Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1891
- Issue
- 49 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 192 (sequence 4)
- Language
- German
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er «Schicht, der Menschhett dsb». zn d»lde» »«d dir! Gottrsidee z» verbreite». Jever Glaube befiehlt: Gott in der rrme l und Mensche» zolirbrn. E« giebt hierin Innen Unterschied. Unser Gotteshaus ist jetzt »nr eine Etitt« »» unsere Thränen darin aus zu gießen. Aber »nr haben mir einen einzige» wahren «roßen Tempel, der heilig ist, das ist der Ternpel ott LXensrhhttt. hu mese» «nwi aaven wer nc erpen Grundpfeiler geliestrL Die Krnndpfeiier der Wahrheit und Gottesverehrung. Am Lhorrb unter den Gottesfla»»««, wo Erde und Himmel »nd Donner uud Blitz an einander trafen, ward uns die Thora, die Lehre der Tugend, das Gesetz der Mcnschearrchte, dntirt. Wir kennen kein« leere Forme». Gott ist ein Geist, der über alle Bslker und alle Welten waltet, über Jude, Ehrist, Muselmann und Heide. Wir find alle Kinder einer Mutter Erde, uud deshalb alle Brüder, uud der Glaube dieur zum Schutz« der Unschuld und der Schwachen. Diesen Schutz erthmtt uns der Papst «nd Eure Eminenz werden uns solchen nicht entziehen. Reben de» große» Dante, hat auch unser Glaubensgenoss« hier in Nom, Emanml Be» Salomoh, den Himmel uud di« Hülle besungen. Der Jude ging darin weit« als Dante, indem er sttbst den Heiden, allen Tugendhaften, den Eintritt in's Paradies gönnte. Keine Lockung«, und kein« DrrHmgen werde» mich von der Bahn der Wahrheit uud des Rechtes abdringen. Wo unsere Wiege steht, da ist. unser Baterland, und wo sich der Himmel wülbh da ist unser Gott. So lange nicht am Ehoreb unter den Äottesflauunm das uns gegebene Gesetz für Tugend und Menschenrecht widerrufe« »rrd, so lange werden wir auch nicht unseren Glauben verlassen. Orkini sspsttisch): Schön gesprochen. Man fieh's Luch an, ihr seid ei» Manu der Wtffcuschaft uud nicht «»sonst ist Euer Ruh«. Doch mir gilt es gleich, daß Ihr nicht wollt de« Gtanben abschwörrn. Rur müßt Ihr sott von hier, den» wer nicht an Ehristi Lehre glanbt, der gilt als ei» Lervrecher. Ae« («us»ere,t): Herr Kardinal, was Christus Erhabenes lehrte, dies alles lehrt auch «nsre Neligwa. Was «an aber Büses von uns denkt, des Gianbens wegen, ist «in Gespianst von Aberglauben, von haßerfüllter Lüge. Eure Eminenz können uns deshalb uicht Verbrecher neuneu. Orsiai (wschmk): Wage es nicht Jude mit allzukecke» Worten nur zu widerspreche». Ich wäre sonst gmogt, wie mein Bruder Senio in Spanien vorgeht mit Mammen »nd Schwert, Dich und Deinen Stamm hier aurzurotte». Arm (erhitzt): Reim nein, das dürst Ihr nicht. Der Papst hat uns hier Recht «nd Gesetz verliehen. — Wie kann Enrr Eminenz in unsre Stätte dringen, «» «ns zu beschimpsru? k Orsini: Ihr sollt es. sogleich erfahren, Ae« (fe jn' kt» ^dkbtrbUrcM «otkesk): ß^.Rehmt diesen Mann gefangen I" Uem (sei, Schmer» ziehend):: »Wagtt^es nicht mich^anzulaste»'. Einig« Israeliten g°lle»z»0rstnt'»S»be»): Habtt mit uns Erbarme», hoher Herr, Üebet Gnade, Gnade, -wir flehe», Herr Kardmal. Orsini: Bergebeos ist euer Flehen, hinweg von mal Esparauza hm» km Himerhaast ans ge» zmileak): O mein Gott, zähm« Deinen Groll, teurer Gatttc. ^Siebente Seen«. (Lart nza u»d Slvir« trtitn ans.)) Orsini dm «Mm): Was führet Dich hierher. Elvira? » Elvira: Ich komme «tt Loreuzo, teurer Oheim, der Ench Rachrichtr» vom heilige» Bat« dringt, «ihn kcftaftfaaik): in tonet, lieber Oheim, Adr seid so anfgeregt.^Ht es mtter der düse Glau benSeiser? Orsini: «ante n^lieR, für dm Gchelttrhansm (sich M Lärms» atafc»k): oft |» ipionff mcynt^r Lorenzo M tief wAnamk): Ehrwürdiger Kardinal, komme aus Beseht des billigen Balers. Orsini: Was ist venu vorgesallen. Pater Lorenzo? LoreNzo: Das segrnsmiche Wirken de« Argtts drang zu Ohrm des heiligen Bakrs. Er wünschh Aem ungesüuml nach dem Batika« sich begebe und seine Heilknust an ihm versuche. >2 Orsini (mtt kr» Fnßt ftampsmw): Nimmermehr, das > das darf nicht geschehen. Ich fall einen Inden in dm' tikan lassen zu der geheiligte« Person des Papstes? Ha. vielleicht das Haupt der Ehristmhot sei» Leben einem I verdanken, nein Hüll' und Teufel, das darf nicht geschehen»»^ Loreuzo: Vergebet, Herr Kardinal, das »st der sich«' drückliche Wunsch des heiligen Balers, dm ich Euch über bringe. 3 (ttzshitok Orsia t« «estzrscht mU LartNtz» sich zariickzieht^ Llvk» n Den betau.) Elvira freundlich): Ihr seid wohl yem, der berühmw7^ Arzt? Ich Hütte sehr viel Gute« von Euch and Atteri Gattin. Abt Loreuzo kann ntdjt genug Lob Ench spende»', («us «por-nzt teige-d): Ist das nicht Euer Weib? f em: So ist es» edle Jungfrau. »paranza (sich vrrbn^rnl»: Seid UN« gegrüßt, Dame. Elvira: Ihr übtt Wohtthaten an Anne und Unglüch^a lichr, nW nur an Juden, sondern auch an Andersgläubig^—j ' (reicht ihr kle Htnk): Wem, Ihr eine Freundin wünschet, werdtt ein« solche stttS an mir find«. Esparauza: Ihr beschämet mich hohe Dame. Gunst fällt wie ein Sonnenstrahl erqmckmd nieder, mäh «ns ring« Angst «nd Qual umgirbt. Orsini (mit Lortnz» vortrtNnk): Dann' wartet, ich selbst mit Pem -sprechen, «nd Eure Botschaft Ihm Korea»« tritt «n He» her«; «ns einitze Uinte bei sowie Frm» zithe» sich ki» Skriqra zneftck.) (Fortsetzung folgt.) WUlM-boW-k«. )s. L ZfachiH« HVsrträthset. 8m 0. in B. o- 8m Soma» nimm znr erftt» SUb' dit Zeichen, 8M rün» Inh znr zwei»» sie dir reich,»» Fr»» Gerts ch giedt kir gern kr» Swff zm krtm» Den «eft hör ftr MTkta Hamiltn. Da« Sanm lieh« tztr sehr pl hetze» Und MtnschinmsMt z» arrittze» LI. NiSüschr 8m 0. tatt. L Nitlcher »m gattb'» SAxt htNe kM tziamt»? An,mar,: Gad; er dtftch, ul laMtr «aieaname». ►(»■ »- ü.) sa»’ L «eiche Firm, tft kt» «lieft, in der «rl,7 Aatworir Firma — »tat «ristir, s«Ü ke» ft. >chItzf»,B«»>' (Ftrmamtn«-^ der Kiittzsgt i» Mt« Jlr^ (Der Prttzhm «lachy. ch»»V. : 4x.tR. Nahmen Dtn«: Senkt, chHnhngrfthtrSU. »«Gz Ga^edarg