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Israelitische Wochenschrift · 1892-05-20 · 21 (20.5.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
21 (20.5.1892)
Date
1892-05-20
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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»hemiWriea Aach aast fai— . _ .... ._ iimtgciaeiab« »ich«. meU er Mt stAÜchen MMt rat M■ »och ft« fc|n>Hn and gei»oe« »M, mm/i ntnua» mit mit« *ist*. Zwei««! Mt a vor! Sn» Ukrtttaai feiner >seulleW»Den«Sen in Me erfte Stelle der Sea»1Uu»t berose» nab hat sich in ihrer i^iue ein Denkmal |tfett, lat» ihre fthiaens Guttaten st in Serk?:sd. Zeasi die» scha« sar sei« Hingabe aa den Beftreimn«» seiner ..ligion, so »asterte sich seine Herzea»fr»Minigk»it »«Lead» in der Pietät, in der feinfühlige» Liadeslieia gegen die ehruckrhigen ^tctn. Roch zwei Tage vor seine» Lebenrende, da die heintticklsche Krankheit ihn aber di« kchwne seine» Leiden» hinmegiäustte« und ins einen Spozirr^ag gestartete, da winkte ihm kein andne» Ziel o>» da» EUernhaa», da» er a« Anne der ttcuen Sefihrtla anfsinhte, um dem greifen toter und der verehrten Matter die Freude de» Aiedrrsehen« in ihrem Heim zu bereiten — Wo solche Borz iae de» i^ifte» de» Charakter» und de« Grmliihe» sich in einem Sttrvlichea «reinen, da ist t» bei seinem Heimgänge nicht leicht, Trost und Erhedona zu staden; beide« kann man nur suchen in der Bettachtnng so^schlefseiieu Leben» selber. Der Arsthrwilendete, er war in t■' Sorte» eigentlicher Bedeutung s räh vollendet, seine '«st nur trüb vollendete Leben»srist ist ״utgesöllt von eine» Inhalte» der Manch andere» doppelt so lange« Leben an geistiger und sittliche« Bokendang weit Lberlriffr* u. s. w. Nach Schluß der sichtbar tiefen Eindruck machenden R7de trat Herr LandgerichtSrath Stall an den Sarg und le^re als Zeichen der Liebe. Treue, Belehrung und Freund» schast einen riesigen Lorbeerkranz mit Worten der Anerkennung und Verehrung nieder. Hierauf widmete Herr Rechtsanwalt Dr, Merzbacher von Nürnberg dem Verstorbenen einen warmen Nachruf und legte einen prachwollen Kranz Äamens des LandeSauSschufsts der freisinnigen Partei sowie?<§ Vereins ״Freisinn* Nürnberg am Sarg« nieder. Herr Commerzicnrath Limmer von Kulmbach nef NamevS der Kulmbachcr Freunde und Gesiununghgenofseu dem tlseuren Tobten ein ״Ruhe sanft* zu und legte ebenfalls einer! Herrlichen Kranz auf den Sarg. Eine Deputation de» academischen Vereins ״Adelphia* in Würzburg überbrachte einen wundervollen Palrienkravz. Es folgte noch eine große Anzahl weiterer Llumenspenden von hiesigen und auswürtigrn Freunden und Vereinen. Nachdem der Herr Rabbiner übliche Gebet gesprochen hatte, endigte die erhebende Trauer-Feierlichkeit. Das Andenken des Verstorbener! wird a-ftgnet bleiben! £«a§afg, 8. Mai. Im israelitischen Tempel fand arslern die Gedenkfeier au den großen Brand in festlicher Weise statt. Der gesammte Vorsü.nd, alle Repräsentanten drs TempelverbaodeS, zahlreiche Ehrengäste aus der dt!utschisraelitischen, portugiesischen Gemeinde und viele Clsristen waren erschienen, um in dem hell erleuchteten, schüneu GoaeS- Lause. das bis auf den letzten Platz gefüllt war, anltächtig zu sein. Der erste Prediger Dr. Leimdörfer hielt einegediegen« Rede über das Psalmwort: ״Ich danke dir Got-!, daß du mich gedemüthigr hast * Er habe, sagte der Redner, Maiblüthen gepflückt auf den Ruinen des Brandes, die er feiner Gemeinde heute zum Dufte aubiete. Gottes Demüthiauttg habe diese Blüthen groß gezogen, das Unglück lehrt nämlich beten und Gott aaruftn. Ferner predigte eS Liebe in ganz Europa und weckte Empsinbung der Hülstbedlirftig« keii und Humanität, der Gleichberechtigung aller Eonsessioueu. An der Weisheit und Gerechtigkeit des hiesigen Senabi und dem gesunden Sinn der hamburaischen Bevölkerung pralle ab der giftige Pfeil der ״Schmach des Jahr- Hunderts* wie Kaiser Friedrich den Antistmit-Smugesaunt habe. Nach einem Appell an den PatriokSmuS stmer Glaubensgenossen ׳olgte rin. erhebendes Gebet für Kaiser und Reich, Senat und Bürgerschaft u. s. w. Die Km steher und Ehrengäste dankten dem Festredner für den otchrrordentlichen Eindruck seiner Rede. Oeterteht »Ungar» Wien. Der soeben erschien«,« ״Rechoungs-SuSweiS des Beth-Hamidrasch-Berrins* enthält an sein« Spitze sol. «nve Kundgebung des zeitigen Vorstande» desselben (Dr. Lellinek.E.Baumgarten, RitterW. v.»nttmaan u. a.): ״ES gewährt uns eine große Befriedigung, mittheilnt -NUNpätpagirte Ortrdang einer ״Leltra» düng von Rabbinern upd!steligioas mehr zur Wahrlstst wird. Dank der Muaificenz ._ gen der Gemeind« Mitglieder und 1«: l^strwipiqkeit einzrtwM^ Cultusgemeinden und Torporatio,«,. sind die zur Erhütung 1 einer sÄchen Anstalt erforderlkht» pecuniärrn Wittä vor» . Händen, der Organisationö» und Uutrrrichtspiaa ,stswrer' - Mitwirkung fachkundiger Männer entworfen, dir Gewinnung^: geeigneter Lehrkräfte steht in Aussicht, die entsprechend^,^׳ Schritte zur Erlangung der staatlichen Genehmigung sinM?׳ eingeleitet. Ist auch die Aussthruna selbst von anhereflzjA Händen übernouimen worden, so darf doch der Bereis für sich das Verdienst in Anspruch vehmeu, wesentlich % rrichstng deanxestrebten Ziele» leigetraarn zu habe».^^'׳ ׳ segensreichen Folgen dieser Jnsti!uttor. für säwmtsichek meiuden unseres großen Baterlau׳«» werden nicht guSÜeiben. Nichts wärt jedoch irriger als die Annahmg, daß de» JuÄebentrrirn einer solchen öehraustalt unser ״Bet ha» .׳I Midrasch* seine Existenzberechtigung eiugebüßf hat. B»lmehr tritt die Bedeutung unsere» Institutes hiedurch recht zutage. Soll die Ähranstitlt zur Heranbildung Rabbinern und Reliaion-lehrern hreu Zweck voll ui» erfülle», so muß auch dafür gesmgt werden, daß sie ei» «* eitznetes Hörermaterial erhalte. Unsex Leih Ha-Mldrasch " wtrb daher sein seü jeher oeobachtetes Streben eiuzahaltea und neben sein«! andenoeitigeu '!lufjpiben auch die zu erfüllen habru, den für den Einttitt in die Lehranfttckt sich ״ vorbereitenden Frequentanten der Mitteksthälea^ .und- : Lehrer-BildungSaustalten den einschlägige» Unterricht in Pibet, hebräischer Grammatik, Misch nah, Talmud u. f. up angedeihen zu lassen.* Das ist ein höchst löblicher Zweck, der di« Zuwendung von Alhresbeiträtj«, und Spenden seitens der Wiener Ge« , mrindemitglieder in reiche« Maas« verdient, den» nichts , ist * so geeignet, das Interesse an dem Judenthum zu «ecken, zu beleben und zu erhalten, als die Pflege seiner Wtffenschast.. Die Einnahmen und Ausgabtn dv» Vereins balaucirteo im vergangenen!Zähre »it 82S0 fl. Zu den S0 Jahrzeitstistungen kamen 3 hinzu (1 mit 300 fl. und 2 4 200 fl.) Den Unterricht ertheiltrn die Lectoien Weißuud Friedmauu. Zfitftl. IHitMiprf. Während in anderen Gegenden des Osten», die Juden in jüngster Zeit dem Fanatismus der Griechen zum Opfer fielen, ist es erfreulich, berichte« zu könne«, daß. ,v, in dieser bedeutenden Stadt de» U rtischen Reiche» die Höchste Verträglichkeit unter den Angchlirigen der beide« Lütter herrscht. Folgende» möge zum B Meist dienen: Herr Abra- ׳ Ham Dauon, einer der aufgetärtesteu »׳nd gelehrtesten Rabbiner in der Türkei, hielt jünzst im israelitische» Verein. ׳ einen Vortrag, zu welche« sich eiiw große Aazahl Notabili» täten eingefonden hatte. Dieser Bortrag holte riurn so großen Erfolg, daß Herr Dauon die schmeichelhafte Aufforderuug erhielt, auch im griechischen ״Syllogos* cinen Bortrag zn ,, halten, wostlbsi er sich denn auch dts freundlichsten EmhsauaeS u, erfreuen hatte. Er sprach hier über die jüdisch-grnchische: - Litteratur in den ältesten Zeiten »!nd hätte auch kem ptnstuderes Thema wählen können. Un.er andern Botmügeu hatte auch der Vortrag den, sowohl da» Jntrvefle der Grieche« als das der Juden rqe zu erhallen »nd war dersellie gleichzeitig eine -arte Aufmerksamkeit (egen die griechischen Zu« Hörer; den« dieser Abschnitt der!wische« Geschichte bringt der griecbische« Sprache, welche c amals bei eine« beträchtlicht» Tyeil der iZuden in hohem Rnst stand, di« ihr gebührrnde Huldigung entgegen. Ter junge Redner erzielte eine» eclatantr» «folg und die Bestalübezmgunge» nach. BeenRannades Bortruges wollten fast kein.Emde nehmen, D« Wichtigkest emes derccrtige« gestRtge« Verkehr» »wische« Inden »nd griechischen Uhrtsten kann schätzt «erden. L!m» ich daher «tat

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