Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 28 (8.7.1892)
- Date
- 1892-07-08
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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fiäRfe'&nnto ti$t ö*1 »den stq^ der und trat« de« Aenn!«!'che» «nut ]«tuen Muth^ fitagtfefti? ־tanjBitcrtaabe «ne hat sie«» tooHcai *Beider Gchmetfftr da» scanzhpsche Jndenthu», für welche» er . kostbare» Blut vergEen hat! Mit welche« Worten soll > diese tieft Trauer beschreiben, zu welcher un« sein Tod »ad die Lkotive, ^»-.denselben veranlaßt,«? Da sehe» also, wohin eine heftige Feder, leickiftuietge An»nffe oft mehr «künstelte al« ch-oüchliche Abneigunzen führen. - Uns ade^chftiöt noch weitWalS ein Trost in unsere«, »«sprachlichen Kummer. Die ^amusaaw Lehnr, dft ün» h^ia» bevagenswerthe Ereigniß, gegeben werde, ist von ln־ verstanden worden. ־ ts Ich bezeuge diz allgemeine vrtrübttiß u»d!»en Schmerz', ücher sich von eitHtu bi» zym andern Ende unsere» Lande» ahn gebrochen fort,!׳ Die Seele Frankreich» offenbart sich! in . schöner Weise* mit ihre» angeborenenHlnlmuthe. mit ׳ aus-kprägteit Bertchtigftftrliebe, mit ikrem-zuiten Mitesühl skr einen Unalikkiche»!». mit einer, »»»»»enden Liebe die Mieder der Arme«, welche au* dem Mark de» Lauhervorgeganaen ill. uitd -ft sei« Stärke, sein. Glück uud aae Hoffnung bildet. Alle Herzen o&ttt Ausnahme sind von sttetvegurm b* «n. rin Schrrt -de» Schmerze», ist au« dem Munde' ler gedrungen. Rftmol» ist da« Rationalbewnßtsein ärvßerer Macht befestigt /worden, nie herrlicher die heieinheü de« Baftrlande» sichtbar "geworden, da» nur! al» seine geliebten Kinder tnierkennt. dft sein. Banner theidigen und sich an seinem Genius sättige«. — M. H.I Auch diese» Begräbuih spricht deutliche Worte, e» ist gewissermaßen durch Frankreich selbst herbeigelihrt. Und daun dringt förmlich eine Stimm« au» dem k.-Sarge'hervor, selbst an» den Gräbern, welche un» umgeben. I tfof dftft» heiligen Felde der letzten Nahe hören «tlle Unterschiede auf, hier verschwindet der Haß, oft Gaoalt ist übel -augebracht und alle «ogesunden Aufregungen verklinge» hier. Berpsiauzen Sie iy dft wirkliche Welt, in Ihren täglichen Verkehr etwa» von dftsem toleranftn Geiste, von dieser gegenftitigrn Achtung, von diesem innigen Mitgefühl! — Eine hchöne Lehre, die der Tod de« Leben gftbt. ... M. H.I Rur eine» Wunsch hege ich, und indem ich K, ausspreche, werde ich sicherlich nn getreuer Dolmetscher He» H7«pt«ann Mayer selbst sein; 'mögen' diese Stimmen -«u» der Unter!oelt ihre Früchte tragen: ,Mögen Diejenigen, welche die Ehr« haben, eine Feder zu führen und in der vffentluhen Meinung thütig sind, - tat Auge behalten, daß e» ihre heilige Pflicht ist, zu ver- ׳,' einigen uud nicht auseinander zu rnßen, und sich sagen, daß «» «in Vaterland-Verbrechen ist, Haß zu erregen und Mißtrauen unter dft Bürger zu säen» welche da« Land - in gleicher Liebe verehren. Möge» die Denker. Staat«- . männrr, besonder« aber dft Diener der Religion, dft beruftnen Verfechter aller gerechftu, guten und erhabenen . Ideen, ihren Einfluß, den sie hat«», dazu benutzen, um alle Kinder Frankreich» nach dem Beispiel der französischen ginnte zu einer einzigen Familie zu vrreinsten, die im Herzen nur die eine Leidenschaft hegt, den Ruhm und me Größe de» Baftrlande» zu sichom und über seinen -guten Namen zu wachen.-* -So »erden wir da» Andenko diese» jungen Märtyrer« selbst jebt engherzig« und einseitige Idee einer düng fremd war, und welcher wft <uk dft Franknm dem Iftlltu« her^Pfltcht und mit fti»«« da« ih» tze^r bedeckh« n. »td »nfterbtbh: Symbol der Gerrchtiakeit^ EintVücht und Brüderlichkeit. Leb' wohl, Armand Nutzer! Wir wissen, >»ft Du gelebt, uud weshalb Du grstorbm. Wir werden T«in Andenlen lieb und werth halten, wir werden den Eltern, da» Bruder und den Freunden. dft Dich beklagen, unsere ehrerbfttigfft Theilnahme versichern und Mott mit aufrichtigem uud bswegftm H.nczen bitten. Deiner, sowie Deine« kurze« aber von dem beste« Wandel erfülltet Leben» in seiner ewigen Gerrchtftftit und Gnade zu gebenfeu. Leb' wohl! Ruhe in Frieden!' — ׳— Dieft Red« hat bereit« gute Früchft geiragen. Der Erzbischof von Ban« richtet« ein Schreiben an oieSeistlkhkeih' worin er dicftr jede Petheiligung an den antiseinitische« Bestrebungen auf» strengste untersagt. Vermischte «nd «e«este Rachrtckkle«. 3aH (Xeltgtaranu Ja der gestrige!» Zftaag sacht der A»r>rk«etftkr von Santea Iber Weftndrnp. er sei eU brät Xininle eruebeuir. aanj verkomweuer MeUsch. der in Folge seiue» liederliche» LeiuBnuadit» msoschuftitch sehr: heruntergekoiame!, ist. «aftndrup iß auch ei» fthr jähzornig«, richer Maun, det setue Frau stet« arg «ißftaibetl Hat V** *81*8 sogar t» Santen dt» tftrücht, daß seine Krtstt in Folge der Mibhitudlung ihre» Manne» i» Söchentett gestorben " Kr hafte den WtsendrM» für sehr weuta gftubwürdtg. «rarbettet chitttHwärt», -schickt über nichft stk ftftte Kinderi »ft in Folgt der XrmeaverWgttuunzur Last liegen. — fferner sagt der Bürge»- _,.ir: Pftftndrup und Jünkermaaa stad Halbschwäger, sft wneam lang» ' Berfeindett 44 ist mir oder ausgefallen, dich nach dem Morde hft Helden Sanft ßch wieder besreuud-ftu. — Der Fuhrh» -Malmann, der.gesehen habe» will, dah >»as iw. Juni. NachwÄbt», dft Heranae vuschhoff einen sackmtftrn dftärastend im dft MipPet»'lche «ichr-tn« getragen habe, veru«elft sich in videt» spritche -nnd wird vom OSerstaat»an«e.lt darauf htngewieftn, doch er Dh leicht de« Meineide» schaldtg machen würde, vürgermetster Schieb seat oe« ihm, dah M, sich an den anti!ewiltkchea llnrnhen in Santen fft» in hervorragender Meise betheiltgt und sich oft widersttz» Der ZeugeSSter». ein Schwager de»Hea«ann. sagt au», daß er von vornherein der-Taficht gewesen sei, »er Knabe sseia Reste) sei so mmlücklich auf da» Messer der tu der Scheune befiitdlicheu Srrohschaeide» mühl« gefallen. d»b er daran verblutet fti. »o« Nftderrtzeir» schreibt dft ,»»ln. S.-I': vft reichliche» Master auch dft Behandlung de» Lanteni-r llnabenmorde« ans dft Mühle der »miftmiteu geliesen haben mag. da» leuchtet mittler weift doch Uftfta ein. daß dft s-g-n. ftatsch-soctaft Partei nicht t« Jnfteeffe der Rachttpflage, sondern für Sahlzwecke diesen Fall au«zubenftn bemüht ist. »eitftia, S. Juli. Mauer, der früherevstitzer de« hftfiaen an- NftnrtNlthen Ürgan», ist wegen Beleidigung de« Jnft-zmtntsftr» ScheLing und de« Herrn von Lnlanu« zu zwei «onaftn »efängnih verurtheftt worden. - Dresveu, 6. Juli Bel einer von »hiwardt gestern Abend »er» anstalftftn Sersammlung wurde de» neuen .Heto« de» Jahrhundert»" ein arosnr Lorftertranz überreicht. (So «eit het H selbst der Herzog von Lauesbur, weder in Dresden, »och in «ft» München, «ngsbnrg oder Sissingen gebracht. Da« undankbare deutsck« Voll y NotettNrch««, «. Juli- Freiherr v. Stvm» lieh auf seine« Bftnwerft etaeo Lrlatz aaschlaaen worin dft »chetier vor der LheU» nähme an der »atiftaütlschen Bewegung gewann «erden. 8. »tot». (Orig -Eorresp.) I» der l^tte» Borstand«si»N»g iß der biiherige Religionakhrer am Realgymnasinar in der Dherlgnst«, Herr De. I. W o l s, zu« Mitrabbiner der hfts. üftwtiude ernannt worden. Diese Lrnennnna ist, meine« Dafürhalten», al» lllnleftnna zur Lösung der Frage de« Predlgergehilsen anzuseh«. Here Dr. Mols, der al» tüchtiger Pädagoge und Juzendredner hier bekannt und geftAtzt ist, Hai bereit» de» öfteren den kranken Dr. I. Jelltnet, so jüngst am Schabuoth, »ertreicn nnd wird aller Sahrschetnlichkit nach, nächsten« zu» definitioen Prediger ernannt werden. Llmütz. Hier i« Dr. Tonnenscheia, früher Prediger in Prag, dann in St. Loüj», zum «abblner gewählt Worten. Wgmrscham. Der Senat hat ftgt enischftden, daß dt-jeatge» jüd. FanrUftn. dir zur Zahl,», van KK> »nd. Strafe mrmnheilt warm» weil «in mändiichg, MiWftd derftSen tntrch die Flucht sich dem lltärdftnsft enft««»^chÜft»M»M»ung eine» »utland», « nicht vwtzr »oNgMMs^iNWU^M»»^ >vft »ft» seiten« »er «her pschrhr« Psftgw-