Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 39 (21.9.1892)
- Date
- 1892-09-21
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/6492344-5935084-5959814--1266-5375181- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
: lyjlret. Li« fNZlschen TOtjtfjbei• btr;:rf>1wn fi r-!qa«a fi» durch «v» Eifer, JaieNiaeai nad Ersaßt»», «11»; al» «hes der ßerMltmna habe et btn wwlni «aus», »aß brr rege Sie» ftr die städtische Verwaltung irr derselbe» »eis« »ir ttsher auch ferner fi» bckander, möge, Stadtverorbneten-Vorsteher Hess» weißer brachte sei««» Trtnksprnch aus di« jüdisch« VeväUernna Glooau's, di« mit der »tont» t» taaige» Stavernehmen lebe, so daß SLZschreirurrgeii, die andermärt» ja beUegen wirr», hier «bsillnt rra» möglich sind. Der Born sende de« D. I. G Herr »elMtmrach Tr. »rifteller, der vr« Berlln znr Begrßßmrg hierherg,komme» war, sprach von der Wechselwirkung de» x ritschen und jüdische, »eist«», -meviet da» Judenthu« de» deraschm »eiste«Heroen j» verdanlen Hab«, wie »der mich hervorragend« Männer de« Jadeuthnms, deren di« »erminde Slogan mrhrerr gestellt hat. manche Anregung de»!irmschen Leifteslelaa gegeben hätten. De Synagoge hat 300 Männer- und 2S0 Frairrnsitze. Links vom Mittelsthiff lehnt sich daS Rabbiaerzimmer, 1«htS die Bibliothek an. Ober ersterem k-nudet sich die Orjiel. ihr gegenüber die Sängerempvre. Zur Erwärmung der Räume ist eine Heißwaffrr-Mitteldruckheizu»g angelegt, während die Beleuchtung durch zehn Siemeu^'sche Regenerativdrenner, welche in den Schlußringen der Gewölbe angebracht sind, erfolgt. Zfofe», 16. September. Bom Rabbinat der Posener Gemeinde erhalten wir folgende in der jetzigen Zeit,vielschreibender jüdischer Ignoranten mitDoktortstela und vielschweigender Rabbiner — beide in Berlin — besonders werthvrckle Zuschrift: .Gegenüber mancherlei uurichtigen Tarstellungen der rou meinem berühmten Amtsvo!:gänger R. Lkiba (Jakob Moses) Eiger im Jahre 1831 für die hohen rkesttag« erlassenen Vorschriften sollen uachstehend nach einer authentischen Urkunde die von der .Cholera-Commission der mosaischen Glaubensgenossen" erlasieneu ^nd von dem genanoren Ober-Rabbiner und den Mitgliedern seimS RabbinatS-^Lollegiums durch eigenhändige Unterschriften sanktionirten synagogaien Verordnungen theils inhaltlich, theils wörtlich mitgetheilt werdeu: Ja dem K S wirb verordnet, daß nur je eine Hälft« der Siellenin ha brr an den hohe» Festtagen berechtigt sein soll«, di« Syuazog« zu besuchen. Kür »i« andere Hälfte wirb in andere» Räume» besonderer Gottesdienst abgehalte». t 9 beschränk» Me Dauer de» Gotte-Menstes an de» Neujahrssesnaxeu ans je 5 Stund» und verordn«! zu dem Zweck« llürznugen einzelner »«bete. § 10 aerbietei an diese« Tage» Me Beleuchtung der Synagogen. All mrd ü enthalten die Kahnung, an diese» Tagen vor Le« ersten Ausgange The« zu trinke» und nach dem Schosarblasen «in Frühstück eivjlmehmrn. tz 13 werdeu für dm Vorabend de« versdhnnngsseste» llürznnge» angeordu«, ׳ ׳ z 1s solch« für den Tag de» Festes. A ach $ IS werden für den S'/, Uhr Morgens beginnenden Gottes» dienst znei Unterbrechnuzen von 10'/, Uhr bi« 11'/, Uhr Vormittags und »mi 3 bis +% Uhr Nachmittag» ungeordnet. z IK verbietet Me Velenchttmg der Synagoge» au di-.sem Tag« überhaupt »ad für den Vorabend dt« Belenchtnvg mit anderen als mit weiße» Wachskerzen. Der letzt« (8 17)!»er Verordnung lautet wörtlich nach Uebertragnng der hebräische» Sa-!heile Ms«: Da dir Frier des Veisähnnngsfest«« «in« »an der h. Thora angeorduete Ist, kan» der Herr Rabbiner mtt seine« Lolleginm i» allgemeinen bezüglich de« Küsten» nicht» er leichter n. Dmnlt aber jeder »rlegeuheit habe, über jeden .hn zusvßendea Ansall den Arzt so^letch z» befrage», «erbe» im •ec weindqimmer als iienti alpnatt aller Synagogen zwei >«j^e abwech- 'Und «nwesenb sein. Ter Herr Rabbiner läßt «indringllchst ermahne», auch nicht den mindesten Ansall z» verheimliche», vielmehr sogleich den 4rjt zv befrage» Ser dies« Mahnung Übertritt, gefährdet nicht dlo» 'ein Leien, sondern auch da» Lebe»Anderer, w«U andere»!wsnrch «in Unglück ,-»stoße» faam; er wird für sei» Lebe» und da« 2rbe» uderer verantwortlich sei», »nd an diese« (heiligen Lage feite man 4 vor so schwerer Sünde, di« .einem Mord« ur Acht nehmen. O gesaut Wiedergabe oi mit feiltet Unterschrift. jDer zijtige Rabbiner der Syuagogen-Gemeiohe) (L. 8.) Dr. W. Feitcheuseld. Wir sind Herrn Rabbi»erDr.F«jlchenfeld für diesed Uchuog d<1nkb»r,denn eiu Artikel in der,Zeit des Judenth." , dir Mittheilu ug irgend eine« sachonkundigrn Reporter* i» ,Bert. Tagbl." über Berathungen der Berliner Rab" detr. Aofhebrag de« Fastens am Vcrsöbnnng^tage war» 1 eignet, die Anschauungen de« leichtgläubigen Thetl* deS^jüd Publikum« hierüber vollständig zu verwirre».*) 11. September, lieber die vorgestern er folgte Emwehung der neuen Synagoge Hierselbst die hiesigen Blätter in höchst ar erkennender Weise auösü lich Wir beschränken uns glff daS Wesentlichst«. Die p ' llchkeiten beginnen Freitag Mittag 3 Uhr mit kurzer Abschied*»^ frier in der alten Synagoge, woselbst sich die beiden Rab-'" biner Herren Dr. Selver-Darmstadt und Dr. Saa(«] selb-Main/, der i«r. Lehrer Herr Peumann, die Gemeiudevortrher Herren B- Hirsch, B. Marxsohi A. Gockenbeimer, sowie viele Glieder der iSr. Gemeind und sonstige Festtheilueym.reingefunden hatten. Nach ׳ de« Abschiä>k!zotteSdienstes entwickelte sich der Festzug. Diei Großh. Bearrten, Gristtichen, die Mitglieder de« Stadworstandes, die l kirchenvorstandSmitgl jeder beider Konfession«».^ die BorstandSmichlieder der hier besteheuden Verein« unb^ Korporationen zeichneten die iSr. Gemeinde durch Hie Theilnähme am sststzuge aus. Boa Auswärts waren zahlreiches Frsttheilnehnler erschienen. Unter Musitklängen bewegte der Zug durch die von einem zahlreuhe» Publikum säumte Fahrgasse zur neuen Synagoge. Bor derselbe» gelangt, erfolgte, jeweils unter entsprechenden Worten, Uebergabe d>* Schlüssels durch Frl. L. Hirsch an Baumeister Lohr, dieser übergab ihn $«tt« Borsta Hirsch, av« deffen Händen nahm ihn Hr. KreiSrach Frhr.; von L v w entgegen und überreichte, ihn Hrn. Rabbiner Dr.s Selver» durch den die feierliche Eröffnung deSHauptth unter kurzer Ansprache erfolgte. q Die lveibred« dielt Herr Rabbiner Dr. Selver. Sie war in Haltteich »nd schön abgernndet. Anknüpsend an di« Wort« de» f «Ae sollen mir ein Hriligthnm machen, ans Latz wohne", schilwrtt er in erhebender wett« di» zogen alt Sir^eodenkmale de» erhabendsten «So wahren <Sott>»ver«hr»nin der Iveltzeschichtt. standen, al» ka» Volk Israel, in der CMkttafibuk de» Exil'» geläutert, den Hang znm Götzenthnm überwand, tete de» Sieg der von. den proxhett» verkündeten <S»U»»i«he« > Sotttroerehring. Seitdem schwanden immer mehr und mehr- SSNenbilder. vor denen die Völker sich Moor niederamoorfr». Stell« de» D>>f«rknltn», der not vielen. Gräueln verknifft w tot Gotttrdieust de» Herzen», wer di« Synagogen in diesem llchen lichte xttachttt, maß aurrufen: .Wie ehrfurchhietü doch dieser Drt, nicht ander», hier ist Sott«» Han».' Äar «anc bedenk« diese, nicht und ihm ist;»!«nsenr »Der Drt, aas de« stehest, ist heiüger Bodene, ist die» Mw HMüg« Boden, aas dem! Stätten aller wahren Sottyrvrrehrnna sich erheben und in den» wurzeln. V,w Red»«« fordertt di« Gemein' Gotte» im me.׳ von nenem ja 1 Segen». 1 ind« ans, da» . errichttn, dann werde sie daß Gott i» ihrer Mitte wohn«. Venn nur, wo dir n verehrnng, Mr Gottrrdienst de» Herzen» gehest und «wfie-t wird die Relgioa al» «in Band Gotte» mtt dem Menschen, al» Die» mäge fich auch a» der neuer bauten Synagogr bewähren. Das!Leihegebet, von dem mft einem herrlichen Or, begabten Rrbbiner Dr. Salselb gesprochen, fand ebenst großen Lnllang. — Mit dem Segen für Kaiser und Rrnh^ d. T." aas da» Otato «Mbol»»