Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 14 (1.4.1892)
- Date
- 1892-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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KriMilchte mr> ncaefl» K«chrichte«. V Gebetbuches, bi* Haaada u. s.». Manch« wirb über jüdisch«!״^fchichte, jüdische Wissenschaft, über jüdische Geistesheroen der veraangenhen belehrt und dadmch mit Lieb« und Anhknglichkit sür di« Interessen.des Judeachum» erfüllt. Wir können den jüdische« größeren Gemeinden nur «arm empfehlen, solche und ähnliche belehrende Vereine zu gründen; sie ziehen die Gebildeten an «nd festig«, die Gläubigen in ihren convcrsationen Grundsätze!!. Die jüdische Wissenschaft hat noch immer dem Judenthuin in kritischen Zeiten beigestanden. — Der interkonfessionelle Aufruf zu gunsten der russischen Juden, der «nlängsk von dem hiesigen Provinzialcomitä erlassen wurde, h >t bereit» schöne Resultate «zielt: über 3V 000 ־Swarf sind infolge desselben schon einzeganaen, wovon der Weitaus größere Thcil von Christen gespendet wurde; man darf wohl sagen: Lo ali&on Jinroöl ״Israel ist nicht ganz verlassen"; e» Liebt doch noch nnzählige Christen, die von dem Gifte de» .Antisemiti»««» noch nicht inficirt sind; selbst da» hiesige ultmmontane Blatt ״die Kölnische Volks- -eitung", die unlängst den ibr von antisemitischer Seite gemachten Borwurf, den Aufruf ausgenommen zu haben, mit Entrüstung zurückwieS, hat die dreimalige Aufnahme de» großen Aufrufs, wofür an Jnseratgebühren nahezu 2a0 Mark zu zahlen wären, diesen Betrag von 350 als ihre« Beitrag zu dem edlen Werke bezeichnet: ein יישר בחד gebührt für diesen menschenftcnndlichen Zug dem Besitzer der Kölnische» BoltSzeitung. Ich hätte Ihnen »och mehr Erfreuliches au» unsrem Gemeinveleben mitzutheilen, aber für heut« ,vollen wir schließen, um un» und Ihnen Zeit zu lasien für da» Fest ״unserer Befreiung-, unserer wahren, sittlichen, religiösen und materiellen Fnihei», vvrzubrreiten. Den Bangen und Brr» zagten unsere» Glaubea-stammes rufen wir in der trüben -'Gegenwart die Worte der Hagada zu: v'-ios N'L'sd'N ״Gott hat un» so oft -auder Hand unsi*r Feinde gerettet, *r wird c» auch in der Gegenwart thun." . frNMfrrf».!?«(i*. Huf Antrag de» Centralcoasistorium» verfügt« der Kriegsminister, daß die jüdische« Soldaten vom 1l. bi» zum 30. April ihr Osterfest feiern könnn«. Auch der Ministrr der Matine erließ «ine gleiche Verfügung. — In der Gesellschaft dcr jüdischen Studien, hielt MoritzWahl einen Vortrag .die Juden vor der Constituante". Drei». Line Frau von Fa brr vermacht« Joseph Meinach ein« Summe von 5000 Frankrn. ״Dem würdigen Schüler und Siachfolger Sambetta'S", schrieb sie, ״vermache ich diese» Geschenk; ich zweifle keinen AugLnblick, daß er bi» z»un Ende seines LrbenS die freiheitliche Politik des großen »ad erkapchten Gambetta vertheidigen wild." ״Gewiß", hat Ileinach. in sei» cm Blatte geantwortet, ״vieft Frau hat mich richtig beurthcilt. ich gebe diese- Geld dem öffentlichen Hülfs- .perft, «in« Stiftung, di« Gambetta in'» Leben gcrusrn und Venn treuer Fortfttzer ich bin." «*«xtur», 39 Mürz. Anü Maiuz *halten wir heute die 1 aalgrnHMc Mivyetlung, tag der junge Grrchhei^g z» einer Depnta-!Hon hessischer Säiullehrer, welch« non th« am oerßoffenen Samsta; . t» Andstnz ««psimge» wurde, dl« beheqtg«»»r»rrhe« Sorte sprach, tut tr bte anti|«Miti(4«0c1»tgMng auf'» tiefste bedaur« i»nd st«, gleich sei»:» Onkel, 'dem hochseligen «aisrr Friedrich, als «in« Schmach unser«» Jahrhun dert» be- /«»acht«. So wert «» t» feiner Macht lieg«, würde er ln!mj«1».«m Siet che «»»lchleden -r»>« gegen dle-f«!^Nachen. (Diese! jung« Fitest scheint viel- »der« an «erechilj!sHflche nnd Huckanl« zU über, reffen.) "־ «M S«MltrH| iin Oberschkflen) wird «in« Verfügung de« »raih» «ltaettoll» vom 3. Mürz UNS, der ,»folge nach eine« »istertalerUch vom 33. Februar ״der Uederrit« russischer Jade» r. Grenz« iil« ans«eliered zi, verhinder t Ist.» tt» spü nach Hetze llgkrtt«. der laodrüthltche» Bersügnng namentlich »auch nicht »ehe dir laffung derjenigen AnAmmderer staMnden, welche -mit de» Vis. anngen derzildlshen Lokal-« o«ite«ö versehen sind, baß letzter« sürve» fSrderuna «nd eventuelle» NücktranBort di« Haftung üb«, nehme». Ferner sind auch dir mit gnügende» Nrlsemlttrla, sowie mit Schiff»- karten nnd Bille«» verstheiie» rarflschen Juden »an jetzt aö nicht «chedur»,»lassen.' Ebenso soll mehlndert werden, dah auf dem Umwege über ttzaltziea russtlch« Jude« die prrnssisch« Grenz« überschreite». — Senn 1!« auch qrrechlfqnizt sein mag. zue stbhaltnng «inellöser Ans- «anderer schärfere tkouftol« «»»zuüben. jo leiden doch auch salche nchsische Jude» unter der Daziegel, di« sich zrliwrUia »ach Preiche» z. V. »ach Brr»Iau oder B:rli» Karben «olle», um Llnkäist zu mache»«. Diesen ist jetzt M« Uebrrschnmtna der Grenze nur möglich, » »» Pr i« Besitz« «ine» russischen V-Mpasie» sind, der ihnen erst »ach, viele»» Weltläufigkeitcn und Heltkaste» >n Petersburg beschafft merdeo kein«. (Rach neuere» Bil««hetlu1.׳g-n haben dir vrischärsten Maheegeln ihre!« Drnnd in der massenhaften 4 »schlepp״ »g imiioaul-polnischrr — nt Mt nihilistischer — Druckschtisitn. von ttrafau au« ) Beeil«. Da« jüdische Mädchenftist, Lranieuburgerstraße?»> welch«» der bautwinhnhaftiichen Au»bildung unbemlnelter jüdischer Mädcke« dien: und vor z«ei Jahren mU secht völlig narnigeltuch unwrijitlienen Zöglingen eriffnei worden ist. veröffeniiicht sei«!, zweiten JahreSdericht An» *«selben «rglebt sich dl« wachsend« Theil» «ahminnerhalb der!üdifchkn G meinde sür da» gedeth'tch sich entwickelnd« Institut Die Zahl seiner Dkttglleder ist von 317 ״s 337. di« Vn««e der Jqhre»b 1tr»»e von 3SKS Mart aus 4043 Mack, da» Gesammrvermöge» von 13.73) Mark 13 Ps. auf 13,179 Mart 16 Hs. g-wachsen. Di« Zahl d:r Zögling« ist ans acht gestiegen nnd demntichst aus zehn gebracht »»erden. MI» de« S»>w ist ein llostlisch. welcher ein gute» Miilaabrod! um Selbstkostenpreise gewühr«, verbanden. In der a« 34. d M sta»»ae)av«eu Generaiversamminnz ist der dt» herige Vorstand wledergewlylt worden Berlin. DI« SleUgiin^schal« der «dah Jt»ro«l wurde »« adgelausenr» Schuljahr von 4SI Schülern (337 «naben un» 149 MEd che») de ucht!2 Lehrer und - Lebrrriane» er»heilen den Umerricht- »lei»ni»», SS. Mörz. Die «er»,klung der tsr. «Inder Heilpütt« Jaftrzemb deichlvß in ihrer Sitzung vom 34. h. Md», dt« Saison dtesrd Jahr, um den viele» AufntzUmegesuche» wenigste», zum The>l genügea zu könae.r. schon am 13.Mai zu eröffne, und «j, mir dkm 13. September zu shlieh-a — Dem- «affenbericht de« ts«»> Ist i schon Frauenvereins ist zu rataehmen, daß die Hinnahmen 313n,9stHst. die AaSgabe» 3049,36 M. b« tragen. Viele Mitglieoer haben fe-iwtllß» ihr« B« tröge erhöht. Bemttda« O.»S. Der >>irfig« Tynagoaen-Borstand hat besrhlaff«. anlösttich de» 3üjöhr. Amiejubllöum» ».-« Seadbiner« De. «osenttzal in Breslau, dessen segenseeui« zioauzlgiShrtg, Virksamkeii In »er hi»- sige» Gemeind« »nvergefien t leiden wird, dem Jnbiiar eia« kunstvol. ,״»gestattet« dldreff« durch «tne «bordnvng de» Vorstand» und der Reprüseulau-eii der Synagoge n-Gomrind« udeeeeichen zu laffen (Her, Dr. Rosenihal hat hier sein tllmt am 13. April 1367 angetrereri ) Frnukfurr a Hk-, Mär» >,f da» Gerüch« hin, ln dem Haust de» vrrporbeue» Freistöuletu» von Siotdschild würde ״Seitaudgetheilt.?. drängte sich » fter« «ach de« Begröbnih «i« grnst- Menschenmenge hem», di« der polizeilichen Auffordernng, sich zu «nd strnen, keine Folge leistete ni d »i« Schutzlente msultlrtr. G» r,urder vle.« Berhaftuagca vorgeuonmen. DI« Lchttzmannschas» soll blanl gezogen nnd von der flache» «»Inge Gebrauch gemach» habe«. An» Wie» wird der .Loinlsche» Bolidzeltuaa" lelcgiaphtr», Baron Hirsch lasse sein« »rohr» Gäter in Oesterrelch-Ungai» v«v> Wie«. Dt« von der .Bnkowlnar »»»dschan" gebracht« rlcht, bat dt: Doch!er de» Anüstmlten Schulder in Vi-rnowltz Iiibtn ״. .- ‘ ‘ " . deren Man» dei «Ine« Drdr!»r in der Juden^rffr beschäftigt ist. Dt«! Litern sind, obwohl arm, h»h brav« Leute, nnd können nicht» lasst», daß ihr Schwiegersohn »in s« würhender Antistmi« ist. Wie». Baron Albert «othschil» ha» anlößlich de« Hinscheiden» stiner Gemahlin de« Vürgerawlster Dr. Prtz zehn»»!, send G1alLr«-nnd de« Borpaid« »er tjraelirtschea -ultü»!- gemelude sünstansend Gnlden zur vorläufigen sofntign! Verthellnna an Arm« überaelie». Au»»»e»«»»»ttz«ire dt1 Dod de» Oberrabblner Dr. Igel gemeldet.. L»«»»«. In der nenOeu Rümmer von.Dartest Ruspawiri nachstehend« Inteiesiante Znshrist de« betannlr» englischen Rarnrfotscher», Pros'ffor» T H ükw di« Verfolgung der Jndm! in Ruhla»S veröffentlicht: .Rie habe ich vernomvna. daß, die Jaden etwa» aide«» «lkein stetige«, sparsimea nw» 1!achtern«» Volk, frei von allen palitijchm Bestrebung«», stst» Ihr uirviche» vergehen liegt, wenn i«j »ich, irre, ln der DhaNache, daß sit, t« Besitze dieser Botiüge, e» ntüfl vermeiden können, e» wri.»r >» bringen. al»-d«ü puu«. iaichtlastD«: trunkene Galt, nnwr welche» ic leben. Cf verstößt mwea da»J1«G»W> de» Mrnscheu«schleck»te«. datz unstet Mitmensche»AWr fugende» wegen^S^eare «ttm»»« koist- ...--- —