Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1891
- Issue
- 4 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 16 (sequence 4)
- Language
- German
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'f den ftrrngMvbige» Juden «A^HWlLNtälsde, ' .■>■ Fleisch de« Schlachtviehes sorgfältig untersuchen uno i de« Genüsse« desselben enthalten, wenn sich nur irgend Spur von Tuberkulose an demselben zeigte. Dr. Heran; .j&t annehmen zu dürfen, daß ungefähr 4 Prozent der r Großbritannien geschlachteten Thierr mehr oder weniger rrculvs und deshalb Quellen gefährlicher Krankheiten für Consumenten sind. Er hält cS ferner für ausgemacht, eine gänzliche Beseitigung des asficirten Fleisches, wie ,c nach jüdischem Gesetz und auch in nichtjüdischen Kreisen, eine strenge Untersuchung des Fleisches vorgeschrirbcn ist, ittsindet, in Folge der Abnahme der durch den Genuß 'selben erzeugten Krankheit eine Quelle des reichsten Segens *r die Menschheit werden würde. Sine geheime RcligioaSsekte. Ein Mitarbeiter de« .Cornhill Magazine" beschreibt in einem »IM der Januar-Hummer .Eine geheime Religion" eine im Orient ••r dem Hamen Ansairier oder Hasiri bekannte Sekte, »velche äußerlich zum Islam bekennt, und bei welcher er im vorigen nter eine längere Zeit in Tarsus zubrachte. Biel« iher Gebräuche, ' der Verfasser, zeigen Spuren des JudenthumS und d«S Islam.; Glaube an eine See'enwanderung ist unter den Ansairirrn »«ein verbreite». Tie jüdischen Rabbis, sagen sie, werden in Affen sandelt. _ Surinam Der gefeierte Amerika-Reisende, Herr Tr. Joest, hielt jüngst ethnographischen Verein zu Berlin eineu Vortrag, in welchem er 2. sagt«, daß Surinam, die holländische Besitzung in Guyana, ein ganz jüdischer Staat sei Tie herrschenden Familien des Landes säst ausschließlich Nachkomme» holländisch-portugiesischer Ettern, -che vor 200 Jahren dahin auswanderten. Außer dem Gouverneur, .: das Mutterland dahin entsandt hat, sind fast alle Civil- und tlitärbeamte Juden. Rur oder */, der weißen Bevölkerung ^eht aus Ehristrn. Teshalb heirateten die weißen Einwanderer «rerinneu oder Indianerinnen, was di« Juden nicht thaten. Eine jüdische Malerin. Unsere GlaubenSgenoffen haben Grund, auf die Auszeichnung, .che einem ihrer Mitglieder aus dem schönen Gescylechte durch Zu- 7n>nung eines Preise« für Landschasts- und Blumenmalerei zu Theil itde, stolz zu sein. Frl. Auerbach ist der Name der jüdischen -astlerin, die sich des ausgesprochenen Beifalls des Präsidenten der vilgl. Eauadischen Akademie, des Herrn Prof. Jacobi, zu erfreuen le. Rach dessen maßgebendem Urtheile ist es nicht nur die Ratur- - ic, welch« ihre Blumengruppen so reizend gestaltet, sonder» auch der Msche Hauch, der über denselben ausgebrritet, sie so besonders rakterisirt. Im Atelier de» Frl. Auerbach kann man stundenlang nvetleu, ohne im geringsten zu ermüde». Eine ihrer reizendsten Lopsnngr» ist ei« großes Oelgemälde, «In Zttesmütterchenbouquet auf ^^«Lichtschirm darstellend,welches jedem Salon zurZierde gereichen würde. - H. St. «SrAffcl. Tem .Matin" wurde jüngst aus St. Peiersbourg lgruder mysteriös« Vorfall berichtet: .In Jelisavethgrad, einer kleinen Stadt Klein-Rußland«, «ahnt« - jüd. Rentier, namens Großmann, welcher seinen Vater bei sich tte. Dieser Tag« wurde nun der Tbjährige Mann krank und starb. Großmann zun wandte sich wegen des Leichenbegängnisses an x Gemeinde. Dies«, wohl wissend, daß der Abgeschiedene ein großes ^-«rmögru hintcrlasscn habe, forderte einen hohen Preis, um ihn mit ulk« seiner ehemaligen Stellung würdigen Ehren zu bestatte». Man endest« drei Tage lang und wurde endlich um de» Preis von 1(XX) Ares, einig. Dan» wurde der Tobt« gemäß dem jüd. Ritus in et» weißes Todtengewand gekleidet und aus ein Brett gelegt. In der nun folgenden Rächt erhob sich zum großen Schrecke» de« ich. Geistliche», welcher Gebete recittrte, der vermeintlich Tobte und jagte, daß er Durst habe und gern et» Glas Branntwein trinke» wolle. — .Du," antwortet der Rabbiner, .Du bist tobt, also hast Du lei«» Durst mehr, verhalte Dich als» ruhig, oder wenn nicht ...." Er hatte »och nicht vollendet, als der wüthead« Greis Ihm eine Ohrfeige gab, daß er zu Boden siel. Aus das Geschrei des erschreckte» jüd. Geistliche» liefen alle herbei, fo auch der Sohn des Tobte», welcher mit Freude conftatirte, daß sei» Vater »och leb«. — Die Aerzte erklärte», daß Großmann mb. 4 Lage in Erstarrung »«lege» habe. Aber da» Luriose „ der Sach« ist, daß der Mabbiner bei» Friedensrichter Klage wegen der erhaltene» Ohrfeige angestrengt und Schadenersatz verlangt hat." Soweit der .Mattn". . (SM* am meiste» «uriofe ist dach jedeasall», daß »er .Matt»" satnen Leser» «in solches Märchen schon 9 Monate vor dem 1. April «#**•) L Oii § »kam»ß PaRevst WM<|. Jus Deutsch« übersetzt von «en Jehudah. Refrain: Mein Freund wohla«, der Braut en tgegewr Empfangen wir des Sabbath's Segen! .Hüt' und gedenk' der Sabbachruh", Rief un« des Ew'gen Donner zu; Der Ram' de« Herrn in Einigkeit Gepriesen sei in Ewigkeit. Dem Sadbath jetzt entgegene»', Zu« Segen ist er Dir und Heil, Ter Herr ans seinem Schöpserthron Erschuf ihn als der Schöpfung Kro»'. Erheb' Tich, Konigshriligthum, rtörte Stadt, «mpsange Ruhm, weiltest lang' im Jammerthal, Ter Herr erlöst die Gläud'gen all! Wohlan denn, rein'ge Dich vom Staub, Und schmücke festlich Dir da« Haupt, vom Herrn harrt ein Erlöser Dein, Er wird Dir Trost und Hoffnung sei». Wach aus! Wach aus! Dein Licht bricht an, Ein Lied stimm' Deinem Gotte an, Dir zeigt sich Gottes Herrlichkeil, Dem Herrn sei Preis in Ewigkeit. Sei nicht beschämt, erröth« nicht, Wo» beugst Tu und was bückst Du Dich? Aus Gott vertrau' wer mnd und matt — Au« ihrem Schutt ersteht dir Stadt. Tie Dich geplündert, sind beraubt, vor Dir im Staub des Feindes Haupt, Tein freut sich Gott in Liebesstamm' Wie seiner Braut der Bräuttgam. Rach allen Seiten breit' Tich aus Und preise Gott im heil'gen Haus, vom Herren harn Erlösung Dein Bon aller Roth und Angst und Pein. Des Gatten Krone komm' in Frieden, Erschein' in Freuden uns hinieden: .Willkommen Braut! Willkommen Braut! Sei Deinem Volke angetraut." Mein Freund, wohlan der Braut entgegen. Empfangen wir des Sabbath's Segen. I. Anitsches cLog«gripy. von 6. in B. Wer kann von Jakob« Söhnen den mir nenne», Der, wenn eingehüllt der Kopf von beiden Seite». Sosort t:a» schöne Früchte läßt erkenne«, Di« de« Menschen Herz erfreut zu alle» Zeiten. H. -»eisprachi-e» Ko«o»y«. von 6. in 8. Bas deutsch bei allen Dampfmaschinen. Als Treiber immerfort muß diene», tebnit sch fallt'« von oben nieder, »rück jedoch kehrt'» niemals wieder. fthtfltc Anßlss«»gen de« Greisräthfats foMn «tat Abt-Borke«, Are« ds-Scharmbeck, Eohen-Errseld, Blu«e»thak^ Oelde, Ellgutter-Plaue», Freudenthal-Grünstadt, F»chs- B raunschweig, Goldschmidt-Twistiugen, v. H«rr»a»»<>M»stdw bürg, Fra» Herz-Gsppinge», Hirsch-Magdeburg, H»lischch»iM Jnseld-Podgorze, Kob»-Vallendar, Lewtn-Drambu^lLiti «ann-Eloing, Lsb-Esl», Ara» Matz-Warm», Pulver«»»I Mtlitsch, Si»g«r-Fraulenthal, S Petzer-Stadtoldendorf, Spiel Geuttindr», U»«-Ha»a», Vetler-NseWwg». Beramtwoetlicher Nadakleur: Dr. «. »ahmet, M^dchnrg. 9nä: D. L. «»(ff,