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Israelitische Wochenschrift · 1892-08-26 · 35 (26.8.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
35 (26.8.1892)
Date
1892-08-26
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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%&*•* ׳» ■־ •י ־•יf ־ ׳; J ויץ י -tit London veranstalten lasten uad er findet. daß die flr. Franc« nicht so unglücklich sich befinden als die christliche« Arbeiterinnen, weil jene ««Niger lasterhaft, mäßig und fleißig sind. Itarf•. <£* weht unstreitig eine rrformatorische Strv- ' «ung im französtschen Rabbiaate; während vor einiger Zeit Astruc für die Abschaffung de« zweiten jüdischen Feiertag« . «intrat, bespricht Felix Bli^ch in dem letzten »17viv«,jarnäUi«- di« Frage über die zu redncireude Anzahl männlicher Per- : sonev zum Minjan. da »an in kleinen Orten nicht immer 10 Personen zum öffentlichen Gottesdienste zusammenbrii-gt, ^-wodurch da« rrligiSse Leben (durch da» Unterbleiben de« ״Gottesdienste«) sehr Roth leidet. Erwerben in diesem Artikel ^die Bestimmungen der Decisoren über diesen Punkt lichtvoll Ssammengrslrllt und kommt Bloch zu dem Resultate, daß ß «an früher auch bei Anwesenhmt von weniger al« 10 ׳ Personen dnen«liehen Gottesdienst abgrk«ltrn, namentlich hätte »an sich in Anlehnung an de«!8er« (Richter 5,2) «it 7 oder sogar unt 8 Personen begnügt. 31611««. 0<aa6.׳ Großartige Borbereitungrn werden Hierselbst ^für den l. Oeiober getroffen, an welchem Tage gelegentlich der «00 jährigen LrinverungSftier au die Entdeckung Amerika'« ^die erstmalige Aufführung der Oper ,Ehistoph EolumbuS*. ^ompouirt von Baron Franchetti, unter Direktion de« Herrn Mancinelli stattflnden wird. Diese Oper defteht au« »Acten: 1. .VefürctMtuge», Lmwessiouen?s-M« M« Matrosen und Einschiffun-; 2. »Die IMfr, Mc StaMlte und s, Mc Enideckung Amerika'»;- ä. ,Der Tod * Die (httnetit bd 2. Arte«?Med duenusnchlltch v «berrafchungen in Meng« bieten, denn dt« Ganz« Bühn« »itb einen See darstellen, auf welchem «tu wirNiche» mit Matrose» besetzte» Schiff schwimm«» wirst Ihr Lebet irrwaudttt sich bald i» «lue« Wulhausbruch uud 1« Drohuuam gegen den «rer» . fchrotieurn Seefahrer Aach «ine» lluaern Mufckstück vertündet als- ■° Ana KNaooendouner den erste» Aublia de« Laude« und »er Chor»» der Bertnüuschunge» vrrwaudeit sich ia einen Lotigefang. Rach den Erfolgen, welche die Over .ASraSl' desselben ׳ Eomponisten auf den Hauptbühnen Italien« uud Deutsch- * ׳ land« erzielte, darf mau von dieser neuesten Schöpfung dv» ' genialen Meisters nur Große« erwarten. Bon der projcctirtea Seligsprechung!>eS LolumboS hat man im Batican Abstand genommen und die clericalen Otgaoe behaupten, daß dieser von der Longregation der ^Mien gefaßt« Beschluß die Billigung de« Papste« gefunden 'hat. Man sagt auch, die Entdeckung, laß Columbu» in keinem Berhältniß zu einer Jüdin stand, bilde das Hanptrnderniß zu feiner Beatification. ,c!vermischte rmd «euefte Nochrichte«. Ma«»«dNr,. Laut Brka»»I«achu»- der Poll^idirektio» in "-Stettin 18 mit Rücklicht darauf, daß durch len Eintritt russischer Jude», «eiche Außland verlasse», u« nach überseeisch«» Plätzen au», »uwantrrn, tu da« hiefigx Gebiet di« Gefahr d!r Etnfchlrvpung der Cholera sehr vergröbert erscheint, da» de« Argienmgspräfideutr» da» Landen solcher russisch.jüdi^er >u«»a»derrr. «tlche auf dem Wasserweg« auf au» russischen Höfen kommende» Schiff«» eintreffen, vom 84. d». Mt», ab bi» auf Weitere» keine« dieser Auswnderer gestattet, . ba» Schiff, aus welchem er sich befindet,!u verlasst«, e» wird vielmehr fd»« AüÄeförderuug bewirkt. »aavebier,. I» der »Jut«,filme» »Angelegenheit" ist de» ׳ Herren ,Dnttsch-S^tale»', «eich« durch Kesolutimlen den Rrichtkanzler - -und Justizminister zum Einschreiten Oege» Löwe >«d Kühne drängte», «in» ,derb« Lrctiou durch de» erste» Slaattanwalt zuteU geworden, der ihnen di« Uutwort »ugrhen ließ, daß di« oatrrknchnag gtaai »hlwardt bi volle» Gange fei, da sich auch dir Grnndlosiakeit der in seiner Broschüre erhobene« veschuldianagai gegen Militärbeamt« heran»» grpÄhabr, uud di« beir. Muitärkehörden deshalb »ächz ISS de» Strafgrsetzbuche» Strafanträge gegen >hlwardt gestellt hätte». Der Serenlgkeit würde a»ch »har besouder« »nregmig und nicht zu» lässige» Einwirkung auf de» üiang der Vorrnteisuchaag Genüge .-.Also »urBedtL^mn nicht drüugüu! >^rer«hlwaM kmmot B«1rtHl, 88. Aqiulk^ HttrSchmmmMkeR. früher Gtzmch« bet . der freiieligtrsi» Gemeint« in Gkngtebma, etzt Mitarbeiter an der ״Ikrnzzeitnnghatte za gestern «tu« ״Masfen.voGMerfammlnn^ nech den Germuüas>>«" «inberusen. um üb« da» ״gemeingefährliche Dreibe« der grhea" zu spreche». E» hatten fsts den« auch wtrküch etwa ISO Mänoer und einige Krane» eingefntea, an de» kühnen Springer» (von der Ard. eine« ftiireiig Blatt e» in die Frenz»") logisch« Luidspring« «itanzusthrn. Reu war unter de« dargereichten alt«, Kohl nar die Behauittung. daß di« Satzuuge» de» I'almud» de» Jade» da» verschachern von Mädchiu nach den Lasterhöhle» de» Aulland«« gebieten. De« veweta ist Schwe . . . seine« Gläubig», wie früher f» viele» seinen Gläubig»», schuldig geblieben. Möchte sich derselbe nicht die In vor Ar. von Herr» L Hamburger in sfrankssrt a. M ou»ge. schriebe»! Präviie von >5000 Mark für de» gerichtlichen Aahrheit». bewri» derartiger Behaapinngen verdienen? Breslau, 82. »ugaft. Ter gestrru Aieud vlötzttch verstorbom praktisch« Arzt Dr Paul Lion, Mitbesitzer »er »Brr«la»tr Zeitung-, war uahyu eia vier«! Jahrhundert Mitolird der Stadtverordneten» Verfammlvng, in der er bei allen Partei«« äußerst beliebt war. Di« Kommune Brrtlau verdankt ihm in Bezug ous Hygiene, Kranken- und Armenpflege so viel Lnregunge» und «attröstge FSroerung, »aß sei» Ram« mit der Sefchiöitdiese» Zweige» der städtische« verwaltnag dauerad aus» si hrrnvollste nerbnadeu »leiben wird. Di« EinfÜhrnag der Kaualisatii«, uud auaere, dir sanitären VerhSlwiffr vrr»lan» vor Grund au» »«stürzen!« Maßnahmen sind Zu« Teil tasol« setmr rührige» PropasMad« u«d durch Irin« unermüdliche and rastlos« Thätiakeit in'» Lebe» geir sen!»ייden. Wo «» gal», sür Bedürftige and Würdige helfend einzagniseu, nar Dr Lion stet« an: Platz« — vor einigen Jahren wurde sei» Aaioe viel genannt, al» «in »ntisemitischer Stadt» verorbaeier iha Legra Vajestätsoeleldiguua stra flieifolaea ließ Dr.Li»a wurde damal« za sech« Mouatrn FestunKthast mrurteilt. Ei» von »er Swdive׳»rd»««e,.Versammlung «ingereicht«» Gesuch um Erlaß der Siraf« ha»« Erfolg- Di« Denuaziot'.ou schadet; nicht ihm, souder, nar der dreslauer tzluNsemiiengefellstnaft. ützlSGM«, Am lS August starb hier irr Herr CommrrzieurMH Leopold Kempur. •'« llrwr von 75 Jchrra; große Skistuagn für di« Stobt »ad Geweint« sichern ihm e« dauernde» tlndeukr», alle Behstöe«, dt« kaifaiische und rvaugeliföse Geistlichkeit waren im Lesthengesolge ׳^rtre eu; er war eia »olk nmäa-wmn «ad bei Hoch., und Aüdrig «»chtrt. , Arankfnri «. iS. August. Frru Elise Heul«, ver» .- safferi» mehrere! prrtsgl'tröatrrLnsispiele f.Drrchdte Jntndanz'. ,De» E.bnkrl-n) ist heute hier i« Älter vo» «2 Jahre» gettorbe» »«» am 2l. d Mt», heerdigl worden. Aabb. Dr. Plaut sp»a> an ihm» , Grab«. EI wmbe auffällig bemerkt, daß kein« der hiesige» lit«!»rischen und küustlerischca Verdi»iguugeu und Anstalt!» offizi.׳» beim Begräb- »iff« vertrete» 1«,r, eiwohl die verstorbene mit mehreren dersribea nahe veziehougen gefßegt hatte uud sogar Meisterin he» Dentfchm Hochstist» war. Bansten. Eine Illustration zu den -chimpsrrrterl. wo mit von ״ konservativer Sit« der ^Zadr" «ad ZwischealEabler der vrrtheaeran ° de» Getreide» scwie unsrabirrr Manipulatio«« beschuldigt wird, lief« יי folgende« Geschichtchen, welche» der »Oberlaas ikolktboN" berichtet.^ Eia großer Gul»defitzer au» hiesiger Gegead, der al» fietßtgcc Kt ichwar trotz »er hchen Getreideprris: nicht zu bewege», seine Lorräthe M verkaufe», .da bic Prri« noch »kt höher werde» müßten, ehe er 19&, schlüge.- «ei de« «geuwärtigen Sinke» der Aoggeupreis« sah er sich aber nun »och zm Verlauf« gezwungen. E» zrigt« sah nun aber, daß der A-^e» «i, unzähligen sog. Krebsen daichsetzt war, »otarch «r^ lür den owaschlichen Genuß uudrauchbar »Md«. Statt na dev ver» dorbcnen Roggen al« «tehfutter z» verwenden, tödtrtr er die Krebse durch Lhlordamhffe uud verknuste die hierdurch ungenießbar ge»! ' Körner an versstiede« kleim Müller für ttidello» gute, al Frucht. Da» 0114 bm Mehl gebackene»« vret war aber L . uad ungenießbar so daß die betr Müller aeb>m ihrem Geld« auch ihre - Knndschast rtnbüßteu. Auch müflen dieselbe» ihr« Mühlen erst grü^» v lich reinigen laffrn, vevor wieder ante» Getreüe gemahlen werben kcun. Ga«a». 'ton konfervalive Kandidat v»! Kii-tug hat »ach in« ״Aiederjchles. Anzelger" ta seiner Wahlrede ir. Prlmtenan rrtlärt, die ״infamen Juden allein verteuerte» va» Br«, sie müßte» hin»«» >m» dem Land«, sie müß e» «l» Berbreche! -pMehe!, und behandett »erde».- In Folge dessen soll Ltebermamr von Soaneoberg der Kaudtbahrr Kliding sei»«« tkgeo ettell: »ad von der Aafswllang «ine» eigene» anttsemittschen Kanditou u abgesehen habe«. Mstipmik» 18. August, vorgestern früh 7 Uhr fand die feierliche Grundsteinlrgung de» hiesigen israriitischen!Paisrnhanse» unter dm» übliche« FSrmlichktÜr» in Aaweseuhett der S>liseuhau»׳Bancom«iffio» L und de» »a-fübreade« Baumeister» Fuch» statt Herr Rentier Hpelr. der Donator de« Bauqrnnbüücke» vnd Stifter eine» große» Lheile» MM SaufonM, that »k ersten s Hnuaerfchläge. ״י'׳: WM vtztt«« meldet h« Telegraph: Ja Jeubmej»»,!»M vmi hier, wurde Vs reich» füdische Gut»pä<hier ' Nacht» von etnir an» circa 80 Pettooen bestrheudeu falle» nn» samrer Famitie und Dteiierschap, i» ermoet« su» Ma!chi^ -'Dte ->>i - .

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