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Israelitische Wochenschrift · 1892-05-06 · 19 (6.5.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
19 (6.5.1892)
Date
1892-05-06
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Italiener? Wahr ist es dagegen^ daß der russische Jude eint wstnschKEwerthere MHnifninn ■ft. als der Durchschnitt»׳ -stiimvanderer. 2k sind keine Berdrecher,^ wie so-viele andere Einwanderer, welch« di« europäischen Rationen uns herüberschicken. So lange' aller Su-schaß Lntopa'S in unsksm Lande Aufnaijmt findet, kann Niemand gegen die Zulassung der russischen Juden ein rechtliche- Bedenken erheben, auch dann nicht, loeira die Frage der Humanität ganz außer Acht gelassen wird. Die Statistik von 1891 liefert durchouö «inen Beweis für eine unserm Lande drohend« Gefahr durch di« russisch-jüdische Einwanderung. (Am. iSr.) In WastziGLtü« ist ein amtliche» Schriftstück erschienen, das iuteresfante Aufschlüsse über die Zahl israelitischer Geweiaden und die Anmhl ihrer Mit^ieder in den Bereinigten Stgaten gewilhrt. Aus der die Statistik begleitenden Er- {fdruug geht hervor, daß dir erste Gemeinde von Juden im Jahfe, lvü4 oon Brasilien ouS in die Bereiumten Staaten eiuwanderte. Die erste Synagoge ist ln der Will Street in New York, ine jetzt unter dem Namen Broad Street delaoot ist, gegründet worden. Sie erhielt den Namen ״Hchernch Israel" und existirr noch heute. Die Gemeinde besitzt setzt «in Gebäude, in West 19. Straße. Später gingen einige der New-Dorler Juden nach Newport auf Rhode Island und hielten dort regelmäßige« GoiteSdieust in einer Synagoge ab, die sie seit 1763 besitzen. Ferner bildeten ׳sich jüdische Siemeinden in Savan'uah, (Georgia) im Jahre 1733׳; in Lancaster (Pennsylvania) im Jahre 1770; in?!hiladelphia 178V und 1788 und in Tharlesto» (Südnroiiua) 1731. Bon diesen Gemeinden beobachten diejenigen im Süden und eine der in Philadelphia befindlichen den Rite» der portugiesischen, die anderen den der deutschen Juden. Jede .Gemeinde ist fübständig und nur chren Mitgliedern verantwortsich. Innerhalb der letzten vierzig Jahre wurden von den jüd. Gemeinde» zweimal statistische Anfnahmen vorgenommen, und zwär^1854 und 188V. Gemäß dem Berichts vom Jahre 1884 gab e» damals 97 regelrecht orgamsirtr Ge, memden, von denen ,30 sich im Staate Newyork befanden. Die Resultat« der Zählung von 16sv, die man für sehr genau hält, «Jaden da» Vorhandensein von 270 Gemeinden mit 12 946 Mitgliedern und ungefähr SV Ovo Kommunikante«. Der Werth de» den Gemeinden gehörigen Grundbesitze» betruz Doll. 4 7V6 70«. wozu wei«re» Eigenthum ° im Werthe von Doll. 1 497 878 hinzukam, so daß sich ein Gtsammtwert!» von Doll. 6 204 578 ergab, ausschließlich der Beerdigunasstätten. Die letzte Volkszählung ergab, daß e« jetzt K3Z Gemeinden der orthodoxen und reformirten Juden mit13S 4-6'Kommunikanten gibt. ES ist nämlich bei den jüdischen Gemeinden üblich, nur da» Familienhaupt zu zählen. Die Familienmitglieder werden durch «ine Person vertreten. Dee Zahl der Kommunikanten entspricht daher der gevaüsn Zahl der Mitglieder einer Synagoge nicht. Die!veidkn Aüchrnngen besitzen zusammen 30l Aebäudt mit R»ÄU für '189 234 Personen. Außer diesen Gebäuden be« nutzen die Grnteinden noch 23 l Hollen und ähnliche RäumlicOeiten. Dese Hallen haben Platz für 28 47? Personen. Der Tesammiwerth de» den Synagogen gehürigc« Eigenchum» betr-st Doll. 9 754 -79, woraus sich eine Beimehtllttg üM^Doll.' 3ll49VS7 innerhalb zehn Jahrbo ergirbt. In' derselben Zeit stieg die Anzahl der Kam׳ munikmten mm 60ÖÖ0 auf 130 496?^Natüilich ist ein gnlDheik dieser' außerorventlkk^n Vermehrung auf Rechnung vrt Einwanderung züjäschrerdar. *■ ■ Nrr»ischt» «Ntz um*#* Itafcftyt*«' iwUn. Uns Veranichnng M Knlt1«laUKi3«ti1uM atMen Mer Direktor« der hinjigm höheren Schule« U dies» Zag« . denchte», ÄDer A»e Miärachk, der aut den Rabbiner Neüwtz .n11r׳BMn*n(t* — wie wir Mcr*MMM!kk ”XI 1. «der Me Zahl ihier jsttälch!« Schäle׳ und Schülerinnen, 2. Mer dir Puhl der Mm jüdische» ReltotmMun erricht« dGpenfirtea Schäler. S. Mer die Zahl der am christlichen Religiawännterricht« thekl- »chmendeü.judlschtt« SchMk. Verki«. Der Vorstand de« biesüst« jüdischen Gemeinde hatte bei» hieäg« königlichen Amtsgericht I. die Umschreibung einer größeren Anzahl votl Htzpocheket für dt« Gemeind« beantragt. Dir Eintragung ist mangttt «emaubignug der Unterschrtsten »er Borstonddmitglieder demstand« worden. Ans erhobene weitere lßeschwerd« hat da» köntglime. Kemmeraericht entschieden, daß eine Beglaubigung nicht erforderlich, weil de« Vorstand« der!üd'sihen Gemeind« d « tkigeaschast einer öffentlichen Behördezanerkennen sei. Berlin, 4. Mai.!Or^ikorr.) Bec einem pchlreichea Puiltkm» hielt gestern Abend Krau Rahtda Re my nochmakö ihre» Vortrag über aa«, .Gebet im Talmud" Wr.ir« «< an und für sich schon interessante Sultnrbilder, die st« au» der TalMudwelt varsährte, so btldrie der ganze Zuhörerkrei» ein KulMrtild i» nnva- Tine christlich« Fr» « hält vor einem jüdischen PublUun ^Professoren und Rabbinern) eine Vorlesung über dev Talmud! Da» allein verdient schon in einem jüdischen Via׳, r «gistrirt zu werden Breäiha«, 28 April. lOr-E»rr.) lieber den Verlauf de» am letzte» Donnerstag im großen Saale de« . Freunde Hause»' an» Anlaß de» 2-jährigen AmtöjubllLumä des H-rrr Rabbiner» Dr. Rosenthal von seinen zadlreiche» Freunden uni» Berrjrer» veranstalte tru Festesten» seien noch folgende Einzelheiten mltgethell! Herr Justizrath Dr. Freund eröffnet« die Reihe der Festredner «I« itnem Hoch aus S«. Majestät. I« Auftrag« der hiesigen Synogotenaerreiade sprach Herr Dr. Lion in geistvoller und humoriprudrlnder Weis« Er sagt« «. A: Edens», wir «an von Herr» Dr. Joel s. A »sagt habe, der liberal« Joel ist zugleich der ronseivatlvü« Rabbiner g worben, gelte vom Jubilar umgekehrt, der coaservat>ve Rosenthal all« al» sehr liberal. Hrrr Smiltalörath Dr. Richter toastet« auf dt« Familie de» Jubilar», mtt der er feit 26 Jahren befreundet fei. Alsdann erg ist. Herr Rabbiner Dr. Rosenthal da» Wort, um für all di« Liebe, welchihm auläßltch seiner Jubelfeier von »ah und fern H jo reichem Maße entgegen,. gebracht worden, seine» Dank aus,aspr«ch:n Alle» einzeln zu -auken sei ihm unmöglich, deshalb gelte sein Äankeöwori den beiden Gemeiudür Benthen und Breslau, deren Ramrn mit unperlöschliLen Züge», in seinHwz geschrieben seien. Et spräche , hieraus die ravdlnischen Sertrete« der >y«m«i»den Beuthen und Sönigshütt«, sodann der hiesig« Rabbiner Dr. Gatt man« tm Romen dw deutschea Rabbinerverbanlw» Her« Oberlehrer Dr Bad» Ramen» »er htellgea WohlrhLtigkitsanstalte». Herr -and Phil. Lamüel Freund Raman» der Hörer de» jüd.-theol. Seminar». Herr cund. Phil. E. Finkel hielt ein« Bealüökwünschungrrede In klalsischeoi Hebräisch und zum Schluß dankte Herr Dr Hausen ln poetischer Form dem lkomitee für feine Mühennimag um da» Zustandekommen iw« überau» gelungen«» «irb würdigen Jubelfeier. Hieraus wurde von den Hörer» de» Semiuar» et» Festkommer» improvlfir», weichen Herr lkapdidal Stlderfteiy leitete, Bresinr». DK Graetz'schr Monr.wichrisr wird nach 6 jähriger Panse, von einige» seürer älteren Schüler »dinirt, wioder «rscheinem >! X4mUn, 29• April. Ja deaeff der Untersuch»»- W hiesige» Iknabenmardes geht ein« Meldung durch I>ie Blsttter, nach «ejcher Ll«j. Voruntersuchung abgesrhlosten und den Angeklagte» Buschhoff mit Frau und Tochter die AMageschrtfi znaestollt,et. Im Gegenja, hierzu meldct der «Verl. Lora!-Anzeiger , die Uäersuchuag wider den Schächrer. Bnschhost, Ser noch l» Et««r Arresttzaase sttz^> sei noch ni Och׳ zum Abjchlufie aelungt Noch unlängst Härten hier neue Verhö« gattii fanden. Wie jetzt verlautet, dürfte die Anklage wider Sols Buschh! erst i«i Sommer oör den Gejchworeue» reryntwell werde«.' ' Mmlt weil« herefch» hier di« allergrößte Ruh«. (JnverliN sollte dieser Prozeß gestern bereit» «in Borspiel in einer tkigGl de» itleo.r Staatüanwait« Banmaa« gegen den Red. de» .Kolk ׳ haben» der Gerichwhaf. beschloß aber die Sache zu vertagen und!«» Ergedstiß de» Dtvtener Pr^zeffe» abznwarteu.) DeGt«, äV April. Heule, am «eburtRNgo uuseve» Herzog»/ wurde da» von Baron Cohn gestiftet« lkatser Siihelm Denkmal »aler Gesang und Festrede in GegenwaN bei Prtnzea und der Spitzen der Behörden enthüllt. Dem Baron v ifoh» ist vom Äeultryde». rach das Ehrenbürgerrecht der Stad« verliehe» Der Lhrenbürgerbrkef wurde ihm heute dwech eä« DepnrattM dur>»,«ei»d«ealh» unter Führung de» vtuldürgermeiftrrä Dr. Kunk iiderrelche. Dass»». Rn dem bcadstchtigtm rieagauge de« Hra. Laadmradbiner» Dr Setße «ach Verlili, wose bst sein« 9 Predigten vielen Beifall ernteten, schreibt da» ,Nah. DUg-vl'׳ daß bereit« von bea machgebeude» Futwrea »er hiesigen Gemeind« Schritt« eiag-lottel stad, u» den al> gemein beliebten Sems»«»! und noch in weiteren Leriseu »er- Bü«rchaft geschätzte, Herrn seiner hiesige« Dhätigkett zu erhalte». . Für dl! B-Ileötheit, welcher Hr. Dr. Weiche in sei«« Gemeind« sich!, erfreut, ,priche nach der limstnnd, daß bei Gelegeaheit »er im Februar׳ d I ftmtgefnnde«» Urneaernng seines H>«rtmg«» einstimmg »iNe-Ar« - Höhung sema» Ein komm«»» beschlossen worden ist VeteeMm«•. Der hiesige englische tkonful. Iah» Mitchell, hat von La» Saltäbnrh de» Auftrag erhalten, alle ihm zur Berfiigüng sichend«» Mittel »äzuwtnden, um di« ilnbwandermig Anbemittelter'; rifsischer fftlde» »ach England zd hindern. : ..

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