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Israelitische Wochenschrift · 1892-07-22 · 30 (22.7.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
30 (22.7.1892)
Date
1892-07-22
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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& 1׳ tu Himfitum■! tz« V«ßie»fte, •efeHrW Herr L u« ßiebobetfteöuM der Im Iah« 1890 durch ein« Feuer»- dnckft zerstürten Blbliochek der geuannlen Imwerfität erwort». Da» vov sh». in» Lebe» gerufene tonte«, deffeu geschäftsführrude» Mitglied er war, hat die stattliche Zahl von fast 10 000 Bänden für de« geuaanten Z,«ck zusammenaedrecht. Unter de» Spendern befanden sich euch Se Maj. der deutsche Kaiser und ander« regierende Fürsten. Herr L. verdient jedoch diese Auszeichnnng nicht nur für diese gefchüftliche Tbatigfrit, sondern ist auch — obwohl Kaufmann durch seine grdiHmen Arbeiten auf natnrwifsenschastlichem Gebiete in hiestfjrr Stadt, wie auswärts, rühmlichst!bekannt. ׳Schon seit mehreren Jahren ist er Mitglied der kaiserlich Leopoldinisch «Larolinischen Akademie in Halle a. S, ferner vertritt er sehr häufig den hiesigen nawrwissenschastticheu Verein and den!verein für Gesundheitspflege auf den prosten deutschen Kongressen al» deren Abgeordneter. — Müge ■H ihm noch lange vergünnt sei», seinen Ehrentitel zu führen und sowohl al» Vorsteher der hiesigen jüdisihen Gemeind«, wie in seinen anderen Ehrenämtern zum vffeittlicheu Wohle und zum kiddusch hafthem beizatragea! . 01|mH(t«D]uunra In» Mugarn. 7. Juli. (Orig.-Loc1.) In einer großen Provinzwt-Genmnde unseres Lande» ist ein hochgeachteter, gediegener Rabbinrr seit Jahrzehnten i« Amte. 'י Derselbe ist auch der Landessprache mtchug. Gleichwohl wurde gegen den Lilien de« auf Lebensdauer erwählten -geistlichen Oberhauptes der Gemeinde ein Zögling der unga- \ vifchen Lande»-Rabbiw!r-Schule durch di« lAemeinde-Berwaltung zum «abbinrr erwählt. Glücklicher Weis« aber Lat die Gemeind« snowiv» innt oäios»!) das für das ganze Land empfchlenswerthe Statut, in welche« der Wille der Gesammtheit der Gemeinde in üffentlicher General-Bersammlung für Rabbnn!r-Wahlen al» entscheidend bezeichnet wird. Die General-Vnrsammlung aber hatte die Wahl abgelchnt und wird sich im Fall« des Bedürfnisses, nur dazu verstehen. dem Rabbiner für Kanzel und!steligionsschule -«inen geistlichen Assistenten zu geben, der von der Genrh. «igung desselben von^süll zu Fall abhüngen wird. So ist di« Ehr« der Gemeinde und ihre» verehrungttwürdigen unt erprobten Geistlichen gerettet. — Jtmlt-m. Vom» 18. Juli. Auch in unserem Lande hat «an, .wie allenthalben, den Prozeß Buschhoff mit deic grüßten Aufmrckfrmckeit verfolgt. Mit dem Ausgang deffelben ist nur «in Blatt, die jesuitisüje ״Voo» äaUa Voritüunzufrieden, die immer und immer wieder nwhzuweisen sucht, daß «» bei den Juden «inen Ritualmord gelbe. Die übrigen Vlütter, ^'-auch die klerikalen, flnl> einmüthig in der schärfste» Venrr-!Heilung de» Treibens der Antisemiten. Die ^Litorm»- ist erfreut darüber, daß diese durch den Prozeß in Eleve so «ündüch blosgestellt m,d in ihrn ganzen BerächUichkeit alter Welt vor Augen aefülftt worden seten. L« Mailänder JPtKt»rwn1Mu schwillt: .Daß ein solcher Prozeß durchgr- Hhrt wurde, ist gut. da sein AuSgang dazu dienen kann, die ents«tzlichen Borurtt»eile de» gemeinen Volte» gegen die .Inden, wenn auch nichts zu zerstürrn, so doch! zu mildern. Aber troude« muß der Prozeß der aebildrd:n Gesellschaft unserer Zeit die Schamrüthe in« Gesicht treib«,. Wir bilden uns ein, am Lud« diese» Jahrhundert» tc* Gipfel der Zivilisation erreich zu haben, und plützlich tauch in einem *׳ . arofien Theile dezwilrsirtru Europa diese Pest de» Anti- £ finntismuS auf, die wir gewohnt waren, al» ,in Zeichn der r» Wildniß und Unkultur längst vergangener Jahrhunderte zu ־־' Jetrachten."_ schtr mrd «taufte »kf* Sk. so b« .wocheaschrist- (MtetM. "IntemGi ter Familie Vnschhoff ' wir «rb»ch»n testnter» bk PH. L»lt»»b«a«t»n sich bk Der» brftteag b-rstitea wm bar »Me« Sach» »Ul»ck rocht a»-»>>>>» sein za lasstmt Die Prve». ter »SW. »«»«schrtft.- t».!Jnlt. feiet hat sch Amte au» ufMaa |flM»te«ab christkch»ÄK»narta«»stsg1b«»t,ba»tel>rUbe»RUst»svrüff«atttch«: .Dk ntjem Daterlaate jur Pchaub,!nti^cak «tttstariAtzt Btwtgaag hat »atäßlich btt •«,terfnutbrt U La atu» dazu tzchüße». b,ß dieoüllia «.schalte,« ffamUi« Baschhaff «t» gchk laag »ater be» Verbach» tet «orte» gestaatea hat Sa» fl» a» Artetet, nb Eteea» 1ha« «schäbig »arte und sab fl«, trotz oUKlaer Meterhersttllaag ihrer bürgerlichen Ehre, ihre bisherige »irthlchastltche Rrtsteaz vrraichtrt fleht R«r» ter AanUt BatiHoff sind t» Laatea ater «ach »och a»> de« Lwoertetrriteate israelitischer tkanfrsffsn ta Aal,« ter «*Hf««i» Letze «tnhschastllchr vedrsagalb oerathen Sir »e»te» wU *» »rster Lite« aa ku tewshrtr Opferaikligkil - u«fmt brrltner Wilblrgtr an» bitte» m stetdteUr»^. bk (i■ Ltrwrrmhteen ait tea «r aaterrn Orte» gebtttete» Lomlrs») )9• »14 ft zur lltee^ltza», fit bk »uiftgrfchLdißte Aamtlk Buschhoff u»b t» »teitter viethe ,»r UattrSL-au- »aber« nchsblterr israelllisch«! B«»oha«r Laote»» zur Set-Maban, fam««a s,T«a> (Licht auch tea Ruscus ach Esl» t« Jastrateteheü.) Batet». I» ter .StaatsLsraerzeitAoa" »trb lir ela, tarn*• luaa t» eisen dem Nein«,Hemm«»» zu errichtrote» Lentmal a^tlrt. (Wir teateu. bk HH. Rnttfemttr» ln Laute» habe« sich durch te» Pro» zch Vuschhoff et» »ea»- »ab Schaabmtl aesetzi für all« Zette»I) «sl», SO Ja!'. M» htestich Lokalblatt hatte bk «chicht verbrrttet, Basch »off sek» am »etg««»«» Louuabrub scho» Leibfeobonae» imBelräge von 60000 Äad zagew«»«,. Lach baraufhl» bei Bäschhoff blrrkt elagcholte» »rtaabtaamzeu verfichertr blrser . . testtmaii, bah er bt« heut« krtoe» Pfruah Gelb, Wohl aber et« ^»m Razahl, tesoatecs von chrtAtcher Sette, edmelaafeuer WIÜ<r>o»»f«tzschreite» »mpfaaze» Hab«, vaschhoff erklärte lrruer. bk ttt«lba»g te« ' ,chtcheaer Blätter, er molle mit srteer Faaull» Aafnttbal» tu Säte beatschlaad «haua ater »ach ««ertt» achwanter», sei unwahr, u Klette vorttufig in Köln. Laichtzia. Der Nebadeur ter teutsch-soztale» Blätter, »arte weaea vetetbtaaa« te« Herr» Pastor «. D. Lte. LrSbaer, LekreMch ־ des Bereias zur Rbtvehr tes llurtifemitts«»« t» Berti», z» 7& «ark Letdftras, irber «tue Boche Hrft verurtheUt. Bteslu«, 17. Juli Der ta Heibelberg rerüorbene Lauv»׳.^ ma»» Bolfssoh» hat ansererStadt, ta der er laaqeJahre hindatch-,-f geteoh«» hatte, letzt«lilig sOOlX» VL hiaterlaffea, deren Ziafen alljähr-!ich aa fnsem lodesto« an tebfteftige Personen »h»u llnteeschkb bk» Llaudech, hoch mit Rulschlah ooa Lrtstltche», tertheUt teerte», solle», volffsoha hat äußerte» srtan Gch»rtsstabt J»»tekazi!»te zur tkrrtchttr»get»e«>B«<k»haaft-fstr»stb.BaIseattater südeOOMt. termatet. H. Dtzve», 17. Juli. (Or.-Lar ) Dk hkstgr Xabbtuersträe wird, teil verlrutet, oonäaflg nicht befiaitt, besetzt teerte». «Wtehl bereit« drei Raadtbatr» zar Schl gestellt worbe» «oar«. Dk städtescheu vechrte» hettea bisher alljährlich ter Synazogei-ßeMriabe etae» »arte haste» Beitrag zar Besatbuag tes Pchbtaer» teteilltgt. Dich« ZafHch ist aunwchr »!rweigert worrea. HU* beabsichtigt aaa bartllust» rtae» Rabbi natscaul-ldaten z» berufen, für welcher eta<tkhaU»»»Ss00 Mark aasgosetz» stab. Ueber bkPrstab«, wara» bk State tea so lange gewährte» gaschaß jetzt renoeiaert, Verlar «et nichts Begtrnwte». Ja »rrvetebrotch babm aatisemMsche «uteahäabe meteiir Lrtcheastetae »af te» jÜLUchea -rkohofe b»»rltrt aal eine» jstrlfchr» •aafauBa bi« Epieaetscheiber, auch zwei Aeufter t» ter Lyaagog» »K Lktawstrsta irtaoesqlaaaa. (Beter «beute »och lobte habe» »or bksar Baabe Ruhe; aichtstst thuea heUtgit — Ja Gtaborf tebkaka jte sich sogar etris Speeagstoffs zar Dewoliraag te» LiagauaMtzarch za» Haase einer jllbischwt BIttw». ,denn bk Hetze — schrat»» die JE9C». Zta^ — ln btshrrtae» Stil ■fiter geht, ban »aa M freUtch Nicht d bartiter wra!«rn, baxter Pöbel bk aatistninfch« Att^elt ia fcfaMte’ «eist aal bet Theorie ta bk Praxis Itetfaaft* Or.!•Ute» a. b. «ahr. 17. Ja«. (Uagläckliche yelgsst . be» Ratifrnitisneus.) Ja ter Srabwerorbaäeavrrsannlarg der Residenz bes be—konatea Ratlsearite» Dr. Aöala brachte ei» Gsabs- ׳ verordaeter einen Vorfall zar Lpracha »ach »eich«» eia Kaate, be» «tarn Juten aas bar Berate Bchtnpswsrkr »achgernsta »ab dafstr, wk ch sich gchört, voo» Schrar «ächttat »orte» wur. Bald tamas -erkraakte bei/ Schüler »ab starb. Dk Obbatlto» aber «gab, baß brr Lob aas aste» Ursache» zarstchzafthre» war. Drr Arzt koustaSrk ettw BaaÄelleatzstabang, welche eine» Verschluß tes Darwkaaais hertetfähik, sokaß eise Lmwirkaag fmater Schal» aicht er rksen werbe» koaalr. Last bt; Lattsnalten «t lletertrribungea tezüg'ich b« wohl» *- verbientea Zitchtiguag, «k Aabtate» aas eiae Baak, Draasjchlage» tete.' Lehrer» x. aicht gegeizt Uten, •ix voiauszufehei. vir bedaarra bsv- ' Lsßrrr, baß «i» bö^r Zusäll ih» getroffen, »r hat aar sei« al» Lrzirter aekßa». wie te» Staat banwalt »ab ter tzlegkru» wksaee-«agokHmtett chtest teffrattlch bk Unsckald te» MiatSrr

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