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Jüdisches Familienblatt · 1891-01-01 · 10 (1891) · p. Seite 40

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1891
Issue
10 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 40 (sequence 4)
Language
German
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iiOii Araoe« «II Mitgttever t* de« vrde» B'«e B^rith «»fge«o«»e» weede«? Bo« Frau Jenny Ikleeberg Herz in New-Aort. (schlug) Es könnte aber nun diel« Frage aufgeworfen werden: arum können die Frauen nicht eigene Logen haben, warum sollten sie verlangen, sich den besiehrndcn Mönncrlogen an» -schließen? Die Zeit ist gekommen, in welcher die Frau anerkannt zu sehen wünscht, daß sic in intcllrctueller und ethischer Cultur dem Manne gleichsteht und deshalb würdig '% ihr Eireben mit dem seinigrn zu vereinigen. Da aber «ntellectuelle und ethische Cultur die erhabenen Ziele deS rdenS sind, so fühlt sich die Frau sympathisch mit demselben »nd deshalb wagt sie um Zulassung zu bitten, aber nicht >» eigenem Triebe, sondern mit der ihrem Geschlechte zenen Bescheidenheit auf Einladung der Mitglieder d«S rdenS. Auf der im Juni 189Ü abgehaltenrn Convention fand s Thema der Frauenzulassung viele warme Fürsprecher. \. chre Ausnahme als besonders wichtig für die Entwrckelung . gesellschaftlichen Bestrebungen der Organisation, die in anchen Fäll :- gänzlich vernachlässigt wurden, erkannt urde. Diese Entwickeluyg kann nur einen gedeihlichen «rtgang haben, wenn Frauen als Mitarbeiterinnen wirken, ie gesellschaftlichen Zwecken dienenden Zusammenkünfte -rden gewöhnlich von Frauen zahlreicher besucht, als von Snnern. Ta erstere mehr Zeit zur Bersügung haben, naen sie gerade diejenigen Seiten cultiviren, welche sie zur ierd« der Gesellschaft machen und diejerhalb ihre Zulassung s eine Nothwrndigkeit erscheinen lassen, wenn die ge» iaschttn Erfolge irgend welcher gesellschaftlichen Organisation reicht werden sollen. ' ES ist ebenso eine unbestreitbare - Hatsache, daß der stille Beifall deS Frauenblicks die Männer st zu ihren schönsten und edelsten Thaten begeistert, während ferner nicht bestritten werden kann, daß Frauen sich in ssellschaft von Männern am behaglichsten fühlen. Sie K* also, daß das Zusammenwirken beider Geschlechter thwendig ist zur Entfaltung der schönsten und edelsten Zeiten, dre beiden eigen sind. Liebe zu einer edlen Frau feister« den Mann zu edlen Thaten. Akida, eia armer Schafhirt, ward durch seine fromme ».«ui, welche Reichthum und Vaterhaus um seinetwillen rließ, angeseuert, die von ihr entdeckten in ihm schlummernden alente zu entwickln. Als armer Hirt trat er in die Schule »nd auS Liebe'zu seiner Frau erfüllte er ihre höchsten Erwartungen und wurde eine Zierde in den Gelehrrenkreisen >raels. Sir Moses Montefiore wurde von seiner treuen attin auf den Reisen, die er nach Palästina und andern »der» unternahm, begleitet und aumemuntert. EelsiuS schreibt von einer Reise, daß fast alle inner der Wissenschaft, denen er begegnete, entweder ge» -rt« Frauen oder Schwestern hatten, welche jene in ihren .beiten unterstützten. Die erste jüdische Sabbathschule in den Bereinigten - aalen wurde von einer Jüdin aus Philadelphia gegründet -d dieses hatte zur-Folge, daß bald darauf in allen größeren Ldtrn der Union deranige Schulen ins Leben traten, er Einfluß, den Frauen übten, hat sich immer alt wohlnend bewiesen. Die Frau, welche so oft durch ihren weisen Rath das astcksat d«S WannrS entschied, ist sie vielleicht unfähig, chtige Fragen zu entscheide», welche in der Loge auftauchen? r sparsam« Verwalterin eurer HauShaltungSgelder, ist sie lleccht unfähig, die Finanzen der Loge zu verwalten? Die -gebende Frau und selbstlose Mutter sind sie vielleicht -fähig, euch in euren erhabrnesten und selbstlosen Unterhmungen zu unterstützen? Die Wittwen und Waisen stehen -rer eurer speziellen Fürsorge. Ihr geht in ihre Häuser, ndsten! ihnen ihr« nicht der scharfe Blick und da» theilnehmende Frau noch mehr die Bedürfaifle unk ihr gar nicht bemerken würdet? Sie würden durch Äost und Beruhigung bringen, wo ihr schweigen würd Sie würde daS Vertrauen der Wittwc und Waise zu Winnen wissen und so ihr schwer belastete» Herz erleichtern. Sie kann rathen, trösten und die Kranken, bedienen, wo d» Mann ganz einfach den Kopf verlieren würde. Ihr sehet also, daß die gesellschaftlichen, und menschen* freundlichen Bestrebungen des Ordens durch die Aufnahme der Frauen eine wesentliche Förderung erfahren würbe. Eine Frau, die aus der Wohnung de» Elends heraus» tritt, wo sie vielleicht bei Kranken und Sterbenden Dienste' geleistet hat, empfindet eine desto heißere Liebe für Man».'; und Kinder, eine Liebe, mü Sorge und Dank vermisch^.' Sorge um daS künftige Wohlergehen und Dank für wer Gesundheit und das Wohlergehen uyd daS Glück. ihrer' Lieben. Ihr könntet aber nun meinen, eure verzärtelte Tochter, die in Sammet und Seide einherstolzirt, dürfe sich durch eine Berührung mit Ar'muth und Elend nicht ent» würdigen? O, nein, eine solche Berührung adelt. Eure Tochter, das verhätschelte Glückskind, nur an sich und ihre Vergnügungen denkend, wird beim Anblick der Schattenseiten - des Lebens wenigstens für eine gewisse Zeit ihren Egois» muS fahren lassen. Sie wird gelassenen Schritte» und ernsten Blickes inS Haus zurückkehren und ihr Herz wird dankerfüllt.die Segnungen betrachten, welche sie bis dahin nicht als solche betrachtete und welche ihr nur als etwa» SelbstverständlicheS galten. Später aber, wenn die Leiden des Leben» sie selbst heimsuchen sollten, wird sie mit ge» stählter Kraft sie leichter ertragen, nachdem sie gesehen, wie Andere größere Leiden mit Muth und Ausdauer zu ertragen wußten. Die Wohlthaten, welche hierdurch dem Orden, den einzelnen Logen, der Frauenwelt und dem Hause erwachsen werden, sind aber zu viele, al» daß sie alle hier Erwähnung finden könnten. Mit Rücksicht auf den mir zugemessene» Raum habe ich daher nur versucht, auf die wichtigsten derselben die Aufmerksamkeit zu lenken. i -s»! Ktthjel-A»fg«l»e«. I. Amtsche» stsgO-riP-. von 6. ln R. <ti* Wahr hei ttsrellnd Im Wort erfAelmt, Der treu erzählt Und Nicht« verhehlt. Wenn au» dem vor« Ein Lau» bleibt sott, So zeigt sich Dir Ei» junge« Thier. Da» einst nach Freud' Bracht' große» Leid. II. KrtrSischr, M-rt- »nt von A. I. ta London. Mein Wort giebt Euch die Zeichen, Woran »an gleich da« Thier erkennt, Da» ein« der Zeichen nennt. Doch wenn wir diese« streiche», Erscheint ein Edelstein sogleich, De« zeig« die Bibel Euch Mit mehrern Seine«gleiche». A«ß-ftms fc«r Kitttzfet t» »«r. Pr. . l. Sed», L«»il. «erntznSel. IL rrp. mj? lSrost). (In vor. Nr. vorletzte Zelle muß e» »Sette" «.lss.Wag-eb-rg. M. Nahmer, Druck:

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