Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 23 (1892)
- Issue
- 5 (29.1.1892)
- Date
- 1892-01-29
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/6492344-5935084-5959773--0951-5374900- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Ma-d-lmr-, 29. K««««r -SSL ♦ i♦ m=r ■■ eine allgemeine Zeitung des Indenthums. Herau»gegebea von Rabbiner Dr. M. Hiaymer in Magdeburg. kör Wohrheit, Recht >1» frirl>r■! *Hmit. »ticheiki 11 nu SUMmet »et ^»*4«« r4*itr', »H Stei» *t •ne bMlsÜtt** Id cSn •oRtatnn ». BatteBMmecn arol Muk *itttdMkrl. Wtt kittetet £a|takn(: tlktitt U ■ttrt, ■14 ko» ■ asttsbe: 16 nt Sir «dt ^MrilUatklai«- (•k1c.2tttet«eat»I«tr) Met Id ket U.Ä: M •darb SS Sf*. »iettdKUiltck. Sie •imd-lhr. Mut « Pf. H-Jl;■r.e.t« tat kie.JIr-elitilche «»»ent«.i׳r Bit *St k.«»IuklsAeLittet»IUt.di»!r bie HewfMUdi« Vetüidle 80er «ete■ So«■ MB kf. ftnk rtinortet kat4 die Sturaent. EtveONioatN vier — fall man fellB mfSabitt Ba0n14 «1-t — kittet dafBteabe■ ut: Di» lle.1Hti«« kn ״Iwullt. W»4»- tutetet״ Hl!*■«■»ויו(■«. Bei (SicketkoUingen Sakatt tf-» Lottend» flrtifel: Der Bürgermeister von Broenlo — Der Zedlttz'sche Bolksschulgesepentwurf und da» jüdische Schulwesen Bon! «. Spanier»Magdeburg. — Die jüdische llolonisatiott in Argen-! Woche«״ Juur. 1892. Seii’wit. 6652. Kalender. Artttag . . . j 29 29 tinien. Veriechte und Correcr-ott»»n,en! Deutschland: Magdeburg. Sonnabend. . 30 1 tk->rei3»b.l»1e>1kli»4«lrb.(3,23) Berlin. Berlin. Lu» Württemberg Mainz. Dessau. Oesterreich-Ungarn; Preßburg. Lemberg, veruttsehte und neueste Notttrichteu r Berlin. Hannover. Leipzig. Sonntag. . . Montag . 1 31 I’eb. 1 2 3 lauten. Köln. Au» Heiligenstadt. Altona. BoSkowIP Wien. Krakau. Lemberg. Basel. Brüssel. Pari» Bayonne Petersbürg. Warschau ttorsu Washington. Dienstag . Mittwoch. 2 3 4 5 9afmtc. Donnerstag 4 6 NaLdrnck ohne vollständige Luellittangadr untrriagt. -MW Krettag . . 5 7 J>« NSrgermeister von Kroento. | Der Bürgermeister der holländischen Stadt Grocnlo, Herr Hcssclink van Suchtelen, veröffentlicht im »Zutphenschc Ct.' vom 4. Januar «inen Brief, den er an den Buchhändler R. I Wiegerink daselbst gerichtet hat, und ■ .der wie folgt lautet: »Mein Herr! Ich sandte Ihnen den gestern von Ihnen j empfangenen Prospekt über daS durch Ihre Buchhandlung zu beziehende Werk ,Der Jude. Ein Warnungsruf an die Christenzurück und bitte Sie, diese Zurücksendung als , «inen Protest gegen den Inhalt dcS Buches und die Art ] und Weise, in welcher es angckündigt wird, betrachten zu wollen. Gleichzeitig will ich durch diesen. Schritt meinen Gesinnungsgenossen den Aerger ersparen, den das Lesen dieses Prospektes in mir wachgerusen hat. j Die Verbreitung dieses Schriftstückes, durch welches der י anonyme Herausgeber das genannte Werk empfehlen zu! müssen glaubt, um die Christen vor den Praktiken der Juden! zu warnen, um Enthüllungen zu machen über den oft be« klagensnnnthcn Einfluß und den verderblichen Geist, mit * welchem die Israeliten die christliche Gesellschaft durchdringcn, um jü2i,chcS Treiben in die Erinnerung zu bringen, welches sich in jüngster Zeit abgespielt hat und unS mit mächtigen Waffen auszurüsten gegen die Kunstgriffe der Semiten in unserer nächsten Umgebung — diese Ausdrucksweise beklage ich, weil dadurch die bittere Saat des Judenhasses, der >o leicht in dem Gemüthe der Leichtgläubigen unter dem Volke zur Frucht reisen kann, auSgestteut wird.; Ich hoffe, daß unser Wohnort nicht verurtheift werden! wird, die heillosen Früchte dieser Saat pflücken zu müssen. Wahrlich, unser« Zeit bietet, auch in dem kleinen Kreise unseres gemeindlichen Zusammenlebens, dem Auge des auf» merksamen Beobachters der wunten Flecke genug, die euütbig mache», den Blick aller Wohldenkenden daraus zu: fcastr unb nicljt dal gemeinschaftliche einträchtige Strebe» ' MB ‘׳5׳ .׳ . יr«i zur Ausübung der Nächstenliebe durch Hcrvorrusung von Spaltungei unter unfern Mitbürgern zu schwächen. Ich habe das Recht und die Pflicht, hiervor zu warnen. Das!siecht, weil ich während meiner vieljährigen Amtsthätigkcir unter ihnen nach nieinen bescheidenen Kräften dahin gestrebt Hobe, d.׳n Eintrachtssinn zu festigen und mir nicht bewußt bin, jemals um des Glaubens willen den einen Bürger vo: den andern zurückgestellt zu haben. Die Pfli cht, weil nach meiner innigsten Ueberzeugung der Gemeinde, in den Haup:stadien ihrer EntwicklungSbestrcbiingen getroffen, rin Rückgang droht, da Mißtrauen und Verdächtigungen unübersteigbarc Scheidewände zwischen ihren Einwohnern ei richte» r iürden. Und gegen wen in unserer nächsten Umgebung will die genannte Schrift die Christen denn zum Streite führen? Gegen Leute, die nichts mehr wünschen, als n׳it ihren Netxnmenschen in Frieden zu verkehren, die, getreu dem ehrw!irdigen Glauben ihrer Väter, größtevtheils mäßig und eingezogcn leben und von welchen Viele wegen ihres braven und sittlichen Betragens, sowie tvcgen der pünktlichen Uebung ihrer gesellschaftlichen und Bürgerpflichten manchem Christen als ein beschämendes Beispiel vorgcftellt werden können. Die Ausnahme von dieser Negel, die bei ihnen nich: in größerer Zahl als bei Andersgläubigen Vorkommen, können ihnen nickt zum Vorwurf der Schmach und Verachtung gemacht wei den, müssen uns vielmehr veranlassen, unsere Ausmerksamkeit ihnen zuzuwenden und ihnen mit Wohlwollen und Achtung zu begegnen. Mit meiner Verurtheilung der Tendenz des genannten Buches siehe ich nicht allein. Mein Widerwille gegen daSselbe wir!» vor. Bielen, wie ich inir schmeichle, ja fast von den meisten meiner protestantischen und katholischen Mitchrfften, denen ihre ReligionS- und Sittenlrhr« Ve rträglichkeit und Nächstenliebe als hochheilige Pflichten an» Herz legt, aethrilt. Ich will Sie nicht im Verdacht haben, absichtlich dagegen jjehattixlt zu haben. S!» weit ich Sie kenne. glawx *£■>• st־’••..