovderer.Gvtt über an» .arme«' Juden wache, sondern lWeil unser Vertrauen auf die immer fortschreitende Tivilisation groß »st, al» das, es durch die wahuwitzis^n Vorschläge unserer Reiber erschüttert werden küvnte.— Di« antisemitischn» ^Ausschreitungen werden also nicht verworftnl Nun, dafür «ag und «vird da» StaotSgesetz sorgen, Iiaß die Bäume Antisemitismus uicht in den Himmel wachsen. Und wa» Unterricht der deutschen Jugend anbetrifft, zu der auch Mische gezählt wird, so mag m de» .prosauen' Fächern!Mt Regierung sich ausschließlich christlicher Sichrer bedienen; (Her RmgionSunterricht — und dieser bleibt |ur die ethische rziehtwa doch da» Wichtigste — kann de« jüdischen Lindern vm> christlichen Lehrern nicht erthellt werden. Uebrigea» wird ^ieusere Regierung tüchtige jüdisch« Lehrer kaum umgehen. — fStknfaÜ« bietet die oben beschriebene Versammlung einen «flauten Eommentar zu der Rede, welihe der Kaiser! Mgst in Wittenberg gehalten. Hkrnoür», S. November. Au» dem Bortrage de» Profeffor» der Theologie, Dr. Schmidt, seien noch solgmde bemerken»- Zudeufrage!15 Wichtiakei weiche Ausführungen nachgetragen. Der Red rer führte au»: ,Daß' W»» »» nett ftautfen sei, not» maa birZadeufrage i» de» itt^tzetak» ßellr u»d alaooe, baß mtt ihr all« »»der«» Krage» gelöst ^werden B»»ttn asb alle Schade« hell teürdr». Aabterseit» sel es »Ich» 1 u»d christlich »agemeffe», me«, ma» «ich» »Mer de» Jade» scheide» Wolle. Keraer habe »»» tu der Leileuschastlichkett de» Skandale» fern , _ ״ . 'jüdischer tMeligio» m»d jüdische» Bolksth»«» u»d tu der >am»ßnog mrd!swdlichkett, dft de« Jndenthum eige» ist. Da» Lolidarttüisgesähl ei ib»r» jo groß, daß sich i» eine« Glauben»gen offen di« Ge» alheil a»gegr>ffe» fühlt »ad für dmlelbe» etatritt. Di« lieber- [ stamme am der voranssednag, daß Mc Jade» ei» .aulcn üt». Wen» «» gelllog«, dft^ichea ems eiaea aitderea rel z« stell übenomde». Jade» ei» .ouser»ühltr« .. ׳" ,»9»״? Hab Würde <t ««ch n>. UMser» deatsche» Bollslbum sfth« die Jade» vei- M geaeUÜber mW vermögen sich »ar schm» i» dasftlb» z» .Dari» liegtstftSchwftrigtrttderBeha»dlu»,z derJadrssrage'. ,te die bereit« erwähnte ß chatrijothar t ltboa. VUd^Äftr^Moral aits'üab^Mtc da» elK-WHNffkristtiz»», «im« >Me» vo» dleftrDealart uadMmatmit VM «ma«Mdr sei» feil» dies« Uebersetzuo'ge» a»rh«»li<ch «irr». Redarr »Lascht «dir Üeberfttzung »« Beoatswege» »ad bemttrrgt, am Klarhett ia die Poche n betaae», »ieft garderaua i» der »es»!!-»! w aaHunehmea. — Pr^chsor Schmidt mied daraus hi», daß;ach,-rftünstige Setahrte dte Nichtigkeit der vorlt^eaden Uebtrsetznug de», Schälchen «rach b-,w,it«l» and Professor 2 »HItng -ülschnage» »orwec»«»!! Zu den Bewegungen, welche!«ch den Antisemiten zu ihre» Mißvergnügen jetzt uwhrjach endlich geltend machen, bemerkt die hiesige antisemitische.Tchlchsche Morgenzeitung' unter dem gestrigen Tage: .Da« Berlaaae« einer Durchsicht utftrer vejkhaage» zu dem Jadenvolte, da« Beriaaae» nach Befrei» tg au» de» wirthschattlichen. pvlttischeu »ad geiftiqe» Aeffei». ia di» »nser deatjche« »ad christliche« alt darch da» jüdische »ott geichlag« ist (r-er lacht »ich«?), glebt aaftrer U aernbrzu bo« »ehrL-e. — Ist bemal« nicht ja, so ,lebte«»ich««, I mehr ftlftverstöndlich mSre. ״l» M« Au aahme ber Lösur» der Jude», frag« i» da» Programm der «׳»ftriall oea Partei — Da« .«e rl. Lagebl' spricht von bea Bestrebuogen. «»- »er r«aft>vattve» Partei eia« «olk«par1ei za machen (— asb bi«h:e?l mit Hohn. Da» wird dem Hanptblatte be» Juden,hum« ttM vergehe» . . .Sichtrin Lbmeichra von dem alten Bode» »«reitet sich v^r. sonder« »ir treten aas de» alte« «»den «» dft raoellsroge, hi:a». deWrife» damit «nser« Leben»trast. unser Mißliede״. Denn dft fieifinnig-jüdisch« Press« dazu Lärm schlügt, ko ist das erst eaiich ^nag - dft alt« gft. schichte vom Pellen de« -p>»es; nicht» t,»» an« sicherer bemeisen. »aß mir auf richtiger Führ!« stad, als bas jener Presse, dft 1» überamamen hat. die deutsche Seisteiart »a vernichte» and kremdem jüdischem «etst« dir Herrschaft im öfseotliche» Lebenzu verschaffe«' Wir fragen: Auf wen bezicht sich da» ,Bellen de» Spitze»' wohl am besten?? O. jHtkthhi, 0. November Gestern Nachmittag fand in der geschmückten Synagoge die ftierliche Einführung de« Herrn Dr. LewinSty al» Laut- und Ortsrabbiuer der - hefigen Gemeinde statt. Derselb, wurde nachdem er Bormittag« den vorgeschriebenen «mt«eid abgcl^t hatte, vom Tt Oberbürgermeister Struckmann, in Bertretung de» n RegierungS-Präsideuteu, un v vom Herrn Senator Jo st al» Benreter der städtischen Behörde unter Orgelkkaug und mst dem Gesänge de» Thor» .Di! Himmel rühmen die Ehre GotteS' in oie Synagoge geführt. Herr Oberbürgermeister Struikmann richtete darauf berzliche Wone au Herrn Dr. Lewinsky, in dem er ihm - vorführir, daß er bei der hiesigen iüdisöjen Gemeinde geregelte Berllältnisse vorfinde, auch in socialer Beziehung die Gemeinde, wenn egalt Roth und Elend zu lmdern. jederzeit sich hilfreich und hllfderett gezeigt habe. Im weiterem wie» er noch auf seinen Amtsvorgäaoer, Herrn Dr. Guttmano, hin, der da» Lertrauen seiner Gemeinde sowie da» der königlichen und städtischen Behörden und. da» de» geleisteten Eide», da» entgegmgebrachte Vertrauen derdienen zu wollen. .Wle ein« Stelle brs Talmad besag«, sei dft Stellung auf Welch« er beruft» sei, keine Würbe, kein »ml, soabcru ein Dienst aad — al» eia Dieser brs Herr» würde er mit seiner gauzeu Kraft deaftlbea auszusllllea bestrebt sein. .Ehre das 0 «setz des Landes, indem Da ein« Heimstüttr gesunde»- hatte schon vor t mft»de» voa Jahre» rin Weiser in Israel zu dem Voll« gefprochr» au: — auch heute »och feie» bftft Warft für dft Bekenner des Jadenil uots t» voller V&ltigtcit; im Namen derselben gelobe er hier, aas H«I ligem Bode», tt» dem der Gottesverrhrimg geweihtem Häuft — Lrrne und Ergeben hei! gegen de» rrhabeae» Herrscher andres theaerea deutsche» Baterlande« uad dft Gesetze des>«tbe», wie auch «ge» dft kü, igüchea and stüdtischea vehürde«. Er ftt sich bemußt, men» irgend da» 1 Sott gelte: nicht das Ami «hrr de» Maa«, sonder» der Aftan ebn das Am«' dft» bei einem oer» orbaeira Diener Gottes der Fall ftt, u,d da» ihm aaverrraate Am: t» Ehre» z» hatte» a,d ihm allezeit Ehre za mache», werde sei» Bemühe», dft von ihm «rkaaatr sftttgsft Pflicht sein. Ztt der Gcmeiad« gemmtdet, bat e um Lerirauca gegen Bertraaeu, es beseele ihn der ianlge Wuuich, deß es ihm »erg0a»t sei» Lftb« »ad Achtuag z» «mttWM «ft » i» so reichem Maahe , de» hichl«ßG« Hrrra ll r. GaUmaau, z» thetl,

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