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Jüdisches Familienblatt · 1891-01-01 · 52 (1891) · p. Seite 203

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1891
Issue
52 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 203 (sequence 3)
Language
German
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bk« .Käme? alle« Wie n I *aa : mv da« SMgletn habe»? ein schöner Funds SOfttes Jakob» funb, ch »oU«^ Führerschaft, rl hat'wunderbare Lraft. und läge Rehemia. der Wragesthrten Hort, st» Tempe lange wird t* glühen. r» -eiste» Mühen. Wenn einst de« Tempel« Herrlichkeit ersteht. Und Jakob» Schar sich sammelt zum Gebet, Dann werde kund de« Lichte» Wunder Allen, Acht Tage würd' e» brennen in de» Hallen, suda: O schöner Tag der Weihe, hätte Dich >. ** Mein «ater doch geschaut, eh' er verblich. Kommt denn zusammen Stmnmgenoflen all' Und freuet euch» — nicht ob de» Feinde» Fall —, Daß nicht erlosch de» reinen Stauden» Licht Denn nur verzagen auch in Zukunft nicht Die» Licht, zwar winzig, lange wird Lin Vorbild sei'» für eurr» E» «cklhsr, gleich der wunderbaren Mumme, ™ Begeisterung de» Glauben» unsrem Stamme T . Vergeben» droh'n die Feind« un» zu rauben rv--\ -De» Geiste« Leuchte, «ujeru Gotttöglauben. ,Er strahl« « die Herwn.warm und mild .. Bia alle Völker von Liebe sind erfüllt. Und Dn, Symbol für uns'rer Seelen Feuer, Glüh' weihevoll zu unj're» Feste» Feier. «Er jkntet tmtSkht »<■> Stimmt an de» Siege», freudigen Gesang. Und dringet Sott de« Ruhme« vollen Dank! Hau» Jakob «andke stet» im Licht de» Herrn I» bleibt. Dein Schatz, Dein Schmu und Stern s”’' 'tlliet (t|«r »dlt «ch uni Inba» MuwtMi») smgt da» Weihelied: Lioaa« Zar (hebr. u. deutsch.) Grß»t Hb Wem •fett: MaNAt-f» WaafatO»»«. ' tnuu t» vier Art» Mn Heinrich Bett ..E? «-»rtsetzung.) Warco <bel Sette): Ist e» möglich — welcher Engel — ßDheidigt mich. ^Orsini W>r Elvira, Du kannst «» wagen " roer Deine eidigt l*»t» ( Mörder Deinc» Vater« zu flehen. Die« Volk voll und Schaube, da» unfern Heiland schmählich an'» «schlagen./ War e» nicht recht und billig, daß Dein Vater auözog «» zu vernichten? 8a» er begonnen, er mm vollenden. Ich schwöre blutige Rache für nt Bruder zu nehmen und ich fordere Euch aus in den der Rache mit mir einzustimmen. V Alle: Wir schwören Rache .dem Stamm Juda'», Rache stir den Mord an Senio. Marco: Haltet ein. haltet? « Orsint: Wa» wollt ihr Ritter? - Marco: Höret auf die Stimme Elvira'»! Al» Ritter “■* fki, gab er mit dem Sterbehanche mir ei» Diamant» nm es keiner Tochter zu überbringen. Ich that e». Kreuz, ein Zeichen der Liebe miMergebung, löscht de« wilde AlawWeu^rnthrn auL Wollt ihr weiter «ord» wie die Raubtiere de« Walde« herfallen über Juda'» '-Wahrlich Ritter Senio hat genug vollbracht. Die» , 'Sb» er sterbend ratzte, ist da» Swubot der tzimm» . iBergebun^, und da die Tochttr selbst Ber, . . +v£t sini: Eher wird-mrin Blick den bÜllen. - ehe ich vergebe. Den verruchten habest, will ihn zerfleischen, will seinen Körper dem Geier zur Beut« werfen - und so lange ich ihn nicht habe, sollen sei« Gtanbenöbrüder btuttn, und Feuerkrater sie an allen Orten zu« Himmel speien. » Marco <*«* Seite): Gilt «4 mir und meinem Botte mit solcher Rachegier?. Wohlan io will ich tragen, so lang« ich e» vermag. Orsin i stu den «tuer»): Ihr Ritter,ziehet die Schmetter und schwörtt Rache dem Mörder Senio'« und seinem Stamme. Ritter (vte SHwerttr liefen» uttrenieub): Rache dem Mörder Senio'» nnv seinem Stomme! Orsini: Und Dn Elvira wähle den Rttwr. dessen Psticht e« sei. den Mörder Detue» Vater» zu Deinen Füßen deWttchlrppen, lebend, daß ich mit eigner- Hand den Dolch (n di« Brust ihm stoße. Elvira: Nimmermehr — ich kann r« nicht. Markör (btt Sette) Ha. mein guter Engel, sie sträubt sich die Wahl zu treffen. Elvira: Nur durch Vergebung kaitn ich Rache üben, doch höret! Da mein Oheim r» befiehlt, wo ist der Ritter, der sich uuttrsängt. den Mörder meint» Pater» aufzufmden? Orsini: Der «nthige Ritter trete vor — den höchsten Prei» verspreche ich ihm, wenn er den Mörder schafft; e» gilt die holde Jungfrau — Elvira selbst als Prei». Elvira: Wa» mutz ich hören? Meinen Namen in die Schanze schlagen? (Die »htw norrrn» unb «eichen znrttM Marco tstach einige« Selbftwmpsti:Ich will'»vollbringen! Elvira: Ihr wollt c» vollbringen, hartnäckig wollt ihr'«. Reizt e« euch eine himmrl«reip>' Tuckrud zu erstreben —, nein, wie ein greller Blitz, der an» «achtfinstrrn Wolken sich reißt, jo durchzuckte euch der Gedanke: ,Den Lohn will ich mir holen! E» gilt Elvira durch mein Wagnitz zu erringen." Mich kackst» also? Ein guter Lohn, den «an sich kausrn kann durch Unmenschlichkeit, durch Blutvergießen. to, vergebene Mühe. Wer nach Blut dürstet, wird. nie lvira'» Hand erlangen l. Marc»: ^Satt, Wein Gott, sie zerschmettert »ich ganz. Orsini: Dem»«Oheim gehorche,Elvira, und schmähe nicht den muthigen edlen Ritter, tutf «»ec, ztt^ud.: Er will den Mörder finden. Deinen Bäte« rächen; »ich» Deinen Vater allein auch Dich un» midi die ganze Ehristenheü will er röchrn. Schmücke , ihn mit dem Kreuze Deine» Battr», ich befehle,e» Dir! Mar robbet Sette.: Ich wage die» schreckliche Spiel, u« den Berdacht von mir abzulenken und mein Ziel zu erreichen. Elvira: So ttettt nähet Ritter? c«ara> beten», im sie dn» **enj ihm u«Jtgtn «Ul. kniet nieder- Mit diesem Kreuze tiehmet auch meinen Segen. Die .heilige Mutter Gotte» schütze und schirm« euch. Wie de» Dolche» Spitze-Hat euer Entschluß mein sristhblntendr» Herz gerotzt. Ich verzeihe e» euch. Verzeihen ist der schönste Stern, der unsre» Leben» Rächt erhellt. Dieser- Sttru geleite euch . Q Orsini: Umringet ihn Ritter? Gehotsam schwöret, solange er die» Diamanrkreuz trägt. Ri t ter '»«ringe» den «nrc»,: WirschwörenDtr Gehorsam! Orsini: Zur Ruhe nun, morgen tyüge vte Rachtthat beSi««"- ab. anher «ttra.) Achte Scene. Elvira (a>-ln): St« begeben sich zur Ruhe mit Rachegedanten. HeiligeJungsrau verleb ihnen. Der Sünde Gluth brennt in der Seel«. Mtr tst da» Herz gebrochen. Was hat?-ich heule so viel gelitten. Der Schmerz um den heißgeliebten Bater — so lebend wahrhaft träumtt uh. Roch hatte ich den Traum dem Oheim nicht erzählt, da naht ein Ritter, drängt sich um Mitternacht heran, dringt mir die ■ schauerliche Wahrheit — dieser Ritter mit dem marmnrbleichem Angesicht, verstött, mit dem unstättn, wtlvea Blick Och Gott, habe Gcbarmen l Wenn meine»/Mrnume» schreck»

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