Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 16 (10.4.1892)
- Date
- 1892-04-10
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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— 18t — •au sich nur widmen lana! Darum bringen wir Ihnen H1»st. ehrw. Herr Jubilar, «■fern i«ntyften Dank ertgegea ftir Alle», wai! Sie unserer Schul« geleistet, ivat Tie uns alle» gewesen sind. Möge Gotte» Güte Jbueu noch viel« Jahre reichen 'Schaffens descheeren znm Heil« unserer Schule, um Heile unserer Gemeinde, zum Helle de» Judeuckum«! Möge e» Ihnen »och in den spätesten Jahren ein erhebender und ttostvicher Gedanke sein, in Tausende von dankbaren Echitleru den Geist wahrer Religiosität gepstanzt zu haben, bi» auch an Ihnen dereinst sich da» Wort der Schnft erstillt: והכמכילים יזהירז כזוהר .Die zur «nsheit und Tugend geführt werden leuchten wie der Glanz de« Himmel«.- Amen. Hieran schloffen sich verschiedene Deklamationen der Linder, di« einen sichtlich ergreifenden Eindruck aus die Zuhörer Machten; auch ein von einer ehemaligen Schilierio eigen« hierzu verfaßte Festgedicht kam zum Bvltroze. <S« hat tolgenden Wortlaut: Ein Lobgesaag töut heut durch dies« Hallen Uud fr»h beweol steht die Grniriad' «»her, Der giisiige Führer. umgebe« von uu< «Re«, G,«st «ad freudig dl Icker er «ml*r. Vta viertel Vv» Jahrhundert ist rarflogen. Die Zeit «ntsch«a,d> dt« Etur» uud Fmu»' gebracht. Und rreultch Haft D» mit tm« Nach gchflage« Im Helten» Sonnenschein — in trüber Nacht. Heul', da der Jubel der Geimtlde hallt, La srradtg jede« Nage bltuk», Da heiler Dank zu Gott de» Herr» erschallt, Do lnitlg froh nur Glück rnd »hre wintt. Da flammt empor au» «nsrrm Llvderherz «n helfter Dank für Del«« «»>,' uud Lieb« Uud ldNenb hebe» «tr die Auge, Himmelwärt». Um Van zu danke» für dt« edle, Triebe, Dt« ftett durch Dich i» unser Herz gesenket; Du zelgtrft uu« de« Weg. aus dem, «tumal geleukn. Wir sther sieh'«, de« Vase» jpnchea Hahn: D« führtest »ua zu ihr — zur «eligton. So »oll«» fest und fichrr mir ans Gatt venrau'n. Im B1UU »er Neligto» »ur leb««, ihr nnl meih'n. Uns «Mt uud uusere Führer »olle« ftett »tr schauen, Und «nsenn Volle hilfreich« Liebe leih'«. Würzten zahlreiche Reden Ijc« Mahl. Herr Pb. Roseuheim brachte da« erste Hoch auf den Kaiser auch da« begrisstrstn Wtederhall fand und piit stm Absingen der Nationalhy»« ^ril dir im Giegerkrann" schloß. Al «bau» wurde der Jubilar von Herr» S. Sl eger gestiert. Hrrr Dr. Rahmer erwiderst in längererRede und toastest auf dst Gemeinde, verkörpert in der Gemen drvrrtretung. Der Familie kl Jubilar« gedachte HerrRttsttanwalt Ehoyte: nrmen« dev FamUir dankst Herr Landtabbiuee Dr. Rülf-Brauaschweig. Dem Festredner, Herrn Dr. Rippuer, widmest Herr Albert Hei mann Warst der Anerkennung, worauf ersterer in poe- «scher Form unter großem veifall mit einem Hoch auf die Gemeinde autworstst. HerrOberstabsarzt a. D. De Rosen« thal, langjährige« Mitgliel» de« Stadtverordnetrncollegium«, dem bekanntlich ja auch unser Jubilar angehört, bring» «inen Toast aus die Stadt Magdeburg au«. Der Gäste gedenk» Herr Isidor Simvn. Herr Isidor Lindenthal weiht sein Gla« den Damen. To« Hoch auf die Gäste erwidert Herr Lehrer Steinhardt mit einem Hoch auf die Hern» Oberstabsarzt a. D. Rosenthal und Isidor Simon, Ke dereit« seit 25 Jahren al« Repräsentanten sungiren und l»«t not )«Mt auf den Vorsitzenden de-Borsto ndä Herrn Rosenkeim, der schon seit 30 Jihrrn in den Körperschaften uastrerGemeind«wirkt.Herr Markus«, BorsteherderSynagogen- Gemeinde Schönebeck, dankt dem Borstande und den Re- Präsentanten für die schöne Feier; auf da« Fest-Eomit« toasstt Herr Solinger; auf den Borsitzenden der Repcäsentanten, Herrn Singer, ^>err Hugo Franck. De« älststea Gemeindemltgliede«. Hrn. M. Eisenberg gedenkt Hr. Isidor Simon. Ans den lieben «würdigen Gesellschafter Herrn Dr. Rahmer bringt Herr Eisenbahnsecretär Max Weinber g eia Hoch au». Der annekenden, sthr tbätigea Borssthrriv de« Fraucnvereittt, Frau Johanna Brandu«, widmet Herr Albert Heimaun ein Gla«. Zum Schluß giebt Hr. S. Kaufmanu der Freud« über den glänzenden Belauf de« Feste« Ausdruck und wünscht allen Lheilnehmern und besonder« dem Herrn Jubilar weistre« Wohlergehen. — Am späten Abend erst — gegen 9 Uhr — ende!« da« schöne Festmahl, .«elche«. «ach den Worten des Berichterstatter« iu der ״Magdeb. Ztg.' -- wie überhaupt die ganze zweitägige Festseier — van Anfang bi» End« einen Verlauf nahm der für da« schöne^ einträchtig«, zwischen der Gemeinde und ihrem Seelsorger besstheade Berhältniß ein beide Theile ehrende« Zeugnift.ablegst" tl«h nun blickt auf, zu Gott hebt eure Hilnd«, D-h ,,str«« Kührett Weg er nur zum Qhtttn wen ix: Gatt b»«tz» ist»! Er h«r ha» bittend Watt Da» Kinbrrherze» senden zum allmilchl'gr» Hort! Cif• NnnUM»«. Ties ergliffen sprach hieraus i^errDr. Rahmer in einer längere« Rede stinen Dank au« für die Huldigungen, die mau ihm gebracht habe. Er dantte dem Vorstände und der SäMlkommissu« für dst Opfrrwilligkit, mit welcher sie stet« für dst Bedürsuiffe der Schul« gesorgt, dankst den Lehrern für die rreue uu) gnoifsenhllfst Mito beit, wst sie gleich Aharon unt» Lhur ihm helfend zur Sette gestanden, er entwickelst i« Kürze dst istrundzüge seiner Schulleitung und schloß mit -i»m> warmen Appell au die Herzen der Kinder. Ein Schluß- «sang endigst dst schöne Fever, die nach de» einstimmigen Urchml aller einen Glanzpunkt de« Jubelfeste« bildete. Nach Beendigung derselben überreichst Herr Steinhardt mit einer I«LM Ansprache de« Jubllar eiu Geschenk der Schüler, bestehend in einer Prachtausgabe der Werke de« Flaviu« Josephu«. Du» Festbsukett. Da« zu 'ihren de« Jubilar» im Easinosaal Sonntag Nachmittag« S Uhr veranstaltest Festtnahl «ahm einen über» «tt schönen Berlauf. wozu nicht zun» geringsstn da« vortresfluhe Menu — von Herrn Julius Schlesinger, Besitzer br« Hotel« Kl-iserhof, hergesstllt — beitrug. Selbstredend Bo» dlusmirl» Bon auswärts übersandstn »hell« stlegraphisch, theil« brstflich — in besonder» Adressen — mehrere Gememvea. Verbände und Privast ihre iSlückwünsche. Bon Gemeinde« seien genannt: Rhbnik, dst Geburt-stadt de« Jubilar»; Thorn, seine erste WirtungsstLtte (v. 1862—1867); dst Nachbarsgemciuden .Schönebeck, Egeln, Staßfurt, Stendal, Leipzig. Dst Adresse der Leipziger Gomeinde hat folgenden Wortlaut: Hochgeehrt«: Herr Doctorl An dem festlichen Tage, an welchem Sk, gesegnet durch Gotte» Gnade, inmitten Ihrer Gemeind« dst Fest! Ihrer fünfundzwanzigjährigen Amstwstksamkett begehen betrachtet auch ber unters chnetc L»orstanb es al» seine Ehrenpflicht, Ihnen tm Naraen der Israelitischen Religion»- gemeind« ru tttmig dst häßlichsten Glückwünsche darznbringen, rvett« «retsr de» Iudenthum» nehmen Anthttl an diesem Ihrem Ehrentag« und gedenken dankbar der erfolgreichen vstrrste, welch« Sie al» Seelsorger, Gelehrter und Schriftsteller der Lach« unserer Religion geleisstt haben. Nlöge dst reg« Thätigbett, welch« Lst zu Nutz und Fromm«« de» Ivdenthums entfalten, anch künftig von reichem Gotte»״ fegen be-lettet und möge es Ihnen vergönnt sein, noch vstst Jahr« in unveränderter Arast und Frische Ihre» Amte» zu