Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 32 (5.8.1892)
- Date
- 1892-08-05
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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!1 frgm - ernannt »>nd zu höherrn Traden erhoben wurden, gewährt einen Ettiblick in die verschiedenen öffentlichen Stell, nngen. weiche die französischen Juden einnehmen. Wir ftnsen in derselben folgende Namen: Margfay, General- Schatzmeister in- Bordeaux: Samuel Paul Naqu et, Oberstlieutenant der Artillerie und Attachä beim Kriegsministerium; Eqmille Lion, Berichterstatter über die Btttschriften im StaatSrathe: Samuel Wolf, Seneral-Jnspektor der Brücken A und Landstraßen; Aoaer Marx, Obermspt-ktor der Museen; ^Dreyfuß, Fors:ausseher in San I»Ono. Unter den Dekorirten befindet sich auch Herr Schiller, Sekretär der »TempS." Al» Ritter wurde noch ernannt Hauptmann i.(Emile Emanucl Oppenheim vom 1. Regiment der Ton- ° quin LirailleurS, welcher!» einem der jüngsten Aesechte schwer verwundet wurde. Marl» Die ״AUiavoa IvraaUta Univaraalla" hat beschläsen, sich bei der Weltausstellung in Chicago vertreten ja lassen. Sie wird auf derselben Proben von allen in t chren Schulen angrfertigte« Schülerarbetten ausstelleu, sowie Ji Photographien der Schulgebäude und Erzergnifse der Ackerdauschule zu Jaffa und der Handarbeit»jchuie zu Jerufalem. Die GesimmtauSstellung wird ein Bild von den ‘ i, Resultaten liefern, welche die AUianoe feit ihrer Gründung ' auf dem Gebiete d:s Unterricht» und de» Lmndwerk» erzielt har. Desgleichen sollen Urkunden ausgestellt werden, welche V« die Gesommtihätigkeit der Allianos, im Jntereffe der J.1den derjenigen Länder, in welchen sie noch durch Druck .und Verfolgung zu leiden haben, einen biederblick zu ge- »ähren. ES ist diese» nicht da» erste Mal, daß die Alliauoa »it ihren praktisci!en Erfolgen vor die Oeffentlichkeit tritt; e,on t883 hatte die Schule zu Tuni» ihre Arbeiten in msterdam auSgesd'llt und einen Preis heimgetragen. •tvIMttnIn. £*»»**. Do» hier erscheinende Blatt »Jewisb ThrolAicte" dringt anlässlich de» Tode« de» im Duell gefallenen - französischen Hauptmann» Mayer einen übersichtlichen Artikel über die Tapferkeit der Juden als Soldaten. L» heißt darin: »Weit entfernt, daß der Jude unserer Zeit nicht» vom Mililärdienst wissen will, würde es vielmehr schwer halten, irgend 'f eine Schlacht herauäzugreisen, an welcher er .nicht, sei e» al» Offizier »der Gemeiner, theilgenommen hätte. Die Heldenliste iederLrmeeschließtjüdischeNamen in sich. Erinnerungen an indische Soldatni häufe« sich förmlich an, von dem aroßen \f. Masiena bi» herunter zu dem gemeinen Mann in Wolseley'» Lameeltruppe, der len Helden von Tel-el^kebir begrüßte; al» er hinabstteg, um ZxhiedSrichtrr zu sein bei einem Redewettstreit im jüdischen Arbeiterverein. Im amerknnischen Krieg X fochten und fielen Juden aller Besellschastrsutsm auf beiden;. Seiten und eine der tapfersten Kompagnien, die je »Harle», town verließ; war ausschließlich au» Juden zusammengesetzt, ״ftie italienische Armee brüstet sich mit einer ausuahmS. weise großen Helderliste jüdischer Soldaten und der »Jom fiiwur" vor Metz, al». 2000 deutsche Soldaten in Helm und Taltth beteten, ist ei» wohlbekannter Zwischenfall, der in den Annalen de» deutscl^-frau-üsischen Kriege» verzeichnet steht «ab welcher so malerisch die Mitwirkung der Juden an den Kümpfen für da« Saterland beweist. Kein Bataillon in Oesterreich geht in» Feld ohne eine tragt>are Ehnggoge. In England nimmt die Zahl der jüdischen Freiwilligen, Offiziere wie Gemeiner, jährlich zu, wenn auch trotz einiger berühmter Ramen die Zahl der al» Juden »!kannten Regulären noch recht klein ist ^nd die ,Synagoge" in Alderfhot .׳bi» jetzt ohne jeden Pomp und jede Formalität zugeht. Der k.8ee«w»llign»dieust ist allrrdiug» in Frstdensze ten nicht ohne ' ite« für »re J-Hrn i» religiöser!PeziehunL da alle bedeutendm-Paroden und Inspektionen auf Sonnfallen. Wie d« Pariser Unglücksfall uns wieder diene» auch der Republik heutzutage jüristhe ' und ia wifftustha!' » jeher treu cedient. Dasselbe Land, deffe« unwürdiger Sohn die Tapferkifft der Juden bestritt, ist dasjenige, für welche» Leon Franäfrtti. der Gründer und Führer de» berühmte» berittenen Freikorps während der Belagerung von Pari», den Heldentod starb in der Stunde der tiefften Erniedrigung Frankreich« ״_ Bermischte und neueste Nachrichten. MachV«d«eG. Dt« Rebaktion de« ״Jawiah Cnroniola** in Lou» bon hat sich brrait trtlSrt, Gaben f&r Bnschhofs an» Lauten «nt» gegenzunehmen. Veelt» De« Somit» für die Sammlungen zu Gunsten Busch, hoss't find bist jetzt <ch«n über 80,000 Mart zugegange». Berit». Da» Luratorlum der Lehranstalt für dl« Stffrnschast de» Judenthum» hat den dies« Lehranstalt besuchenden jungen Leuten di« AUernalive «?stellt, entweder au» dem nartoual-judismen Verein ,Jung-Jsrnel" au**utrt?en, «der die Lehranstalt zu verlaffen. Man kann »Ir e» energische Vorgehen nur billigen, hoffentlich fixtet e» auch in dem Hildesheiwrr'schen Rebbinerseminor tm elgenen Jntereffe baldig« Nachahmung. rawte», Si Juli. Gestern weilte hier ein vierreisender au» Lresel»; denselben gelüsti'e e». sich ein Stückchen mm de« Buschhoff', scheu Laus« al« Andenken «lt nach Lrrsrld zu nehmen. Gendarm und Polizei-Kommissar nahmen densrlten in eine Straf« von d Rk. (Da» war auch «in Andenken I) Mü»ch«». Der erst« Kantor der i»r. Kultutgemeiud«, Herr EmaunelKirschuer, «in wegen seine» prilchtig>:u Bariton» und seiner Meisterschaft al» Stimmbildner in weitesten Kreisen geschützter Künstler, ist zum Piofeffor an der kllnigl. Akademie der Lookunft ernannt worden. Bas». iOria-Sorr.) Herr Rabbiner Dr. Perle» au» München «eilt« al« Gast in seiner Vaterstadt ',«er. Da dl« Zeit sei«» Aufenthalt» sehr kurz war, hat er die»mal keine Gaftpredigt gehalten. chOMG. Herr Jjaa- Beiinfantr, einer der Veteranen dm hollündilchen Picff« ist un» durch den Lod enrri ffen worden. Als die dollündis« Journalistik noch in den Madeln leg, Hai der verstorbene Alle» ausgebareu, al» Chef de» »orrrspondenzdareau, derselben zum Auilchwung zu vtrhelsen. In Gemeinschaft ml> seine« Sohne stand er bi» var ewigen Jahren an der Spitze diest» Bureau'« nah« da» neben ihütizen Anthell an allen Angelegenheiten der jüdischen Ge. meinde Er stammt von einer berühmten Familie, deren Mc Toffa» phlsten schon an verschiedener Stellung Erwähnung lhun. Kaava». Lord »othschlld Hai einer grotzeu Anzahl Syna» zogen und Schulen in Load«, »ad den Provinzen zur Benutzung sür die Beamten und Lehrer di« vollstündigr englische Ausgabe v i» Graetz' .Geschlchi« der Inden' zum Geschenk gemacht. Ma»ka». Im nächsten iKoeate «ird hiersrldst ein« anthropologische und zoologisch« Au«ftellu1m, verbunden «li eine« wiffenscheftlichen Kongreß, ftatifiabtn. Auf Ersuchen de» russisch«» Generalloalul« in Berlin Hai die russische Regierung bekannt gemacht, bat auch jüdischeu Gelehnen der Besuch der Ausstellung gestattet sei. G««»»wa> (Schweden). Hier arganifirt« sich in jüngster Zell ein« au» russtsch-polnistben FlÜchMngen o«stehend« jüdische Gememd«. Der vt> liegt Über 8u» n. B. und ist b(«jt Gemeinde, wohl diejenige, «eiche dem Nordpol am nächsten liegt, »ir können uns nun nicht rrtlürrn. wie di« Leut« es mit ihre« HerbftfeiertUgea halten wollen, da es hier wahrend mehrerer aufeinendcrsclgenden Lochen nicht Nacht »ird. Dieselbe Schwierigkeit «ird ihnen bei der Ehanukahfeler erwachsen, da u« dies« Zeit di« Nacht medrere unserer Tag« dauert. Dies« Kragen sind nie an unsere Safnlften h«rar getreten, da noch ui« «in« so hoch »ach Norden gelegen« jüdische Gemeind« ezistirt hat- (Der ״Am«r»aan lamaiit^, dem wir diese Mlaheiinng entnehmen, scheint durch dl« irrige Annahme, daß Snndlwall über den 8S" n B. hinan«, liege (das wäre der nördlichste Punkt der Insel Spltzterg») zu ganz falschen Schluhfotgerungen gelangt zu sein. Der Ort li^zt aber im Jamatra> »er Btschos von Jamau« rtchwte an l«v.». ao», Rabbiner der Kingfton^Gemeiude ein Schreiben, in welche« er erilürt«, daß jede llnaerechNgkeit, besouber« wenn fie im Namen der christlichen Religion verübt «ird, in birtttaR Lider,pruch« zu den Lehm» Jesu stehe. In dem festen Glauben an den Inhalt de« ,Alten and Rene» Leftamenro" zweiselt der Bischof nicht daran, daß die göttliche Vor» sehung den Kiuderu Israel» ein« groste Zutuns» oocdehalnn habe, nachdem ihr Druck ein Ende erreicht haben wird und dag eine Füll« de« Segen« tat Völkern und Rationen zu!heil «erden wird, welch, Israel «lt Liebe behandelren. >ll»«f irf. <u» der'Eunsereni der ameiitantschen Rabbiner, zu der Hb oem Aortschrin huldtgrnd» Lheolagen gehören, find iolaend« Leschlüff« «itznlheilen: Die Peojrlvtenjrage wurde dahin rnrschleoen, daß alle alten Riten durch neu« Kormeuersetzi merden. Di« Erema» tton»trag« wurde dahin entschieden, tat es jede» Rabbiner oestattet sei, aus «nasch der Uvgehürigen bet der Keuerbestaaung ‘v% oneadienst!u verriEte». ^KchTetztiie wurde erstaunt, da« «kcheM^r ,