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Israelitische Wochenschrift · 1892-03-04 · 10 (4.3.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
10 (4.3.1892)
Date
1892-03-04
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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«gfctorg, 4. p%r« 189^. ne allgemeine Zeitung des Indenthnms.!*!(•‘,a.M JflHtvatarklatt•‘*. ttt MW InlJUHir tft eSn •MÜnm! •MaklaMn dr«l Muk 1tm»t)ltrt. MttcWt JMnknit: |IMU U ■tut, »4 Im »«»״,I, u »r. 1 jM4nM1<fl* •tt^aartlltafelaM’!ויו jeitift«■«tii.ir) mh I«, I«r!<־* * :•׳•*k «S »*,. *rrnttttfU«. tw 1t»<! u ז מ. Hera»«g»g»b«n von Rabbiner Dr. M. Aaymer in Magdeburg. fir Ritze»,«». |1*t ■>l frldti! II)* Artikel: Die Religio» der Zukunft. — Roä,mals der n1l*tional-Iude". V»lin. Berlin. Pose,». Rogajen. Cleve Ahrweiler. Au» hatmctn. HildeSheim. Bodenseide. Karlsruhe. Au» Lderelsatzlischt« and u«u«ft« Aachrtchteur Magdeburg. Berlin- >!»e» My-lowip. Reep. Ttuttgar«. Luxemburg.׳ Budapest. Chicago. t«t». — Bri*sk«ft«u. 'iBBi* ilw »rIHUrM«* fa»rOf»a»Mkr »n«eri«ar P■“““ rtu mvm rr Mt Ztvß Hin. lartt.li 1t >1t.ה •ra c 111MRt ®1R«n (<*tlf «* •w HIt t111.?ttHAr8lttftat»r.Rt«lt* Me!ftn^Mtine Bnti^tte •tn tett» Ru■ M Rf. Int mntetct tun» tlr *rattcra. «nwWtl.n» Mit —1*0• NUN Mt» tutRitttt ■nftrui» tiatw — Ktccl etuDUlent«» u: Ol» ItinkniM km n|«n<tM. OBschamrkrifl•• 1« MM*k»k■»,. «et aktotlamain Rata». ,^He ZieNgion der Ankunft *in einen offenen Briefe polkinisirt der Pariser Ober׳ »er u. Seminardirector Lehmann gegen die Anschauung, er jüd. Schriftsteller James Darmstetter in der Einleitung neueste» Werkes ,Die Propheten in Israel,' in Bee«f das Judenthnm und die Religion der Zukunft "llnSdrucke bringt. Wir haben bereit» im ,Litteratur- (Ro. 6) auf die Jrrthümer des Verfassers aufmcrksam l!st. der den moralischen Einfluß des JndenthumS schätzt und die Größe und Zukunft der katholischen bei weiten, überschätzt. Gerade gegen den Punkt rxndet sich Lehmann mit großem Scharfsinn: dt» Tempel der Zukunft aufzurichten, schreibt rr, m im Sie alle Heiligthümer vereinigen wollen, rufen Sie!Müschen mit gutem Willen zu Hülfe. Bei diesen: der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der Bruderliebe Sie ׳jedoch nur die Arbeiter der letzten Stunde ein, sich viel um die Vorarbeiter zu bekümmern. Sie bcdabei scheinbar die edle Ueberlicferung des Jude». 41 welches mit MaimonideS im 12. Jahrhundert, der ikichen Zeit der Kreuzzüge, behauptet, daß Jesus »nv I»ed von der Vorsehung auserkoren ,varen, der Wahr- Btft Weg zu bahnen; Sie befolgen die. talmudische An- 10g, daß alle Menschen von Treue und Glauben ihren Ek au der zukünftigen Welt haben, sowie die herrliche sßtzung des Propheten Micha 4, 5: ,Denn alle Völker fAtr geben kr» obige»Artikel i» biefttXr. Ra»«, um die * ÄHdauung gcge»ftb<T der Sgidy'sche» iln der BeUkg« »uv Rr - hier »*Um«!« zu« AuSbrna j» briHgea. (Red.) Mschea״ »tn. 1892 14lAr. 5652. Kakeaber. Frettu, . . rouuideov. Linutag. . Routig . . Dteuftag. . «lttwoch. . D»»»erst«g. Frett«, . . 4 5 0 7 8 r> 10 11 6 7 8!> 10 11 12 «.21.») התמד. T’anU Eatker. mögen gehen, jegliche» im Nanicn seines Gottes, wir aber wollen gehen im Nacken des Ewigen, unseiS Gotte», ewig und imnlerdar/ — Aber alle Achtung vor Ihrem Wiffen und Ihrem heworragendcn Talent, erlaube ich mir doch die tadelnde Bemerkung, daß Sie nur einer Illusion huldigen, weil Sic in der religiösen Zukunft der Menschheit, dem. Ehrislenlhuwe und namrnlich d.׳,n KatholiciSmuS, eine so hervorragende Stellung cinräumen. Und welchen Platz geben Sic dem Judenthum, das ja mieser durch einen seiner vor» züglichsten Sühne verrathen mal׳, dem Judenthum, dessen Provheten die erhabensten Ideen, die herrlichsten Lehren der Menschenverbrüderung, hervvrgelnacht? Ganz gewiß, der KatholiciSmuS ist eine Macht, aber ivaS thut die Zahl in der Welt der Ideen? Ueder wieviel Seelen herrscht derselbe in Wirklichkeit? Und wird sich dir moderne Vernunft von diesen Dogmen beherrschen lassen, die keine bloße Metaphern sind, sondern wirkliche Glaubenssätze, ohne ivclche man ans׳ hört, Christ zu sein. ״Rom,' sagen Sie, »scheint zu sühlen, daß die Erbitterung der Völker und der menschlichen Klassen einen Schiedsrichter nüthig hat. Bereits erhebt r» M dem Streite der Klassen seine Stimme." Schiedsrichter zwisihen den Mächtigen zu. sein, hat etwas Verführerische» an sich, e» enlhält eine» großen Ehrgeiz, und Rom ist ehrk!eizi^ die Geschichte beweist e». Aber verdient dieser Ehrgeiz, wie groß er auch immer sei, daß er die Erbschaft der Propheten, dieser heldeumüthige» Verfechter der Gerechtigkeit und ><r!Wahrheit, antrete, oder sich an deren Stell« setze. Warum hat Rom diese Mission nicht erfüllt, als seine sittlich« Autorität noch mächtig war?

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