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Israelitische Wochenschrift · 1892-10-21 · 43 (21.10.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
43 (21.10.1892)
Date
1892-10-21
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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csf — avf mefaen SMdcn pflü ihre Fanden." «Psalm ILO.) l vsche» gtnr die Pflüger, lad mir edc aebrnnnwsKind ImS Feuer fürchtet, so vemvfcheum wir den Unfrieden, dieses!*rzchrende Femr. > Und der wuthfchnaubende Antisemitismus sollte uns!lindern, nach so!«««,י und schweren Kämpfen, unserer zeihen FriedmSsehnsucht ehrlichen, unzweideutigen Ausdruck M geben? Tie schmachvolle Rofsenhetzr uns zwingen, von sen ruhmgekrönten Förderern der Bülkerverbrüderung »abseits pi stehen^? Die bloße, blosse Furcht vor dem Borwurf der Feigheit und abgestandenen Redensarten sollte uns thatsächlich zurückfchrecken, einer als vernünftig erkannten Idee, so viel in «ns, zum Siege zu verhelfen — uns, »im Schimpf und Glimpf' die »Schweizergarde Gottes׳? Nimmermezr! Als Israeliten und als Deutsche haben wir die Pflicht uud das Recht, liebend »Gott zu fürchten, sonst nichts auf dieser Welt!" Ten immer heftiger entbrennendeu Geisteskampf 'der Väter nehmen die Epigonen auf, mit ne« erfundenen Waffen von größerer Durchschlagskraft für ihre geistige und polinjchr Befreiung selbstständig eintretend. Im Glücks das xm Entschlossenen und Muthigeu lächelt, «erden ihnen auch starke Bundesgenossen nicht fehlen. Ich wenigstens gebe die Hoffnung auf einen nahen und glänzendeu Friedensschluß mit dem Gegner nicht auf. »Und tobe» auch wie MeereSwogeu J:,m in der Seele Hag and W«th, S1 leuchtet mir ei» FrtedenSboge», In hell euf dunkle» Wolke» ruht.- Woher ich diese meine Zuversicht schöpfe? — Seit frühester Jugend habeich dem rigenthümlichen, problematischen Zustand Israels nachgedacht und auf «ine Verbesserung der äußeren und inneren Verhältnisse meiner Brüder gesonnen; nach ernster Gedankenarbeit, in einem an herben'Prüfungen überaus reichen Leben, glaube ich deS RäthstlS Äsung sowie den Weg zur Erlösung mit einiger Sicherheit.gefunden zu haben uud bin von Einem der zu den Beste» unserer Zeit gehört, in meiner Zuversicht noch bestärkt worden. — Bereits i. I. 1887 habe ich zur Judeufrage «in« kleine Schrift vkröffertlicht: »Zum Ende deS AntistmitiSmuS. Ein FriedenSgruß an die deutsche Nation." Dasselbe Thema «handele ich nun in einem — fünf Druckbogen starken — Buch, betitelt: ״Achioa att»h! oder »lieber «ine voll« staatsbürgerlich:, gesellschaftliche und militärische Gleichstellung der moderugebildeien Israeliten.' Charakteristische Stellen auS Briefen von Franz Delitzsch und Eduard v. Hartman» aus den Jahren 1887 und 88 an Schreiber diese-, welche die sogen. Judenfrage in origine'Irr Weise besprechen, sind in die Veröffentlichung ausgenommen worden. Aber nicht durch Wort und Schrift allein — und wenn Einer auch mit Menschen- und LngelSzungen redete — sondern durch zielbewußtes, gemeinsinniges Handein voll M«1H und Krnft werden wir die gegenwärtige Krisis in dieser Uebergongsperiode glücklich überwinden!- ES ist heut Rüsttag d«S jüd. BersöhauugsfesteS, bald wird die uralte, feierlich^ Melodie deS Sol-Nidre in Jakobs Zelten erklingen: O möchte doch bald Israel mit seinen Brüdern.ans dem Erdenrund «ine wahrhaftige uud vollkommene Bersöh». nung, der ganzen Menschheit aber ein Inrmerwährrnder, bvglückender, goldener Friede zu Theil werden! In diesem großen Gedanken mit Ihnen, hochverehrte Sau Baronin, Ihrem Herrn Gemahl, denr Präsidenten d. sterr. Ber. -. Abw. d. Autifeuu, und ankeren schönen Menschenseelen mich Eins wissend, habe ich die Ehre zu zeichnen in aufrichtig«» Hochschätzung Gnesen, den 30. Septbr. 1892: Hermann Le»z«Li«Ski. ־־!Je «nttoor. der Frau Varoma I». Snttnec ' Gräfin 9'inSky, lautet (nach Weglassung W bin E des Bliese« persönlich intrressireadm Stelle») wie »Schloß HarmanSdorf bei Eggstrburg, 9. 10. Hochgeehrter Herr! Ich glaube auch an eine schließlich« Ueberwinduna t abscheulichen Antisemitismus — daß derselbe «eine« Mas und wir viel Herzeleid verursache Vnno Sie mir glau , Alle!׳lese beschränkten Haßond^tvrmtheilSvolk» 9«fia*3 nunger, rufen tiefe Empörung nach. E mpfangen Sie, geehrter Herr, den Ausdruck m« vollen Sympathie und Werthschätzung. Ihr« ergebene Bprcha Suktnen" , ■ 4■ Pie gepüurte Me»er Ao ssere»-. L»n 9 Wolf. Wiederholt schon dachte ich dam», über dietitr jektirs gewesene. Konferenz zu schreibe«. Aus versckfÄß Grünlien habe k^jedoch bisher geschwiegm. Als sie > lich pwjektirt war, schwieg ich, da ich nuht als Stöcenf gelten wollte und vielleicht, dachte ich, briugt sie dock» etwa»: f Gures. Als die Einladung d«S Borstaades jedoch uaberÜckr ' sichtigt blieb., wollte ich «weder nicht schiriben, da dochstet- :reinlich wenn man einen Korb l«kommt — und E will es nicht leugne», daß.ich es tief eaipftnde, wenn׳ der::! Vorstand der Wiener Gemeinde gekränkt wird. Run stnhtzj aber!Lochen seitdem vorüber gegangen; ras Projekt ist läufig eingesargt und aufgebahrt und die'Gemüther hfefem^ sich veruhlgt; man kann daher objektiv über dir Angelege^-^ st stechen, Zunächst will ich erklären, daß die Idee, eine Konstr zusammen-zu berufen, welche Über Fmren, die Juden treffsn, beratheu soll, gewiß eine vortreffliche ist. Sie nicht neu und gab es auch in frühen» Zeiten Irerrrtißt- Konferenzen, sei es einzelner Gemeinden oder ganzer Länit und erinnere ich diesbezüglich nur an feie שייי״א תקמח Mähirn, welche, nachdem sie bereits abgefchloffe« waren, a Grund von Bejchlüffen späterer Konferenzen ergänzt und et• weitest wurden Man kann über die Rabbinerverstmaln*» ,1 gm »nd die Synoden, die chuen gefolgt sind, welch« km Laust der letzten Jahrzehnte geholt« nürfent denken, wie man will, so wird man doch zugeben, d»ß sie zahlreiche Lnregungen grbvteu haben.!1 Doch abgesehen von allem 'Lader:», möchte ich ans^ folgendes Mommt Hinweisen. Mau weiß, welche StellnW; bei aus in Oesterreich die katholisch« Kirche emnjmnch! und trotz der Gleichberechtigung der Kor»sessiouen, «lche, setzlikh festgestellt ish ist d« Lage der!katholiken doch ganz andere, als die der Juden. Nichtidestoweniger 10c Kacholikmtag« abgehalten und ähnliche« geschieht in testautischen Ländern. Warum sollte nicht auch (wir nicht estr-^Jndentag", den« diese Bezeichnung wäre vielen. Grevel) eine freie Berfa« «lang von ISraelstm vor zu c^st stattfinden? לדעה סה י־עשה ישראל• Der Borschlag verdient daher alle Auackvrnung. er axr. nichtsdestoweniger nicht zum L nrchbrnche kam,^ sind die Ursachen anderswo zu suchen. Ich will äuge dm. da eS mir darum zu thuu ist, daß der Bors «stdnc aufgenopunm uud zwar in emr: Form, die es möglich -erscheiom läßt; daß er auch d«:chgeführt werde. Der nächste Fehler lag darin, daß die Einladung ׳ Liest Mmg der Kvnstreuz kein Progrom» enthielt. Es über JudifferentiSmnS geklagt, aber nich: angegeben, in Her Weise -derselbe etwa zu beküinpfm!pär«. ' An ' laünng wird qnf d^soMermz iu Kobi«^ hinMi

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