Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 36 (2.9.1892)
- Date
- 1892-09-02
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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ein« aLgemeine Zeitung des Audeuthums. Ä> 0 kimrUTtfiJ! M J§ ■יי• litt■• Mt fta cte fettflUMw M ■Sn JMftBttta fKfilrtlwni »«*4 M«k tCr5gw. (Mt tfecctee Bx^aiMaa: IthIUch U •bat, wt tat Baaitnke: 1• Art. ok tta1< tm ) Met M »et ,,-»eltck. ^fTWttßfgtbtB von Rabbiner &!־. Ak. Htaymer in Magdeburg. |i! Pihljiil, Pecht ■ak Jri;k»at »t Mc.3*caeltHJ*e e4eat«tl1r Me Mz »••.S»»t(*t#lttee«tat.»l«t t* Me MeiMwStne VettizeAe eact KK1 N lU» »* |nr. |h» eatM»ce kan» Ke aaaefea» Metwaaea ater—faO aMa feO» «MfHokaei ilÄkeach »acht — »leer« ev>Msea»ea am. .ZaaaaM. NsaMam- ^^JU| As MMURra UM »la »»aa»MMa»aa »et IHte»eehaIaa>ea XeMl >»tzchl»! StUttiAt Wkrttttlt AttkS und Stuf« von antisemitisch«, Schlacht» frlker» Boa Dr. Sin ge,׳Koblenz — SvttesläDerung «nk Bot» stsverehraag. (Forts.) — Palästina and Argeatiaien von ▲ Z. ( Vtrkchtt **> tarrespaape■»«■ 1 Deutschland: Magdeburo. Aas Sachsen. Uns Schlesien. Breslau. Breslau. Rappolttiveiler. Letpzia. Wiesbadea rankreich: Parts. Parts. > Ortet: Jerusalem. Berlin. Leipzig. Nsla. Memel. Insterburg Paris. Avignon. Bone. London. ־ Odessa. Petersburg. Rew-s)ork. 9afn*t*• — iBrtefkaHeN. Machens^emtee. Val.! ISS», i 6662. Kalender. ... »arre«: gerittenem. ׳ •erartUl« «■» «tNtste «achatchttAr « ר HaNldurg. Hersord. Weeze. Volfenbüttel. Au« Ungarn. Bern. Pari«. Part«. Pa Aachbras ttzae k«N»sabtOk Qnrllraaagake Kreita, . Souaabead Schaala, . Attalas . Dirasta! . «tttichchch. Dchaaersta! Krrtta, . 9 10 S 11 4 19 6 18 S 14 7 16 S 1« 9 17 Mtn "3 (7.M) k. L Aktes und Menes von antisemitische» Schlachtfelder». I Von Dr. Singer-Aobleuz. Wenn man die Langmuth der Staats» und Justizbehvrden einer Betrachtung uuterziehl, so muß man füglich staunen, wie viel sie sich bieten lasten, sic, deren Geduldfadrn . . sonst nicht gar zu lang gerathen ist. Uns kann es nur recht lieb sein, daß es so ist, denn man würde im antisemitischen Lager nur Märtyrer schaffen und man wü!:d« nicht von den Beleidigungen, sondern von den .um der Juden willen" erlittenen Strafen auf den Jahrmärkten sprechen; es ist überbehaupt nicht schüv, lunn man allzurasch nach dem Staat-- auwast schreit, wodurch man nur zeigt, daß man sich über das Sekstiff nicht erhaben genug fühlt. Man'hebt den Knüppel gegen den Hund erst, wenn er Einen ansüllt, nicht aber schon, wenn er bellt. Wir ttiutpt kann, eine konservative Zeitung in die Hand nehmen, ohne voller Widerwillen von den Berunglimpfnugen uns abzuwenden, tunen Richter, Seschworen«, Staats» und Rechtsanwälte in den Prozeffen Buschhoff «ind Liebmann ausgesetzt sind, und auch iu den liberalen Blättern finden wir täglich Berufst« darüber. Wo find die Zeilen, in denen mau voller Ehrfurcht auf die preu» ßische Justiz htnaafsah, uud deren Urtheilc den niedrigsten /Menschen selbst ei» Heiligthum waren? Wu sind die Zeiten hin, in denen »an froh war, wenn Linen der Staatsanwalt in Ruhe ließ, während jetzt die Heraus forderuugea des- ^selben ei« Unsicherheit der Zustände schaff,», welcher mtzig jetzt noch «inen Stitgt( WßMHm klpm. ■üWa .Staat" müßte rechtzeitig den Brand dämpfen, der jetzt schon bedrohlich genug ist. Leioer kann der Staat sei« Hände» nicht in Unschuld waschen, denn er hat es ruhig mitangesehm als vor etwa 12 Jahre« dem Ansehen und der Unparteilichkeit der preußischen Richter der erste Stoß versetzt wurde — ich mein« damals, als der .unbefangene und unparteiische" Lmtsgerichtsrach Willmanns die berüchtigte Judcnhetzpetition mituaterschrieb, ja besten Miturheber war. — Wenn man dies« Parteinahme gegen die Juden ruhig hmgehea liesh warum — so kalkulire» die Antisemiten — sollte ein« solche nicht auch für die Juden möglich sein, wie sie jetzt behaupt«^? Herr Seheimrath Baare ist gewiß «iu Ehrenmann —^ aber wir freuen uns, daß er kein Jude ist; wie wötbeT^ Meute über die Juden hnsallen, weil er in den bekam! Fußangel-Anschuldigungen außer Berfolgung gesetzt — auch den Defraudanten Jäger au unsere RrxkschSße - heften ist nicht gelungen, besten verurtheilnug man wieder«» ,/ gern den Jaden in die Schuhe geschoben hätte — denn Oltt Jude darf wohl betrogen werden, aber wehe ihm, wem» «1angeklagt wird. Er mag veeurtheist oder freigesprochen wer» de«, de» Jude wirb verbrannt. Im ersten Falle schreit man: Sehet, was für Slemeiste — nicht .unter den Juden", sondern — die Jude» in unserem Staatsleben find. Bei / seiner Freisprechung hirrwider haben sich alle betheiligtsr i Faktoren bestechen und et« Rase drehen lassen. Wir ruf« nicht dt« Staatsalüvast, aber dem Staate zu: soll Preutz» . dm Nus seiner früher Nnantastbaira Gerechtigkeitspfirgr gosnam« und gar veAirrm! , B>A^s»V>6GLm Parn-im küa«n «ßr,nichß».«Wj^!