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Jüdisches Familienblatt · 1891-01-01 · 45 (1891) · p. Seite 176

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1891
Issue
45 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 176 (sequence 4)
Language
German
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sich i,gab? Za kei»on Aadera'M it, defsm Schwell« er da« erste Mal «eia Baker lichen Rachbatn, betrat. Al« mein Bater sich durch den -Diensiboben bei ihm anmeldea ließ, kchüumte dieser in wildem Zorne auf. »Ist da« Unglück einmal da, dann verfolgt e« ei««« auf schritt und Tritt — schon wieder einer von den Blutsaugern! Ich habe genug an den Juden — nxr* will dieser von mir?' . GW»' nur," suchte seine grau, die besonnener war al« er, zu beschwichtigen, .die Rachbarelente sind immer so lieb gegen unser Kind, sie scheinen gute Menschen zu sein. Sei «»r frcudltch «an kann gar nickt wissen!" .Wad« schon ivisie»,' brnmmte er. .was da von einem Jaden Gutes hrrauSkommen kann! UebrigenS laß ihn eintreten!' <Fortsetzung folgt » Pr-l-g ,«e »«jährig« 3iMUbnM>9tl(t cfx« (i|nr4, «rfnfei und gefpr^en von E. Hellendall in Essen. <M derht in cto'gcw Schwünge sich da« »ad der Zeit, Den» Lage folgen Sache», Mond«, Jahr«: EU» Wechsel zwischen «egeuman — Vergangenheit Vollzieht sich von der Wege bi« zur Bahr«. De» Traume gleich entssieht die Zeit in rasche« Flug Und spendet Glück, wohl auch de« Unheil« Frücht«; E« siegt in stete« »amps dt« Wahrheit bald, bald Trug, Ae« lehret uns da» Buch der Weltgeschichte. — De» Ursprung« Quell verbirgt sich »och de« Forscher» WM. Zn tm« dringt nur der grauen Vorzeit Sag«; Und längst, seitdem Snltur bedingt der Wett Beschick, Beherrscht di« Welt — die sociale Frage. Wer kennt fie Alle, deren nimmermüder Beist Danach gestrebt die sociale Frag' zn lösen'? Ob «an viel Taufend Jahre sch« ihr Strebe» preist, »nr g'ring bi« heut' ist ihr Erfolg gewesen. — »ach treibt der Aberglaube sein verwegen Spiel, Vernunft vermag sich nicht «mporzuschwingrn, . »vch ist die Menschheit weit vo« schönen, hohen Ziel, Nicht kann da« Licht die Finstrruist durchdringe». — Ein rohe« Volk, in Blaudenthast, Versolgungitvutb, Stürzt mordend sich auf unsere «l»uben«brnder: Beraubt der Heimath fie, nimmt ihnen Hab und Wut Und achtet nicht der Aermstrn Klagelieder! — Wehmuch ergreift de« Menschenherz. in Zorn entbrannt Bast sich die Faust, die Ichmach der Zeit zu rächen; Und hülfbereit weneisert «au im Deutschen Land Der Armen »och, da« Elend abzuschwächen. Heil Deutschland Dir, des, edler Fürst de« Frieden Schutz Und gleiche Huld gewährt den Konfessionen; Heil Kaiser Dir, Du strafst gerecht der Frevler Trutz, Ein leuchtend Vorbild bist Du den Nationen. Hell Kaiser Dir, best Herrscherhau« da« schön« Wort .Wohlsahn de« Volks" auf seine Fahv' geschrieben; Und alle Zeit der Wissenschaft ein treuer Hort, Der beste Freund der Schule ist gebliebe». — Allüberall regt fichtdar sich de« Wissen» Trieb, Kunst und Bewerbe zeitigt schönste «lüthe, E« offenbart im Forsche» sich dir Nächstenlieb' Und im Eraebnist zeigt fich Botte« »üte. Kräftig pulsirt da« Leben auch in unserer Stadt, W dröbnt die Erde von de« Hammer« Schlägen; Und reiche Ernte bring« der Lehrer geist'g« Saat Und ernste Arbeit bringt un« Glück und Segen. Solch' scgensrricher Arbeit gilt da« heut'g« Fest ' i de« herbeigeeilt in dicht«, Schaaren r Schüler Zähl aus Nord und Süd. au« Ost und West; bei ertönt, es schmettern die Fanfare»! v i uns gegrüßt, Du Jubilar, wir schmücken Heu«' Dein Silderhaar mit de» «erdicnftes Krone; Wo« D» geschafft in fünfzigjähriger Thätigkrü Gereicht zur Ehre Dir, zum schönsten Los«« — Al« Snabe schon, mi« Mauuc» Ernst trieb Wissensdrang Dich unaufhaltsa« fort zu thtt'oem Leben; Manch Seufzer wohl de« Jüngling» Brust entrang Und Täuschung macht' da» junge Herz erbebe» Doch vorwärt« galt'», fest im Berus, «ft frische» Much Zogst Du al« Lehrer ei« in unsre Mauer»; Du nahmst di« Schul« hier mit Lieb' in treu« Hut Dein Nnf al« Lehrer wird Dein Leben überdauern. §um M »er« nd warst allpcht I« Wettstreit mit »reit mit den Etzelsten.z» finden So mög» diese« Jubelfest der >u«bruck sein, ' Wie sehr wir Dich, de» Jubilar, verehren, Un» Dankbarkeit »an Akt und Jung, von Brost un» Klein, MSg' Dein« Festeäkmnb« stet» vermehren. (Der Vorhang hinter dem >ebner »heitt fich, im Hintergründe wirb, von Topfgewächs»« umgeben, «In Strinblock auf einem Postawe« ftchtbn» ) Sieh her! «iu Serk der Dankbarkeit, der Treu« Pfand, Entstehe« hier in weulg Augenblicken, „ Und wie Bestrist'rnng führt de« Künstler« fich're Han» , . Wird, km« fie fchafft. die Nachwelt noch entzücken (Ein Bildhauer l« Arbeltd-Anzuge tritt aus. degiunt mit Hammer und Meißel den Btzp»biock zu beardeiieu, und In wenigen Minute» zeigt fich den überraschten Zuschauer» die Büste de« Jubilar«. Hiernnf trete« zwei weist getteidet« Iungsraoe», von recht« und iiuk» kommend, an di« Büste heran.) Die eia« spricht: So dankbor Dir jedwede« Herz entgegenschiägt, So wird di« Nachwelt Dich In Ehren hatten «» wird die« Bild, da» Deine «die» Ziche trägt, Ai» Sporn z» gute« Thaten fich gestatten. Hieraus die audee«: Den Lorbeerkrnuz setz' ich gebührend Dir a.ff« Haupt, Ersieh'»» für Dich de« Himmel« reiche Bex öt, Ans daß kein Unstern Dir »«« Alters Friede« raubt, Und Engel hüten Deine« Leben« Pfade. (Nachdem Beide di« Büste mit Lorbeerkränze» geschmückt habe«, spricht »er Redner die Schlußworte): Genug für he«' de« Feste» Ernst — von nun ab soll Der Beist de» Frohsinn« und der Freud« walte« In Glanz und Pracht soll die Segelst'rung rein und «oll Zu schönste» Feste«tiid fick jetzt entfalten. Und an» herbei! Ihr «»«er. ziedet fröhlich ein! Apoll» stimm auf» Nene Dein« Leier! Terpfichorr »nd Thalia, weihet im Verein Mit Spiel und Tanz de« Jndelfeftr« Feier. JUrtae jiitzifche lltzarntterzngt . Bevor di« arme» russischen Juden da« An«wa»derung«scbiff besteigen, «erden sie vom Eomitö einaetteidet und habe» vorher en» Bnb zu nehmen. — .Habe» Sie «in Bad genommen?" wird «•»T vom betr. Eomitbmitglied gefragt. — .Warum, seht« «!»«?*' erwiderte der Gefragte betroffen. L Knihsei- Anfgede». 1 Qt- Zatschest cLsgogristy. Bon C. in K. Die« ke?n«n Arier verdrießt, Doch setzt de» Fast er an die Spitze, «ringt Jen«, er gar leicht in Hitze. I». Ke-rAfch« Scher^sttßfek. Bon 6. in R. Man dantt « der Kuh. doch »ich« dem Stier, Sei» Werth gilt Ü0 und noch 4; Wen» 8 davon ich snbtrahir'. So zeigt der Nest »och 100 Dir. IL» Hebräisch« M»rtrÄ-s«t. Bon A. Kaufmann-London. Groß »nd klein, leicht und schwer, Wen» mit X Ihr e« seht; . Grob und fein, leicht und leer, Wen» er» andres Zeichen steht. der Kitthfel in »*e. Wr. I. «vrrh». Murkst«. U. .TT^ (Sünde), .1^ (Bachweid«). III. 3* (L «. Sa». o.'3HX TS (I. «. *■) rantwortl.Redakteur: Dr. R-Rahme r, Druck : Ven diz ch Huhn (früher D.L. Wolff), Magdebttrz. Verlag: Aobert Fries«^!

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