Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 25 (17.6.1892)
- Date
- 1892-06-17
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
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ff!nntiMWS, nn»2to s8h^t« Mf&c nr» von dem jüo. Reftaumtmr Herr» L ««» «- .'cihlta gcmrinfchafttichm Abmdefs«, wrfthes beuch stnmge ->d larunge Trirflprüche a«d Lisstnvorträge gewüqt «nrde. rft »ach 11 ll&c ging man zur Rnh«, um am «ächstrn Tage wieder frisch bei der Arbeit zu sein. AnwU« SistneeO. Am Morgen de» 6. Juni «ade die Sitzung »m 9 tUir mit der Feststellung der Tagesordnung für die nächste Lonfnenz eröffnet: L Dir Pflege der Ethik und Aesthetik in Schrie und Synogn«. Refeant Herr Rosenbnsch-Sladbacv. r. Weiche SKittel und Wege sind «inznschlagcn, um >׳n iriigiüsm Geist in Schule nnd Gemeinde zn hebrn und j pfleg«? Skfamt Herr Salomov-Jsnloh«. S. Untnricktsprobe Herr Sanf«ann>,Gels«kirchm. Jnxwischm war Herr Radb. Dr. Frank aut! llLln eingetroffen, deflen Erscheinen von der Bersammluna lebhaft ueMßt wurde. Nach Erledigung noch einiger geschäftlicher Angelegenheiten nthellte der Vorsitzende Herrn Dr. Frank da»!Wort. In etwa halbstündiger zündender Red: überbrachte derselbe zunächst als ®elegirkr des D. I. G.-B. ״ssen Grüße, gedachte dann de« vor wenigen Tag« hinpC|rf)iebenen verdienten Schatzmeister« und Sekretärs der!>l. II, Herr» Isidor Löb, deflen Andenken die Ber-!mullnng durch Erhebung von den Sitzen ehrte, bat die Lehrer im Aufträge des D. I. 8. B. für die Verleitung des ,,Grundsätze der jüdischen Sittenlehre' bemüht zu sei« . und verbreite« sich endlich über di« Nützlichiett ber in :tztv Zeit vielfach ins Leben gerufenen Vereine für jüdische '^schichte und Litteratur, die Gründung solcher >Sereine selbst für kleine «Gemeinden empfehlend. Hierauf hielt Herr Treu-Münster seinen Üiortrag ^ber: »Di« Stellung des israelitischen Lehrer« gegenüber ^1« Zudeuthum berührenden Zeit- und Strritftage».׳' Re- «rent beleuchtet in bekanntrr Meisterschaft die Stellvng des Lehvw» zu den äußer« und inner« Fragen. Zu den crsteirn kann er in dreifacher Weise ftine Antheilnahme dethstigru: Durch die Rede, die Presse und seine Führung überhaupt, mit der öffentlichen Rede nur bedingt >««d mit großer Vorsicht. Hinsichtlich der Prefle e, weitert »ich sei» Arbeitsfeld hauptsächlich dadurch, daß er die Er- ,eugnifse der einschlägigen Litteratur, uuscre Tagesprefle, Streitschriften, Volk»- und Jugmd-Litteratur verbreite. Der Lehrer muß ein Ideal Hab« Dm Stellung deS 2ehvtts zu dm inner« Frag« veranschaulicht Red ne: durch ein Gleichniß und erürtert eüarlne Frag« durch Beleuchtung einiger Schlaavürter. Der Lehrer darf weder Zelot sein, noch dem ReformparoxiSmuS huldig«; der FamtiSmus' nach bellmn Sri!« ist gefährlich Er soll vor Akiem die Eftrem« meiden und kem Aergerniß geben. Redner ver- .«eitet sich daun über Schlagwürter wie Zeitgeist, ethisches : ^udtnthum und das Bestreben vieler, das,Hebräißhe aus \ Schtäe und Synagogezu verbannen. Der heutige Zeitgeist ist die I Lexlame. Echik ist keine neue Erfindung die walken \ ׳ Lud,» halt« Ethik seit frühester Zeit(Hillel, Saadja,di« l-vanier, I LMlKlIfnhn) Mit der Berbamunw der Videlspniche aus » OHttle umd Synagoge, würde die Axt an den Bktum des f-Atz«»thu«t grttgt. Der Lehrer last« sich die Pflege des HM tischen in der Schule. Synagoge und Berriarn angetchchi ftiu, dan.it in Erfüllung gehe das Wort der Schrift: .Dv» Wort, das ich u, dein« Mund gelegt, weich« nicht'. Keichrr Beifall lohn« dir gediegen« Ausführungen ks Rrfe«nten. — Im Interesse der grsaiiimtea jüdischen Lehrerschaft wäre es z« wünschen, w«n -ieftr Vortrag vnrch die Prefle veröffentlicht würde. Der vorgerückt« Zeit stelle, van -welcher ou« die Genvlnden zur-Oeffenilichft») erklürung ihrer Privatschul« 1». f. w. angeregt Wer fo&n. Rach einer knrien Disenssion über die shon erwähnte .FerimVerfügung' der königl Regier,« . Düsseldorf geht der Vorsitzende zum Schlnß über. Er dpi zunächst dem D. I. G. v, der sein Jnterefl« an tos tzß streben der Lehrerschaft wieder datnrch beknndete, daß er h« Besuche« der (Sonfmtu rin« stirisezuschuß fton HO fftt? bewillig!, inner der Buchhandlung Jarobsohu u. EoGkrükP^ die eine Reihe dn bei ihr erschienen« Sem- und Le Mmsti'' zur Gratisvertheilung übersandt, «d Henm Rabb. Dr A«» für sein Erscheinen und da« de« Verein stets stcknodt Jnterefl«. Nachdem nun auch dem greisen Vorsitz«»« für die ernergische Leitung und Umsiiht durch eia kräststoe- Hzch s dn woblvntümt« Dank ausgesprochm wurde, schws: bfcto« die Brrfammluna mit rinr« mit-iegeifternng aufgens»««) Hoch auf Se. Majestät, dem mähtigen Hort and 8 tschüs j« dn Schule. n ' Auf ein frohes Wiedersehen in Gelsenkirch«! Di« «chrtfifühwr: S'«»ltch «0 »»»««tusch t« M-Sladbach. Vermischte uud «emrste Rachrtchte«. €U»t, 7. 3a»l. J|us» Laxteuer Ro«benm-rd thrilr, »ir! authentgch Folgend«« mit: •«g« Udolph vuschhafs ist t urch «ßw! schlug »er ffMgl. Straf»««» W oaupnerf»1>rtn «ttm«. Dae diusttben Vejchlaß fi«d >s« Ehefrau ärd die tachrer Swchh,» ״>s Verfolgung gesetzr. Dl« Bette»« »er h«fige» Staatlauuunqch« gsti dle «uherverfolasetzung I«r drideu Lrtz tge»«a»ir» erhob« V chch»«^. ist durch de» Sirmseuat de» «Suigl Oirrlasd^zerich»«« zu j«n warf«» «oorde». Dtt r«rhm»tl«na »>>rd mltA» böchstwahschrtuitch - vor de« am 4. Juli r». hier sei« Taguua beguluente» Schn»»r«4 gertcht ftanfiute, uud «rmispchtllch viehrere rage baver». Mm. Dtt »West». VÖg. ,Kg-' leucht« tat gktumasuutn« ix eint« sehr energische» «rtilel g«,,« Dr Daxnail. kt f(ec einnrIudexhetz-vorträg gehaUea. grüxd ich hei». Btt weift aus M vtt ii" Lcttjüd WohUhitigteilutvRLchstexlttbehl» — gegexsherdergtfrfcrii D.'s, daß kein Jude Vrxirxpfieger fett, dürft! — Der Urttds schÜI «it de» Wart«»: ,W»r hatte» ua« i« Namru de« <W|flRB| uxd der Vxmmötät, ix VLtuog de« Gesetze» «xd der Wgrinßsnxg s> der geftllschastltchr» Ordxxxg »xd der gnten Vitt« zu fordere fend tigt, daß nicht »ffexllich veracht»»« uut Haß gegen die Jade» zqnris werde, de strxfche» »xd Gtwvibüriin find wtt wir u«b SiriKJCj g mit gleiche» Pflichte» auch Eriche «eusche»- u«d «tirmrrechlw hm'l müsse».' Ltzar». V» die «audidatt» m «ft hiefige Rabbi«esteitt dtt Frag« gerichtet worder. ob st« mtt de: «ufstrü»»g eior» Harm»N»> i« lempn sich eiaverstailde» ertitre« >»ürde» Da sich «uer de» <s«_ didatea auch Schüler Hilde«deio,e?d I«fi»de,, de»» dtt »chttxtch Lxtorisattt» aur unter t«r vedi»g»»g, daß sie tu tttuer Orgelsh«, smqir», erthellt worbe», so ist «an begierig, wtt ftt sich pu, wanttlmfew« stelle« wer!»». M*M***. Am 1. lag« fte• Schwvuaugftste» saud dtt 8J de» SVMriae» SvuagogmiudiUtam» durch «efa»g und et« MaU)) Predigt ttg vr»irt«radü»«rk Herr» Dr. Le »in« sh au» iSm&B statt. Dem Festgottt»dttast »oh-trn dle RLthe der Sttd», Orirbümt Meister M a»h t, dtt gttiftlichirit und eiae graste Anjahl christlicher W, kürzer steit Dtt zestpredtgi begeisterte «or gutzdrer. sie wirsaxsKoftwr, der Gttmiiade im Druck rrscheiü» «cktwserG. «nf dem hiesig«» konseroatioe« Parwittg« dtt «erftche, M Programm in jade,hetz«chcher Richtung «dt»«»« vollfttudi! »u Vvde», alt der ReichSiLgi abgeordxete Latz (vaa ft« d««t I louservative» Fraktion) rundweg erkUi ttt, er «erde nicht «ehr xritHtz wen» «ex dtt Häade nicht davon lasft C*«fbM1ri«M4Ml. «dexs» «vtu ־ Strauß gibt sich auch der axwrtkaxis dtt christliche» Miffiorar« t» »er Lüeßet xegea dtt yedeückdi rgen! Verfolg»-»-,», welche» fie so HSxfig autgestHt sind, i» Schutz tzt Btto) Sein« l«tle Bemühung, »ich« nur ,Ixe zeitweilige Snspesdirstd de» üttftpe« über dtt Schlttstuxg der Schule« u»d gotwsbistxsttst) Berftmwttmge», weiche die Kaiftriicke itrla»d»iß nicht erhalt» strie sonder» rix» gSnzltche Nusheduna deßeibe» zu erwirte», »»rdi-ä« der brttischeu, ttalturtfche«, Sftrrrrichi scheu, KoMiudtsche» und de»H> Geftaktsihast sürdersamst uuwrstützt x«d die von Hoern " tlhriste» zeüstttt» Die»»« t, der christliche, Prefft gebührend l lastt «vtu sei» Voraüuger, der (t!MI ikauilch» Gesandte Hirsch alt» M) rs-iü g-gea dtt yedeKckttwrU!« Borautwortl. Redakumr Dr. Via hm er, Magdeburg. Lrackvs» Beudiz^ Huhn -ftüherD-.L-WulU «agdeftieg. Vertag:Webst» ׳,.i.^,3!