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Israelitische Wochenschrift · 1892-02-26 · 9 (26.2.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
9 (26.2.1892)
Date
1892-02-26
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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iTbnt. Ferner nmtfcc von den schweizerischen rhierfchutzkleinen die AbhalttM eine» internationalen Kongresseim Ilchre 1894 in Bern VkHhlofsen. ' Mer», 22. Fe-nckr. Bögen den Beschluß der schweizeri- Icke« Thierschutzvcreine, dem zufolge dabei den J-raeliten Äkiche Schichten durch die Bunde-verfafsung untersagt werden nimmt der jBcrner,Dmrd" auoportunistischen Gründen '!׳Ätellung. Der ״Bund" befürchtet, anläßlich der Agitation Mit Bolle werde mau alle Leidenschaften gegen di« J-raeliten itsesseln. Auch für die Schweiz würde auf diese Weise ine Antisemiten frage entstehen, von der sic bis jetzt ver- HDchont wurde. »tißlmwd. /ksir». In den hiesigen Dorfe ist der Sitz eines ärzt- ■ wil len Vereins, zu dessen Fondalle Einwohner de- Districts «cht!setzlich beitragm müsse». Ungefähr 2ü Dörfer werden '^rrch diesen Verein ärztlich bedient; zu diesen gehören KayaS- ^Grndorovky, Zavadovka, Dmitreftvta, Lubimovka u. a. inner- .Hlilb eines Raumes von 40 Werst Länge. In allen diese» 'ITVrsera sind Aerzte angestellt, »velche den Oberärzten dei<E«reinsubordinirt sind. Geringere Unpäßlichkeiten werden ..txm den weniger tüchtigen Aerzte» behandelt, während die '.^,schulteren Aerzte nur in ernsteren Fällen zur Verfügung ^«ftält werden. Zu den Functionen der gewöhnlichen Praksilier gehört auch da- Impfen der Kinder. Bis zum Beginn die^s Jahres nahmen die Aerzte der vorgenannten Dörfer .fHemen Anstand, auch jüdische Kinder gegen Entrichtung des ..ststgesetzten Honorars zu impfen. Jetzt aber haben die Dorf- , ld-te geheime Ordreerhalten, jüdische Linder nicht?«ehr zu impfe». Seit mehreren Woche» schon sind ldcker leine jüdischen Kinder auden genannten Dörfern »chr geimpft worden. (Das kann sich an den vom Juden- -chkß geblendeten Russen bitter rächen.) Aste«. Aßt»«. Ein Eorrespondent der »Daily Nrw's" berichtet 1»m hier, daß mehrere jüdische Familien, ivclchc aus Ruß- 41a nb ausgewiesen wurden, nach Kundrat am Anni Dana Gwandert sind, um sich daselbst niederzulasscn und haben '«esfallS «ine Petition an den Emir gerichtet. Gegenwärtig lebcn in Khiva keine Juden, da im Jahne 1884 alle ge- »aaugen wurden, zum Islam überzutreten. Emir Said .H-ohamed Khan ist zwar kein Gegmr der Juden, trägt je-!Mich mit Rücksicht auf Rngland Bedenken, ob er dem Be- ^gihren stattgeben dürfe oder nicht und hat deshalb den Ein- ,D!wa«derten lediglich gestattet bis auf «eitere Entscheidung k'«i Kundrat zu bleive«. Diese Juden wandrrten von Ruß- .lind »ach Khiva in 18 Tagen auf Kamrrlcn, indem sie einer «lstaruwane von Turkvieuieu folgten: sie beabsichtigen sich der ^«idenzacht und dem Handel zu widmen, da der Boden in ^strrr neuen Heimath für Ackerbau nicht geeignet ist. KenKijchle »ft* «e»eße M«chrtchte». Berit». Die vesörderunz rnssifiher Ansgewiesenen »ach Newleck »irb von de» »Rorddentschen Lloydetn,1weUrn verweigert, well Mzotbft der Fleckt vphns aasgedeochen sei und eine achttägige Ouarav-!-öl»« verlaugt «erd«. Do« CentraUowite« für dt« ansgewiesenen Juden : t» Homburg bemüht sich, ander« Bttöiderungswege zu empsehiem Moransfichtitch findet demnLchst eine Znsammenkunl« von Delegtrtea Wir lkomitrr'» von Berlin, Hainburg. Arantfnrt a. M. und Königsberg l-fdNt, n« «eitere Brschlüffe za soffen. (Liehe ,Hamburg".) s'- Beett». Gegen den Stectar Ahlwardt ist eine neue vorunter- > Wchung »egen Belrtdtgung de« JasttzmiuiperS und des Finanz- ' ltntstrr» 1» «a»ge. Bermnthlich wird die Sache jedoch erst in etwa Im* Monat« spruchreif sein, da Ahlwardt in seiner bekannten Manier Ist immer neuen und verwirrenden Ansfiüchten nnd Beweisanträge« Immt. . MaatzeAttrg. Das Selig Marcus'sche LH,Paar Hierselbst!geht am L Oillrz die golden« Hochzeit, von einer eigentlichen Feier inß jedoch wegen schwerer Krankheit der seit Jahre» leidenden Baltin IWand g nommen »»erd«». rt Kit Hamdetrg meldet, man, die «egiernng der Vereinigt«» 1 hebc die Einwanderung russischer Juden verboten und diese» sünf groste» Schtffahrtsarsellschasten «itgetheilt. — Wie die ־ eestthtt, ist die Rachriqi ln dieser Form unzutreffend. Die der Vereioigten Zudeu za» Aalöß Staate, Mt die en, am Ankunft thptzask ranker 11 aenommen, am bta Dowtzste»st»fit»astrn Hel d:r Annahme von Poffazierrn -oas dies» BejekkschsMkffe in Hti, ßcht auf ihre Besundihetr di« «rSstte Vorsicht zar Pflicht zu «achmr׳ Ein verbot der Eiuwanderrng ist ober nicht ersoigt. Vefsom, Id- Fedra«. Heut« seierte da» Julius Cahn'sche Ua» paar hterleldft da» Fest feimr goldene« Hochzeit Selnzlg. Bei der internationalen Ansstrllnna sür das rothe Kreuz, Armeebedars, Hhrietae «. > w erhielt«, dt« .vorlelange» über öffruiliche und private Besnndheitssstegevan Prvfeffor Rasenthal in. Erlangen die goldene Medaille. Mit »na. Za« Nachfolger de» jüngst verstorbenen gdaßdinor» Dr. Löb >s. V.) ist Herr Rabbiner De. Rosenseld au« Oroshatz« (S» gar») gewählt worden Vbienoaden. Aas de« Bericht des tsr. Uaterftü-tengsneratü« pro I8Sl ist ersichtlich, dag in dem abaelaufene» Ja^e ün» wett hsher« Summ« als in frühere» Jahren sür fremd« Arme veraalnaA worden ist. Traten doch auch bei uns infolge der gröblichen Znsimtde in Ruhla,d «lue weit größere Anzahl von Bittenden an unseea KHe heran, deren Hülfrrns von uns nicht uiqehört hieibe» konnte׳. tkt Einnahmen beliefen sich ans Ü4l׳i M , und während an hiesige und benachbart« Arme H?l M. autaegrbe» lonrden, erhiestrn fremde Kranke und Darchreisrnd« 1V40 'ft. Das Vereinsvermöaen ist jetzt aus 18078 M. gestiegen. An Stell« de« weggezogene» L. Straus hat H. M- Eisberg die Beshösi« des Cessirrrs über»»««»». V«o O^erdeffen» V> Feb mar Im Lauf« dieser Woche fanden in Briedel, Ofthelm Fauerbait öffentlich« Versammlungen statt, t» denen der T^rlststeller F W Runge an» Gotha »Ueber Verwersttchleit und Befahr te» Antisemitttmusredete. Die Versammlung»» nabmen, tropdem seiten» der zi.blreich anwesenden Antisemiten »er versuch gemach« wurde, den Redner »u stören, einen ante« verlaaf. Aach war demseib-n Redner der Rachhaussaal inHochweisel durch den vürgermrister Werner zugesagt «weden: nachsem derselde aber, mit seinem aatlsemilischen Anhang ii. Fanerbach trr Versammlung mit angeioohnt hatte, zog er es vor, fti.ie Zusage zurückz»nehme». Wie» Baro!» R athanitl von Rothschild ist einergroßeu Befahr glücklich entgangen. Ami), d. M landete er auf seiner Aach» .Auroraam P1״t vendres und fuhr von dort nach Banvals, am ein Sanatorium zu besuchen Beim Fahren aus einem avschüskgen Weg« kam der Wagen an die schaese Kante eines Wege«, der an «in«« 00 Fuß hohen jichcn Abhänge voibrisühne und durch ein« Brustwehr geschützt war Die erschreckten R rsse ׳stürzten bei der pivtzlüden Adlenkung auf «ine» Zlckb»ck»oeg wobei Brems« nnd Detchsel zerbracht».. Der Kutscher hirlt sie jedom mit verzweifelter Anstrengung aus de» Wege und der Baron hatir nur seiner VetftesgrgenwaN, nicht «ns dem Wage» zu springen, die Rettnnz ans drohender Befahr zu verdanke« Prag. Herr Dr. Karireles au« Berit» har hier t« Verein .,Afike Jehadt.‘‘ seinen Vortiag über jüd. Troubadour« und Minne- Lamdara Der I t. Lande«schulralh für Galizien hat »ea Herr» Rabbiner Dr. C a r o zum Jnstlekio ׳ des jüdischen Religionsunterricht«« an fiimmtiichen Volts-, Gürtlernnd Mitlel>ch1l«a in Lemberg er» oannt. (Wir grawliren nicht um: unsere« geschätzte» Mitarveltrr za diese« ehrenvollen Amt, sondern viel , mehr noch der israel. Jugend Lembergs, der Aussicht eine« so eiproblea Schulmannes unterstellt za sein. D. Red) Wll»<fl«tf. Ci» Reger,!reicher als Sklave eine« Bruder des slüherra Pröfidenten Jeffersahn Davis gehörte, hat die Libel in di« Sheetöma-Spnich« übersetzt. Der gelchne Schwarze hat an »er AVk- UniversilLt studiert und »nid« sieiniicher. Bor thm ha» Nie «and den versuch unternommen, rive ö-chrisr sür di« Eheetsma-Sprmch: za . erfinden. Diese wlw^i» einem bewntendeu Theil« Afrika'« gesprochen und hat viel« Wirte5m» den Zalüs entlehnt. Sie ist die 2 J9. Sprache, in welche die Bibel Pgrsrtzz owrden ist. Re,< Cnltn, Rach d-, ne,este» ll-vsus wohnen hier t«' Banzen nur 450 Jud n. .T׳!»tzd>m hat die Tolonie neu» jüdische Bemeiuden. 91»». Der Ftnauzminister, Herr Luzzatti, hat ein sehr schmeichelhasies Schreiben von dein russischen Finauzminister, Herr» Wyschneuradsk l, empstmzen, in welche« dieser seine Bewnnderang aussprtcht Uber die große» und segensreichen Arbeiten, welchen -err Luzzotti alle seine Krüstr widmet und welche die höchste Anerkennung nicht nur der »ah-rn italienischen Patrioten, sondern aller Menschenfreunde auf Erden verdien« jDiese» Lob ist um so bemerlensweether, als ei von dem Ritgliede einer aerwalwng ausgeht, di« ein Volk j» schändlich behandelt, za deffen h«n«rrage,d,»en Söhnen Heer Luzzatti gehört. Die hohe Stellung, zu welcher Sr. Ezrrllenz sich empor» aeschdrungra und dir Wohiihaien. »eiche er in derselben seinem Heimath», lande erwiesen hat, sollte» den rr ssischen Staatsmännern doch zu dr»' denken geben, welch' große» Racktheil sie durch di« Judeuvenretbang de« Staat« lareiten) Gala». Unser On gehlrt z!> den weuigen Städten Rumüaieu», in welche» Religion«- und Rnffentaß noch keinen Bode» gesaßt habe«. Dies zeigt« sich bei Gelegenheit det uutrr Protertion der B.hörden zu Bus sie» des jüdischen Hospital» ve.׳onstalter-u Balles, an welchem rum

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