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Israelitische Wochenschrift · 1892-01-01 · 1 (1.1.1892) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
23 (1892)
Issue
1 (1.1.1892)
Date
1892-01-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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m — ז —י Obskurantrn gelang rsDihm auch, die Astsralt auf eine vollftSndig moderne Basis zu stellen, die d:n jetzig.« Ansprüchen «n die Erziehung in jeder Beziehung entspricht. Nicht allein derdankt ihm die Talmud-Thora den Neubau in einer der elegantesten Straßen ihren den hyzienischm Bedingungen genügenden Räumen und Einrichtungen, sondern auch d e »ollsUindige innere Umgestaltung und die Erhebung zu einer von der Regierung anerkannten Lehranstalt, die gewisse Wechte bei der Leistung der Militärpflicht gewährt. In den letzten Jahren erfreute sich bie Talmud-Thora eines solchen guten Rufe», daß der hier gebürtige und in Petersburg verstorbene Leon Rosenthal die Anstalt mit einem Legat von -5000 Rbl. bedachte, das zur Einrichtung einer Hainwerkerschule verwendet werden soll. Der Grunvstein zu diesem Gebäude wurde schon im vorigen Jahre gelegt; leider war es aber dem Berewigte r nicht vergönnt, seinen LieblingSwunsch verwirklicht zu sehen und an der Einweihung derselben theilzunehmen. In der Talmud-Thora, wohin seine irdischen Ueberrcste gebracht wurden, fand die übliche Todtenfeier statt. Die «ns dem Friedhöfe gehaltenen Reden des hiesige» Rabbiners Dr. Gordon und des Maagids drückten in warmen Worten die unvergeßlichen, hohen Berdicnstr, des Verewigten »m die hiesige Gemeinde aus. dessen Verlust für Dieselbe unersetzlich ist. Sein Andenken wird stets gesegnet bleiben! 8. (1. Vermischte nnb neuere Aach richte». Maadevur«, 23. De), Tic Ze ungtn meideilt Tie Familie Eiuschhoff aus Xanten, welch« weg«, des Verdautes, den Lanlener Knabenmord begangen zu habe», in Un ersuchungsha I eingezogen war, Tst heute, nachdem die Untersuchung nicjl« Belastend) gegen dieselbe ׳ erwiesen, aus der ttnjerjuchung entlasset worden. — Eine holländisch« Zeitung hat iber un L a n lc n e r »nabenmord u. A. folgend« Notiz: .Es kann aber null g, 'chcheu, dag die Sach« jetzt eine ander« Äenvnng nimmt, da!uich e,nsiuß׳.eiche Isra- «liren zur Keuntniß des Staatsanwalts zebiaisit nur!»«, das. di« Mutter des ermordeten «naben ihre» Mann (den Sti:s»>ter gelegentlich eine» hänstiche» Zw sie« in ein sehr ungünstzes L.ch! gestellt hat.- VeMt» lein anges-hener GestzichtSsi-rslber, der PrivalLecenl Dr. E. Lbwenfeld, >>1 kürzlich unter Theinahm, der Wissenschaftlichen kreise aus dem jüdischen Friedlose ii: Weisiensee zur lezien DuhctbestaUrt worden. Ter Tod har »en!!jährigen (verehrten aus «tner nach Aller Boraussage glänzenden akade »i chen Laufbahn herausr' eigen. Dr. Löwenselü, welcher dem Lehcköizcr d<r Universität seit Fahren angehörte, galt in seiizem Land« :'!che, der!'.»:schichte der Päpste, di« er durch Forschungen, Fund« un> Tchrisrer a»ß rordeniltch gefördert hat. als eine der ersten Autorin: en uni war auch schon wieder>olt für Professuren in Vorschlag gebracit worser j. nach dem Weggänge seine» Lehrers Harry Breßlau Tr. Lö»>:>,f!U> nor e:ne svmpaihisch« Erscheinung von ungemein bestheidenein, fewiniendem Wesen Der unbarmherzige Tod hat ein schön,« Fainiltrnglicf zerstör», dejsen sich der verdienstvolle Gelehrte «:dr nui einige Zaire erfreuen sollie. Ltfs« i. P., 29^, Dezember (Lr.-Corr.) Tie aus gestern hier unberaumt gewesene diesmalige Jahresversam,״.». tg des Vereins jüd Ähr« der Osiprovinzen mußt« vertagt iverden. Tu Ur'aoe wer M« (In ttn meisten Fällen! durch dir leide״ nocl: in,»er oe breite e ZGstnenza-Epidemie herdeigosühne sehr schwache Beirüligu»(. Pc» den ca. »0 Mitgliedern, die der Verein jetzt zrhlt, wao::> nach den er- Eenen Einladungen nur etwa 7 Zusagen ••iiigclauf :!>. Ta die Adder Bersammlung seiten« des Borsittnden, Hrn. Hauhtichrer bst, nur an Diejenigen, welche ihr iirs,Heine» zugesagt halten, durch direkte Zuschrift dekannt gegeben w,rs,n war ja tca!n am 28 . Dez, doch einige Mitglieder hier ein, trilche zu eiae7 veitr eulichen Besprechung zusstmmentraten, deren Ergebrilß war, das! den jämml- »chen diesseitigen Milgi'edern der Anschluß ai ixu größeren »kchiesisch-Posen'schen Brudervereiu-, namentlich iin if urite der Unterftützrmgs-Nassc, dringen d empsohlen uni> uafic Bei insta; demntchft («wo in den Zwitchentagea des konmend!» ßasasesten) nach Posen wieder einderusrn werden soll. U«l» (Wcstpceußen), 26. Dezemde׳. (O.-C»rr., Am ersten AhawiVah-Sabbarh war der hiesige «sie iranirr ter Lynagvoenge- «wtude, Herr Baruch Samuel, Gegenstand iebtaslir Ouanoneu. Derselbe feierte mit jeiner Gattin das Feil seiner 'ilberaea Hochzeit, »«wem « bereits vor 8 Jahren sein 2vji steiget L1ars!ubilä»,m hierfe'bst begangen. Unter den ttzeschenken, w:l.t« t1:-,'1.׳ors orationen und Werrtnen überreicht wurden, ragt« eia aa1r h«tftei Geld!» sch«nk der Ge- «etnd« besonders hervor. Den Höhepunk, aer?,iei bilde»!!ine Ankpenche de» Rabbiners Herrn Dr. Guttmaun, d>, l t« 8« d -!aste des Iutilar» pm Lultus und Schul« hervathol, un. die ,statNn alt, ko:- dild einr» echt jüdischen Weibe« schilderte. HU, f «5 de», ksub!lgaa:.-e! vergöaut sein, getragen von der Lieb« undZ Verehrung der Ihrigen undfder Gemeiude nach weiteren 28 Jahren da« Fest ihrer goldenen Höchst in Freude und Gesundheit zu «lebe«. 14. 8 Stettin, den 29 Deren»der Seit 12. Jahren besteht hier ein ״Israelitischer Kuadenverein." Gestern Abend veranstaltete der Gründer drsselben. Herr (iantoc Sarasohn. im großen überfüllten Börsensaale die diesjährige Ihaantafeier Mit dem Anzünden ter Ehanukalichter und Absingen des MoauS-Zur und anderer Chorgesänge begann dieselbe. Cs foigt-n Ansprachen, Festreden. Prolog und zum Schluß der einactig« Schwant: ״Papa hat'« e.'laubt.“•) Die Bescheecung bestehend aus Anzügen, Schulsachen, Lebimsmitreln, Spielsachen rc. findet erst heute statt. ׳ Dieselben Ziele verfolg: auch der ״Bevün Tügendreich", der für heute Abend seine Chanukaseier angesagt hat. Auch er deschenkt arm« Kinder hiesig« AiaubenSgenossen und wirk: dadurch segensreich — In minder geräu'chvuller Weis« ward vor: hiesigen jüdischen Damen eine Summe Geldes gesammelt und dafür allerlei nützliche Sachen unter den ärm-ren Gemeindemttgliedera vertheilt. S» wirkt Alles — alt und jung — zusarrmen, um zu Chanukah Freude zu verbreiten und Sorge und Kummer, soweit es eben möglich ist, durch praklischet Judenlhum zu lindern. — An* Wiirkter-ttzreg» 27. Dez (Or.-Lor.) W.irttemberg zählte am 1. 'bez. 1830: 1407426 :vangelische, 609658 katholische, 126-2 Israel. Einwohner und 6318 Anhänger sonstiger Bekenntnisie. Im Jahre 1890 sind in Würiumderg 4 Israeliten zur evangelischen Kirche übergetrcken — Ihre Majestät »önigin-WIttive Olga hat dem Br reine zur U nkrrstü! ung von Witr:o:n und Waise» Israel Lehrer Würitcinbergs auch h, uer wie:er eine Gab« von 45 Mar! gnädigst bewilligt. Lr«d«r,,. Sr. Majests der Kaiser ha», alltrgnädigst geruht dem Piäscs der iirarl:tischen Cultusgemeinde Lemberg Herr» Samu.-l Horowitz den Franz-Josessordm zu verleihen Dem neuen Ordensri «er wurden die t rzlichsten Glückwünsche von allen k,ei׳e» der V:völk runz zu Theil - ln ritt. Herr jolaccu, Gesandtschastssecretär in P, :is, ist zum ii ,llenischea <8eü ästSträger in £־ang (i)oflanbj ernannt worden. L -nd»u Das Parlamentimitglied Sai.luci Montage I ג> 'eine Sympr tdie für ferne eidenden Glauo!nsgen7ssen picktisch gez igt, indem er 20 AcriÄ Lar des, 1oelL>e ibiu in Cdmonton, einer Porftadt Londons, gehöre», aus sieben Jahre uuentgelllich zur Bersugun, gestellt tat, damit jüdi che Lrlonisten daraus die Laudwirthschasl prak isch erlernen. Die Absicht st, schließ'ich eine Schul« für Otemüseb» zu erlichte», die ihr« kosten deckt. Da London so nah« liegt, läßt sich d»s isut leicht beaussichtig:n und '!s: auch der Absatz lohnend (MtcnldH. Durch die russische Judenaustreibung ha uusere Start :inen berühmlen Arzt in derPnson des Dr. Joseph El i ,Sberg von der Facuitäi zu Moskau ei worben. Als derselbe von de <1 alten Caihar nen-Hospiial zu Moskau, an nelchen! er lange Zeit » s praktischer ilrzt genickt 1,1t, Abschiei nahiik, überreichte ihm der Oberarzt «in Ze igniß, ii ivelönm er erklärte, .aß der Scheidende ein auiguz:ichnel:r Fachuiann s:i, der es verdienr, überall eine seiner würdige Lufnaiie zu sirden, sowohl in Paris als n Wilna wurde r tarn auch v, 11 den hichsteu medicinischen Üaf acitälen mit besonder, r Auszeichn.i ig emps.ingen 4l«nh«r- Die hiesigen Juden bube, ei״, wirksames Mittel u-:lch«s sie gegen U: «nreter des Eüouthxejetz- 6 anwende» Jed:r J rde, velcher nn die em Tage bei einer ve boirnen Brlxii eirrffin n> rd, wird eingesper.׳. Ein soickies ifeispiel wurde noch in üngft:r Zeit slatuir». trin lorhlhabeude: Cseluermiester, de» man ditei b!» >r»s, daß er a.n Latbaih seinen Es« vermethete, wurde für dies,» Vergehen aus drei Ta.e i» de, Citadeli« «ingesperck und mußte auhe״» dem noch 25 Dollar Strafe an die Ai menkc sie bezahlen. Saf«d (Palästina). Mr.dame Vit!>en oon hier ,Geurah.in d«S Dr. Bilden und Tod: ter teS bekannten Vei enden Brnjainin II) befindet sich aus einer Aeije na h Am :ika, um :Selträg« siir die Erckch'ung eines jüdijcheu iilaisenHaukes a,n hiesige 1 Platze zu sam«:!.n. Dieselbe hat auch die hlesize jüiäsäie Knabeuschui: und das Äraukeu- Haus mit iintelstützung brr Baron-sic Edmund von Rothschild >,»o die jüdisch« Mi dchenschnl« geg.-ünde:. Efaffä- Am 4. Dez. wurde ::n Theil der Ei.'endahnstrerke zwischen hier und Jerusalem (46 ililomet«: von 87) eröffi et. Herr iitb-n ix, ftanzdsischei Lorisul, He״ Fruttige r, Bankier und Administrato der Eiscnl>ahnb1uge׳ell!chaft c.is Jetusalem, und meirere türkisö^ Ueimte reisen mit dem Lcöffnur, »zuge Die erst« Id« zum Bau dieser ri ihn rühck von ein«» Juden, Herrn Ravon aus Jerusalem. Di« "ahn wurde vor französischer. Jngenie rreu gebaut u rd die Emission der Aktien eirem Bankhaus,: zu hiacks, deffen Dir!klaren zu den >usgesprochensen Ultrnmolaren gellören, au vertraut Aus Bneno* Mir!«4 der 5. Dezember wl:d der ״Franks. Z: tt." geschrieben daß das k>lonisaüonspwjekt >-es Baron Hit sch aus mau he Shwicriakeiten sütens des Longresies oet den Beö.ngi ugcr. deS äukai 's g.'iistercr b:reits ausgesuchte: u», vermessener Li »derstieren 200 Pfund v 0 Qucdratmeil- — gelogen sei Die : »her «in,:waniecken russ. Irden si.1d in den :sroriuzen S»nt>» Fi und kuiaos »iyrc» uniergebiacht und fühlen sich da ganz wohl. *J: Warum tdn 11U )ein Aeitgidonkei. 1 )er der süd. G, -ich.e tu jusa» menhaag strherdes Stül, raoio.rr ja ,es t kein Maagel? :Re».) 1 i

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