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Israelitische Wochenschrift · 1892-09-16 · 38 (16.9.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
38 (16.9.1892)
Date
1892-09-16
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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naschender ©äj* barzuthun. 'Jet griechisch.'j Alphabet wirl an* bet' erste Bewert de* gristige«Brr leiht* zwischen den «rische« and semitischen Nationen gegebe». Die gebrochenen Brückenpfeiler, die da von Griechenland nach PHLnizien leiteten, führten in festen Bo«n weiter ncuh Egypten. Und;wie da* hieroglyphische Llphavet, so ergötz sich die noch ae- -heimnißvollere, wunderbar«! (Sntbcdung der Keilschrift rasch über die Grenzen Mesopotamien* und drang bi* nach Persien und Armenien, wo sie zu Inschriften bei Böllern Berwendung fand, die sich arischer und semitischer Sprachen bedienten. Wenn wir un* aber nach den Wegstraßen de* geistigen Berkehrs zwischen den alten Königreichen Asien» »«sehen, so solle» wir die Juden nicht vergessen, die »ehr oder weniger in jedem Theile der Welt zu Hause waren. Wir müssen un* erinnern, datz sie ursprünglich vom chaldLsiüsen Ur nach Kanaan zogen, datz sie dann in Egypten verweilte», eh« sie sich in PalSstina niederlieben. Wir wissen, daß sie dann in die Gefangenschaft geführt wurden und in uch:r Berührung mit deu Mede-n, Persern, Babyloniern und Asfjrern lebten. Sie sprachen von Eyrui^ der an Ormuzd ,;laubte, als den »Gesalbten* und »Hirten de* Herrn," weil er ihnen erlaubte, von Babylon nach Jerusalem zurückzukehnu. Den DariuS. der sich gleichfalls zur Lehre Aoroaster* bickunnte, betrachteten sie al* ihren Schutzherrn, da er ihnen den Wiederaufbau de* TcmpelS in Jerusalem ermöglichte. Wenn wir un* an die innigen Beziehungen der Juden mit ihxen Lachbarn und Besiegern erinnern, dann können wir un* leicht denken, was für nützliche Vermittler sie stet* bei dem ttzedankenaustausch der alten Welt gewesen sein müssen. Der (Sedankeuaustausch der Völker aber, an dem die Juden einen hervorragenden Antheil genommen, bilde die Brücke zurBölterverbrÜderung und an diesem Werke witzuardeüen und seine Hauptpseiler zu bauen, sei die schöne Aufgabe der orientalischen Studien." Da* war der wesentliche ltzedaukengau z tier ausgezeichneten, oft vom Beifall unterbrochenen Rede de!» berühmten, au» Deutschland stammenden Orientalisten. W. Vermischte und neweste Nachrichten. Mugpevttug. Die antisemitische» Blätur ühftbmM heben tu der letzte» Zeit tu der koche der Judruverolgung einen Rückzug מ »ei. Sie deuiuue» bet den russische» Jude» plötzlich »ute Ligeneu zu erudeeten und spreche» sich gegen IHc ttaramterana au«, ko tchnibt der »Sikudtis Ssestuik," deffe» Herautgtbrr, Fürst «alitzy», «tu sooft prmwnzirwr Judengegner ist, die Audmauderung »er Jude» au» Rußland könne sür die Rmiieruug nicht »iinschen«werth sei», «eil die Juden uubestreitdar de« Sioak und der kkvölkrung nützlich sei», da sie viele gute Eigevschasieu besäße« Much der .Graschoanir- »Hut tu der Judrusrage Wasser i» sei«« Sein. It veriaugt nun nid» »ihr die Lerichickuug der Inden «ach kibirtr-, soudera ww ein» Lösuug der jüdiseheu Frage durch ander« •1• *hwiltmUM Herdei führen. <Jft nicht ein« Anleihe tu Sicht? — Steh« a»h unter .Petertdurg-.j MaGdedMeA. GrkgeUtlich der Feier ihrer silbernen Hochzeit haben da« Nathan Nordheimer'sche und S Stuger'sch« Ehepaar hierseldp ihrer dankbar-reltgits«,! Befiuuuug jüugst durch Sohlihältg. kiM-Setstuuge« »u« druck gegeben, -rrstere« wldxeie diesem Zwecke ISOO, letztere« 800v M»rt Herr Nordiuiwer ist fett viele« Jahre» Miglied de« Bemriudevorsteuwe«, He. Simo» kluger zeitiger >8 ersitzen der de« Repräsrutanteurolleatum«, dem « nahezu * Dezevuk» augrhärt. Gtberfetd. DerHchurtdrmififtrr Ernst Ski » »irr, ein verdisseurr Antisrmi», wurde wegen Bel rüge« zu eine« Noar» »«fangut» vernnheilt, woraus Kritz «in «tt zahl reiche» lluterschriften, »,«ist Hochkouoersartver uud Antisemiten versehene« Gaodmmesuch a» den Kaiser einrrtchre. Diese« ist aber abschlägig beschieden worden. Aeankfnrt «. «R-, N. September. s-e>1le chord« hier einer der wohuhäligste« uuserrr Bürger, Herr Ferd. siiamdurg, zur Erde best»»«»- Bleie Tausend« aller Kläud« »ud Eiuftisioue» erwiese» dem «dien Kann« die letz» Ehre! — Sei» Audenb!» bleibt gesegnet Geeveerstenieh. Bet» diesige» Schösserg««ich« saudeu verschie» Bvnnr-rilutme» nnge» An« sch reit»,ge» gegen jüdische Einwohner Ktudoes »ud Fnmmerädors statt Fünf tkisouen. welche tu da» etuer Sittwe etngedruugen war«, ward,» de« tzauifrtedeu«. drei «» ih«u erhielt,« je * Smhe», zwei »iß — Bier Perl«««», wstche «rhiettu je «in» Mkuch«», dt» 1» Lep». DBA Da» Hst. kriegämintsiertu« ddhier hm durch Reskript vom S.tzüausi gestattet,!wß di« israelitttchen ' Einjährig-Frei«»«,« fta't am l Ovover mit «Echt auf den «er- י s»h״»a«iea erst »« 8. Oktober znm Dienst «inrück«». B. sOber-«saf). ♦. September. tOr.-Lor-, «in schrecklicher Raubmord ward« letzte« Konawa abeud i» der Dämmerung an demt«1.Ehepaar Dreqsnß htrrseldst veeiidt. Man fand am frignte» Tag« Me Ermordeten lat Stalle, dir Manu war mit Futter zugedeckt» di« Frau lag unter der Thür«. Beide hatte» schwer« Sunden am Kopf«. Di« schränk 1»are» aufgrbi ochen, da« Geld uad die Serthsache» geiiohlr» DK Betten war«» »uberühet, und da» Nachtessen staub »och auf de« Herde, «in Beweis, daß der Nor» in der Dämmerung statt» sand. E« war Kirchweihfest un» de«halb sonnte» dk Berbrrcher ungesehen emtommen. Trotz«« find l«ereil» einige verdüchtiar Individuen an da« vezirksgesiingnit «ach Loimiir gelkkrt worden. Dir Srmardeku waren über 80 Jahre alt und lebt» a sehr zurückgezogen. Der Närdrr »uh mit der L«ea«weise der Ermordeten bekauut gewese» sei» S. Sie», 4. September. Ta» hkr neu zu errichtende Rabbiner» Seminar soll zu Ostern nächste» Jahre« eröffnet werden. Zum Direktor deäselden ist wie deiaaut, der durch sei»« wiffenschaftlichru Serk auf dem Beditte der mlmudische» Litte »tur, sowk durch seine zahlreichen, t« Geiste de» eousrrvativeu Judenthum» gehalknen Prrd.gtru verühmk Ruddiuer u kauzrlredurr Dr. Adolf Schwarz,, Z Lonsereuzu. Stadtrabbiuer in Kandruq«!Boden) benrsen Den Unterricht in de» orten- Mltschen Sprache» und Exegese wird der hiesig« Universität« - ^roftsior Dr.H. D. Nüllrr «rihetlen. Für dk Fächer: Jüdisch« Geschich««, Litteratar und R«lioiou»«schichte so!len dk Unterhandlungen mit dem Herrn Profeffor Dr. D. Kaufmann am Pest her Lande« rebbiurrsemiuar zn einem sür Sien günstigen Erfolg geführt habe». Graz. Am lb September findet!dk Einweihung der hksigen neue« Synagoge statt. iPUlri«. Edmond ». Raihschild übergab dem Lkuknaut Mizo» zur Auosiihrung einer Entdeckung »reis« in SentralafrUa dk Summ« vou *0,01)0 Krane«. Herr A. vorzunger, Profeffor der Mosii. hat rin« kgpelle sür Streichmusik, dr-tehend au« 11 tüdischen Nusikru, welche an». Rvbland vertrkbr» wurden und im hksigen ZufluchMhans, sür axw« Jude» skoor J«w» T«n1por»jy Shalter) Ausnahme fanden, errichtet. Nach einer ProbeauMhrnug t» königlichen Aquarium wurde dk kapeüe «ngagir», täglich hkr zu spiele». M««*gBt«. Herr Rabbi««,: Dr. Basier hat ei« sehr nützliche« Brrzeichuih der Broschüren und Zlugschrtsieu »er Zuuz-Bidltoihek zusamue«gestellt uad.in dr« Jalre«bericht de« »Nouttfior« College" vmüffwusiche Dies« Pamphlete fülle» 88 Bänd« und gebe» Zrugutß darüber, wk Zuuz auch da» Geringste der veachtuug »enh hielt. Er schien Alle» ausznvrwahk.« und dk CollecUo« zmgt «u», wie wichtig e« ist, auch da» Kktnft« der Veacktuug werth zu halten. »«« VutstarM wird geschrbchr», daß dk Eröffnaug der trau«- ka»pischeu Etseuduhn zu« Legen sür »k Jude» geworden ist. Durch ihre »esUtäsroverbindouge» mit rusfischeu kaufleule«, wetche »er Land besuche», ha« sich ihr« vwtrrtcttc Lag« «eseuUich gediffert. Poikrddurg.. 14. Kep«»b,r. Gegen dk vorgeschlageur Brr» schälsung de« Gesetzr» bezüglich dir Jude» Huden sich de« Domäne»- mmister vstrow«kh »ud der neu« 8tua^minister Sitte autgesproeden. DK Sch»ffaog «tuet derariige» Besetz«» ist auf «uadsetzdarr Zeit hiaausgeschobe«. Demifevr». flkußland.) '.brr Rabbiuer, Hmr Fried«»»», hat «inen sehr tukreffaute» Brkf vou »er Cvlouk .Mauricin" tu Argentinien erhalten. Derselbe enihtli da« Cotkriivgesuch einer Grupp, Cotonlsteil. weiche früher tu uukr» Ortt wohule», ihnen ei» »Sqcher Thor»- uud attder« gottetdieustlid« Requisiten zu besorgen, wofür sie deu Betrag vou uugesilhr IVO Dollar« eiuschickk». Amh foiaeude Sietk de« Briefe« -»:rdkut «eochbtug: ,Nit »er Ankunft de« Oberst «olds«th uuserrr Colouie degem.r sich unser« Lage sichtlich zu dessen», «ehrere Häuser st»'! seü»«a schar: gebam: di« Colontpen haben dk nöthigeu vou». und «ckergrräthe -rhalk» uud wir gehe» jetzt Lara», dr» »u« angewi'knin Acker zu b«stellen tu »er feste« Hoffuuag, »atz uusere C»l««ie prospertren wird." — Pe«er«d»rgerBläner dericheeu, daß Herr Lazar Srod»ki, der kkwtt «illiouar, da» vdesuch x« Herrn Baron Hirsch, dk Präsideutschaft über da» Sentrar-Bu-ir anderunz«. Comitt zu übeeuehmrn, adgekdut hat. Herr ttrsMtt soll bei Gelegenheit ieiurr sildrrnni Hochzeit ivokll. Kmoed zur Besttettimg der Softe» sur dk -rsturetk vou 186 jüdische« FawUi«, welche vou Argeutiuk» zurückgektzrt sind, gcschentt stldeo Er beadsichtigl. dw« »ach Palllsttn, zu dtrd«n. (B» pt si^ou la»He kt» Gehelolutß, mß ok russ. reiche» Jude«, sich an den «aiomUtnaen, dk z Z. alkaihilde» sür dk russichen Ausgewie^uea uud ihre ikbersiehetung nach Amerika veranstaltet wurden, kidr delhetliglr», ,andern uurstk dk AiMwunttruugooch Paldfttna «eidgede») RiN»-Morl. Nadauw Auuittt B. Lazarv«, Sitwe dm» oer» fwrde»«״, vmutzuueu juoijck«, Miikr« Zaiob H. Lazaru« uud de «der Tochter iMdeu bei »01 haus»s»ädtts«»en Museum der Künste fierseldsi »iur «»»mewmShoovDoA sÄk'ORtBk.) gestiftet,׳ »KZtuseu l- ‘ 1 Schu^t«derSchuk der 1 Nation o»!r Stau Man »» vvoder 1

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