Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 22 (27.5.1892)
- Date
- 1892-05-27
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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statt '«- ihaca z» geben, di« sich an ihnen bereichern u. dal. «ehr, wenn sie «einen, hier ein Sä-krEmzu finde«, daß sie ohne eigene Arbeit ernähre» würde, kann bittere Enttüuschuna nicht ouSbleibea. nnd ihr 20c$ wird durch ihr «genes Gebahre» «in sehr schlimme« sein; dam sie wewm alle Sympathie« verlieren. Mv-e man ׳ Europa den Lüge« berichten dieser Leute in ihren eigenen Interesse lein itzehür schenken und mögen die jüd. Blltter 7jftm. besonder» in Rußland — sich nicht dazu hergeben, dir Briefe dieser Verleumder abzudrucken, dann erweisen sie Dn Schreibern den grüßten Dienst. — Ja diesen Tagen -Maf endlich Herr Goldsmidt in Argentinien ein, er wurde sämumirhm Solonisten mit großer Freude begrüßt. G. lebt m der zuversichtlichen Hoffnung, daß eS ihm inaen werde, Ordnung zu schaffen nnd di« Ruh« wieder zustellen zu allseitig« Zufrwdenheit. Dagebe Gort! -• (iactnurti. Folgende Borträge .über die!Tätigkeit i Rabbiner-V ursprünglich uur für di« Hü!« de- Rabbiner« ninarbestimmt, wurden ihregemeinnützigen Jntereffe« en während de- Zeitraums vom 8. Februar bi- 24. Mai in Sffentlicher Versammlung gehalten: 1'. Rev. Dr. Sabato Mora iS über »die Bibel" oder ie di« Thätigkrit de- Rabbinervon d« Bibel, ol« der ׳'gen R«ht»chnur für damenschliche Leben. au»gehen durch sie zeleitet werden muß." 2. Rev. Dr. B. Szold au- Baltimore über ״die ^ule" oder tic Organisation der RrligionSschulc nnd die ' hten de- Siabbiner« gegen dieselbe; die Schule al» Hilf-- für dir Synagoge und ihr Einfluß auf da» jüdische in patrirtischer. moralischer und ideal« Beziehung." 3. -Dr. Sliru» Adler von der John Hopkin scheu Universität üb« ״die semitischen Studien" od« ״wie di« hebräische Sprache, Littnatur und Geschichte, aldie Grundlagen der Gtudien, durch die verwandten semitischen Sprachen, Litteraturen und ««schichten wesentlich unterstützt werden." M 4. Rev. Dr. H. Pereira Mende» üb« ״di« Armen" od« ״wie der jüdische Geistliche die Lage d« Armen persvnlich stndireki kann und muß; und wie « streben muß, dnrch Gewiuuli ng der Gemeinde für diesen Zweck da- Loo« d« Arme» zu bessern." ü. Rev. Dr. H. W. Schneeberger au- Baltimore üb« ״t>« Rak bin« und die Jugend" oder ״wie d« Rabbiner all« ihm aud« Gemeinde zu Gebote stehenden Mittel ver> wende« muß, den reliaivlen Einfluß d« Schule auf di« äuS selben entlassenen Kino« fortwirken zu lasten." i. Rev. 'dr. Drachmau» üb« ״Gemeindeinstitutiod« ״in welchem Maaße und welch« Weise der Rabsich praitisch und wirffam an d« Forderung der phi« »thropychen und «ziehlichen Institutionen d« Gemeinde zu [iOgot $at״;7. Dr. D!. Jastrow aus Philadelphia über: ״d« Rab- ,« und daöffentliche Leben" oder ״in welchem Maaße :Rabbiner in den üffentticheu Bewegungen weltlicher und ralischer Natur theilzunebmen hat." 8. Rev. Lr. F. de Sola Mende - üb«.״d« Rabbin« die Gemeinde" od« ״d« Spielraum und die Natur d« aen zwischen Rabbin« und Gemeind« bestehenden . H« nry S. I a e o b » üb« ״di« Seelsorgethätigtrit her. Rabbiners" od« ״d« Einfluß de- Geistlichen auf da- -Aiche nnl> häusliche Leben." fX 10. Rev. Dr. Sllezcmder Lohnt üb« ^veltliche und »logisch« Studien" od« ״in welche« Maaße der Rabbin« not^weubig zu pflegen hat; die Natur verschieden« Mo- Vermochte und nemefte -rächrichte«. ' Nach den neuesten N»t " - - - Falk auch non der MkJktzstich» beseelt «tt traucheu fernere iiriche» weg«, Birgeken »icht_z» »Mbm «Uur »ttr. abzubähe». — Hut! irnsftschrMntMrln» hat aünntch da» Projekttrtz iavm Hirsch b-Ulgkich der Uebersiedelano russischer Zudem nach »mertka t» allen fttnen Detail» eadgrltig genehmigt. G»ist».A. salgeitteSoerelnaart: Dt« jüdisch. Au»»na»>«r«r »erde« in!zwei Kategorie» (in eine bemittelte« nnd «ttttllos«) gethetv, und es wird ta Uebereinftimoinng mit de» amerikanischen Heseiverschrtften. «tän da» Laadeo mlttel.oser Emigranten nicht gestatte«, vorgeusfischen a solle» atfprechea »»»«rhergefehraer, an« de« »»»«andirnug» - Aktion dem rüg Niich« etwa erwachsender Achte« erlege» Bcn der Emtgratto» so «ster-schwache, gebrechlich«, krüppelhaftr, mit chronischen Leiden behaftete, mit weh« al» sechs Kinde«, gestaaet«. strasgerichutch abgestrastt, uu» keine« anständige« Berufe nachgehend« Personen »»tgeschl offen bleibe». »taO»«h«r». «ach der neuesten Nr. »er ,Darte» «nsfiasieht »an in den höher» Hirtel» der russischen Aristokratie der Mthhandlang diw Juden mit wenlgrr Vrfriedigung al» fetter zu. Dt« energische und thatkräftia« Berwcndnng de» »«»lande» (nnd besonder» di« der ausländisch«, Juden) scheint nicht erfolglo» geblieben «n» sogar »»» den h Schirr» vehlrden zur Notiz genommen worden zu (ein. 9cftl«, »1. Aal. Aus de« Auswandererbahuhof zu Rnhleben (bei Spandau) fand gestern «ine Ken seren, von Vertretern der bethetltgte» Vehdrden statt zur Berathnug sanitärer Vorkehrung«» gege» dl« Einschleppung von Krankheiten durch di« russische» Autwauderer. Namentlich richteten sich dieselbe» gegen dt« drohend« Befahr der Et»- schlepp»»» de» in Rnhland herrschenden Fieätyphu«. Fort»» wird jeder Anawanderec in «»hiebe» »rziltch «otersuchi. und sind dazu ständig zwei Reizte startoairt; einer, vom jüdischen Au4»a»derr»- komitre bestellter, seriieh» den Dienst schon seit einiger Zeit. Brrdächtigerschetnende Au»«a«derrr werde» einer Quarantäne unterzogen. Eine Apotheke ist in «uhleben eingerichtet. Hmmmmmer. De« bekanntlich getansten Herrn Morris de Jana« der, auf de« dt« ^krenzzeitung" so auherordentlich stolz war, «!««»י» di« Antisemiten auch schon zu arg. Er war zu« Vertrauensposten eine» Redakteur« der antisemitischen .Hannoverschen Post" »vanetrt. Jetzt derdffentlicht« er aber eine Erklärung in der .Weserzrtt»«", in welcher er seine» Au»tritr au» der Redaktion anzeigt mit de» Bemerke», dah di« Behandlung, dt« der Judeusrag« seitea» der antisemitischen Press« zu Thrtl wir», «in« unchristltch« und sittlich verwerf» liche fei. (Da« hätte er auch ohne Taus« willen känuen.) 17 Mai. Da, .Mörser KieiSbiatt" will ersahreu habe», dah der Laatener Knabenmord nicht in Eleve, sondern am Land» gertcht iu DntSbura zur Berhaadlung kommt. «M*». Am 17? d. M. hielt der ״verri» zur Adwehr dm» tzinti!«mlrt»mu»" seine diesjährig« «eneralversammluua. Herr Hofrath Pros. Dr. med. Nothnagel hielt eine, den Antisenmi»«»» s^trrnd« und i» seiner a»»ze» fratzeahastrn Hählichtett blohlegend« «edr. (Vir bedauern, dieselbe in unserer heutlaen Nr. — Raummangel« wegen — nicht bringen zu linnen; vielleicht ln der »Schstwdchentltche» Festv.MRmer. Rto,) 8•«»•«. Nach etn-r Mittheiluna de» .Jewish Ehr-mieke" hat derjEhi-s-Skabbi,Herr Dr, »dl« r, nebst seine»Adjuncte»di«Etnführ»«g eiae« gemischt,» Chore» in der Hamm«rs«ith-Lym»aogt gebilligt. Hierdurch wäre also d«r» bekannt« verdtet de» Hichnlcha» Arnch, welche» sich a» de» «rundst,» 0ל באשה לחה knüpft, th-t. sächlich aufgehoden. . ti'achentzag«». Di« Ernennung he» Hrn. «nbbtnrr« D. Simonso» zu» Overrabsttner von Dänemark hat di« Känial- Sanktion erhalte». Sein« Installation fand am jüngste» Sabbath, d.». d. M. statt. M»4kmm. wegen der Anttreibung »er Schoch tim ist »er Prei» de» Koschersleische« bedeutend gnstiege» und beträgt thatsächlich da« Doppeltt de« «iiht rituell geschlachttlen Fleische». Nenerding« bat na« ein« fernere «echt-beschränkung gegen jüdisch« «ekruten t« Anwendung gebracht. Di« zum Dienst» <1u«tz»höbenen «ekruten haben sich nach oem bestehenden «ebranche erst 1V Tag» nach der An»h«tmaa ihre» Lruppenthetl« z« stelle», währen» dieser Arth ihre HLnSltche» >»gelegeuheit«n «dm» und tnm ihre« verwandten verabschiede» zu könne». De» jüdische« traten »nrd« diese Frist nicht «ehr gewährt: fi: s»rde» sofort» nachdem fi« wuglitz befunden, »ach den betteffende« Varatsoue» «bgefübrt. Mtztladelzchia« Di« jüd. Anarchisten, welche am i Ikol-diidre-Abent rtiw» Ball oeranstaltete» und dadurch da» allen l Uten der, unrerzi isierl taaicni