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Jüdisches Familienblatt · 1891-01-01 · 33 (1891) · p. Seite 130

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1891
Issue
33 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 130 (sequence 4)
Language
German
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rs« »Xu». «lüge i« •me io r»o rtfya* p* *n Wohin? Tochter Juda? »ehrst ninuner zurück? Mein Stolz, ui ein« fioffmtnfc Mein« Siebe, nein Glück l II kehre» die Monde, U kehret die Tonne; Doch wo bleibt Jehudah! Wo bleibt meine Wonne? « traute, Einst spielte Die Jungfrau »eine» Lieder zur Laute; Tana jubelnd dem Schäpfer «oll Dank ihre Lieder. Wann kehret die Jungfrau, Wann lehret sie wieder? Tie Pflegte da» Gärtchen, De« Ewigen «arten: De» «wigeu Weinberg vuß»' wohl sie zu warten. Sie selbst war da» Blümchen, Da» drinnen gedieh. Wann kehrt meine Jungfrau? Oder kehret sie nie? > Tie war So lieb, so bescheiden, «ußt> Lllrm und «etftfe, Sebrause zu meiden. Wer nannte die Jungfrau, Wer kannte die Blume? Mein eigen allein nur, Mir einzig zum Ruhme. Die Mutter Jerusalem Jammert und weinet. Ob nimmer die Tochter Jehudah erscheine«. To komm' doch Jehudah Zur Mutier so gut. Zur heiligen Heimat In Mütterchen» Hu«. »ehr'heimwart« zur Heimath Bon Westen, von Oste», Daß wieder der Liebe Bekose wir koste«. Rein Stolz, meine Hoffnung, Meine Liebe, «ein Glück! Wohin Tochter Juda? »ehrst nimmer zurück? II. »läge Jeh»da Zio«. rrrr? rs nnsen nV?a roan 122 rrn'92 mrr roo wn il’0 »« nrSa roa St* plagt ihr mich wieder, ~ düsteren »lagen? Mürtyrerlieder. »tgt ihr »ir sagen? drückt ihr mich nieder, In'» Herze mir lugend: 0 kehrte» doch wieder - Die Tage der Jugend! Vnst war ich daheim Ein aar fröhliche» »lnd; — Die Tage der Jugend Entrannen geschwind. — La spielt' ich in Unschuld, *:- * Zion gefiel Ei« »ind unter »indern Mein jugendtich Spiel. Wohin meine Freude, Ihr Zo* der Lust, Wo nicht» ich von Jammer Und Unheil gewußt? Und Zion, mein Liebling Wie bist Du so «eü. Beraubt Deiner »Inder. Verzehret von Leid! — Mein Grab ist die Fremde Verbannung mein Sarg, Worin man die totmüdeu Glieder verbarg. Doch »och lebt die Seele Im himmlischen Licht. D'rum mein lieb' Zion Verzage uur nicht! E» öffnet die Särge De» Ewigen Hand, Und ich kehr' zurück Zu dem heiligen Land. Zur heiligen Heimat »ehr' einst ich noch wieder, Und finge von neuem Dir jubelnde Lieder. Meine Siebe, mein Eli Mein herzliebe« Zio» Bald kehr' ich zurück! Ja, Mutter Jerusalem, Laß doch Dein Weine», Bald wird Deine Tochter Jehudah erscheinen. uug. Dann ist e» ju Ende Da» endlose Mühe», Und J«rael» Volk Wird wiederum blühe»! Berlin im Monat Ab. Heinrich Loewe. «U «R»spr»ch «<ethe>«. .An de« ältesten Milnaern und Schulen gefiel mir am beste», daß Poesie, Religion und Bhilofophie ganz in Ein« zusammenfielen und ich behauptete jene meine erste Meinung nur um so lebhafter, «l» mir da» Buch Hiob, da« Hohelied und die Sprichw»rter Salomoni» eben so gut al» die Orphischen »ud Hesiodische» Gesänge dafür ei» gültige» Zeugniß abzulegen schienen." Attische «»elttte». Der berühmte Warschauer Rabbiner MeiselS, da einstunter dem Bewacht stand, aa da polnischen Revolution sich -Z betheiligt zu haben, und daß in besten Hause gcheime Zue, sammenkünfte stattgefuuden hätten, denen a mit gutem Rachzur Seite gestanden haben soll, fuhr einst mit einige» "* russischen Osficiaen zusammen in einem Eiseubahncoup» Um ihn zu ärgern und zu beleidigen, benannten sie'eia kleines Hündchen, da» sie bei sich hatten, mit einem jüdische«? Namen. .Ich bedaure das Thier," sagte da Rabbi in scheinbar' gleichgültigstem Tone. , .Warum?" fragten sie erstaunt. .Da daS arme Hündchen einen jüdischen Namen trägt, bat eS keine Aussicht je Officier werden zu können," war die trockne Antwort. Ein donnernda LachapplauS folgte seitens da übrigen Mitreisenden, und die beschämten Offiziere thatrn da« Richtigste. waS sie unta diesen Umständen thun konnten, sie zogen stich zurück und — schwiegen. SptOr««r»e. Bon L. Hohen in Ree». Beim blinden Freu»»«. .»ännt'ft Du. mein Freund, mir hundert Tholer borge»? Im Fall der Roth thät'« auch von Dir ei» Sch'ta r."*) — .Beda»«; ließ ihn stechen diesen Morgen ,3llnd seh' Gottlob da» »leinste sonnenklar." j *) Sch'tar OBV) -» Wechselbrief; Staar — Augenkrankheit,' HfrjT~ »«Hfoi-Ankod.. I. N-Rtflch« $ttl Von 0. in B. Die kleine Silbe, die wir sehen in der Mitte, * Bedeutet fast genau, hm« auch die erst' und dritte; Da» Ganze wird errichtet den Beste» aller Zeiten, Auch kan» durch gute Werke man selber, sich'» bereite». RI. Ne»tsch<» oLa»träthsek. von A. »aufmann in London. Mit e man einen Rabbt kennt. Berühmt durch seine» llommentar; Ei» a den deutschen Dichter nennt, Der auch zugleich Gelehrter war. HI. KrSrLtfche- Kpr»sse»rLtßser. Von 6. in R. allein ein muntre« Thier mit D der Nordpol Dir; t«, in Dir verschlossen, ' mit » man nnverdroffen Freudig gern Gott dem Herrn! Bra Mfürmf KLtizsrl r« PP I. telMMilet, Eam», CeiHfi VmiN. IL 'x, 3«mMi (Vater brt MNvN). *«»«. , Hl. Grabstein, (atU *9 — iKfc) «etrübniß. Verantworttlcher Redakteur: Dr. M. Rahmer, Magdeburg. Druck: D. L. Wolfs, Magdeöurg. Verlag:Dot« SJEF'

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