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Israelitische Wochenschrift · 1892-03-11 · 11 (11.3.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
11 (11.3.1892)
Date
1892-03-11
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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87 ~ >^ch nwhte (• jestoch als me*«« Wicht, meinen Glauben», «lösten von der Auskunft Mitcheuong »u machen, welche ich kvktziTnd meine» Aufenthalt« in Eanada von einem in- ' tekigeuken nordamerikanischen Indianer e, kalten habe. Dieser slmte mir, daß die von der Bahn duichlausene Gegend so Halt sei. daß aus einigen Strecken der Hoden während des ganzen Jahre» nicht austhaut. Nach der Larte liegt die HudsonS-Bay 800 englische Meilen nördlich von Winnipeg. ״Ah dürfte datier dem Comitce den wohlgemeinten Rcth Heben, genaue, zuverlässige und unparteiische Informationen «inzuholen, bevor e» weitere Schritte in der Sache unternimmt. Herr Heimann Miller, Eisenwaarenhändler in Winnipeg, welcher mir als ein zuverläisiger und mit den Verhältniflen genau vertrauter Mann bekannt ist, würde ohne Zweifel für da- Comitee Erkundigungen auf Ort uild Stelle einzuziehen bereit sein; auch die jüdische Gemeinde in ׳Winnipeg wüide hierfür zu gewinnen sein. Der Hauptzw-ck dieser Bahnlinie ist, den Landweg zur Beförderung eanadischer Produkte zwischen Nordwest-Eanada und England um uugefähr 1800 englische Meilen zu kürzen, «a« auch geschehen könnte, wenn da» Eis in der Hudsonstraße die Dampfschifffahrt nicht behindern würde. Zweck dieser Zeilen ist, ernsten und verhüngnißvollen Jrrthümcrn wie solche früher bei Gründung einiger Kolonien zu Tage traten, die aber bei Anwendung geeigneter Maß» regeln bei d.ren Organisation hätten verhindert werden können, vorzubeugen. Aus dem nordwestlichen Canada ist mir nämlich ein Fall bekannt, daß die Eolonisten, »m sich vor dem Hungertode zu retten, um Brod hatten betteln müffen. Wäre man nach einem geeigneten System zu Werke gegangen, so wäre höchst wahrscheinlich ein solcher Zustand nicht eingetreten. Vermischte und ueueste Uechrichtr». MaededttvO, 8. Würz (Dt -llorr) Der gestrige zweite Borlrag de» Hr» Rabbiner» Dr Rahmer behandele« .Die Sinenlehre de« , Talmnd". Obwohl diesmal ein größerer Saal genommen ward«, ' fahle derselbe doch die zahlreiche Zuhörers ras: nicht, so daß auch die Borräume von Juden o»d Christen aller Slassen in Anspruch ge nsmmeu werdr« muhte«. I« aaderthalbiiündigem freien Vortrag ent- . wickelle der Redner die Grundl.hien der taimudi chrn Ethik, aa-gehend vom lvruadprinzlp derselben: PN1N22 j-LVl ״Ahme Gore« Eigenschäften nacht" und dasselbe durchführend durch alle Beziehungen des Men.öden im Lebe«. Es ist unmöglich au« der Fülle de« in logischer Reihenfolge vrrg sühne» Stoffe« Einzelne« hier wiederzugeben: so »ie «4 überflüssig ist zu bemerk,«, daß der Redner da« ganze einschkägige 8« di et vollftiiudig beh rrschte. Lanilo« lauschte die Meng» . den klaren AuSsühningen. Dt« Widerlegung der Angitff« und Berdllästtg»>-gen, die die Sinenlehre de« Talmud erfahren, geschah iu rnhlger sachlicher Welse.wib «achte auf dl« viele» christliche» Zuhörer — doruvter auch L»t:semtl«» — den besten Eindruck. Biel« drängten sich nach Schluß de« Bonrage« an den Redner heran, um ihm für die empfangene- Aufkäru,gen zu danke». Referent Härte beim Rach- Hansegehea Aeußernngin wie: ״Da» hat mich «leder mit dem Inden» chum au«gef«l,»tl" Wenn«« von de« vielbeschäftigte« Herrn Rabbiner nicht z» viel verlangt!»«re, würden wir ihn, einem vielfach geävßetten Wunsch« enisvrecheod, ««suchen, seine beiden Vorträg» durch oen Druck zu verüffemliche,*) Dem , Graetz-Venein", der di« Anregung ,u diesen Bort tilge, gegeben, gebührt Dank für seine Bestrebungea. Wa|NMr| fi. März. Rochdn» wir bereit« t» ^Lltteraturdlatt" aui^kie bet Sigmund Mayer in Trier erschienene Novellensammlung von W. Herzderg.Jrrgllnge ber Seele' hlngewlesen, wollen 'wir nicht verschle«, anch •n. dieser Stelle diese vorzüglichen Erzählungen weitere, Kreise«-zu empfehlen. Namentlich dürfe, sich geonoden« Egemvlare de» sttzäa auSgesiatteten Werke» zu Festgeschenken sowohl für die reifere Jugend al» auch für Erwach!« ne eignen. HamduEch Der ״Norddeutsche Lloyd" und dl« ״White Star Ante"׳ habet« beschioffen, krin« russischen Juden al» Zwischendecks-Pass»- gier« «ehr »uszunehmen, «eil di« amerikanisch« Regierung der Landung derselbe» zu graste Schwierigkeiten entgegensetzt. Dagegen hat die ............. . .. ן ame, ch die ikoniulat« *) Bieleicht — uenrt wir nur erst Zeit gewinne» die kurzen .rMvtigm antzzuarbeiieu, kommen wir dem Wnnsche nach. . (Red.) T'J}•!■'* genau uutersulst werde«, und > ur Leute, gegen die keinerlei Bedenk » zu erheben sind, werde» besärdect Beeslait, ö. März. Dt! Kgl. Regierung hat der »,!er Leim »g de» Rätst.«» De. P. Reustndt stehenden heb-älschen llulerrttz-staastaltisieiftlbsi die bi« dahin nur aus bestimmte Fristen von der Tchuldeputnion gewährte Kvn^isio» aut Antrag der letzteren Be- HSrd: für d e Dauer ertdeilk, sowie der Anstalt auch die Berechtignug zur Ausstellun! v>« geaqnlffe« über den Re1Igion»an«errich« verliehe». Die Ziele der gedachten Anstalt bilden die Hebung »er leliai-se« VU» düng, Verbret «ng debräischen lSlsseu«, Organiflrunq von Uurericht«- Surfen ln verschiedenen Smdilhellen — dt« seyt l« » Gegenden <Ntkolaistr, Albrechtstr., Neue Graupenstr. und Sonneastr ) —Einrichtung eint» JugendgolleSdlenfte« und )ü «sorge für di« unbemittelten Klaff»» ln -umant ärer und wissenscha reicher Hnsicht. Indem die Anstakt ferner Gelegenh lt zur Ausbild >ng über die Seuntniß der vlbel Hk»- au« i« den talmüd,scheu Fächer!: bietet, ist sie zu einer Art Präparmedle für da» Rabbi,eersein nur geworden. An der Anstalt unterrichte» zur Zeit 6 okaaemisch gebildet« Lehier Der Magistrat ha« ihr «in SchnR lokal in der stSintschea kath. höheren Bürgerschule (Rikolais»adr-r. Atz unenigeltlich eingeräumt. Breaiaa, 7. März. iLr. Eorr.) He ׳te, am TodeStaa« de» verstorbenen DurciorS Oberrabl. Dr Z Frankel, de» Begründe,H de» hiesigen jüd. »heol. SrminaiS, fand in d׳r Anstalt, wie alljährlich, ein Trauergone* dienst statt. DI - Festrede hielt Herr D«. N Sandler ״lieber die Stellung Zachariaii Krankel» zur Resormbeweguag der vierziger Jadre unseres Jahrhundert»." fftanffnirt «. M Heir Billy Bambus au« Berlin zielt : vor 14 Logen hier «inen Vortrag über di« K«lon>satton*bestr«duag»n « tu Palästina und Syrien seii-ni der russischen Juden. Sie er «ti» «heilte, bestehen!xreit» 21 «ckei bau-Soion>eu in gedeihlichem (?) Ze> st,nd. Rach de« Unheil von Reisenden, worunter auch christliche Reisende, widerlegen di« Leistungen der Kolonisten da« Vorunhetl, als ob die Juden zu« Landdau unmöglich oder unolllig wäre». Der Berrin ״Eera' in Berlin, dessen Deleqiner und Pcopagan eur der Vorträgen»« ist, bade sich auch die Unterstützung der in Lieinafien ansäsügen südijchen Ackerbauer gestellt. Er foroene zu« Beitritt zu diesem jud- ,a!ic׳naie Bestrebungen unter den deutschen Irden ftirdernden Verein aus!Wer Willy^lambu» ist, w rd den meisten Lesem unsere« Blatt-S durch den s. Z ftttfattoreUer Leitartikel in uns. CI. <Zatzrg 1887, Nr. 6), wohl nod, im tSedächinist sein. Red) (ätlitn** Fest.) Der in unserer polnischen Rachbarstadt Wloclawek ,eil länger al« Sv I >hre amtireude Raddiner Joses Lyalw Kar« feiert am 17. März d. I. da» gewiß äußerst seltene Fest de« iaen EhejuUiäumv mlt stinerGanin zugleich mit seine««' 7vjähriac rige» Rabblner)uotiäum» Dyr durch seine hömitelischen Werte «Äte-!hat Lchabat" und ״Sol omer kro" sowie durch seine immens« Totmudgelehrsamkeit bcrübmie Ral>bl, sowie seine edrivürdige Gattin erfreuen sich trotz chre« hohen «IterS noch verhällnltzmätziger Rüstigkeit und »er JuvUar Hai noch nicht ausgehän geistig zu pro uciren. Bun den Söhnen des Jubelpaare« sin׳ Dr. Jakob Earo, Profeffor der Geschichte an der llniversiiät BreS.au und Dr JecheSkel Caro, Oderrabvtner in Lemberg auch weiterer Srei> n bekannt. (Wir wüns-hen öem un« auj unserer Sjährigen AmtirungSpkt in Lhorn - vor bald SO Jahren — wohlbekaamen Jubelpaare »MH eia tage« glückliche« Znsamme:lieben 1ע3״ש Red.) BEnsehe« ,Posen1 ,׳. Sllärz. Am jü״gsrea Sabbath feierte ter hiesig« C.n »r Herr itzenachowiz sein 2Ljährig«* AmlSjudiläam, gn welchem nicht nur die Gem«ia>,evenr«tung sondern alle Gemetndeuäl» lüder, durch Ueberreichung eine* Ehrengeschenke« und allerhand sanigea Ausmerlsainkeilen, innt;e1« Antheil nahmen Utm. G.pen di« hiesige ,Schnellpostist «egen ant semitlscher Verhetzung auf Yüeisung de* Justizministerium« äffentluhe Klage erhoben. Lücheck, 0. März. (Or -lorr.) Im hiesigen ^aschkomah'-Berei» hielt vor einem zahlreich «ischieneneu PublUum, unter dem wir auch viele angesehene chitstitch« Mitbürger erblickten, Herr Radb. Dr. Stern au« Siet einen eiastü.Ligen Borirag über ״Bilder und Eindrücke au« Italien", ir welchem erlnSbesondere d!» jüdischtn verhältniff« Jtali.n» t» Vergangenheit und Gegenwart schilderte und die Ausmerk.amkeit der Hirer za seffeln verstand. llS»en Der Salier hat lv Jude» zu Mitgliedern der Sperrrtchischen Central-L'mmission süi di« Weltauistellung in Lhicags ernennt. Zu dies« gehört auch Julia« Ritter Gom perz, Mitglied de« Reichtrath« und Präsident der Handel«- und Gewerbekammer zu Brünn- Bvndvn. 8- März. Wie ,Daily News״ erfährt, ist dt« Versolgung und AuSioeisu^g der Juden und Ausländer ln R ,tzlan» plitzllch in» Stocken gerathea. De ׳ Zar verweigert« kürzlich seine Zaftlmwung zu neuen Maßregeln gegen dl« Juoen: Mae nawandeldaer Anlwon auf alle ruuen Lorichläj!« i>>: Genug vor.äufiq. (Oo'* wahr ist?) Land»»!Die MSeznu>,mer de« ״Quiver" enthält «tue» knieressanten »nikel von Reo. iPilltam A. Burnell iraict hem Titel: ״Wie die Jude» Purim seiern". Nebenbei bewun.-ett Hr. Burnell di» jüdtsche Art Almose r zu geben und verweist auf de» streng sittliche» Inhal» und de» gättliännGeist, welch« da» Bach Estyer an«- zeichnen, «tscho» der Name Gate« in demselben nicht «in «inzigo» A'ai genunnr ist.

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