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Israelitische Wochenschrift · 1892-02-05 · 6 (5.2.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
6 (5.2.1892)
Date
1892-02-05
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Ittzr- XXIII. Magdrlmrg, 5. Frl»r,«r 1892. eine allgemeine Dettnng des Indenthnms erktartmtch ntkkrtiu ,« n« Rum > n tet «•»*•» fkk*Mt“, tel Kamille«■ ilili•'• u. tek״f Ittavatarfclatta". Rntl für ■ut kr>l fllHn te* eint tiMnrrn; ». BaAtnMmi'fli drei &£*rlt »tntrliltel. M» ktttetri 8ata<kn1t:!IkttM 14 Mark, »ab tem 0»ktU«kr: M «t. tk ^Pach»»»ch»fN» ■u ,(■alUnkl(tt' (<k»t,£ttttfatatkl«tr) tatet kd kn P»Ü: » Va*k *B Bf». Mntrltaktlfd). Mt »im*-**, tatet « Pf. -» H«rau»gegeb«n von Rabbiner dr. W. Wahmer in Magdeburg. fit WiltktH, Hecht uh ftitkti! »nsaaat» Bl bl».3 ♦ta »111114» « 0 4 «tt 141M t* Mir Br ka».Jüblich»SIiirranrr.Vlalt» ktr ktarartaallr« «d!1i»II» oarr «rrü Mam» M |lf. lind »»,wrkrr durch kl» ״n.״i751״ Ervrlillloarn oter—fallt mau leldü auf Rabatt «ttstznich macht — klirrt rt^sraten »»: »I» »!»•ktttaa >״ ..»arartit. »achaatakrtfl*' t» Ma, »ka», Bei ®Uknbolua4»n Rabatt. N >»ch«lt: BotteRv» Cttiftl: Offene Fragen au Herrn Ab» Reichen-perger au» seiner Vaterstadt Toblenz. Bon Rabbiner 0r. Singer. — Unser« Wünsche bezüglich de» neuen BolttschulgesetzeS, (Mtbfcte ■■» tkorratpoRvenre« r Deutschland: Berlin. BreSlau. Lauten. Aachen-Burtscheid. Wesel. Lchtoriz: Lt Ballett. Bulgarien: Au« Rordbulgarien. (Schluß) vermisecht« »>» orneftr «achrirlfttn: Berlin. Breslau. Oppeln. Lauten Lo»lau. Ratibor. MySlvwitz. Alsheim Franks»« a M- Au» Württemberg. Btüffel. Pari». London. Petersburg am*tt. Wochen- Prtrur. 1892. Sek’iru. 6652. Kakrrder. IhUMnuT ahne MUKAnMi« Q»»llr»««,»dr «ntrriagt. Fnit«, . . . 5 7 L onuibcud. . K 8 Banate! . . . 7 9 Montag . . . 8 11) Nteuft״ . . . 9 11 BUNwoch. . . 10 12 Donnerstag. . 11 13 itretta, . . . 12 1» .(5,85) בא I I ##tut Aregm a» Kern, Alg. Aeicheasperger > a,S seiner Vaterstadt Lobleuz Es waren einmal — so fangen uralte Geschichten an, | und so warden sie auch erzählt. Es ist nun zwar keine | den Jahren nach alte Historie, die ich mittheilen will, doch berührt sie mich, als wenn Jahrhunderte darüber hingegangen wären, seitdem sie passirte — und das Herz thut Einem »eh ob der entschwundenen Herrlichkeit. .- ׳ Also eS waren einmal drei Männer, ausgezeichnet an Wissen, edler Denkungsart und ritterlicher Gesinnung, welche, alsie da- Heiligste ihre- Herzen- — ihre religiösen (Ein• rühttingen — bedroht wähnten, sich zusammenthaten, ihre Mannen auf die Zinnen riefen zur Bertheidigung ihres kostbarsten Gutes. Diesem Dreigestirn, dessen Reinheit und Lauterkeit über jeden Zweifel erhaben waren, konnte es an Erfolg nicht fehlen. Ein großes und starke- HeereSgefolge schloß sich ihm an und es nahm den Handschuh auf. Der Kampf dauerte viele Jahre lang, gar häufig wurden ihre Reihen gelichtet, viele Unterfrldherren unterlagen dem unrr» bittlichen Princip der Vergänglichkeit — im Hauptquartier verlor man den Muth nicht, denn man kämpfte für eine ideale Sache, für ein Heiligthum, nicht für irdisches Gut. Doch ,von den Dreien starb der Eine, der Zweite folgt' ihm rach* — wie ein dem Liede heißt — und der Dritte blieb allein« von den Dreien übrig; eS war der Aelteste 4 Von chnen, er blieb — eine ungebeugte Gestalt, umgeben ־ von Liebe und Ehrfurcht der Seinen, angestaunt und verehrt von den «l,rlichea Gegnern. Wen» auch da- Streit- »bject inzwischen zu gegenseitiger Zufriedenheit auSgeglichrr war, so blieb dennoch daS Heer, eingedenk devi!1 pacem para bellum“, steh:«, neue Führer rxercirten dir Truppen ein, vielleicht weil sie dem Waffenstillstand nickt recht trauten — der Oberfeld serr schlief nur mit einem Äug► blieb stet» in der Defensive und bereit, beim ersten Schlachttuf den Kampf wieder aufzunehmen. Der alte Kämpe, der Aufregung des Kampfes gewohnt, ward der Ruhe bald׳ überdrüssig und — vielleicht auch nur um seine Truppe»- zu beschäftigen — ging zur Offensive über, nicht aber gegen! den früh:rn Gegner — v nein, mit einem Theil derselbe»!, der gleiches Gelüste hegte, vei band er sich, um einen neutral gebliebenen Zuschauer — einen geschichtlichen Prügelknaben, zu brüskiren.- Weiterekann ich nichv erzählen, denn die eben mitgetheilte Geschichtt ist noch nicht auS; wir müffen abwartei, ob die zur Bertheidigung aufgerusenen Schaaren ihrem greisen Führer mit gleicher Begeisterung folgen »oerden, wenn er sie zum Angriff;egen ein« schwache Minderheit führt, bei deren Niederwerfung keine Ehre zu holen ist. Wer de» anläßlich de- Volksschulgesetzes im Abgeortnctenhause gepflogenen Verhandlungen aufmerksam gefolgt ist, der bedarf keiner näheren Erklärung zu obigem Geschäht» chrn. Wer erinnert sich nicht des Dreigestirns Mallina krodt, Windthorst und Reichensperger — Letzterer ist ein geborner Toblenzer — dir nicht nur chrer Partei die sie begründet und zur Susschlag-gebenden erhoben, so»,- der״ den Parlamenten, denen sie angehürten, zur Ziert« gereichten! Ter vornehme Mallinkrodt war der Erste, der

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