Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 15 (8.4.1892)
- Date
- 1892-04-08
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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m iiV,.■ , war zu spät! Der zitternde -rei« öffnet die Thür, llntt aber auch! schon im n-mlichen Au«>1blick, von den jWtteln seiner Angreifer z« Boden geschlaam, nieder. Wie Ick Autopsie ergab, hatten die griechlschen Velde» der» alten Manne sieben Rippen gebrochen, beide Beine total zerschmettert und vom zertrümmerte» Hirnschädel fand sich fast IHne Substanz mehr vor. Schon todt, lud man ihn auf «inen Karren, um den Leichnahm in- Hospital zu fahren. Ick Raubtfckre mit dem gottähnlichen Antlitz ließen es sich - oder, am Mieschehenen noch nicht genügen, denn als das er- Imrinuugsnmrdige Gefährt an seinem Ziele׳ antraf, war der ׳ikrmordetr noch über und über mit großen Feldsteinen beleckt. ׳'. Seit der Zeit durchschwirren beständig Allarmgerücht >ck Stadt, der Polizeichef war, derzeit abwesend, und der «Souverneur erklärt, gegenüber allen Bitten um Schutz, in bündiger «leise, mit seinem geringen Militärkvntingent wider Ick 5000 L-riechen Pott Said» machtlos zu sein. Selbst l«i dem Bgräbniß de- Erschlagenen, mußten 20 Mann mit ,geladenem Gewehr zur Verhütung von Exzrsicn den Leichen-!!vndukt bis zum Friedhöfe gelettrn. Dasonst hier stationirte ,malische Kanonenboot ist wegen der zur Zeit stattfindenden 'lebungrn nicht am Orte. Unter diesen Umständen müßte man begründeter Weise l*m vor der Thür stehenden Osterfest der Ariden mit Besorgniß entgegen sehen, wenn nicht die Erwartung gerechtfertigt W^re. daß die eindringlichen Borstellungen einflußreicher Per- Ionen in Kairo, datolerante EgMen möge in Dingen der ivkenschlichfiit nicht aus da- Niveau Rußlands hinabsinken. Ick Regierung zu-geeigneten Gcgenmaßregeln benagen wird. Kermilchle und «ruestr Pachrichte«. S] «erlt», 3 «peil. (Cr•Sott) Gestern Abend hielt Herr arpele« im ruff-,üd.-wiffenschastlichen Verein« e,»en vortrqg tlber: .Da« jüdische Bott und sein Lnthelt an der Knlturennotckelung >er Menschhei ' Di« zahlreich besucht« Lersammluno »ollie dem Redner 1«ch Erhebe» ihre» Dank An de« Vortrag schloß sich ein« Darlegung ter letzten Errigntffe t« jüdischen Lager von Herrn Kand Mozkin. Nu» AHur» wird gemeldet: Ein grdßerer Trupv russischer >u>- »oanderer, welcher heimlich in der Rächt die Grenz« bet Leibltsch überschreiten wellt«, wurde von der preußischen Gen»d«rmeri« übernncht,!wmf dt« Leute nach Polen zurückdesörderl wttrde». Zwei Au«- leanderungtagenten, die de» Trupp begleiteten, wurden verhaste». Gase«. Per AlteVtc Mann in der Provinz (wohl ln ganz?Deutschland) ist der Kaufmann Solomon in Mrimchen, gegenwärtig IlB Jahre all. u. M. Dir von Herrn Rabbiner Brüll hintertasten« Büchersammlung soll nach einem Antrag« de» Magistrat« au kt« Siadrvero:dnei״n»ersammlung zum Preis« von rund SIOO Wart : setieu« der Grabt erworben und der Stadtblbliothei «lngesügt «erden tDtr rtgentUche Vertb betrügt 10,000 Merk, doch sind bdOO Mark kereiti vvn der tsraelitlschen Gemein»« und durch Prtvatbeiträg« aus- - gebracht und der Stadt al» Beisteuer zur Kauffumm« zur Verfügung .gepellt «erden VvckUel. Der Oberrabbiner «struc, der sich ln da« Privat- . leben zurückzieht, hat feine Sb>chted»re»e ln einer stakkliche« Vrochüre < ,«röstentllcht In derselben sprich« er sich für ok Einführung der hand»«fprache i» Ged««« und für die Abschaffung de« zweiten Zeter. »>»«§ an«. Petri«. Der Präsident de« Pariser Laffarion«hofe« Herr vedarilde«, der der Lltersgrenze «egen, seine Entlassung nahm, wurde zu« Ehrenpräsidenten de« obersten Gertchwhose« von Frankreich er- I aRA«. P«drt«. Der bekannt« Philanthrop Ostri» wird auf seine Kosten >ie Orabmoutlment« einiger berühmter Männer aus de« Pariser tsirchhöfen nen Herstellen lassen, darnntrr auch dWs«nige de« Abb« Bagdir«, der sür di« Gleichstellung der Juden so erfolgreich etngetreien O*Gp*»>. I» «ine« »ritkrl de« .Staudarb" vir» der Fall de« ' berühmt»u Bankhaus«« Günzbura in Petersburg den Machinationen 1«r r«sl>scheu!Iterierung zugeschnebeu. Zunächst d«lp!t« dieselbe nicht l. »A Zulassung chrisiilcher Arbeiter in den «ü^durg'sche» Zuckerfabriken «chtzdau» venoeiger» dt« russisch« Reichübcmk de» Vorschuß einiger HWli«»»», di« durch verpsändung von Goldmtnen vollständig sicher '■',18 .«*י*"־* - ■י. März. A» SadbalL .Sachor' predtatr der Herr tu der KnovL-a »tr»«t-Sh»ag»a« ni «qw» «w»vfctntfea Zuhürrrkreise Cr lM14Jbr " «kchwä i» *malet pers»! sich in derjüdische«. Geschicht««utnisestiit«, sowie über di« sich und aus. drängende Pfiwt, ihr Auftrna« In unser« Lande zu vtrhb-,d«rn. Reben fester und «nerschüoerlcher Anhöoalichtü» an der Reltqlr n der Väter müfien di«!Huden du« lech« Bestreben zeigen, di« vekfet« rüden Sitten und Gebräuche ihre« A> «Pli »lande« sich ,mzueigne» Er svrden« di«Zuhörer aus, de» Jargon 1׳» U»a,mgSft»ra,beauszugebe». IStibrend da« Hebräische al« da« Mebtur» der gtzutuhen Offenbarung und diphald alt Gebetsvrache unsere höchste Lerthschätzun» verbleut, müssen nn« all« andern Sprach» al« Min Heilung« Werkzeug unterM«ntch«u heilig sein Auf dt« Wichtigkeit der Erlernung der englischen Spriotw von Seilen seiner auöläudischen Brüder legte Nrdner «ine» be anderen Nachdruck Rur hierdurch töunden sie «»ermöglichen, sich ihren Lebe»«- unterhalt zu erwerben und v«n loten Landsleuten al« ebenbürtlg augesehen zu ivrrden Die wiöstigsten Stellen isteser Red: wurden tu deutscher Sprache «orgetragen. Ko«»a«, l. April. Ve lfour erklärt« t« Unterhause, die Zustände ter russischen Jt'.deuauOwanderong würian «in« Vorlage, «ach melckier bk Einwenderuug dnrselben «ach England verboten werte, nicht rechffertwen Die Reakrung erkenne wohl den Ernst der Frag« und behaltedieselbe sorgsältigt t» Aag«, eine Einwanderung jedoch, wie sie i« vorigen Jahre stat!hatte und auch jetzt besürchtet wird«», wäre »ich» einze trete» VstimlMUO. Rieht nur Sympathie, wie Zewish World' schreibt, sondern »haisäehitchi: Hüls« ha» da» schottische Volk de« jüdische« Cpser» der russischen veifellgungSwuth angideihrn lasten. Dundee, imlches nur ftfr wenig« jüdische Eint-ohner hat, hat seine Gubscripll«u«ltpe mit einer Summ« von über 1000 Lftrl. ,90000 Mt.) abgejcki offen, dl« beinahe ganz von den chUstlichea Bürgern gezelchnet wurden «ud inGlatgow hat eine Boli«ver!»«1nluug,!oelcher Lord Proovst züssidirt«, bl« heute ein Resultat von über 2000 Lstrl («0X00 Ott) ergeben und stehen hier noch weitere Zestynungru ln Aussicht. Diese «euschenfrrnndllch« Bethelliga 1>g verdient besonder« Anerkeunmtg, da sie nn« et» fast einzig dastehendes Brispiet «Ichtjkdischer iHoarrtdutionen zu de» rtlssisch-jüdishen^UnttrstützungSsondS zeigt. -- Au« Edinburg ist rdtnsall» ein,: reg« BethetÜgung zu «rwrrten. skiue Bürger haben in jüngster Zeit häufig Gelegenheit gehabt, dt« sfulge» der russischen ZudenauStretdung an» eigener Anschauung kerne» zu lernen, indem zahlreiche Au»»anderer auf ihirr Reise nach Amerlta Leirb passirten Der »rauriie Zustand dieser Leut« hat bst: Hiwze» der ESinburger Bevölkerung lies gerührt und schritt dieselbe fofort zu einer Geldsammlung. Mio». Etn hirjiges lUatt bebanptei, »aß die Rabbiner verschiedener russischer Städte vor de» Königäberger Htlstcomtte« gebeten worden sind, dir Au«»»»!!«rung von Juden zu hemme,», da ihnen jetzt die ver Staaten ron Amerika vrrschlosten und Argentiuien noch »tcht eröffnet sei. Man glaubt, - daß Va-on Hirsch hiermit -inverstanden ist. Trotz der »:«gunsrigen Berhältuiffe dauert die Nu«- Wanderung ker Jut«, au« d> m westlia^n Rußland fort vnd Hr Stadt Tchaulen z. v. soll von den Einwohnern fast!anz verlassen '«in. Bdiltdw, S. April. Die Au«wanderut1g per Juden r.u« dem Gouvernement Wilna nimmt großen Umfang an. I» der Stadt Wilna allein Hobe» in der leplen Woche SüO <> uden Gesuch« um Au«» wanderungstpäffe «ingereich«. In WolwP« (Vüdrnßlr nd) ist die sell rlelen Jahrmi b-steheudr Jüdisch« Raddiner- und Lehrer-Atabeml« auf Bejehl der russilchea Regirrung geschlo sen worden. E<> heiß» zwar. I«s, di« Schließung nur eine zeitweilige sei, doch ist jedermann fest dav»o. überz«׳׳gt, daß «ine Wiedereröffavaa der Akademie schwerlich zu n«arten ist. 400 jüdisch! Akademrker sind j»tz« gezwuugen, ihre St,,bien zu unterbrechen. Der größte Thetl derselbe» wendet« sich nach ktriltjien un dort «eiwr zu jtudir:n Au» wird qe« :ldet, daß dort seit drei Wochen große GöhruNa herrlchi, gnnähn durch fremde Agitatoren, welch« bekanntlich 'schon bei den letzten Unruhen ei»e Roll« gespielt; «affenhaf» oerde» anttsemtrlsche AIugsq,riften und Biiüer mit Darstellungen de« .rituellen Morde« verbreitet, an den Isusern de« Gh tto« und durch Vlakate angeheste». — Bon den Lokaldehörden werden ״nläßllch de« C't,:rfefte« neue anlisem'irsche Tumulte besiirchlet. Die Regierung ha« l«»hald all« zur Erhaltung der Ruh« erforderlichen Olaßuahme« «»geordnet. Jwptew« Roch einer L«a«tstU der englische» Regier»,, hefinden sich ui Brttisch-Jndi!n 17,000 Juden 9tn*t»L Ein i» Hope« Range stehende- und in Ruhestand versetzter Arzt Ut sranzöstschlu!Serin«, welcher mehrere Reise» nach den sranzdsischen Eolonien mit »macht hat. schr«it-i, daß er in Seudgal rhättg sind kl« ivisend« äiefchäktolrutr duro,wandern sie Ut Useraegenden be* Niger, wo sie die verschiedenen Distrikt« besuchen und dt« Ekuwohner mit allerhand Wtwrenvorrüthe» veiforgen. «wpstwpt. Der Jki* *ega»* vom «. Febr. verösseutitcht», ein« in der sreren proleslantlscheu Kirche von Rev L P Ksura .tS—« Gunsten de« russisch-jüdisch«» Unterstüpuag»slnd« -ehalteue hkreotgt.Pit G«tw IniKila, Le: E«>Sen»t»e Ja ine» ». K-itr lnPiwms^ tr in seine» TestomenG zur Ununerung an leine» »erstorbewd, Satzst Ab, Sawme «m lvOOOO Loänr« sür!«« htistp jübtsch, >Wtz woht unstmttia dar höchst« B»uaz. diu v «tu.ttstWö» " . Ustttui» Lu»end«t hat-