Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 31 (29.7.1892)
- Date
- 1892-07-29
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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hörten^ daß kxftli dem Herrn Sir " Vermischte und neueste Nachrichten. Magbeburg. Line von einem freifinni-en Lhriprn (H. pusch!chierfelbst) veranstoitei« Sammlung b«h»f»Aa»schr«ibung einer Belohnung zur Lnaeckung.de» Mörder» de» kleinen Hegrinann hat bereit» 700 Mk. ergebe«. — Beiträge nimmt auch di« Lxped. d. Bl. entgegen. Mngbebnr«. Nie die .Köln. volkSzig.' miitheilt, berelier di« SlaaiSanwali t» Eleve StrasauirLge ivege» Meineide» gegen mehrere Zeugen im Buschyos-Pri^effe vor. Auch gegen die Zerstörer de» Buschhoffschen Heus«» «lrd gerichtlich vorgegangen «erden. llRwgbeburg. DI« sehr richtige Bemerkung der ,Magd. Zig.» tu «ine« die Blurmordbeschüldigung auf« Schürfst« verurtheilenden Leitartikel verdient weitere Verbreitung: ,^Bezeichnend ist e» aber doch, bah diese .Biutmorde» sich immer nur da ereiauet habe» solle», wo der klrrikal, Ltnfluh Lberwiegt uud i, Folge dessen der Bilduug«stand der Bevölkerung juiuckgeblieben ist. So war e« in DiSza Aßlar, in Sluzk, io ist e» ia Kamen und überall, »• vom Blut dl« Rede ist. Rur tu lohte» «bgrlegen«! Wtukeln, welche jede Ll Mittelung erschweren, kann die Sumpfpflauze derartiger Schwiudelgerichte sich eutwickela.» lBreölan. Am 1. August teil der zu« Ober-Lantoc der Geutriud« au Stelle de« sei Deutsch gewählte Sänger Herr Lerini seine hiesig« Stelle an. Lortm»»». Der Redakteur der antisemitische« .Seststllischeu Reform» wurde wege» der durch de» Lorwurs der Parteilichkeit au<» *t La» sind di« jetzt ZurüeNehreude», die alleuthalbe» Lüge» üb« die Hirsch'scheu S»>o«ieu und B«lemud«ngen über!Ule verwalt« derselbe» — sogar über Sir Goldsmidt verbreiten. Die z io »freundlich«» hebe. Blätter brmkeu gern dergleichen LSgentqrichte ab. — rsi -außem: Äirderlassiuugeu Ibrtß^feiaen 8rs«!-en in mmu un• derauüvottlicher, aufdringlicher und unverschämter Weise zu £'•־' «ob« getreten sind, s» daß diese» Edle, ütni die unerhörte . Uuvaukbarkeit furchtbar ergrimmt und erzürnt. Befehl gab, sie sofort au« der Kolonie zu entfernen*). Pie leichtsinnige > Handlungsweise dieser Ausgewiesenrn. die an ihrem Unglück L , selbst schuld sind, diente un» als abschreckende Warnung £ und wir beschlossen, keine Forderungen zu stelle« und keine s unberechtigten Ansprüche zu erheben, sondern bescheiden ans- Hvtreten. Darum gebt es un» so sehr gut. denn wir leben ' hier glücklich und zufriedru, weil a lch die Administration;/ un» Uebevoll behandelt. Die Verwaltung ist zioar einerseits t' «ine sehr strenge, andererseits aber auch in jeder Hlosicht ׳ «ine sehr gerechte und milde, gegen Diejenige^, die gewissen- ’$aft chrr Pflichten erfüllen und ihr« Arbeiten ohne Murren 'verrichte») — Kur ein großer und empfindlicher Utbelftand erschwert unser Dasein und verursacht uns sehr viel Mühe und Noth: 'f* . Unsere Verwalter verstehen leider nicht» von Ackerbau. Landwirthschaft und Viehzucht, weshalb wir auf uns selbst und ׳״' lmfftc eigene Erfahrung ange oiesen find. Anfangs kamen lofi Spanier zu uns und lehr:«» und zeigten un», mit den ' wilden, störrischen, nnb4ndigen Ochsen lBüffeln, Subülu'a) ^umzngehen, um sie an Arbeit zu gewöhnen. Sonst ist hier die Feldarbeit gar nicht schwer. Unsere Häuser befinden sich ׳genau in der Mitte unserer Gürten und Felder, so daß jedes Hau» 800 Fuß von dem andern entfernt liegt. Auch ein Aach fließt durch unsere Besitzungen und durchschueidet die ge- ׳ sammle Kolonie. . Ein Lehrer aus BriSk sorgt für den Unterncht der Jugend in vortrefflicher Weise, eine geschloffene . Equipage steht zn seiner Verfügung. um die Kinder i m Hause im Hebräischen zu unterrichten. Sobald die schwerste ,und größte Arbeit vorüber, sollen auch die Erwachsenen hebräischen Unterricht erhalten, denn sämmtlnhr Bücher werden in hebräischer'Sprache geführt r In einigen Tagen beginnt unsere WeizenauSsaat. Wir haben alle», wa» wir brauchen; e» mangelt un» an nichts. Ob Sir Goldsmidt auch un» mit seinem hohen Besuche beehren und erfreuen wird, wissen wir noch nicht. Wir Alle Wünschen au» tiefster Seele ihn zn begrüßen und uiiseren; innigsten, tief gefühlten Dank ihm darzubringen." väf“ **■''■‘י .jwäifip' vbrrl «bestricht» in kt sech» Monate» Oesängniß ärsPrmtzenea VckNgang M fraursnrter Sach« de» Landrichter» Dr. Llibmann zu venrrtlieilt tbr«r«»br0ich. Der Bürzermetftrr bat mit Bmug auf dt« vo» »u» gemeldeten Berwüstnnge» aus de«׳ dortigen israeliusche« Friedhof «Kren Lafrus erlaffen, in welchem demjenigen »er die Lhllter «achweist, daß der«» gerichtttchen Brrnrt-ellaag erfolgt, 000 Mark Belohnung gesichert «erde«. Reuantitemitifche Bubenstreiche meldet dir .Neuh. Zig.» au« Aldenhoven: Hier war am 16. da» übrigen» falsche Gericht vergesprengt worden, Buschhoff weile hier bei sei»«» verwandten auf Besuch. I« Folge dessen wurde de« Herr» U. Lohnen in der Rächt vo» Freitag z-.m Sonnabend an der Hinterfront setae« Hause« «ine größere Anzahl A«»sterscheibea entzwei gaworfe». Air sind überzeugt, schreibt die ,Reußer Zeimng». »ab der gegea de» 84jährigen Herr» Lohne», welch-r vor zwei Jahren unter großer, rheilaahm« der GemeindeaagehSrigen seine diamaniene Hohzeii feierte, verübte Babe»- streich vo» den meiste» B:w»huern unlere» Ort» durch««» verurthrUt wird «orm«. S» dürste die vielen Freund« und College» de»' Rabbiner Hr». Dr. Eiein dahier imeressiren, zueisahre«. daß dessen SSjllhrige» Dte»stjudiiänm am ». Sep«. d. I. geseier« «erde» wird. Heilbr»«», 1«. Juli. Am 1. d. Mt«, waren e« 25 Jahre, daß Herr R. Wach» hier di« Verwaltung der i»r. »ircheupfleae über» »ahm. Die i«r. Obcrkirchengemeinde lieg au Herr» Wach« ein Schreibe» ergebe», worin sie #ie hohen verdi-uste de» Sircheapsleger« wahre»« der abgelauseaen 25 Jahre i« allgemeine», besonder» aber wahre»» der Anlage de« Friedhose« uud de» Symmogenbaue« ln den schmeichrl- Hastesten Wwtra.hervorhob Diese» Schreiben wurde Herrn Wach» gestern durch da» Sesamtkollegium de« Lircheuvonteheramt» übergebe»; f*rc Rabbiner Kahn hielt dabei «tue herzlich« Ansprache. Altrnßbmrg i. Als. 17. Juli. (Or-Lor.) Der Syvagogenba« der hiesigen Separatioagyemeind«, an bereu Spitz« Herr Rabbiner Butrenwieser steht, ist bereit» tu Ausführung begriffe». Da» Ge» baude enthalt außer der eigrniliche» Synagoge, die IO Meter Höhe und 15 Meter im Quadrat vier kleinere Sam von dies«» be» finde» sich je zwei zu ebener Orot und im erste» Stock. Die zu »beimr werden wahrscheinlich die Religio»«schule bilde», «egenwärttg werbe» an dem Bau die Syp»ardei!-n »»«geführt. Bei den Bauac beiten »Kd aber tbicht uur dir Sonntagtruh«. sondern and die Sabbatheiliguug «ingehalir», wa« auf die hiesige christlich« Bevölkerung eine» sehr gute» Eindruck macht. Der projectirie Ayaagsgenbau der hiesige» Hanpisynaaoge aber ruht wieder in Frieden unh erfreut sich nicht nu.׳ der Samstag- und Soautagruhe, sondern der allgemeine« Bochenruh«. M»», 27. Juli. Da« Lnerbiele» de» Pros. Strack, di« «ngeblichen Beweise für da» Vorhandensein de» jüdische» Ritualsorbe« zu widerlegen, ist, wie da» »Volkmeldet, vom .Offervator« Lattolieoangenommen wordert. E» werden al« Schiedsrichter Pros. Rohling- Prag, Pros. Aahrmund-Wien, Dr. Franz Welßbach-Lripzig, Prof. Ecker-Trier und der griechisch« Aultulmurifter Theodoki» vorneschlagen, und Herr» Strack die «»«mahl au-eimgestellt. (Der Sie» de» Letzteren kann nicht auöbleibe»; den» eine Lüge kann nie zur Wahrhei« werden. — Siehe uuter.Berlin'.) Beter»b»r-, IS Juli. Die strenge Durchführung der Gesetze»- bestimmung, welcher zufolge Jude» in den Dörfern de» Gouvernement» Wolhtmien keinen Jmmobttienbisig habe» dürfen, und die Aubmeijnng vieler Juden au» ihren bisherigen Wohnsiden habe« für den Detail« Handel in de» Dörfern viel« Unbequemlichkeiten »ach sich gezogen. In Folg« dessen hat der ltzouverueur von Wolhynien ein Ltrcular erlasse», in welchem er ansühn, e« sei zu seiner Lenntniß gekommen, daß i» «inlgrn Dörfern, au» denen ILramtilche Juden entservt seien, der Handel mit GegenüLnden bäuerlich«» Bedarf» gänzlich ausgehön Hab«, so daß die Bauern oft selbst zur Anjchrffimg der gewöhnlichsten BedarsSartikl gezwungen seiei!, sehr (Kbeuirabe Strecken zurückzulegen. Petersburg, 24. Juli. In der heute verössemlichten .neue» Städte-Ordnunqheißt e» unter ander«: Bi» dr« Judengesetz« dnrch» gehen, ist folgende» bestimmt: DieJuden «erden nicht znrTheUnaym« an ׳den städtischen Aahieo zugelaffen, dürfen auch keine Lommumald ämter bekleiden. In de» Städten, wo die Juden ihren deständigen Wohnsitz Hab׳», »»»genommen Ittew, können sie Stadträlhe skia. U» «erden Listen hierzu geeigneter Jude» ausgestellt und an« ihnen «thlt die Behörde iür di« städtisthen Angeleaenhetten,Landidateuan». Die Zahl der Inden darf in der Duma nicht rin Zehrtet der Vesammtzahl der Vertreter übersteigen. B»lti«ar«. Die russisch« Gemeinde.Mrkokodefch' ha« «ine» Loairakt zu« Bau einer neuen Synagoge adgeschioffe», der«» Ba» toste« sich ans övvÜO Dollar» delaufe». Dieselbe wir» im maurische« Styl -ebam und »or»ii«sichtkich z» de» hohe» Herbststftr» schon brr. Benutzung übergeb«» werde« ttnaen. Meta-Pook, IQ. Juli. Heute wurde die drin« Zentrtl-Koufi der auwrikanischen Rabbiner nach 4 abaehaltrnen SÜzung«» gesi' Näherer Berich« über die gesaßtt» Beschiüff« solgt für die JnW», 1V. Dauuau«. L»» de« »ahearleg«»«» Aee« di» berrübeude Rachrichr vo» Lhokravorfälle von Lar Legkrnag streng« «aaßregeln zur Berhüttmg der Weilerv«!chrrituog anzimf