Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1891
- Issue
- 40 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 158 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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' crzrhrttn btnfdfxn. Mit Schauder« sah Rabbttwwttsch d»se« ekle» Male iu. Ihm grousette vor der Mordgirr, die au» den Augen dieser Bestie» leuchtete. Bei« Ausholeu zu» Schlage war ihm di« Mütze vom Kopfe gefalle»; auch diese wurde von den Bestien verzehrt. So stand er Une eine Statu« auf de«, von den Wvlfeu belagerten Meilenstein. E» war schon längst Mittag geworden und wenn ihm nicht bald Erlösung würde, half die Erschöpfung seine» Körper« den Wölfen zum Ziele. Seit 24 Stunden hatte er nicht» gegessen; die Zunge klebte ihm am Gaumen vor Durst; seine Beine konnten ihn fast nicht mehr tragen. Er durfte nicht wage«, sich zu setzen, weil er alsdann sofort von den Wölfen erreicht und herabgezogrn wäre. Stunde aus Stund« ver- ,ann — keine Hülft, keine Rettung kam. Sollte er hier von den wilden Thieren zerrissen werden? Er konnte vor Erschöpfung nicht mehr denken. Mechanisch bewegten sich sein« Lippen im Gebet: Hineh lojonnm welau jieohon tebaomer jiaroel. Mechanisch öffnete er die Augen; er sah seinen sicheren Tod. Noch kurze Zeit und er mußte zur Erd« fallen, rin« Beutt für hungrige Wölfe. Sein« Gedanken verwirrten sich; ein Gedanke trat ihm au» dem Ehao» besonder» nahe; dieser Gedanke war Sittah. Wie schön hatte er sich sein Leben gedacht und nun, — Sob’ma Jiaroel, adonoj «lohen u, adonoj eohod* tönte e» von seinen blutleeren Lippen und er fiel herab von dem Meilensteine. Er sah nicht, wie dir Wölfe auf ihn zu sprangen, um ihn zu zerreißen; er Hütte auch nicht da» Geschrei, da» sich jetzt erhob und vor welchem die Wölfe die Flucht ergriffen; doch -je konnten nicht weit fliehen; drei wohlgezieltt Echüffe streckten die Bestien zu Boden. Eine Jagdgesellschaft, welch« auf dem Nachhauseweg brgttffen war, hatte die seltsame Statue gesehen und war gerade zur rechten Zeit Kommen. Ein« Minute später wäre Rabbinowitsch zerrissen, eine Beutt der Wölfe geworden. (Fortsetzung folgt) VUUt « M. v-«e»ikt »nd «. m. «ofer hatte ich vom Bad« an» in diesem Blatte (Nr. 36) eine Skizze veröffentlicht, welche keineswegs darauf Anspruch maHe, die Lebensumstände der beiden Autoritäten erschöpfend zu behandeln. Rur um die Eharaktettsttk der Schulen und der Lehrmethoden der Schulhäupter war es mir zu ihn». Ich bin docher dem Herrn Dr. G. Wolf-Wien recht verbunden für die Mittheilung der heittren BerlobunaS-Episode R. M. Sofer'» (Nr. 38). Dem Herrn Dr. Frievländer- Pisek aber habe auf die von ihm in derselben Nr. gemachte Ziehungen zu seiner Familie hatte. Ich habe nur behauptet, bei diesem großen Lehrer dtt Liebe zur Gottttlehre iger war, al» dtt zur ehelichen Gemeinschaft, tootanb dtt Trennung deffelben von seinem Familienheim erklärlich wird, welche ja doch auch Herr Dr. Friedländer nicht iu Abrede stellte. Daß Herr Dr. Friedländer den Namen de» sel. Oberrabbiner» Fass«! nannte, beweist mtt gerade, wie Recht ich hatte, zu behaupten, daß diejenigen Schüler Sofer'», welche t;ch zeitgemäßer wiffeuschaftlicher Ausbildung gewidmet hatten, nicht un Einklänge mtt der exrlusir> orthodoxen Richtung ihre» Meister» waren. — Den» eL ist Fasset'» Verdienst, in Wisseuschast und Leben freihettlich und auMrend, in ähnliche« Sinne wtt der sel. Leopold Löw, in Ungarn gewirkt v* haben. Für Faffel war ja überdies, vermöge seiner Abftammuug au» Mähren, seiner amtlichen Thät Rabbiner der berühutten Proßnitzer Gemeind«, da» sottmdliche mährische Ober-LondeSrabbinat von al» Einwirkung gewesen. Dr. S. Naschür. Am» Ne»j«tzr4feR« 565t« Bo* Abelf Welbanrr. Al» a*l dr» Wolkenhimwel riest gewaltig dir Pose«»« klang, Da brbtr» ver dr« Eteal dr» Bolle» Heqe« all« bang. Der Donarr tost«, «nd der Blitz fuhr a*» de» dllstrr« Him»«l»ru»dr So »rihi« Go« sein heilig Boll «*d «echir nen'de» alir* Bued. Da» hril'g« Horn erschallet laut, de» Schofar» heller Aenjahrätan Aust aus zur Sabbathruhe «*» vor Gotte» hehre* Ht«»«ltzthron. tat Frier ruft er, ladet ein an eine* Ort, de« Herr« gr»o«tht orde» durch Opferrauch und Dampf, durch Danke* und durch Bete« heut'.. -ein eitle» Klingen soll r» sri«, «» «ahnet an ein grob«» Ding. . An da» Gesetz, da» Amraw» Sohn für unsre Bätrr einst empflng. E» »ahnet a* drr Gnade« Füll', die u*ser» Bittern Er envie», E» «ahnet an di« Güte auch, die über un» itr walten lieh. Wenn heut' wir wiederum den Aachhall jener Cherubim, wHl i Zu seine« Dienst, zur Sohl «»« wir hören So laßt un» prüfen unser Her», ob «» wohl mag besteh'* vor Ihm. Und unstr erste« Fühle» sti der Dank, dag Er au« grimmer Aath Gerettet un» «nd über u*» zu wachen seiner Schar gebot. Wtt wunderbar ist'», d«ch er sich vorbildlich au« der Bdlker Chor i«n Dienst, zur Wahrheit un«, ein winzig Häuflein, auärrtorl rBm rückwärts wenden sich auf unsrer Bäter Leid und Glück, Auf Horeb'» Gipstl, Arbo'» Kamm, auf Salem'» Dempel unstr Blick. Und Vvrwärt» schauen wir getrost; denn er ist unstr Hort und Heil. E» schwand dahin et» Weltrniahr, ein neue» Jahr wird un» zu «heil. So auf der Scheide halten «lr Gericht ob unser« ganze» Ihun. Dtt tnn're Echofarstimm« ruft; e» gilt jetzt nimmermehr zu ruh'nl Schwer ist, wa» un» beschieden ward, doch unstr Dienst sei auch Gewinn^ Und jede Thai, für ihn gethan, wird läutern demuth»volle* Sinn. r Gin retner Lohn «inst reine« Dhun. Auf, auf, «och harret unstr vielL^Ä Sei, Zion, wach, daß rw'ger Fried' auf Erden «erd' dein herrlich Ziel. Der Seele* Falschheit wird »uuicht, gerichtet ist der bäst Lrttb, spricht zu un«: O liebe und veröl' ah Und di« Erkrnntuis, Gotte« O liebe und vrrgttb'. Bor alle» allt'»: Set Mensch uud halt' Einkehr und Umschau »ah und fern. Drr Aeujahräm-rgen bricht Hera», zur Buhe un», zu» Dank de« Herrn» [. AeMfche» Die erst« Silbe ist »ich« alt, Man findet mühelo« sie bald, Sen» »an, wa» ja wohl erlaub«. De« Löwen gttbt ein and're» r Willst du die zweite Silb' Mutzt du fein ei» Haar zerst Nimm erst da» Won, da» nicht vernein«, Und da«it rasch vo» Haar vereint De» Anfang und da« End« gar. Doch nun genug! Prosit Arujahrl IL K-rräisl»-» A»4sta»em«ßs«L Bon 4. K. in London. i nennt dir et» i 8 4 ist nah vernn «ine irian, M > Wort 1 8 8 4, 1 » und 4 nennt dir rin Thttr, Da« »tt 3 4 ist nah verwand«; Und bride Dhttre seien, dir Ei* neu«»__ Wen» sie »»schlingt ei» einig Band. III. bestehend au» den von ob» »ach unten zu' lesenden Anfang»» und buö^abe» der 1» an» solaende» Silben zu bUdende» Wärter: chn, ea, da, daa, de, dana, e, 0, 0, ge, ge, goa, ha, k ia, aa, aar, »ab, «ehern, m, aer, oota, «. 1 schenk; 8. Stad« in Bauern; 8 Städecheu de d Land; k>. Speist; «TFbalirrthttr: 7. tUU ».«Uchnahtthrer: lO.KänigteJärael; IL me, lau, U, 1.«Ha ..... vraoina; 4. Btbli.._ FUÜfiAeit; ».Sätze; ».»iichnahlrhrer; l-. _ U.BtM. Brautwerber; 18. Unverlierbare» Elgenlh«». MUGnt dr» tzlithsrl« io »«. »r. «Os ei« — Siftftb,