Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1891
- Issue
- 48 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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z'-vil'*; v"T IE *vv? ^~T'.¥Z *&’.*• w An llr, «. Mchm« ta «NjkffciTfl. 3w üatrrNItan« u* |riftnu| fb Mt i»ririiW*t|inili<. Inhalt: tfsmiS MrsWSB? 2 — »stWi.Mnngen. (RaM«girr ItmMnut na» »kfm Btarn tft «strtfMt. Sttt.h. ■ mI fmfcM. V»»H vergär. XIII. M Der Kabbineiftubl in P. war Meder besetzt wordm. Gemeinde hatte «men jungen, aber tüchtigen Mann ge- ", dem ein Ans al» ^stvesirmer Rabbiner und guter üredner «ocherging. Dr. S. «chtftittigte M vertranen. * man ans ihn setzte, in jeder Hinsicht. Le mar ein mit» . Nachfolger de» Leb Eliah. Er verstand <J» Wf, wa» r in der Zeit einelangen mühevollen Leben« geschaffen, tu erhalten und weiter ansznbanen. So dlühlien unter seiner Amt»führung alle wohÜHLtigen Institutionen. Stonagogc und Lehrhau« mären stet« gefüllt and die Gemeinde war mit ihrem Rabbiner ein«. Dr. S mar achtund»«Mzig ' att, ein hübscher Mann, dessen geistreiche» Geficht ein Kl einrahmt«. Manche« hübsche junge Mädchen in 3s jetzt oster« als früher «ir Synagoge, «her trotz der «chm und liebevoll« Blicke, die «hn an« manchem ,en Mädchenauge traft n, blieb fein Herz kalt. Er sich «in« Lebensgefährtin schon «wühlt, da« war die * und seine Gemeinde. Gern «erbrachte er seine frei« Zett last de« Borsteher« Marx, bei dem allwöchentlich zwei, «in Schi« gelernt mnrde.' Hier lernte er lqther cn und deren bescheidene« ernste« Wesen zog ihn an. Gr suchte ihre llnterhaming und bald schlang sich rin stenndschWÜche» Band um dies« beiden jungen Leute. Er «fuhr Ws Esther« eigenem Mund« die Geschichte ihrer Liebe und ast. ihre heldenmüthigr Enffaguno uiw edn hohe mag erfüllte ihn vor der Serlenarühe de« Mädchen», schützte in ihm die Gediqmheit de« Eharacte« und seine« wissen« und überließ sich gern« dem iner Unterhaltung. So bestand rin Band der Kundschaft tzwisthm Esther und dem Dr. S. Die „ «tagt mtwn miede« aetominen und mit ihnen die nstlchr so nstl Not nnd Glend über die Gemeinde «« u Dlr Eeinnernng da«n stimmte jeden (Mna« Dr. G, mnßtr in seiner Predigt am Renjahe»- crzen seiner Gemeinde zu rübreu. Er oerftuud > gnm Herzen zu sprechen, nud so mnrde denu stin Bo», seinem Vorgänger ein echt jüdische« Denkmal zu «rmit Fvmden begrüßt. E« wnrvi' ri« Beeem' aeder »m Ramm da« Bemwigtm trug nab dessen 0» mar, ein Ammsam ja sammmn, an« Hess« Zinfm junge Leute. Mt dm Lehrer- oder Nabütnrrbrrns untrrstädt rnurdm. Der alte Scharnrnr« mar ,ch vor K-ende, al« « sah utw tüchtiam ä^NGM^Wn^M •{l IKK r CanooM. N« mit einem ma, « nicht «fefcten. t*»1 ” ^I TTnijl^t Iifflitm .ff a doch anch nicht mehr heiraten, sie haben ist nicht gut, daß der Mensch allein sti. ewadd« ein Rom'?) Ja « ging in feinem Eifer fo^meit, stinen Rabbi selbst darüber ui befragen Mit einem Scherz wie« ihn dieser ah,lfnnd seit der Zeit grollte er ihm. Esther Marx hatte auch stummer erfahr««, seit jener schreckliche Zeit. Ihre Mutter war gestorben und so ftchrte sie dem Bater den Haushalt und versuchte c< ihm den Verlust der treuen Gatnn erträglicher zu machen. Herr Marx wagte nicht an eine Trennung von seinem Linde zu denken und deshalb hatte « bi« jetzt kurz alle Heirat», offerteu, die ihm in nicht geringer Anzahl gemacht worden, von d.r Hand gewiesen. Heule hat« chu der Schamme» aufgesucht nud ihm seinen stumme« mit Thrüneu in dm Augen geklagt. Lächelnd ttöftet« der Vorsteher dm alten Manu. „(ft» wird eine Zeit komme«, in der.auch unser Ra« emo Frau sich nehmen wird', „Ja aber, e« ist nicht mehr lange Zeit. Ich bin alt und lebenssatt, foate Jakos owinu, (unser Stommesoater Jakob.)" „Sie sollen ja ja Ihre Frau." „Xd aiaoh Mjhouoh, (bi» zu hundert Jahr), aber ich mvchtr doch Simch« (Freude) erleben Ich wüsgr sogar ein Müdchen für ihn." „Seit wann seid Ihr Schadchen. Red Jatof?" „Einmal in meinem Leben mückst ich e» stin und ich weih, e» gäbe eine gnte Ehe." ^Rnn und »» wolltet Ihr denn für nufer« Rabbiner?" schwill «Euch in« Ohr sagen". Der Vorsteher tttigc sich und Red Inlof sagte so leise, daß man e» vor der Thürr hSrrn konnte.- .En« Esther". hm", brummte der Vorsteher; „mein Herzen«, fünfhundert Mark schenke ich Euch, «nn» wahr wird", acht wahr, rief Reb Jakos erfreu», da» ist «in Schiduch ja. aber wir kann ich'» fertig bring«? 'S weg« der achthundert Mart (der Schelm ließ verlrugnen y ich nMchte noch di« Sirnche Hab« — da», Reb Etioh. Dr. L kommt täglich Hau» nn» »ird, wenn er meine Esther will, selbst sprechen." „Er wird, er wird" rief mit kamifcham Eifer »er Aste, „und ich sag' Ench er wird nicht, oder « wird, wenn » zu spät ist, wenn ich unter der Erd dio t Ich rnill noch bei der Ehaßme stin und ich rnerd' chnn, rna» ich chun kenn." AK. es Dr. S. sehr nngm schien, al» oer ^gnrr 1 imnfü^rsl »er « mem von diestrn Taue an müthlich im eigenm Hanfe. hatte vergessen einznheizea. »der der Osm rauchte. »1 .«* «tz »kn SMMnn",