Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 35 (26.8.1892)
- Date
- 1892-08-26
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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schlimmster Typn« ein vor hundert Jahren existirt haben sollender Leffing gilt, fortreißen und verführen ließ. O, wo bin ich hingerathen, mein wissenschaftlicher Eifer übermannt mich; doch zurück zu meiner solgereichen und weiterschütternden Entdeckung. Alle Welt liest und glaubt womöglich an da» furchtbare Erdbeben» da« so ganz zufällig über Koblenz und die Umaegend hereingebcochen sein soll. O, über diese Leichtgläubig» dech dreifache» Wehe über diese Unschuld! Mein bi» zu den Antipoden unserer Erdlinje dringende» Auge hat jetzt die wahre Ursache der grauenhaften Verwüstungen erschaut» als deren Quelle man bisher in wissenschaftlich nicht zu begrün» dender Weise unschuldige Gase ansah Wie ganz ander» suchte das Mittelalter den verdächtigen Erscheinungen auf den Grund zu gehen! Wie lange dauerte es, da hatte man mit dem feinen Spürsinn, der jene Zeit «,»zeichnete, die wahvm Erzeuger der Pest gefunden, die Brunnenvergifter» die entsetzlichen Juden. Wie lange dauert e» heute, bis die schneckrngemächliche Wiffenschast auf die noch immer fortwirtende Ursache zurücktommt? Wer hat die Eruption am Rhein verschuldet, bereu Opfer bald eine ganze Stadt geworden wäre? Nun. will bte einäugige Wissenschaft noch nichtsehen, dann nri:l ich ihr helfen und e» mit Posamrenstüßen in die Weckt dröhnen, daß sie ohnmächtig auf den Rücken fällt. Schon längst hatte ich die Juden im Verdacht, daß sie Scr die bekannten geheimen Verbindungen für sich spielen fsen» o, meine Ahnung betrog m.ch nicht, sie sollte sich zu trauriger Gewißheit erheben. Ein gewisser Vulkan ist es. mit dem sie unterirdifthe Beziehungen unterhalten und dessen Gunst sie sich zu erschachern wußten. Ta« ist da» große Geheimuiß, du» auf «einer C-eele brannte und deffen Enthüllung mir den mäch- Ligen Als» von der Brust wähle. Ah wie leicht athmet sich'», nachdem e» herunter ist! Mit weither Genugthuung füllt sich mein Innere»! Ja, das Jude»,lhnm wühlt und wühlt, ,st e» da ver« wunderlich, wenn die nnnnterbrochenr Wühlarbeit schließlich in solch eine! Katastrophe gipfelt? Die Erde ist eben cuch nicht von Eisen, daß die sträfliche Unterwnhlnng ohne (Lindruck auf sic bleiben könnte. Sie giebt endlich nach and was sieht der obctflächliche Beurtheiler? einen Erdrutsch, ein Erdbeben, eine Erichcmung, von der er sich keine Recl-enschaft geteu kann und oie er Dingen zur Last legt, die gewiß Niemand das Wässerchen trübe«. Warum!ollen sich dom mit aller Gewalt die Naturgesetze das auf ihr Acmto setzen lasten? O, das ist nichts weiter al» jüdische Rache, jüdische» Blendwerk, sind vermaledeite orientalische Zanderkünjte. Die unterirdischen Einflüsse, dir geheimen lichtscheuen Einwirkungen ver Juden und Judengenoffen ans unseren nngetreuen Planeten ahnten schon mft dem ganzen Ahumigsvermögen wahrheit-forschenderGemüther unsere, darum Ahnen genannten, Vorfahren, und das trügte nie. Meine von wissenftharttichcn Ergebnissen rein strotzenden exacten Untersuchungen haben da» zur Genüge fest- und klargestellt und »»ehe dem, der daran rütteln will, er rüttelt an oen Säulen raei» ne» leuchtenden Ruhmes, mit dem ich die Welt erfülle und die Welt wird mit ihrem Hohngelächter alle gelehrt klingenden Ermliände, die ich jetzt schon kommen sehe (mein Ahnung»- vermögen sagt mir das), über den Haufen blasen. Die über jedes Mauß wirthschastlicher Fachkenmniß hinausgehende Methode, deceu ich mich bei meiner Arbeit bedienen konnte, wird cmch jeden Laien von der. Explosivgefährlichkeck der Juden leichtlich überzeugen, die Unterminir- und auftührerische Thäkigkeir ist ja gerade das Merkmal und das unterscheidende Krfteriuur diese» Namen» (halt, ich mache mich doch keiner Anfreiznvggegen eine anerkannte Religionsgesellschaft schuld ig?) Und» ist cs Zufall, daß gerade die Rhemproviuz mft der Bffiti de» Judengenoffen ,Bullau" heimgesucht wurde? Warum gerade diese, warum nicht Pommer« oder Pojeu? I» «ifsenschajtfröhlfttz« Lrkenntnist «eine» Auge» bi» zur Hellseherei und nun ei^sne sch- und unzweideutig den Zusammenhcmq der TlnisOchot. Auf die Rveiopromuz sind die Jude« jeift nicht gut zu spreche«, Rache sürLanten habe« sie gesonnv, und gewänne« ihren geheimen Verbündeten, den obenbcsagten , Vulkan", für ihre ränkevoll« n Pläne, obwohl die im Gmade doch liche Lantenei Judenverfolgung ihnen nur eine« unserer überschwenglichen christlichen Nächstenliebe geben soll witste manch« Hofprebiger lange nn« einxuimpen sich bemüh , Wir hoffm. allewas Scharfsinn und Gckehrsamkeit verlangen kann, bei dftser Entdeckung, die manche» nrdeutsche Herz höher schlagen machen wird, erschöpft zu habe« und überlasten mft gläubiger Zuversicht alle» weitere dem Staat» " anwolt, dem vor dem erdaufrührrrischen Jadengelichter m zu schützen die höchste Pflicht sein muß. & < A«r NürtkSge «•« 3>a*umn*. I. ft« »lchtige» praali Da» Juli-Bulletin der ,Alliance J»raelift Universelle" erwähnt eine Lhatsache; welche zeigt, wie ein antisemitischer. Pamphletist ehne die geringste Rechtfertigung oder Beweissührung für die Wahrhett feiner Be Haftung eine V leuuUtturg ersuaden hat, wie sie den-Juden »uv de« Juli, thum fortwäkiend angedichtet werde». ׳ Mau wird sich erinnern, daß in Pari» ein Buch u> dem Tittl .Da« Slutgeheimniß bei den Jude» aller Zeit» erschienen ist. In d«sem wftd der berüchtigte Fall Pater» Thoma» inDama«cn« (1840) besmochen und nalürlich die Schuln der Inden nachaewisten (?), was den Hiersaffer Henri Desporte» zu der Behauptung veranlaßt!: .Die Documofte über dr« Damaseener vlotprozeß wurde»׳ aus dem Mftisterium de» Au»wärtigea gestahte«, woselbst unser Consul sie deponier hatte."' Fern« : ,Die Doemmntr' wurden beim Ministerium de« Auswärtigen depouirt mwd versck»wanden au» demselben im Jahre 1870 unter Regierung de» Juden Erämienx." Diese Behauptungen De-porte«' sind reine Ersir^: düngen. Wir ersehen diese» an» dem folgenden Antwartschreiben des Minister» de» Answärtigen auf eine dieSl liche Anfrage de» Herrn 2. Re i nach »n tienselben: angutellten Nrchfor!chungeu in den Archiven haben er, dag die aus die Ermordung de» Pater» Thomas in Dama»cu bezüglichen Ducnmenle weder gestohlen: nrch unter Herr CrSmieux im Jahre 187«! beseitigt worden sind. Diese Documente beinden sich thatsächlich ganz intakt i«Mir'" steritim de» Auswärtigen Da» einzige Schrists:2ch welih fehlen könnte, wäre ein Generalbericht t>e»׳ zur Untersyche entsendeten Agenten, den derselbe im Ich« 1841 angyp hatte. Da je roch dieser Agent bald »achter nach Ml zurückkehrte, so glaubt man, daß er sich darauf beschränkt j hat, dem Herrn Suizot, damaligen > Minister de» Al«-/ wärtigen, mündlichen Bericht zu erstatten."'. Ein kalorischere» Dementi tonnte die Berlänmdn De»!1orlrS' wchl nutzt ersah«». II. Kiu »ißknngener Im vor. SRonate wurde in Damaskus, den Schauplatze foj mancher derartigen böswilligen BeichuldiguMN, der Bersn" erneitert, da» Blutmärchen durch eine au foen Jude« veril ruchlose Thal wieder aahufrischen. Eim» Morgen»!fk brachten einig: nichtswürdige Subjekte, der!« Jdentftät «C hat festgesteüt werden können, einen kleinen ThristaiWI in da« Haus des Herrn Atti, efte» der Kntabelu her/" scheu Gemeinte. Die Hausbewohner lagen ^nsch^M' Schluse, aldie Schürt«! -ft GllegenhA^H eine offenstehe »de Me du i* Mftschnstnß^,