Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 27 (1.7.1892)
- Date
- 1892-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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9tut$<»0.«6., 3« b-aiiMc* (m*• «. VIau«W<S*{|tTI US Ctcttln, Smiifnfmve 4. 7. 9to«4e{i0n4agt Vll 8tt Verlt», Brüderftraße S. 8.jB«««riHnt«go»c VIII 861 Glelwttz. 'RMcaltf 1. *. StmtM-äogt IX 340 |}r«4I« a, Jnakmcstraß» 11. 10 9». tot• LogeX36, kreuzb»r» 0^6., Leftveizer^olel. U. Anfeinttütt(!)• י« XI366 Irtllen, «-»t-stcaße 46. IS. 9ttnkUf^M>e«|f Xu ־־-• Maabebura, Prälat« »straß» 81.(?) 18.Cmic1tU*20ae!Qu 366 e«, VUHelsstraße 28 14. Eger-Loge XIV 868, Öftrawo. i-, tttoä-L«« XV 360 Hanoover, Holzwortt 71. 16. tEefMalta» XVI 36S, SltltftlS. 17. Friedenl-Lsae XVIT 361 «atibvr. r>-10n4aftftro6e 10. 1&. Henry Iotä-Log» XVIII 867 Himbur!. ficuglataartt 311. 18. Bk1cnt>-L«h1»a»n>Log« XIX 369 Halberpalt, «ackstrvße SO. Kraekfurr-Loge XX, Frankfurt «. ».*) Sehen wir uns diesen Verein »it seinen Zweftvereinen etwas näher an: Der im Jahre 1842 in diew-Bork gesüfiete ä^rden gründete durch seine daselbst befindliche Konstitution»• '"tro^Loqe im Jahre 1862 die Groß-Loge in Berlin. E» wurde bei der Stiftung über die Tendenz d«S Orden» Folgende» vorgetragen-. .Der unabhängig« Orden Vital Brith hat «4 sich zur Misston --macht, Israeliten zu!«reinigen in dem Verte der höchste» Inirr• efm der Menschheit; den geistigen und moralische» Lharatftr »useret Lrammet zu entwickeln und ,u heben, die reinften Prinztple» der Menschenliebe, der lkhre und de» Patriolismu» ihnen eiiizupräoe», "isirnschast und Kunst zu unterstütze», die Noih der >r««n uid Dorfir ren zu lindern, die «ranken zu besuchen und zu pfleg«», Wltt-vea und Waisen zu beschützen und den selbe» aus den umfassendste» Arnnd- ' de» der Menschheit beizusiehe» ' Di« am 20. März 1842 in Berlin in feierlicher Weise r>kuell(?)1ftalIirteLogeerhielt den Namen Deutsche RexhSloge I. Nr. 352 und ist als Mutter-Loge de» Ordens in Deutsch• land zu betrachten, sie hat sich verpflichtet, den Namen S'a»i B’rith (Sühne des Bundes) beizubehaltrn, die Order,»• Prinzipien ,Humanität uod geistige Veredelung des Menschen- - schlecht»" zu üben und anzustreben und Logengelder nie• zu politischen Zwecken herzugeben. Handelt «S sich somft unzweifelhaft um einen amerika- Nischen, hier bestehenden Freimaurer.Ord«n, so ist e» schier unbegreiflich, daß gegen denselben nicht auf Grund de» er• Ahnten Edikt» von 17V8 vorgegangen wird. Di« etwa aufzuwerseode Frage: ob da» Editt noch zu Recht besteht, beantwortet zunächst der Artikel 2 de» Ein• s hruugsgrsetzr» zum Strafgesetzbuchs indem er ausdrücklich in Kraft bestehen läßt das Landesstrafrecht über Mißbrauch .3 Verein»- und BersammluugSrechtS; sodann bestimmt *r Artikel 30 der Bersassuug vom 30. Januar 1850. Alle Greußen hoben das Recht, sich zu solchen Zweckerl, welche sm Strafgesetze>1 nicht zuwiderlausen, in Äesellschast zu ver- 7inigen. Da nun die Vereinigung zu Fveimaurn>Logc!u, nutzer den geduldeten, nach dem Edift von 1798 verboten :t\ wird durch die Berfaffung in dieser Richtung nicht» je» ndert. Endlich wird auch von Spezialisten die Rechtlichftit Edikts von 1798 anerkannt, z. B. von Lisko, Verein»• setze Seite 13. Anlangend die rm 8 5 des Edikt» anxe» drohten Straft», so ist zu bemerken, daß für Milüar- und Zivilbeamte weg« Theiluahme an einer verbotenen Gesellschuft dft Laffation stattfinden soll. Außerdem sollen dft Eftister mit 10 Jahren Festungsarrest oder Zuchthausstrafe, die wftüiche» Mitglieder aber und Theiluemuer mit sechs Jahren Festongsarrest oder ZuchthauSstraft vestrasi werden. Es ist somit aus Grund de» Sttasgefttzbuchr» gegen die Bruder de» L'aai L'ritd einzuschreiten." Drgegen schreibt dft,^Lolktzeüung": ,Vir «»sererseits müffen betennrn, daß wir aKe Berstnignngen und L»r!rneh»»»ge» «t! gemeinnütziger Tendenz »der zu!>«» Zrontr der. Wahrung besonderer Bernssinteresse», sofern sie sich aus religiösen inzchhnnMomse t»»sessi»«8en Srundpfriler» ansbauen, als «it dem Geiste einer sortgeschriuenen Zen i« Siderspruch stehend anseze» müsse», n-,g es sich um katholische Lehrerverriae. um evangelisch« Arbeiterverein«, dt kierzeichnih wdrtuq mu au«» gehler» Material versche» hat, fand«» »ach feinftk'i .5 i I «» jüdische Lage», « m» »er weiß Wal für Jttsttow ha»!M, dl« di» seit« rei, mensä,liehen Wü»sche» »Wb Vedüksniffr«, Katechitmt frag,», «der zur>e«1zchchm»st de» ״front»' Iunteb- ■ blatte», dt überall hernatschnßHelt, in» «4 1M zu deoauezire» »tabh A dient dt vertage» d« ^krrnzwtnny^ tch de« Perbot der fraglichwrE Loge in hohe« Ü-rad«. Daß dieselbe a»s »rnnb der bestahenden üto^ setze nicht verboten werben kam», ist Miere fest« Ueberzengtg, ,ndertp fallt wäre dt Verbot gewiß schon «« Jahre» autgeksnwch« «ordemA»' Dieser letzteren Ansicht sink auch wir. Ja. wir schreibe^! un» da» Berdieust zu, auf dftft Gefahr, dft dem Orden m den ersten Jahren seine» Besteh m» allerdings drohte, wiederholt aufmerksam gemacht und auf da« Mittel zur veftittgung derftlben hingewiesen zu ljabe». Wft verweisen auf den gedruckten ,Auszug auil den Verhandlungen der 5. ordentlichen Sitzung der Großlogr für Deutschland' in Berlin am S. und tO. Februar 1890, Sette 18:' ,2. BerhandlungStag. den 10 Februar 1890. Ein vom Repräsentanten für dft Meodelssohnloge, Dr. Rah »er ü. (Magdeburg) gestellter Antrag: .daß für den Orden B. 3. in Deutschland dft ftaiM• gesetzlich« KttrrfeKMaitg durch Einreichung der׳ koustitution und Distrikdtgesetze bei der Aufsicht»• dehörde angestrebt werde" wird «tz»ge»o«»ew", (wenn wir nicht irren, einstimmig), Eingeweihte« werden si!h erinnern, welch' schwere« "J Kämpfen und Verdächtigungen mir un» jahrelang zu unter- '4 z'öhen hatten, weil wir unau-gefttzt auf dft Schaffung der gesetzlichen Grundlage durch Wort und Schrift, offen u«V geheim, drangen; darum fteut >P uu» umsomehr, den Segeft-z derselben jetzt allgemein anerkannt zu fthen. Droht sraach unsere« Eiachten» dem Orden au» der ׳^ Denunciatiou nicht dft geringste Gefahr, so halte» wir «f M doch als eine gebieterische — e benfalls von un» oft geltend-J gemachte —;Forderung der Z׳-i t, daß der Orden alle.Ge-^I heimthuerei abstreift und sich iiichtganz uanvthiger Weift'? dem Verdachte der Seheimbündelei au«ft-e.^> Wozu geheim thun, wo nicht» zu vei-heimlicheu ist, solche Geheimnißkrämerei fuhrt — wn künner e» jetzt offen aursprechea, — nur zu Heuchelei und Doppelzüngigkeit. Durch daü-.^ Fallealaffen alle» Geheimnißvollthun» wftd der Orden, deffe» ' Hühepunft,wft erscheint, schon üb rstftgeu ist(s, unt. Mag! für seine idealen und humauitäien Besttebungen mit g! Erfolge wirke! küanen Diese» n-ollen wir nach unseren mehrjährigen im Orden gemachten Erfahrungen in einigen Artikeln Nachweise». Per gjxotoi* der Ist de» «aut $b1§tott. Ein Ereizniß von großer Tr igweite — schreibt dft ״M ü Allgem.Zeitung"— ist der jetzt zum Abschluß gediehene Verl—w der russischen Regierung mit de! jüdischen LolonisatioaS-ko«» Mission, dft, nie eine amllicheku adgebung de» St. PeterSbu R^zftrungSavzeiger» darlegt, die 8eq»flickt»«g übernommen i» Verlaus Don 26 Jahren, von 1892 ab gevechr!«i — also 1917 — 3,250000 Juden an» Rußland nach Amerika ü^׳ führe». DftAssüziatiou.andettn'Lpchederbekanntt Baroa steht, verfügt über ein Kapital von 50 Mill. Frc».; 1 große Liegen chasten in Argen inien erworben und tigt, weiteren Bode» zur Llll uisatio« in Brasilien, und Kanada m kauft», während gleichzeitig tue Be Staate« dft Verpflichtung ««s.ega ngea fl-.